Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:51 London hebt Quarantänepflicht für Malta und Mallorca auf +++

Die britische Regierung hebt Reisebeschränkungen für populäre Reiseziele wie Malta, die Balearen und Madeira auf. Die Inseln sowie einige britische Überseegebiete und karibische Inseln sowie Israel stehen ab dem 30. Juni auf der "grünen Liste", erklärte Verkehrsminister Grant Shapps. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen sich dann nach Ankunft in England nicht mehr in Quarantäne begeben. Die Testpflicht bleibt bestehen. Shapps kündigte außerdem an, dass die Quarantänevorschriften für vollständig geimpfte Menschen mit Wohnsitz in Großbritannien künftig auch für Rückkehrer aus "gelben" Gebieten aufgehoben würden.

+++ 23:54 Reisebeschränkungen auch ohne Pandemie-Lage möglich +++
Coronabedingte Einreisebeschränkungen können weiter greifen, auch wenn die Pandemie-Lage nationaler Tragweite ausläuft. Der Bundestag hat eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Die im März 2020 festgestellte "epidemische Lage" die dem Bund weitgehende Verordnungsrechte gibt, gilt bis maximal Ende September. Bei der nun beschlossenen Regelung geht es nur um Einreisebeschränkungen, die auch ohne diese rechtliche Grundlage weiter gelten können sollen - wenn auch nur maximal für ein Jahr nach Aufhebung der Lage.

+++ 23:30 Spanien beendet strenge Maskepflicht +++
Bis jetzt gilt in Spanien überall in der Öffentlichkeit Maskenpflicht – auch im Freien. Ab Samstag ist es damit vorbei. Einem Dekret zufolge müssen die Menschen aber unterwegs weiterhin eine Maske bei sich tragen und aufsetzen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen öffentlichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es der Mund-Masenschutz weiter Pflicht. Gesundheitsministerin Carolina Darias erklärte:  "Das bedeutet, dass man wieder das Lächeln der Menschen wird sehen können." Die Maskenpflicht wurde in Spanien im Mai 2020 eingeführt. Seitdem dürfen die Menschen nur in bestimmten Situation, etwa am Strand, beim Sport, im Restaurant oder Café den Mund-Nasen-Schutz abnehmen.

+++ 22:29 Auf derselben Fähre: Hunderte Schüler auf Mallorca infiziert +++
Hunderte Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Teilen Spaniens haben sich offenbar auf Abschlussfahrten Mitte Juni auf Mallorca mit dem Coronavirus infiziert. Allein in Madrid seien mindestens 245 Jugendliche betroffen, teilten die regionalen Behörden mit. Zuvor hatte das Baskenland von 49, die Region Valencia von 32 und Murcia von 18 Fällen berichtet. Es wird vermutet, dass praktisch alle betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren und sich vom 12. bis 18. Juni auf der Mittelmeerinsel aufhielten. Alle Schüler hätten sich mit der britischen Variante des Virus infiziert.

+++ 22:02 Ausbruch an Berliner Grundschule – Delta wird vermutet +++
An einer Grundschule im Berliner Ortsteil Mahlsdorf hat es nach Informationen von Stadtrat Gordon Lemm von der SPD einen Corona-Ausbruch gegeben. Die ersten Labor-Untersuchungen deuteten auf die Delta-Variante hin, teilte der Schulstadtrat im Bezirk Marzahn-Hellersdorf auf Facebook mit. Ein genaues Ergebnis werde in der nächsten Woche erwartet. Aktuell sind laut Lemm 13 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte betroffen. Bei Schnell- und PCR-Tests seien Ende vergangener Woche zunächst sieben Schüler einer Klasse sowie eine Lehrerin positiv gewesen. Am Mittwoch war in Berlin der letzte Tag dieses Schuljahres.

+++ 21:36 Großbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland +++
Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen. Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind. Fußball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Großbritannien auf.

+++ 21:07 Paderborn: Eta-Variante bei einer 89-Jährigen nachgewiesen +++
Auf einer Paderborner Krankenhaus-Station ist wegen des erstmaligen Auftretens der sogenannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt worden. Die Variante, die nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen wurde, sei in der Klinik bei einer 89-Jährigen festgestellt worden, teilte der Kreis mit. "Vorsorglich" seien daher entsprechende Schritte auf der Station veranlasst worden. Die Hygienemaßnahmen seien verschärft und eine regelmäßige Testung mit PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten, angeordnet worden. Wo sich die Frau infiziert haben könnte, sei nicht bekannt. Nach Angaben des Kreises war es das erste Mal, dass die Eta-Variante im Kreisgebiet labordiagnostisch nachgewiesen wurde.

+++ 20:45 Studie: Riechverlust durch Covid-19 nach acht Monaten meist weg +++
Einer französischen Studie zufolge kann der Geruchssinn nach einem coronabedingten Verlust bei fast allen Betroffenen innerhalb von acht Monaten wieder vollständig zurückkehren. 49 von 51 Versuchspersonen waren ihre Beschwerden nach diesem Zeitraum los. Zwei Personen hatten selbst nach einem Jahr jedoch noch Probleme mit dem Geruchssinn. Die Studie wurde von Marion Renaud von den Straßburger Universitätskliniken geleitet und ist in der Fachpublikation "Jama Open Network" veröffentlicht. Wie das Forscherteam herausfand, war der Geruchssinn bei rund 84 Prozent der Teilnehmenden bereits nach vier Monaten vollständig zurückgekommen.

+++ 20:23 Hamburg und Bremen melden steigende Inzidenzen +++
Wie am Vortag weisen zwei Bundesländer eine steigende Sieben-Tage-Inzidenz auf. Heute sind das Hamburg und Bremen, allerdings sind die Zuwächse nur geringfügig. Außerdem melden 13 Bundesländer geringere Fallaufkommen als am Vortag. Den stärksten Rückgang verzeichnet Thüringen (-1,2). Über der Marke von 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt nur noch Hamburg. Die geringste Sieben-Tage-Inzidenz weist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern aus.

Die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner verzeichnet Hessen mit deutlichem Abstand zu den anderen Bundesländern. Die meisten aktiven Fälle gibt es wie die Tage zuvor in Rheinland-Pfalz.

+++ 20:02 Analyse bestätigt: Virus kursierte schon im November 2019 +++
Nach einer neuen Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von Sars-CoV-2 beim Menschen zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein. Das bestätigt eine im Fachjournal "PLOS Pathogens" vorgestellte Analyse. Der Rechnung zufolge sei ein Datum um den 17. November herum wahrscheinlich, berichten die Forscher. Das Virus dürfte sich demnach deutlich schneller in der Welt verbreitet haben als nach den ersten Nachweisen bekannt. Die ersten offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Erreger waren Anfang Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan erfasst worden. Experten nehmen aber schon lange an, dass das Virus schon davor bei Menschen kursierte. Diese Vermutung hatte auch das Ermittlungsteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geäußert, das im Januar und Februar in China nach dem Ursprung des Virus gesucht hatte.

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+++ 19:42 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 822 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.725.308 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 822 neue Fälle hinzu. Das sind 308 Fälle weniger als Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 101 auf 90.638. Allerdings zeigt sich im Wochenvergleich ein Anstieg der Todesfälle. Am Donnerstag vor einer Woche wurden 90 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 20.782 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,68 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,75 (Vortag: 0,72). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 781 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 554 davon werden beatmet. Rund 4296 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

 

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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