Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:49 Lauterbach rechnet mit Hunderttausenden Neuinfektionen pro Tag +++

Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet bis Mitte Februar mit mehreren Hunderttausend Neuinfektionen am Tag. Es sei mit Blick auf realistische Szenarien davon auszugehen, "dass die Welle Mitte Februar ungefähr ihren Höhepunkt haben wird und dass wir dann mehrere Hunderttausend Fälle pro Tag erwarten müssen", sagt Lauterbach im ZDF. Es sei nicht gesagt, dass es zu den Szenarien komme, aber "die haben die größte Wahrscheinlichkeit". Dabei gebe es Länder, die solche Zahlen auch mit Blick auf die Intensivstationen verkraften könnten, in Deutschland sei die Lage jedoch eine andere.

+++ 23:45 Österreich lockert Einreisebestimmungen +++
Österreich lockert ab kommenden Montag die Einreisebestimmungen. 14 Omikron-Vorreiterstaaten werden von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, berichten diverse österreichische Zeitungen. Diese seien zehn Staaten des südlichen Afrikas sowie Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Großbritannien. Damit können Drittgeimpfte künftig aus aller Welt ohne Auflagen nach Österreich einreisen.

+++ 22:17 Bremen, Hamburg und Berlin unter Ländern die größten Corona-Hotspots +++
Sechs Bundesländer melden heute einen Höchstwert beim Tageszuwachs: Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Umgerechnet auf die Einwohner weist allerdings Bremen die meisten neuen Fälle auf: rund 307 je 100.000 Einwohner. Auch Hamburg und Berlin liegen in dieser Hinsicht bei einem Wert um 300. In diesen drei Stadtstaaten gibt es auch die meisten aktiven Infektionen je 100.000 Einwohner: Mindestens 2,5 Prozent der Einwohner gelten aktuell als infiziert.

Hamburg und Berlin weisen zusammen mit Schleswig-Holstein auch den höchsten Anstieg bei der 7-Tage-Inzidenz auf. Diese legt derzeit in allen 16 Bundesländern zu.

+++ 21:41 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 115.936 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.228.182 gestiegen. Binnen eines Tages kamen laut Angaben der Bundesländer damit 115.936 neue Fälle hinzu - ein Zuwachs um 53,9 Prozent im Vergleich zu Mittwoch vor einer Woche (75.352 neue Fälle). Es ist zugleich der höchste Tageszuwachs in den von ntv.de ausgewerteten Länderdaten. Der bisherige Höchstwert stammte vom 13. Januar 2022 (95.734 Neuinfektionen).

Als aktuell infiziert gelten rund 1.007.500 Personen - es ist das erste Mal, dass die Zahl der aktiven Infektionen in der Auswertung der Länderdaten über einer Million liegt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 244 auf 116.150. Am vergangenen Mittwoch waren es 349 neu gemeldete Todesfälle

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag unkorrigiert: 1,08). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2571 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1541 davon werden invasiv beatmet.

+++ 21:10 Frankreich meldet erneut mehr als 400.000 Neuinfektionen +++
In Frankreich verzeichnen die Gesundheitsbehörden 436.167 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind etwas weniger als am Vortag, als mit 464.769 nachgewiesene Ansteckungsfälle der bisherige Höchstwert erreicht wurde. In Krankenhäusern starben 231 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind es damit 100.570 Todefälle.

+++ 20:42 Saarlands Ministerpräsident: RKI soll Regeländerungen erklären +++
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans fordert eine Erklärung des Robert-Koch-Instituts zur Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate. "Es reicht nicht, eine Regeländerung auf seine Website zu schreiben", sagt der CDU-Politiker der "Welt". "Dass in der Schweiz der Genesenen-Status zwölf Monate gilt, hierzulande aber nur drei, das muss man den Menschen erklären."

+++ 20:01 Valneva: Impfstoffkandidat wirkt gegen Omikron-Variante +++
Der vor einer möglichen Zulassung stehende Corona-Impfstoff des französisch-österreichischen Biotechunternehmens Valneva wirkt einer Studie zufolge auch gegen die Omikron-Variante. Die Ergebnisse einer ersten Laborstudie zeigten, dass Serumantikörper, die nach drei Dosen gebildet wurden, die Omikron-Variante neutralisieren, teilte der Konzern mit. Alle getesteten Serumproben würden neutralisierende Antikörper gegen das ursprüngliche Virus und die Delta-Variante zeigen, während 87 Prozent dies auch gegen Omikron täten, erklärte der Konzern.

+++ 19:32 WHO: Corona-Pandemie bleibt "Notlage von internationaler Tragweite" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hebt den Gesundheitsnotstand wegen der Corona-Pandemie vorerst nicht auf. Die Situation bleibe eine "Notlage von internationaler Tragweite" (PHEIC), teilte die WHO mit. Die Erklärung einer solchen Notlage ist das höchste Alarmsignal, das die WHO geben kann. So sollen Regierungen wachgerüttelt werden, damit sie sich auf ein potenziell gefährliches Gesundheitsrisiko einstellen. Die WHO hatte den Notstand wegen Corona am 30. Januar 2020 erklärt.

+++ 18:48 IW-Studie: Homeoffice stieg während Pandemie sprunghaft an +++
Die Zahl der Menschen im Homeoffice ist einer aktuellen Studie zufolge während der Pandemie sprunghaft angestiegen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erklärte. In Deutschland arbeiteten demnach im Februar 2021 knapp die Hälfte (49 Prozent) der abhängig Beschäftigten im Homeoffice, vor der Pandemie waren es lediglich zehn Prozent. Auch auf europäischer Ebene zeichnete sich laut IW ein ähnlicher Trend ab: Arbeiteten in der Europäischen Union im Jahr 2019 durchschnittlich elf Prozent aller abhängig Beschäftigten zumindest ab und zu aus dem Homeoffice, waren es im Februar und März 2021 etwa 42 Prozent.

+++ 17:56 Impfgegner-Paradies Paraguay macht Kehrtwende - Deutsche abgewiesen +++
Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus macht Paraguay seine Grenzen für Ungeimpfte dicht. Mehr als ein Dutzend Ausländer ohne vollständigen Impfschutz seien bei ihrer Ankunft bereits abgewiesen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden, sagt die Leiterin der Einwanderungsbehörde, María de los Ángeles Arriola, im Radiosender ABC. Darunter waren auch sechs Deutsche. Zuletzt waren zahlreiche Impfgegner vor allem auch aus dem deutschsprachigen Raum in das südamerikanische Land ausgewandert. In den sozialen Netzwerken kursieren viele Videos, in denen Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, zu einem Neustart in Paraguay geraten wird. Seit der vergangenen Woche müssen Menschen bei der Einreise nach Paraguay allerdings eine Impfung mit mindestens zwei Dosen nachweisen.

+++ 17:27 Hannover Messe wegen Corona auf Anfang Mai verschoben +++
Die Industriemesse in Hannover wird wegen der steigenden Corona-Fallzahlen auf Ende Mai verschoben. "Aufgrund der anhaltend hohen Inzidenzen in Deutschland und vielen angrenzenden Nachbarstaaten haben wir gemeinsam mit unseren Ausstellern entschieden, die Hannover Messe in diesem Jahr in den Frühsommer zu verschieben", teilen die Veranstalter mit. Sie werde vom 30. Mai bis zum 2. Juni stattfinden und nicht wie bisher geplant im April. Im vergangenen Jahr war die Industrieschau wegen der Pandemie im April rein digital abgehalten worden.

+++ 16:58 Zinn: Omikron wird nicht letzte böse Überraschung sein +++
Die Omikron-Variante treibt die Corona-Fallzahlen in Deutschland in ungeahnte Höhen. Ein Ende des Infektionsanstiegs scheint nicht in Sicht. Hygieniker Dr. Zinn spricht im Interview über die PCR-Priorisierung, die Entwicklung der Fälle in Deutschland und weitere Virusmutationen.

+++ 16:37 Neue Regierung in Tschechien kippt geplante Impfpflicht +++
Die neue Regierung in Tschechien hebt die geplante Corona-Impfpflicht für Menschen über 60 Jahre und Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf. Diese wäre ab März in Kraft getreten. "Wir sehen keine Gründe für eine Impfpflicht, wir wollen Spaltungen in der Gesellschaft nicht vertiefen", sagt Ministerpräsident Petr Fiala in einer Pressekonferenz.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:25 Fallzahlen in Schweden schießen nach oben - neuer Höchststand erreicht +++
Schweden meldet mehr als 37.800 Corona-Neuinfektionen - eine deutliche Steigerung des bisherigen Rekords vom 12. Januar. Damals waren es 26.566. Schweden hatte in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg mit relativ milden Beschränkungen gewählt. In der zweiten Jahreshälfte 2021 hatte das Land noch lange Zeit vergleichsweise niedrige Fallzahlen verzeichnet. Seit dem Jahreswechsel geht es mit Neuinfektionen jedoch steil nach oben.

+++ 16:09 SPD-Fraktionvize: "Schulen könnten in besonders betroffenen Regionen geschlossen werden" +++
Angesichts steigender Corona-Zahlen muss laut SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt sehr genau auf die Entwicklung in Kliniken geachtet und vor allem die Booster-Impfkampagne vorangetrieben werden. "Für einen Lockdown gibt es derzeit keine gesellschaftliche Mehrheit", sagt Schmidt. Man habe schon verschärfte Maßnahmen beschlossen. "Schulen könnten in besonders betroffenen Regionen geschlossen werden - aber sicher nicht flächendeckend", sagt sie auf den Hinweis hoher Infektionszahlen in einigen Schulen. Das wäre aktuell völlig überzogen. Kinder müssten wieder so normal wie möglich in die Schule gehen können.

+++ 15:46 Fallzahlen in Österreich auf Höchststand - Kanzler: Im Rahmen der Erwartungen +++
In Österreich hat die Verbreitung der Omikron-Variante die Corona-Neuinfektionen auf den Rekordwert von knapp 30.000 Fällen schnellen lassen. "Das ist eine zuerst erschreckend hohe Zahl", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer am Mittwoch nach der Kabinettssitzung der konservativ-grünen Regierung. Die Zahlen würden aber im Rahmen der Erwartungen liegen. Zudem sei die Lage in den Krankenhäusern trotz des hohen Infektionsgeschehens weitgehend stabil. Dennoch will die Regierung als erstes Land in der EU eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene einführen. Experten rechnen damit, dass sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Wochen weiter erhöht.

+++ 15:21 Bildungsministerin zurückhaltend gegenüber neuen Corona-Maßnahmen +++
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger äußert sich zurückhaltend zu neuen Corona-Maßnahmen. Deutschland habe im Vergleich zu anderen Ländern Europas schon Beschränkungen eingeführt, um den Verlauf der Omikron-Welle abzuflachen, sagt die FDP-Politikerin Reuters-TV. "Insofern sind wir da schon sehr weit mit den Instrumenten, die wir genommen haben." Jetzt tage der Expertenrat und werde seine Einschätzung geben, dann werde die Regierung entscheiden. "Wir sehen ja auch, dass die Hospitalisierungsrate zum Glück stabil geblieben ist."

+++ 15:04 Kinderärzte: Impfpflicht für Erwachsene überfällig +++
Die Diskussion um die Impfpflicht wird so erbittert geführt wie nie. Auch unter Experten ist ihre Umsetzung umstritten. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte spricht sich klar dafür aus. Dessen Bundespressesprecher, Kinderarzt Jakob Maske, nennt im Interview mit ntv die Gründe.

+++ 14:47 Bayerischer Verwaltungsgerichtshof kippt 2G-Regel im Einzelhandel +++
Der bayerische Verwaltungsgerichtshof kippt die 2G-Zugangsbeschränkungen zum Einzelhandel im Freistaat. In einem unanfechtbaren Beschluss entscheiden die Richter, dass die bayerische Verordnung den Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes für die Zutrittsbeschränkungen auf Geimpfte und Genesene nicht gerecht werde. Grundsätzlich seien 2G-Regeln für den Handel möglich, die bayerische Regelung erfülle die nötigen Voraussetzungen aber nicht.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:38 Johnson beendet Maskenpflicht in England +++
Premierminister Boris Johnson beendet die Maskenpflicht in England ab Donnerstag nächster Woche. Auch Homeoffice sei dann nicht mehr nötig, kündigt Johnson im Parlament an. Experten gingen davon aus, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle im Land überschritten sei. Die Bevölkerung habe sich gut verhalten, zudem laufe die Booster-Kampagne. Er gehe davon aus, dass die Regeln zur Selbstisolierung bei Infektionen zwar wie geplant noch bis März in Kraft blieben, dann aber ausliefen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:17 Japan weitet wegen Omikron Einschränkungen auf Tokio aus +++
Japan weitet Einschränkungen wegen der Virusvariante Omikron ab Freitag auch auf die Hauptstadt Tokio aus. Zudem sind zwölf weitere Regionen betroffen, somit etwa die Hälfte der Einwohner Japans. Ab Freitag können die Gouverneure die Öffnungszeiten von Bars und Restaurants verkürzen und den Verkauf von Alkohol verbieten. Damit sollen die Japaner bewogen werden, zu Hause zu bleiben. In den drei Regionen sind die Regeln, die zunächst bis zum 13. Februar gelten, bereits in Kraft. Dem Sender NHK zufolge wurden 32.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, ein Rekord. Davon wurden 7377 in Tokio registriert und in der Präfektur Osaka 6101.

+++ 14:00 Corona-Krankentage erreichen im November 2021 Höchststand +++
Die Zahl der Krankentage wegen Corona hat Daten der AOK zufolge im November 2021 einen vorläufigen Höchststand erreicht. Mehr als 20 Prozent aller bisher an Covid-19 erkrankten AOK-Mitglieder hätten in diesem Monat ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten, teilt das wissenschaftliche Institut der Krankenkasse mit. Die betrieblichen Krankenkassen registrierten einen deutlichen Anstieg der Fehlzeiten wegen Corona im Vergleich zum Vorjahr. Eineinhalb Prozent der bei ihnen registrierten Arbeitsunfähigkeitstage im November 2021 seien die Folge einer Covid-19-Erkrankung gewesen, teilt der BKK-Dachverband mit. Im November 2020 seien es nur 1,1 Prozent gewesen. Die Auswertung basiert auf den Daten von rund vier Millionen berufstätigen Versicherten von Betriebskrankenkassen.

+++ 13:38 Grüne fordern schärfere Maskenpflicht +++
Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen befürwortet als Reaktion auf die hohen Fallzahlen eine Verschärfung der Maskenpflicht. "Die Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und der 2Gplus-Regel, wo Masketragen unmöglich ist, wären sinnvolle Ergänzungen", sagt er Reuters. "Im Nah- und Fernverkehr sollte meines Erachtens landesweit FFP2-Maskenpflicht gelten." Die erwartete "Omikron-Wand" habe Deutschland nun erreicht, die Fallzahlen würden "wohl noch weitere Wochen" steigen. "In den Krankenhäusern wird die Omikron-Wand frühestens in zwei Wochen ankommen." Man müsse damit rechnen, dass die bisherigen Maßnahmen zum Gegensteuern nicht ausreichten.

+++ 13:22 Valneva rechnet mit Impfstoff-Zulassung Anfang dieses Jahres +++
Der französisch-österreichische Impfstoffhersteller Valneva rechnet weiter mit einer Zulassung seines Covid-19-Impfstoffes im ersten Quartal. "Der Prozess schreitet wie geplant voran und wir sehen derzeit keinen Grund, unsere zuvor kommunizierte Prognose einer möglichen ersten EMA-Zulassung im ersten Quartal in Frage zu stellen", erklärte das Unternehmen auf Anfrage. Der Gesundheitsbehörde EMA seien bereits alle verfügbaren Daten übermittelt worden, hieß es. "Wir erwarten, dass wir die restlichen Daten in den kommenden Wochen vorlegen werden."

+++ 13:02 Afrika will mit neuer Anlage bis 2025 eine Milliarde Impfstoffe herstellen +++
Afrika baut seine Impfstoffproduktion von aktuell weniger als einem Prozent mit einer neuen Anlage in der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt aus. Als Beginn einer neuen Ära würdigt Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa die Eröffnung der Produktionsstätte, die bis zum Jahr 2025 rund eine Milliarde Impfstoffdosen für den gesamten Kontinent herstellen will. Zugleich soll sie nach dem Willen ihrer Gründer auch für einen Wissenstransfer sorgen. Dahinter steckt das kalifornische NantWorks-Konglomerat, das auf Medizintechnologie spezialisiert ist. Die NantSA-Anlage soll nicht nur Impfstoffe zum Schutz vor dem Coronavirus, sondern auch vor anderen Krankheiten, wie Malaria, Tuberkulose, Gelbfieber oder HIV erforschen und herstellen.

+++ 12:41 Bundesgesundheitsministerium sorgt sich wegen hoher Infektionszahlen +++
Die aktuellen Infektionszahlen von über 100.000 Fällen am Tag sind einem Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums zufolge besorgniserregend. Es müsse jetzt beobachtet werden, wie sich dies in den Krankenhäusern auswirken werde. In den USA steige die Belastung auf Intensivstationen wieder. Mittelfristig könne es entsprechend erhebliche Auswirkungen geben. Regierungssprecher Steffen Hebestreit ruft erneut alle Bürger auf, sich impfen zu lassen. Denn es seien weitere Wellen zu erwarten.

+++ 12:22 Booster-Quote steigt auf 48,3 Prozent +++
Die Impfquote der Menschen, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben, steigt von 75,1 auf 75,2 Prozent. Die harte Impfquote der Grundimmunisierten erhöht sich von 72,8 auf 72,9 Prozent. Rund 40,140 Millionen Menschen in Deutschland haben sich bereits eine Auffrischungsimpfung gesichert und sind damit nach derzeitigem Kenntnisstand im Fall einer Omikron-Infektion bestmöglich vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt. Die Booster-Impfquote steigt von zuletzt 47,6 auf aktuell 48,3 Prozent.

+++ 11:37 Gaß: Corona könnte wie Grippe behandelt werden +++
Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hält einen Verzicht auf die geplante Impfpflicht für denkbar. Als Grund nennt Gaß im "Handelsblatt" die Erfahrungen mit dem milderen Verlauf bei einer Infektion mit der Omikron-Variante. "Wenn Corona tatsächlich nur noch als eine Grippe angesehen wird, dann muss das Virus auch so behandelt werden", sagt er. Dann brauche es keine allgemeine Impfpflicht - und auch keine Impfpflicht für medizinisches Personal. "Wenn die Politik nach Abwägung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dem Ergebnis kommen sollte, dass die Pandemie vorbei ist und es deshalb keine Impflicht mehr braucht, dann gibt es eine neue Lage", sagt Gaß. "Dann gäbe es aus meiner Sicht auch keinen Grund, an der allgemeinen und vor allem der einrichtungsbezogenen Impfpflicht festzuhalten, die ja bereits beschlossen ist."

+++ 11:21 Tägliche Impfleistung geht wieder zurück +++
Die tägliche Impfleistung geht im Schnitt wieder zurück. Wie aus den Daten des offiziellen Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, kommen derzeit im mehrtägigen Mittel nur noch rund 589.000 Impfdosen pro Tag zum Einsatz. In der Woche vor Weihnachten lag der gleitende Durchschnitt zeitweise über einer Millionen verabreichter Impfdosen pro Tag.

+++ 11:06 Streeck: Impfpflicht aus medizinischer Sicht problematisch +++

Der Virologe Hendrik Streeck sitzt im Corona-Expertenrat der Bundesregierung und ist ein populärer Kritiker einer möglichen Impfpflicht. Im ntv-Interview stellt er zwar klar, dass eine hohe Impfquote gut sei - erklärt aber auch, warum aus medizinischer Sicht eine Pflicht problematisch ist. So könnten Mediziner noch nicht vorhersagen, welche Varianten noch kommen und wie lange der Schutz zukünftiger Impfstoffe anhalten wird.

+++ 10:37 Gassen erklärt umstrittene Aussage zu Impfpflicht +++


Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Gassen, sorgt mit Aussagen für Wirbel. Die wurden verstanden, als würden die Ärzte eine Impfpflicht nicht unterstützen. Im ntv-Interview erklärt er nun, was gemeint war: Inhaltlich sei man grundsätzlich auf Seite des Gesundheitsministers, die Durchsetzung aber sei staatliche Aufgabe.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:20 Russland meldet 16.000 neue Fälle an einem Tag +++
Russland verzeichnet rapide anziehende Infektionszahlen. Seit Jahresbeginn ist das mehrtägige Mittel der Neuinfektionen von rund 16.000 neuen Fällen pro Tag auf 28.100 gestiegen. Tagesaktuell meldet das russische Gesundheitsministerium zuletzt 33.899 laborbestätigte Ansteckungen. Die Gesamtzahl der bisher erfassten Fälle erhöht sich damit in Russland auf rund 10,899 Millionen. Rund 9,925 Millionen Menschen gelten amtlichen Schätzungen zufolge als genesen. 323.376 Menschen sind in Russland im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

+++ 10:00 Inzidenz bei 5- bis 14-Jährigen zehn Mal so hoch wie bei über 80-Jährigen +++
Momentan infizieren sich in Deutschland vergleichsweise wenig ältere Menschen, die besonders anfällig für schwere Verläufe sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei Menschen ab 80 Jahren laut RKI zuletzt bei rund 115 - mit leicht steigender Tendenz. Sollten sich deutlich mehr Ältere infizieren, könnte das Experten zufolge zu einem deutlichen Anstieg bei der Zahl der Schwerkranken führen. Bei den 5- bis 14-Jährigen liegt die Inzidenz nun rund zehn Mal so hoch wie bei den Älteren und hat sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. Das dürfte auch mit dem Ende der Weihnachtsferien zusammenhängen. Schüler werden regelmäßig getestet.

+++ 09:30 Tschechien verzeichnet Rekord bei Neuinfektionen +++
Die Omikron-Welle hat in Tschechien für eine Rekordzahl von Neuinfektionen gesorgt. Am Mittwoch melden die Gesundheitsbehörden 28.469 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Nach früheren Angaben dürften mehr als 80 Prozent der Neuinfektionen auf die ansteckendere Omikron-Variante zurückgehen. Die Zahl der Tests ist zuletzt gestiegen. Seit Montag müssen sich alle Beschäftigten in Firmen und Behörden zweimal die Woche einem Selbsttest unterziehen. Bei einem positiven Ergebnis folgt umgehend ein PCR-Nachweis. Zudem finden an den tschechischen Schulen regelmäßige landesweite Massentests statt. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach den aktuellen Zahlen 950 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist derzeit deutlich niedriger als bei früheren Wellen.

+++ 08:56 Omikron-Welle in den USA könnte Höhepunkt überschritten haben +++
Die Omikron-Welle könnte in den Vereinigten Staaten ihren Höhepunkt überschritten haben. Wie aus den von der "New York Times" gesammelten Daten hervorgeht, ist die landesweite Anzahl an Neuinfektionen zuletzt leicht zurückgegangen. Der Durchschnitt sinkt demnach aktuell auf rund 756.000 neu gemeldete Fälle pro Tag. Vergangene Woche lag das mehrtägige Mittel zeitweise jenseits der Marke von 800.000 Neuinfektionen pro Tag. Insgesamt scheint sich das Infektions-Geschehen zunehmend in die Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen zu verlagern. Rekordhohe Tageszuwächse meldeten zuletzt unter anderem die Behörden in North Carolina, South Carolina, Illinois, Tennessee und Utah.

+++ 08:22 Virologe: Rate der Neuinfektionen spielt keine Rolle mehr +++
Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr hat davor gewarnt, die Infektionszahlen überzubewerten. "Wenn ich normale Pandemiebekämpfung mache, dann möchte ich, dass die Intensivstationen, Krankenhäuser und Friedhöfe leer sind", sagt Stöhr in einem in der Sendung "Guten Morgen Deutschland" ausgestrahlten Interview mit RTL/ntv. Aus diesem Grund seien die Hospitalisierungsrate und die Belegung der Intensivstationen passendere Parameter als die Neuinfektionsrate, um Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung abzustimmen. "Und die Schere zwischen Neuinfektionen – dieser Schenkel ja klar nach oben weist – und der andere Schenkel, der horizontal oder nach unten weist, deutet ja schon darauf hin, dass diese Parameter sich voneinander abgekoppelt haben", sagt Stöhr zu den Statistiken. Deswegen spiele die Neuinfektionsrate aus seiner Sicht praktisch keine Rolle mehr.

+++ 08:03 Vorsitzender des Beamtenbundes kritisiert beabsichtigte Impfpflicht +++
Ulrich Silberbach, der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes dbb, kritisiert die Überlegungen der Bundesregierung zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Dass das Impfen wichtig ist, steht völlig außer Zweifel. Ich erkenne aber unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht, wie sich eine gesetzliche Impfpflicht sinnvoll umsetzen ließe", sagt Silberbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Silberbach verweist darauf, dass der Staat seine Ohnmacht vorführen würde, gäbe es eine Impfpflicht ohne Konsequenzen für jene, die sich weigern. "Oder soll etwa doch das Ordnungsamt an jeder Haustür klingeln und Impfnachweise kontrollieren? Dann will ich aber wissen, mit welchem Personalaufwand das kalkuliert wird", sagt Silberbach. Zudem sei zu klären, welche Handhabe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen, wenn ihnen die Tür nicht geöffnet wird.

+++ 07:44 Private Saunen wegen Pandemie besonders gefragt +++
Öffentliche Saunabäder mussten in der Pandemie monatelang schließen, dafür verkaufen Hersteller zunehmend Saunen an Privatleute. "Während die öffentlichen Saunabäder pandemiebedingt 30 bis 50 Prozent Umsatzeinbußen verschmerzen müssen, haben Hersteller mit privaten Saunas 15 bis 20 Prozent höhere Verkaufserlöse", sagt Rolf-Andreas Pieper, Mitglied im Präsidium des Deutschen Sauna-Bundes, der Deutschen Presse-Agentur. Den Zuwachs bei Privat-Saunas zeigten auch Daten des Statistischen Bundesamtes, sagt Thorsten Damm vom Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad. Zwar sei in Pandemiezeiten wegen der Schließungen weniger in große Saunaanlagen investiert worden, dafür hätten sich viele Nutzer zu Hause eine Sauna eingebaut. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 hätten 13 deutsche Hersteller im ersten Halbjahr 2021 bei Saunakabinen aus Holz eine Steigerung der Stückzahlen von 118 Prozent verzeichnet. Es seien deutlich mehr Kabinen eingebaut worden, aber im Schnitt weit günstigere als 2020, also eher im Privatbereich.

+++ 07:25 Leipziger Buchmesse soll 2022 wieder stattfinden +++
Nach zwei coronabedingten Absagen in Folge soll die Leipziger Buchmesse in diesem März wieder stattfinden. "Wir sind fest entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die es unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen gibt", sagt Messe-Direktor Oliver Zille. Die Branche wolle die Frühjahrsschau. Zudem müssten jetzt Lösungen für Veranstaltungen gefunden werden. Eine endgültige Garantie, dass sich die Buchbranche vom 17. bis 20. März in Leipzig treffen wird, ist das allerdings noch nicht. Bislang lassen die Corona-Regeln in Sachsen eine Messe noch nicht wieder zu. Erst in der nächsten Corona-Schutzverordnung ab 7. Februar werden Weichenstellungen erwartet.

+++ 07:06 Anträge auf Kinderkrankengeld mehr als verdoppelt +++
Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld hat sich im vergangenen Jahr bei der Techniker Krankenkasse (TK) mehr als verdoppelt. Eine Auswertung der TK, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, zeigt einen Anstieg der Anträge von 353.000 im ersten Corona-Jahr 2020 auf 786.000 im vergangenen Jahr. 2019 waren es 501 000 Anträge. Die TK geht davon aus, dass der Anstieg unter anderem mit den Corona-Sonderregeln für das Kinderkrankengeld zusammenhängt. Wegen der Pandemie war die Zahl der Kinderkrankentage im vergangenen Jahr von sonst 10 auf 30 pro Elternteil verdreifacht worden.

+++ 06:38 Insel zwei Jahre coronafrei: Flieger bringt 36 Infizierte +++
Zwei Jahre lang hat es der Südseestaat Kiribati geschafft, Corona von seinen Inseln fast komplett fernzuhalten - nun brachte das erste Flugzeug, das landen durfte, gleich 36 Infizierte in den Archipel. Die aus Fidschi kommende Maschine habe 54 vollständig geimpfte Menschen an Bord gehabt, die vor dem Abflug drei Covid-Tests gemacht hätten, die alle negativ ausgefallen seien, teilt die Regierung mit. Nach der Ankunft in Kiribati am Freitag seien dann aber 36 der Passagiere positiv auf das Virus getestet worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:10 Bundesweit laufen 12.000 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe +++

Das illegale Geschäft mit falschen Impfpässen floriert. Die Polizei geht Verdachtsfällen inzwischen mit bundesweit deutlich mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren nach. Die Zahl sei vor allem im vergangenen Dezember in die Höhe geschnellt, berichten Polizeibehörden der Bundesländer bei einer bundesweiten Umfrage. Spitzenreiter ist demnach Bayern mit mehr als 4000 Verfahren und 5500 sichergestellten Impfpässen und -zertifikaten, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit mehr als 3500 Verfahren. "Wir müssen leider von einem großen Dunkelfeld ausgehen", berichtet die Landesregierung in München.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:26 Thailand könnte Einreiseregeln im Februar wieder lockern +++
Vollständig geimpfte Urlauber können möglicherweise schon ab Februar wieder quarantänefrei nach Thailand einreisen. Grund sei, dass sich die Zahl der täglichen Neuinfizierungen im Land trotz der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante bei 7000 bis 8000 Fällen pro Tag eingependelt habe. Zudem sei die Zahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle weiter sehr niedrig, sagt Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn. Die möglichen Lockerungen für Touristen sollen am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Covid-Krisenzentrum CCSA diskutiert werden.

+++ 04:59 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 584,4 +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland übersteigt die Marke von 100.000 am Tag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden mit 112.323 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 74.405 gelegen, vor einer Woche waren es 80.430. Es handelte sich um einen neuen Tageshöchstwert. Wie das RKI weiter mitteilt, steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 584,4 - ebenfalls ein neuer Rekord. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 553,2 gelegen, vor einer Woche waren es noch 407,5. Wie das RKI weiter angibt, wurden 239 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:36 Millionäre fordern globale Reichensteuer zur Pandemie-Bekämpfung +++
Mehrere internationale Organisationen und Millionäre schlagen eine Reichensteuer zur Pandemie-Bekämpfung vor. "Während Milliarden von Menschen während dieser Pandemie ums Überleben kämpfen, gerät das Vermögen der Milliardäre außer Kontrolle. Das kann nicht gerecht sein", erklärt die Koordinatorin der Aktivistenbewegung Fight Inequality Alliance, Jenny Ricks. Zusammen mit Oxfam, dem US-Institute for Policy Studies und Patriotic Millionaires, einem Zusammenschluss wohlhabender US-Bürger, fordert sie eine weltweite Vermögenssteuer. Diese sollte für Vermögen über fünf Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) zwei Prozent jährlich betragen, für Vermögen über 50 Millionen Dollar drei Prozent und für Vermögen über einer Milliarde Dollar fünf Prozent. Insgesamt könnten damit nach Schätzung der Aktivisten jährlich mehr als 2,5 Billionen Dollar eingetrieben werden.

+++ 02:22 Kassenärzte-Chef: Setzen Impfpflicht in Praxen nicht um +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, will nach eigenen Angaben eine etwaige Impfpflicht nicht in den Arztpraxen umsetzen lassen. "Wir werden unseren Ärzten nicht zumuten, eine Impfpflicht gegen den Willen der Patienten zu exekutieren", sagt Gassen der "Bild"-Zeitung. "Die Praxen sind kein Ort, um staatliche Maßnahmen durchzusetzen, sondern leben vom Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient." In den Praxen würden dann keine Impfunwilligen geimpft.

+++ 01:06 Brasilien verzeichnet neuen Infektionsrekord +++
Brasilien hat mit 137.103 Fällen innerhalb von 24 Stunden laut den Zahlen des Gesundheitsministeriums einen neuen Rekord bei den Infektionen verzeichnet. Der bisherige Rekord datierte vom 23. Juni 2021, als innerhalb von 24 Stunden 115.228 neue Ansteckungen registriert wurden. Das Land mit 213 Millionen Einwohnern verzeichnete seit Pandemie-Beginn 621.517 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus - die zweithöchste Zahl nach den USA.

+++ 00:04 Impfstoff-Initiative Cepi erhält frisches Geld +++
Die hinter einigen erfolgreichen Corona-Impfstoffen stehende Impfstoff-Initiative Cepi erhält frisches Geld. Die Bill und Melinda Gates-Stiftung und die britische Stiftung Wellcome Trust haben zusammen 300 Millionen Dollar (264 Mio Euro) für weitere Covid-19-Impfforschung und die Verbesserung der Vorbereitung auf weitere Pandemien bereitgestellt, wie sie berichten. Ziel ist unter anderem eine neue Generation von Corona-Impfstoffen, die unabhängig von neuen Varianten effektiv sind. Cepi investiert auch in die Forschung an Impfstoffen gegen andere Krankheiten, etwa solche, die durch Nipah- oder Lassa-Viren ausgelöst werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:16 Brandenburg erlässt erste Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte +++
In Brandenburg steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Infektionen weiter stark an. Deshalb gilt in der Stadt Potsdam sowie in den Landkreisen Havelland und Teltow-Fläming ab Mittwoch 0 Uhr eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte. Sie gelte nun von 22 bis 6 Uhr. Das gibt die Potsdamer Stadtverwaltung im Amtsblatt öffentlich bekannt. Die Maßnahme werde laut Eindämmungsverordnung ergriffen, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz – die Neuinfektionen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern – 750 übersteige, hieß es.

+++ 22:01 Italien meldet fast 230.000 neue Fälle und mehr als 400 Tote +++
In Italien meldet das Gesundheitsministerium 228.179 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Tag zuvor waren es noch 83.403. Allerdings wurden laut Ministerium auch deutlich mehr Menschen getestet: rund 1,48 Millionen nach gut 541.000 Tests am Vortag. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 434 (Vortag 287) auf 141.825. Das ist der zweithöchste Wert in Europa nach Großbritannien und weltweit der neunthöchste. Seit Ausbruch der Pandemie in Italien wurden 9,02 Millionen Ansteckungsfälle registriert.

+++ 21:37 Zahl der Neuinfektionen in Spanien erstmals seit 2. November gesunken +++
Erstmals seit Beginn der Omikron-Welle vor zweieinhalb Monaten sinkt in Spanien die Zahl der Neuinfektionen. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen mehr als 94.400 Ansteckungsfälle binnen eines Tages. Das sind 3306 Fälle je 100.000 Einwohner und damit etwas weniger als vor zwei Wochen, als 3397 Fälle registriert wurden. Das ist der erste Rückgang seit dem 2. November. Die Sieben-Tage-Rate geht noch stärker zurück, und zwar auf 1522 von 1657 Fällen je 100.000 Menschen. Insgesamt wurden bislang mehr als 8,5 Millionen Ansteckungs- und 91.277 Todesfälle verzeichnet. 80,5 Prozent der 47 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Spaniens sind vollständig geimpft.

+++ 21:08 Knapp 465.000 neue Fälle - Frankreich meldet Rekordwert +++
Frankreich verzeichnet mit knapp 465.000 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert. Wie die französische Gesundheitsbehörde angibt, wurden binnen 24 Stunden 464.769 neue Ansteckungen registriert.

Seit mehreren Wochen steigen die Fallzahlen in Frankreich rasant an. Zuletzt lag der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, landesweit bei 3063. In dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern dominiert die Omikron-Variante.

+++ 20:36 Lauterbach: Impfpflicht muss im April oder Mai in Kraft gesetzt sein +++
Eine Impfpflicht müsste nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach spätestens im April oder Mai in Kraft gesetzt sein, um eine weitere Corona-Welle im kommenden Herbst noch abzuwenden. "Die Impfpflicht muss schnell kommen", so Lauterbach im Gespräch mit "RTL Direkt"-Moderatorin Pinar Atalay. Denn diejenigen, die noch gar nicht geimpft sind, müssten dann bis zum Herbst noch "drei Impfzyklen durchlaufen".

Allgemein sieht Lauterbach die Gefahr einer weiteren Herbstwelle alles andere als gebannt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Herbst keine neue Variante haben, ist ja sehr gering", so der SPD-Politiker. Das Virus entwickle sich weiter. Lauterbach befürchtet eine "rekombinierte" Variante, die Eigenschaften verschiedener Varianten vereint, so etwa die Resistenz gegen Impfungen von Omikron sowie die Gefährlichkeit der Delta-Variante.

Das ganze Interview mit Lauterbach um 22.15 Uhr in einer um zehn Minuten verlängerten und dann halbstündigen Ausgabe von "RTL Direkt" zu sehen.

+++ 20:27 Bundesländer melden mehr als 90.000 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf 8.112.246 Fälle gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 91.869 erfassten Fällen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 198 auf 115.906. Als aktuell infiziert gelten rund 939.368 Personen.

Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2664 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1629 davon werden invasiv beatmet. Rund 4267 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei (17 Prozent).

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,11).

+++ 20:16 Neue Tageshöchstwerte in fünf Bundesländern +++
Fünf Bundesländer - darunter auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen - melden neue Tagesrekorde, wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht. Daneben melden Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz ebenfalls Höchstwerte. In den letzten drei Bundesländern hat sich der Wert im Vergleich zur Vorwoche sogar verdoppelt.

+++ 20:10 Fallzahl steigt um knapp 60 Prozent im Vergleich zur Vorwoche +++
Die Fallzahl steigt mit 91.869 Neuinfektionen deutlich im Vergleich zur Vorwoche, und zwar um 59 Prozent. Das geht aus den von ntv ausgewerteten Daten der Landesbehörden hervor. Am 11. Januar hatten die Landesbehörden bundesweit 57.771 neue Fälle registriert.

Der deutliche Anstieg wird auch beim Blick auf den gleitenden Sieben-Tage-Schnitt bei den Neuinfektionen deutlich: Der Wert macht mit 72.113 Fällen einen Sprung von mehr als 5000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortageswert (67.242).

+++ 20:05 Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen und Hamburg weiter über 1000 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bremen mit 1288,9 und in Hamburg mit 1180,6 weiterhin bundesweit am höchsten. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Angaben aus den Bundesländern hervor. Während Bremen demnach erneut einen leichten Rückgang verzeichnet, steigt die Zahl in Hamburg erneut an.

Unklar ist, ob das Infektionsgeschehen in Bremen tatsächlich etwas abflaut oder ob der Rückgang mit Kapazitätsgrenzen bei den Tests zusammenhängt.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.