Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:51 Moskau schafft Handschuh-Pflicht ab +++

Nach mehr als einem Jahr hat Russlands Hauptstadt Moskau die als Corona-Schutzmaßnahme eingeführte Handschuh-Pflicht im öffentlichen Raum aufgehoben. Unter anderem Busse, Bahnen und Geschäfte dürfen künftig wieder ohne Handbedeckung betreten werden, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mitteilt. Die Handschuh-Pflicht war in Europas größter Metropole im Mai vergangenen Jahres eingeführt worden, vielerorts wurde sie allerdings nicht konsequent umgesetzt. Sobjanin sprach von einer "deutlich verbesserten" Lage. Weil allerdings viele Menschen mit einer Impfung zögerten, hat Russlands Hauptstadt außerdem eine Impfpflicht für Angestellte zahlreicher Berufsgruppen verhängt.

+++ 23:50 Ärzteverband: Unabhängigkeit der Impfkommission mit Reform absichern +++
Angesichts des politischen Drucks auf die Ständige Impfkommission (STIKO) hat der Verband der Amtsärzte angeregt, die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Einrichtung organisatorisch abzusichern. "Man müsste überlegen, wie die STIKO künftig aufgehängt ist, um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der "Ärzte Zeitung" (Online). Derzeit ist die Stiko am Robert Koch-Institut angesiedelt, einer Bundesbehörde. Damit gerate die STIKO aber "in den Bereich Politik und Politikberatung", erklärte Teichert. Auch brauche die Kommission hauptamtliche Strukturen, die die professionelle Arbeit der ehrenamtlich tätigen Kommissionsmitglieder unterstütze.

+++ 23:10 Auch New Yorker Broadway will Impf-Nachweise verlangen +++
Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilt der Branchenverband Broadway League mit. Ausnahmen gebe es nur für Kinder unter zwölf Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, und für Menschen, bei denen medizinische Gründe oder religiöse Überzeugungen eine Impfung verhinderten - diese müssten einen negativen Test vorzeigen. Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen.

+++ 22:27 WHO sieht keine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante +++
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können die hart erkämpften Erfolge der Bekämpfung der Pandemie verloren gehen, da sich die hoch ansteckende Delta-Variante weiter ausbreitet. Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove gab aber bekannt, dass es bislang keine Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante gibt.

+++ 22:10 Englischen Corona-Experten belästigt: Acht Wochen Haft auf Bewährung +++
Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, wie ein Gericht in London entschied. Der Mann, der wegen des Vorfalls seinen Job als Immobilienmakler verloren hatte, hatte sich zuvor der Körperverletzung schuldig bekannt. Er muss zudem rund 300 Pfund (350 Euro) Strafe und Gebühren zahlen. Whitty wurde bei dem Übergriff nicht verletzt. Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund vor gut einem Monat versucht, den Professor in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten Whitty, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend.

+++ 21:51 Fallzahlen in Italien steigen deutlich +++
In Italien sind die täglichen Corona-Infektionszahlen zuletzt weiter gestiegen. In beinahe allen Regionen und Autonomen Provinzen hätten die Behörden wachsende Fallzahlen in allen Altersgruppen verzeichnet, heißt es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des italienischen Gesundheitsamtes. Zuletzt meldete das Land 6613 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle. Die Delta-Mutation hat in Italien innerhalb eines Monats fast alle anderen Varianten des Coronavirus verdrängt. Stand 20. Juli sei Delta für knapp 95 Prozent aller Neuinfektionen verantwortlich, gibt das Nationale Gesundheitsinstitut (ISS) bekannt. Ein Monat zuvor habe der Anteil noch bei fast 23 Prozent gelegen.

+++ 21:28 US-Studie: Mehrheit von Infizierten nach Großevents waren geimpft +++
Einer US-Studie zufolge waren drei Viertel der Infizierten nach mehreren Großereignissen im Bundesstaat Massachusetts eigentlich komplett geimpft. Dies deute auf eine hohe Übertragbarkeit der Delta-Variante hin, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Nach den Veranstaltungen im Landkreis Barnstable waren 469 Fälle verzeichnet worden, von denen 74 Prozent eine abgeschlossene Impfung aufwiesen. Bei 133 genauer Untersuchten sei in 90 Prozent der Fälle Delta gefunden worden. Offenbar könnte die Mutation im Gegensatz zu anderen Varianten auch durch komplett Geimpfte übertragen werden. CDC-Chefin Rochelle Walensky nannte die Studie besorgniserregend und verwies auf neue Empfehlungen der Behörde, dass auch komplett Geimpfte in Gebieten mit hoher Inzidenz Masken tragen sollen.

+++ 21:06 Nur noch sieben Kreise mit Inzidenz von 0 +++
Nur noch sieben Kreise melden eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0. Gestern waren das noch neun, vor einer Woche noch über ein Dutzend. Vor gut einem Jahr am 15. Juni traf das laut RKI-Daten sogar auf 158 Regionen zu. Die Mehrheit der Regionen kann dennoch weiter Inzidenzen unter 25 melden. Drei Kreise melden eine Inzidenz von über 50: Lüneburg, die Stadt Wolfsburg und das Berchtesgadener Land.

+++ 20:42 Frankreich meldet einen Fall von Herzmuskelentzündung bei Jugendlichen nach Impfung +++
Rund sechs Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren in Frankreich ist in dem Land nur ein Fall von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach einer Corona-Impfung gemeldet worden. Dies gibt die französische Arzneimittelbehörde ANSM bekannt. Bei fast 2,4 Millionen Geimpften in dieser Altersgruppe seien insgesamt 66 Fälle schwerer Nebenwirkungen registriert worden. Bisher wurde in Frankreich in dieser Altersgruppe ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht, seit Mittwoch ist auch das Vakzin von Moderna für Kinder und Jugendliche zugelassen.

+++ 20:15 EU genehmigt Bahn-Hilfen in Milliarden-Höhe +++
Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben von der Bundesregierung beschlossene Corona-Hilfen für Bahnunternehmen genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde mitteilt, geht es um Unterstützung im Gegenwert von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Sie wird in Form einer Senkung der Entgelte gewährt, die Unternehmen im Güter- und im Personenfernverkehr für den Zugang zur Schieneninfrastruktur entrichten. "Die heute genehmigten Maßnahmen werden Unternehmen des Schienengüter- und des Schienenpersonenverkehrs in Deutschland dabei helfen, die durch die Corona-Pandemie verursachte schwierige Lage zu bewältigen", teilt die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager mit. Sie sollten zudem auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs mit anderen Verkehrsträgern zu wahren, um europäische Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen.

+++ 19:51 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2557 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.767.693 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2557 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 29 auf 91.638. Die Zahl der neu registrierten Todesfälle steigt im Wochenvergleich leicht: Letzten Freitag wurden 28 Tote neu gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 25.128 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,13). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 350 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 181 davon werden beatmet. Rund 4326 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 589 Fälle über dem Niveau von Freitag vergangener Woche (23. Juli: 1968 Neuinfektionen). Das entspricht einem Anstieg um 29,9 Prozent.

+++ 19:36 Moderna-Produktionsausbau in den USA soll Lieferung an EU ausweiten +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat den Ausbau der US-Produktion von Inhaltsstoffen des Corona-Impfstoffs von Moderna für den europäischen Markt genehmigt. Die Entscheidung dürfte "erhebliche" Auswirkungen auf die Versorgung mit dem Vakzin in der EU haben, wie die Behörde mitteilte. "Im dritten Quartal 2021 wird die US-Lieferkette 40 Millionen Dosen des Impfstoffs für den europäischen Markt bereitstellen", erklärte die EMA. Seit der EU-Weiten Erteilung einer Zulassung für den Moderna-Impfstoff hat der EMA-Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) vier Produktionsstätten für die Herstellung von Wirkstoffen für das Vakzin anerkannt. Zwei davon befinden sich in den USA und zwei in der Schweiz. Die Produktionsstätten ModernaTX im US-Bundesstaat Massachusetts und Lonza Biologics in New Hampshire sollen künftig dazu beitragen, dass die EU mit ausreichend Moderna-Impfstoff versorgt wird.

+++ 19:20 Deutsches Impftempo sinkt auf April-Niveau +++
Trotz steigender Inzidenzen lässt das Impftempo in Deutschland erneut deutlich nach. Gegen Ende des Monats Juli werden im Durchschnitt nicht einmal mehr 430.000 Impfdosen pro Tag verabreicht. Das liegt weit unter dem Tempo von Mitte Juni, als der Sieben-Tages-Schnitt kurzzeitig die Marke von 860.000 täglichen Impfungen erreichte. Derzeit gleicht die Geschwindigkeit beim Impfen dem Tempo aus dem Monat April. Anders als im Frühjahr könnte jedoch fast überall mehr geimpft werden. Das Angebot an Impfstoffdosen übersteigt sogar die Nachfrage.

+++ 19:00 Günther will Tests zügig kostenpflichtig machen +++
Der Bund sollte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther zufolge Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig machen. Als Datum nennt der CDU-Politiker der Zeitung "Welt" zufolge den 20. September. "Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen." Die Kosten für einen Antigen-Schnelltest liegen demnach zwischen 20 und 30 Euro. Ausnahmen von dieser Kostenpflichtigkeit sollen laut Günther nur für diejenigen gelten, die sich aus medizinischen Gründen oder aufgrund ihres Alters nicht impfen lassen können, sagte Günther der Zeitung. "Für diese Menschen - zum Beispiel Schwangere und Kinder - sollten die Tests kostenlos bleiben."

+++ 18:37 "Bratwurst-Impfen" sorgt für Ansturm auf Impfstelle +++
Eine Bratwurst als Belohnung hat der Impfstelle im südthüringischen Sonneberg einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine beschert. Bis zum Nachmittag kamen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) 250 Menschen, um sich neben der Spritze in den Oberarm auch noch die kulinarische Spezialität abzuholen. Normalerweise würden in der Impfstelle pro Tag durchschnittlich bis zu 140 Impfungen verabreicht, sagt der Leiter des KV-Pandemiestabs, Jörg Mertz, auf Anfrage. Das erstmals angebotene "Bratwurst-Impfen" ist eine von mehreren Ideen, mit denen Thüringen der zunehmenden Impfmüdigkeit begegnen will.

+++ 18:15 FDP-Politikerin: Laufen "sehenden Auges in die nächste Unterrichtsmisere" +++
Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding hat die Ministerpräsidenten aufgefordert, sich bei ihrer nächsten Konferenz mit der Sicherstellung eines Präsenzunterrichts nach den Sommerferien zu beschäftigen. "Bleibt es bei der Lethargie der letzten Wochen, laufen wir sehenden Auges in die nächste Unterrichtsmisere", sagt Suding. Die Regierungschefs der Länder müssten sich mit dem Bund darauf verständigen, dass es nicht zu erneuten Schulschließungen komme. "Das Ziel ist klar: Es muss für Schüler, Eltern und Lehrkräfte eine planbare Normalität nach den Sommerferien geben und das bedeutet konkret eine staatliche Garantie für Präsenzunterricht an allen Schulen", so Suding.

+++ 17:53 Delta breitet sich in China aus - Hunderttausende im Lockdown +++
Ein Corona-Hotspot in der ostchinesischen Stadt Nanjing hat sich auf fünf Provinzen ausgebreitet und auch Peking erreicht. Die Gesundheitsbehörden von Nanjing meldeten am Freitag insgesamt 184 Infektionsfälle, landesweit werden mindestens 206 Infektionen mit dem Hotspot in Verbindung gebracht. Alle Fälle sind nach Angaben der Behörden auf die ansteckendere Delta-Variante des Virus zurückzuführen. In der Provinz Jiangzu mit ihrer Hauptstadt Nanjing sind Hunderttausende von Lockdowns betroffen. Im Pekinger Bezirk Changping, wo bisher zwei Fälle gemeldet wurden, müssen rund 41.000 Menschen in ihren Wohnungen bleiben. In Peking handelt es sich um die ersten Corona-Fälle seit sechs Monaten. Peking verfolgt eine Null-Covid-Strategie: Treten in einer Stadt oder Provinz kleine Cluster auf, werden die betroffenen Gebiete abgeriegelt und alle Einwohner auf das Virus getestet.

+++ 17:35 SPD wirbt mit Plakaten auf Mallorca für Impfungen +++
Zwei Monate vor der Bundestagswahl wirbt die SPD mit einer Plakatkampagne auf der bei Deutschen beliebten Urlaubsinsel Mallorca für Corona-Impfungen. Seit Donnerstag seien auf der Insel vor allem an der Partyhochburg Playa de Palma große Plakatwände mit dem Schriftzug SPD und Aufrufen zum Impfen zu sehen, schreibt die "Mallorca Zeitung". Es gebe zwei verschiedene Plakate. Auf einem stehe in großen Lettern "Schatzi, schenk mir 'ne Dosis" in Anspielung auf Mickie Krauses Ballermann-Hit "Schatzi, schenk mir ein Foto". Darunter heiße es: "Jede Impfung hilft, Corona zu besiegen. Schütze Dich und andere und hole Dir noch heute einen Impftermin." Auf dem zweiten Plakat heiße es: "Ein kleiner Pieks für dich. Ein großer Schritt zur Normalität." Viele Deutsche seien gerade auf Mallorca im Urlaub, da sei es nur logisch, dass die SPD auch dort für den Kampf gegen Corona werbe, betont der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

+++ 17:15 Immunologin hält Windpocken-Vergleich aus den USA für "politisch motiviert" +++
Die Immunologin Christine Falk zeigt sich kritisch zu Berichten aus den USA, wonach die Seuchenbehörde CDC Delta als so ansteckend wie die Windpocken einstuft. "So weit würde ich nicht gehen", sagt die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Windpocken könnten über mehrere Meter über die Luft übertragen werden. "Ich vermute hinter der drastischen Wortwahl auch eine politische Motivation", erklärt Falk. Sie spricht von einem "Kardinalfehler" der USA, im Gegensatz zu Deutschland die Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln zu früh aufgehoben zu haben. "Es braucht ein dramatisches Szenario, um die Bevölkerung wieder einzufangen."

+++ 17:01 Berlin will Innenräume der Discos öffnen +++
Mehrere Clubs in Berlin sollen für ein Pilotprojekt wieder drinnen öffnen dürfen - die Gäste sollen vorab zum PCR-Test. Das Projekt solle unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Clubs "auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können", teilt die Senatskulturverwaltung mit. Sechs Clubs sollen mitmachen, darunter das Kitkat, die Renate und das SO36 in Kreuzberg. Das Projekt soll von Freitagabend bis Sonntagmittag laufen (6. bis 8. August). Rund 2000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen. Sie sollen vorab mit PCR- anstelle von Schnelltests auf das Coronavirus untersucht werden. Dabei soll zum Beispiel nicht unterschieden werden, ob Menschen schon geimpft sind. Wer mitmacht, soll einige Stunden vor Projektbeginn und einige Tage danach getestet werden.

+++ 16:40 Mail-Panne in Essen: Daten von 13.000 Impfwilligen verschickt +++
Die Stadt Essen hat versehentlich die Daten von 13.000 Bürgern, die sich für eine Corona-Schutzimpfung angemeldet haben, in einer Mail an 700 Empfänger verschickt. Eine Sprecherin der Stadt bestätigte die Datenpanne. "Es war ein menschlicher Fehler, wir können uns dafür nur entschuldigen", sagt die Sprecherin. Der Landesdatenschutz sei verständigt worden. Die Stadt habe außerdem allen 700 Adressaten noch mal geschrieben und darum gebeten, den Irrläufer zu löschen. Einige Bürger hätten sehr erbost auf den Fehler reagiert, berichtet die Sprecherin. Anlass seien die veränderten Öffnungszeiten im Essener Impfzentrum gewesen. Versehentlich seien diese Dateien der Adressaten dann vor dem Abschicken der Mail nicht gelöscht worden. Sie enthielten Namen, Anschrift und Geburtsdatum, vielfach auch Telefonnummern und Mailadressen sowie den Impfstatus.

+++ 16:14 Virus verbreitet sich in Japan mit "noch nie dagewesener Geschwindigkeit" +++
Das Coronavirus verbreitet sich in Japan nach den Worten von Ministerpräsident Yoshihide Suga mit einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit. Ursache sei die hochansteckende Delta-Variante. Vor allem bei Menschen in einem Alter zwischen 40 und 60 Jahren stiegen die Infektionen. Der Regierungschef ruft dazu auf, nicht die Olympischen Spiele in Tokio zu besuchen sondern die Wettkämpfe von zu Hause aus zu verfolgen. Der Notstand wurde für die Olympia-Stadt Tokio abermals bis zum 31. August verlängert und auf weitere Provinzen rund um Tokio ausgeweitet. Der wichtigste Coronavirus-Berater der Regierung, der Mediziner Shigeru Omi, hatte angesichts der rasanten Ausbreitung der Virus-Variante Delta vor Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt.

+++ 15:55 STIKO sieht ungenügende Datenlage für dritte Impfungen +++
Nach der Entscheidung zu einer dritten Corona-Impfdosis für ältere Menschen in Israel hat der Leiter der Ständigen Impfkommission (STIKO) bekräftigt, dass Auffrischimpfungen das Gremium weiter intensiv beschäftigen. Die STIKO brauche für eine Empfehlung aber eine Datengrundlage, sagt ihr Chef Thomas Mertens. Diese gebe es noch nicht. Den unabhängigen Experten gehe es bei den Daten um zwei Aspekte: ob die messbare Immunantwort im Labor nachlasse und ob trotz Impfung vermehrt Infektionen mit Erkrankung aufträten. Laboruntersuchungen zu Antikörperspiegeln gebe es bereits, diese erlaubten aber nicht die direkte Schlussfolgerung, dass auch die Schutzwirkung beim Menschen nachlässt, erläutert Mertens.

+++ 15:43 Sächsische Impfkommission empfiehlt Impfung für alle Kinder ab zwölf Jahren +++
Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren, weil der Nutzen das Risiko überwiege. Das geht aus einem Update der Empfehlungen zum 1. August hervor. Damit hat die SIKO ihre Impfempfehlung für Kinder ausgeweitet. Die Empfehlung der Sächsischen Impfkommission, die die einzige Impfkommission dieser Art auf Länderebene in Deutschland ist, gilt ab Sonntag. Sie begründete die Änderung ihrer Impfempfehlung mit der "überaus dynamischen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie" und dem wachsenden Wissensstand zu Impfungen. Bisher hatte sie die Schutzimpfung im Alter von 12 bis 15 Jahren bei Vorliegen von Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf empfohlen - sowie für alle nach einer ausführlichen Aufklärung.

+++ 15:27 Regierung beschließt neue Regeln für Einreise-Testpflicht +++
Der Weg für neue Corona-Testpflichten bei Einreisen nach Deutschland ab diesem Sonntag ist frei. Das Bundeskabinett beschloss eine entsprechende Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn im Umlaufverfahren, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mitteilt. Ab diesem Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn. Außerdem soll es nur noch zwei statt drei Kategorien für weltweite Gebiete mit höheren Infektionsrisiken geben: Hochrisikogebiete und Gebiete, in denen neue, besorgniserregende Virusvarianten kursieren.

+++ 15:15 Studie: Kreuzimpfung stärker als Zweimal-Impfung mit Astrazeneca +++
Die Kombination einer Impfung mit Astrazeneca und Biontech/Pfizer ist einer Studie zufolge wirksamer als die Impfung mit Astrazeneca alleine. Wissenschaftler der Technischen Universität München, des Helmholtz Zentrums München, des Universitätsklinikums Erlangen und des Universitätsklinikums Köln untersuchten die Immunreaktion im Rahmen einer retrospektiven Studie, die im Fachmagazin "The Lancet Infectious Diseases" erschien. Die Immunreaktion der 500 Probanden auf die Kombinationsimpfung sei mindestens genauso gut wie die Antikörperantwort nach zwei Impfungen mit Biontech gewesen. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Kombinationsimpfung auch bei individuellen Unverträglichkeiten oder bei Versorgungsengpässen zum Einsatz kommen kann.

+++ 15:00 Südafrika ab Sonntag kein Virusvariantengebiet mehr +++
Deutschland stuft Südafrika ab Sonntag nicht mehr als Virusvariantengebiet ein. Die auch in Deutschland vorherrschende Delta-Variante habe die Beta-Variante dort mittlerweile weitgehend verdrängt, sagt eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums zu Begründung. Mit der Herabstufung entfallen etwa das Beförderungsverbot und harte Quarantäneauflagen. Südafrika wird nun als Hochrisiko- oder Hochinzidenzgebiet eingestuft. "Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss nur noch für zehn Tage in Quarantäne, kann sie aber durch einen Test auf fünf Tage verkürzen." Heruntergestuft werden auch afrikanische Länder wie Namibia, Botsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe.

+++ 14:45 Kreis kontaktiert rund 800 Disco-Besucher nach Infektionsfällen +++
Nach dem Discobesuch von mehreren später positiv auf das Coronavirus getesteten Personen kontaktiert der Landkreis Stade nun rund 800 Disco-Gäste. Das Gesundheitsamt appellierte an die Gäste, die am Freitag vergangener Woche eine Diskothek in der Gemeinde Heinbockel besucht hatten, auf Symptome zu achten und bei Erkrankungen den Hausarzt aufzusuchen, wie der Kreis mitteilte. Den Angaben zufolge hatte eine Nachverfolgung von Kontakten bei zwei im Landkreis Stade infizierten Personen ergeben, dass diese am Freitag vergangener Woche die Diskothek in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten besucht hatten. An diesem Freitag wurden zwei weitere Infektionen bei Disco-Gästen bekannt. Geprüft wird noch, ob ein Zusammenhang der Ansteckungen mit zwei weiteren positiv getesteten Personen aus dem Kreis Cuxhaven besteht, die ebenfalls am vergangenen Freitag in der Disco gefeiert hatten.

+++ 14:26 Rund 95 Prozent der Lehrkräfte in Niedersachsen erstgeimpft +++
Rund 95 Prozent der Lehrkräfte in Niedersachsen haben mittlerweile mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilt das niedersächsische Kultusministerium mit. 79 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind den Angaben zufolge nun vollständig geimpft. "Wir sind jetzt fast sicher, dass wir bis zum Ende der Ferien und zu Beginn der Schulzeit nahezu alle Lehrkräfte durchgeimpft haben - bis auf diejenigen, die sich vielleicht aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können", sagt ein Sprecher des Ministeriums.

+++ 14:09 Über 200 Infizierte nach Flughafen-Ausbruch in China +++
Nach einem Ausbruch am Flughafen der Metropole Nanjing breitet sich die Delta-Variante des Coronavirus in China weiter aus. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, wurden mindestens 200 Infektionen in fünf chinesischen Provinzen nachgewiesen, die mit dem Ausbruch in Nanjing in Verbindung stünden. Die ersten Infektionen waren vergangene Woche bei Flughafen-Mitarbeitern in der Neun-Millionen-Metropole nachgewiesen worden. Es wurde vermutet, dass das Virus über einen Flug aus Russland nach Nanjing gelangte.

+++ 13:40 Erstes Bundesland empfiehlt Impfung für Kinder ab zwölf Jahren +++
Die Sächsische Impfkommission (SIKO) hat generelle Corona-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen. Die Empfehlung gilt ab Sonntag, wie die SIKO mitteilte. Bisher galt die Empfehlung in Sachsen erst für Kinder ab 16 Jahren. Die Sächsische Impfkommission begründete die Änderung ihrer Impfempfehlung mit der "überaus dynamischen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie" und dem wachsenden Wissensstand zu Impfungen. In die generelle Impfempfehlung bei Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 15 Jahren seien Daten aus den USA und Israel eingeflossen. "Hier überwiegt der Nutzen eindeutig das Risiko adverser Reaktionen", erklärte die SIKO. Bei adversen Reaktionen handelt es sich um mögliche Nebenwirkungen.

+++ 13:21 Tschechiens Staatsbeschäftigte bekommen zwei freie Tage für Impfung +++
In Tschechien erhalten Staatsbeschäftigte zwei zusätzliche freie Tage, wenn sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Dies habe die Regierung beschlossen, teilt Ministerpräsident Andrej Babis mit. "Das Ziel ist eine maximale Impfung, um uns vor einer Ansteckung aus dem Ausland zu schützen." Bislang sind in Tschechien 4,74 Millionen der insgesamt 10,7 Millionen Menschen vollständig geimpft.

+++ 13:02 Israel startet Kampagne für Auffrischungsimpfung +++
Israels Präsident Isaac Herzog hat die offizielle Kampagne für eine Corona-Auffrischungsimpfung für über 60-Jährige gestartet. Herzog erhielt im Sheba-Krankenhaus am Stadtrand von Tel Aviv seine dritte Dosis des Vakzins von Biontech. "Wir beginnen jetzt mit der Auffrischungsimpfung", damit das Leben in Israel so schnell wie möglich zur "Normalität" zurückkehren könne, sagte der 60-jährige Staatschef im Anschluss. Trotz einer intensiven Impfkampagne erlebt Israel seit einigen Wochen wegen der hoch ansteckenden Delta-Variante eine deutliche Zunahme der Corona-Neuinfektionen. Deshalb hatte Regierungschef Naftali Bennett alle über 60-Jährigen zu einer dritten Impfung aufgerufen, deren zweite Dosis mehr als fünf Monate zurückliegt.

+++ 12:37 Russland: Über 23.500 Neuinfektionen und fast 800 weitere Tote +++
In Russland registrieren die Gesundheitsbehörden 23.564 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein in Moskau seien es knapp 3500 Fälle, teilt die Corona-Arbeitsgruppe der Regierung mit. Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit oder an dem Coronavirus gestorben sind, steigt demnach um 794 auf 157.771. Das staatliche Statistikamt Rosstat kommt auf rund 290.000 Tote im Zeitraum von April 2020 bis Mai 2021. Rosstat bezieht sich auf übermäßige Todesfälle in den Statistiken. Einige Epidemiologen sind der Auffassung, dies sei der beste Weg, um die tatsächliche Zahl der Corona-Toten zu ermitteln.

+++ 12:22 Verdacht auf Abrechnungsbetrug: Razzien in Corona-Testzentren +++
Wegen Verdachts des Abrechnungsbetruges in Testzentren hat es in Berlin und weiteren Orten Durchsuchungen gegeben. In der Hauptstadt sowie im brandenburgischen Falkensee, in Köln und im hessischen Butzbach wurden 147 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, wie die Polizei und Generalstaatsanwaltschaft mitteilten. In 47 Fällen gebe es den Anfangsverdacht eines Betruges.

+++ 12:09 Baerbock: Nächstes Schuljahr muss "krisenfest" sein +++
Damit Kinder und Jugendliche im Herbst wegen Corona nicht wieder auf Unterricht und Gemeinschaft verzichten müssen, sollten die Schulen nach Auffassung der Grünen jetzt rasch mit Luftfiltern und Teststrategien sicher gemacht werden. Langfristig gehe es gar nicht so sehr darum, insgesamt mehr Geld in das Bildungssystem zu pumpen, sagte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Wichtiger sei vielmehr, dass die Mittel auch da ankämen, wo sie am dringendsten gebraucht würden - in den Grundschulen und bei Kindern aus armen Familien. Es sei wichtig, "dass das nächste Schuljahr krisenfest ist", betonte die Grünen-Vorsitzende.

+++ 11:49 Studie: Vierte Welle könnte Deutschland härter treffen als Großbritannien +++
Eine neue Studie des Science Media Center Deutschland zeigt, wie die Altersstruktur eines Landes die nächste Corona-Welle beeinflussen könnte. Laut der Studie wäre Deutschland stärker betroffen als Großbritannien und Israel, da die Bundesrepublik eine eher alte Bevölkerung hat. Während Deutschland ein Medianalter von 45,7 Jahren aufweist, liegt das Medianalter in Großbritannien nur bei 40,5 Jahren und in Israel sogar nur bei 30,5 Jahren. Obwohl die drei Länder insgesamt ähnliche Impfquoten aufweisen, ist die Impfquote in Deutschland bei den über 60-Jährigen noch zu niedrig, so die Studie. Hierzulande sind nur 78 Prozent der Altersgruppe geimpft, während im Vereinigten Königreich und in Israel bereits mehr als 90 Prozent der über 60-Jährigen geimpft sind.

+++ 11:30 Sydney verschärft Lockdown-Regeln +++
Im australischen Sydney, das mit einer Rekordzahl von Coronavirus-Fällen zu kämpfen hat, verschärfen die Behörden die Beschränkungen in acht Stadtbezirken. Mehr als zwei Millionen betroffene Einwohner dürfen sich nur in einem Radius von fünf Kilometern um ihre Häuser aufhalten und müssen Masken tragen, wenn sie das Haus verlassen. Das Militär und die Polizei sollen die Einhaltung der Regeln überwachen. Die Polizei ist sogar befugt, Unternehmen zu schließen, die gegen die Vorschriften verstoßen.

+++ 11:11 Fünf Bundesländer erreichen 50 Prozent Impfquote nicht +++
Sachsen-Anhalt, Bayern, Hamburg, Brandenburg und Sachsen sind die letzten Bundesländer, in denen noch nicht die Hälfte der Einwohner vollständig geimpft ist. Inzwischen hat in allen Bundesländern mehr als die Hälfte mindestens eine Impfung erhalten. In Sachsen-Anhalt fehlen nur noch 0,01 Prozent, um die 50-Prozent-Marke bei den Vollgeimpften zu erreichen. Sachsen hinkt sowohl bei der Erst- als auch bei der Zweitimpfung hinterher: Nur 46,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes sind vollständig geimpft.

+++ 10:51 AfD-Spitzenkandidatin Weidel will sich vorerst nicht impfen lassen +++
Die Spitzenkandidatin der AfD für die Bundestagswahl, Alice Weidel, will sich auf absehbare Zeit nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Im ZDF sagte sie außerdem, es sei für sie nicht akzeptabel, "dass gesunde Ungeimpfte diskriminiert werden". Im Kurznachrichtendienst Twitter gab es für ihre Äußerungen viel Kritik, aber auch Zuspruch von einigen Impfgegnern. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich bislang nicht impfen lassen. Dafür hat der Chef der Freien Wähler Kritik einstecken müssen, auch vom Koalitionspartner CSU. Zu den Spitzenpolitikern der AfD, die sich nach eigener Aussage haben impfen lassen, zählen unter anderem Alexander Gauland, der die AfD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Weidel leitet, und der Parteivorsitzende Jörg Meuthen. Sie haben sich - so wie auch mehrere Bundesminister - deutlich gegen die Einführung einer Covid-19-Impfpflicht ausgesprochen.

+++ 10:34 Zahl der Erstimpfungen bleibt stabil +++
Das Impftempo in Deutschland geht weiter zurück, jedoch nicht mehr so stark wie bisher. Gestern wurden 536.343 Impfungen verabreicht. Der Wochendurchschnitt liegt nun bei 421.619 Geimpften pro Tag. Weiterhin werden deutlich mehr Menschen mit der zweiten Dosis geimpft. Gestern erhielten 423.618 Menschen die zweite Impfung, während nur 112.725 zum ersten Mal geimpft wurden. Damit haben 51,13 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung erhalten. Das entspricht einem Anteil von 61,5 Prozent an der Bevölkerung. Davon haben 42,82 Millionen Menschen - 51,5 Prozent - einen vollständigen Impfschutz.

+++ 10:13 Fast die Hälfte der Briten fand Ende der Corona-Maßnahmen zu früh +++
Die Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen in England findet unter den Briten einer aktuellen Umfrage zufolge längst keine flächendeckende Zustimmung. 46 Prozent von 1500 Befragten fanden das Ende der Beschränkungen "zu früh", wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Redfield and Wilton Strategies für das Magazin Politico hervorgeht. 33 Prozent fanden den Zeitpunkt richtig und nur zwölf Prozent zu spät.

+++ 09:57 Umfrage: Mehrheit für mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene +++
Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge dafür, dass es für vollständig Geimpfte und Genesene weniger Einschränkungen geben soll als für Ungeimpfte. 60 Prozent der Befragten finden dies richtig, wie eine Umfrage Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF ergibt. 37 Prozent lehnen dies ab. Eine Impfpflicht hingegen wird von 64 Prozent abgelehnt und von 33 Prozent befürwortet.

+++ 09:37 RKI meldet 2454 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 16,5 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 2454 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 365 mehr als am letzten Freitag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist damit auf 16,5 gestiegen, gestern lag der Wert noch bei 16,0. Deutschlandweit wurden 30 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet, vor einer Woche waren es 34. An oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind somit insgesamt 91.637 Menschen. Das RKI meldet 3.766.765 Fälle seit Anfang 2020.

+++ 09:02 So funktioniert die Testpflicht für Reiserückkehrer +++
Nach tagelanger Diskussion ist sie wohl schon ab Sonntag im Einsatz - die Testpflicht für Reiserückkehrer. Doch welche Reisende müssen einen Test machen und wann reicht auch eine Impfbescheinigung? ntv beantwortet die dringendsten Fragen.

+++ 08:46 Indien meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit drei Wochen +++
In Indien registriert das Gesundheitsministerium 44.230 Neuinfektionen - das ist der höchste Wert an einem Tag seit drei Wochen und der jüngste Hinweis auf einen besorgniserregenden Anstieg der Infektionszahlen. Insgesamt haben sich bislang mehr als 31,57 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle steigt um 555 auf 423.217.

+++ 08:19 Japan will Ausnahmezustand ausweiten +++
Japans Regierung will den Ausnahmezustand bis zum 31. August auf drei Präfekturen in der Nähe der Olympia-Gastgeberstadt Tokio und die westliche Präfektur Osaka ausweiten. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura, der Japans Pandemiebekämpfung anführt, schlug dies vor einem Gremium aus Experten vor. Er wolle den starken Anstieg von Coronavirus-Fällen im gesamten Land mit allen Mitteln eindämmen, so der Minister. Die japanische Hauptstadt meldete für Donnerstag eine Rekordzahl von 3865 Infizierten.

+++ 07:57 GEW-Vorsitzende: "Politik hat hier zu viel Zeit vertrödelt" +++
Mit Blick auf das neue Schuljahr und wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat die Bildungsgewerkschaft GEW den Ländern mangelnde Vorbereitung der Schulen vorgeworfen. "Die Schulen haben in den Ferien alles getan, trotzdem sind sie immer noch nicht gut genug vorbereitet auf den Umgang mit der Pandemie", sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern der "Rheinischen Post". "Die Politik hat hier zu viel Zeit vertrödelt". "Wir wünschen uns alle ein normales Schuljahr mit Präsenzunterricht", sagte Finnern der Zeitung. Doch vor dem Hintergrund der Delta-Variante und steigenden Infektionszahlen insbesondere in der Gruppe jüngerer Menschen "müssen wir vorsichtig sein". Es sei eine "ziemlich verunsichernde Perspektive", dass zum Herbst hin die Delta-Variante auf häufig 30 Schülerinnen und Schüler in oft viel zu kleinen Klassenräumen treffen könnte.

+++ 07:36 Dobrindt sieht Inzidenzwert nicht als entscheidende Bewertungsgrundlage für Corona +++
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich dafür ausgesprochen, die Pandemie nicht mehr hauptsächlich an der Sieben-Tage-Inzidenz zu bewerten. "Der Inzidenzwert in seiner singulären Betrachtung hat sich überholt. Er kann als Frühwarnsystem dienen, aber nicht mehr automatisch zu Beschränkungen führen", sagt Dobrindt der "Augsburger Allgemeinen" einem Vorabbericht zufolge. Laut Dobrindt brauche es wegen des bereits teilweise bestehenden Impfschutzes stattdessen eine Kombination aus Inzidenz, Fortschritt der Impfkampagne und der Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern.

+++ 07:19 Lehrerverband: Pflicht-Förderung bestimmter Schüler notwendig +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, plädiert für eine verpflichtende Förderung bestimmter Schüler in der Corona-Krise. "Extra-Förderung wird gerade von denen, die sie am nötigsten brauchen, oft weniger stark in Anspruch genommen", sagte er. "Wir als Lehrerverband sind deshalb für eine verpflichtende Extra-Förderung für jene Schülerinnen und Schüler, bei denen die weitere Schullaufbahn ansonsten gefährdet wäre." Meidinger warnte vor langfristigen Wissenslücken. "Es besteht die Gefahr, dass dauerhafte Lücken entstehen. Da geht es auch um so grundlegende Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben", sagte er. "Aufholprogramme sind eine gute Sache, aber gerade die Ferienangebote sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein."

+++ 06:57 US-Gesundheitsbehörde: Delta könnte so ansteckend sein wie Windpocken +++
Die Delta-Variante sei viel ansteckender, durchbreche eher den Schutz von Impfstoffen und könne schwerere Krankheiten verursachen als jede andere bekannte Version des Virus. Wie die New York Times berichtet, geht diese Information aus einem internen Bericht des CDC, der amerikanischen Gesundheitsbehörde, hervor. Dem Bericht zufolge soll die Delta-Variante übertragbarer sein als Viren, die MERS, SARS, Ebola, Erkältungen und die saisonale Grippe verursachen. Laut dem Dokument, das der New York Times vorliegt, soll die Delta-Variante auch so ansteckend sein wie Windpocken.

+++ 6:42 Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor +++

+++ 06:40 Impfung für Kinder: Schäuble fordert von STIKO Freigabe +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich dafür stark gemacht, Impfungen gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche über zwölf Jahren freizugeben. "Die Corona-Risiken sind auch für sie um ein Vielfaches höher als die einer Impfung", sagte Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Ständige Impfkommission sollte daher entsprechenden EU-Empfehlungen folgen. "Wenn die europäische Zulassungsbehörde zwei Corona-Impfstoffe für sicher und wirksam auch für Kinder ab zwölf Jahren erklärt, spricht aus meiner Sicht sehr viel dafür, die Vakzine auch für diese Gruppe breit zu nutzen", sagte Schäuble weiter. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte vergangene Woche nach dem Impfstoff von Biontech/Pfizer auch das Vakzin von Moderna für Jüngere zugelassen.

+++ 06:20 Stockende Impfkampagne: Mehrere Bundesländer geben ungenutzte Impfdosen an Bund zurück +++
Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage geben erste Bundesländer ungenutzte Impfdosen an den Bund zurück. So wollen Hamburg und Berlin Zehntausende Impfdosen zurückführen. Auch Niedersachsen hält Impfstoffretouren an den Bund für wahrscheinlich. Es sei aber noch nicht absehbar, wie viele Impfdosen zurückgegeben werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover. Andere Bundesländer prüfen noch oder beabsichtigen dies derzeit nicht. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, "Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen", an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

+++ 06:04 Uber führt Impfpflicht für US-Angestellte ein +++
Nach Google und Facebook führt mit Uber ein weiteres Digital-Unternehmen aus Kalifornien eine Impfpflicht für seine Angestellten in den USA ein. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Dem Magazin "Business Insider" zufolge verschob der Fahrdienstanbieter außerdem die Rückkehr seiner Angestellten aus dem Homeoffice bis mindestens Ende Oktober.

+++ 05:23 Lauterbach: "Ungeimpfte können nicht zur Normalität zurückkehren" +++
Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Impfbereitschaft im Herbst stark steigen wird. "Corona-Verhaltensbeschränkungen sind im Wesentlichen im Herbst vorbei, nicht aber für die Ungeimpften. Der Druck auf Ungeimpfte wird dann automatisch steigen", sagte SPD-Gesundheitspolitiker der "Rheinischen Post". Es könne aber dann keine Gleichbehandlung von Geimpften und Getesteten mehr geben. Die Delta-Variante sorge dafür, dass die Aussagekraft von Schnelltests noch nicht genau genug sei, um Ansteckungsketten zu vermeiden, argumentierte Lauterbach. "Es gibt zu viele falsch-negative Ergebnisse. Somit werden ungeimpfte Personen nicht zu einer Normalität zurückkehren können."

+++ 04:33 Mexikos Statistikamt: Corona zweithäufigste Todesursache +++
Mexikos Statistikamt Inegi geht davon aus, dass die offiziellen Corona-Todeszahlen des Landes deutlich zu niedrig sind. Inegi gab die Zahl der Toten im Jahr 2020 infolge einer Infektion mit dem Coronavirus mit über 200.000 an, während das Gesundheitsministerium von nur knapp 150.000 ausgeht. Grund für die Diskrepanz: Die Zahlen des Ministeriums berücksichtigen nur Todesfälle in Krankenhäusern. Nach Angaben der Inegi-Statistiker ist Covid-19 mittlerweile die zweihäufigste Todesursache in Mexiko hinter Herz- und Diabetes-Krankheiten.

+++ 03:46 Inzidenz zu hoch: Dresden verschärft Corona-Regeln wieder +++
Die Stadt Dresden muss als erste Region in Sachsen die Corona-Regeln wieder verschärfen. Die Corona-Inzidenz lag in der Landeshauptstadt am Donnerstag den fünften Tag in Folge über 10. Damit tritt ab Samstag wieder die Maskenpflicht beim Einkaufen und in einigen anderen Bereichen in Kraft, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch Kontaktbeschränkungen greifen wieder. Maximal zehn Menschen dürfen sich treffen.

+++ 02:39 KBV-Chef Gassen: Geimpfte sollten von Testpflicht befreit werden +++
Die geplante Testpflicht für Reiserückkehrer könnte nach Einschätzung von Kassenarzt-Chef Andreas Gassen ein Mittel gegen die zunehmende Impfmüdigkeit sein. "Vielleicht könnte so mancher, der sich bisher noch nicht hat impfen lassen, auch dadurch noch zur Impfung gebracht werden", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Vollständig Geimpfte sollten seiner Meinung nach grundsätzlich von einer Testpflicht befreit werden. "Das Impfen ist und bleibt der beste Individual-Schutz", betont der Mediziner.

+++ 01:46 Philosoph Sloterdijk: Querdenker erleben "Räusche des Irrsinns" +++
Kritikern von Corona-Maßnahmen sollte aus Sicht des Philosophen Peter Sloterdijk bei der Abkehr von ihren Positionen geholfen werden. "Ich glaube, man muss heute über Aussteigerprogramme für Anhänger der Querdenker und anderer Regressionssysteme nachdenken", sagte der 74-Jährige in der August-Ausgabe des Magazins "Brand eins". Aus Sicht von Sloterdijk, der auch als Kritiker staatlicher Einschränkungen bekannt ist, gibt es "sektenähnliche Meinungsgenossenschaften" in solchen Gruppen. "Man macht miteinander euphorische Erfahrungen in der Annahme des gemeinsamen privilegierten Zugangs zur Wahrheit", sagte er. "Es gibt für den Selbstgenuss nichts Schöneres als solche Räusche des Irrsinns."

+++ 01:02 Bundesländer müssen Astrazeneca-Impfstoff entsorgen +++
Tausende Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs könnten in den nächsten Tagen auf dem Müll landen, weil sie nicht mehr haltbar sind. Das ergab eine Umfrage des "Spiegel" unter den Bundesländern. In Baden-Württemberg seien Ende Juli 4000 Dosen in den Impfzentren "kurzfristig vom Verfall betroffen", teilte das Landesgesundheitsministerium mit. In Bayern geht es um "eine vierstellige Zahl", in Schleswig-Holstein werden bis zu 2480 Astrazeneca-Dosen entsorgt, weil sie am 31. Juli ablaufen. Im Saarland wären es zu diesem Zeitpunkt 6000. Hessen hat noch etwa 200.000 Dosen für die Impfzentren auf Lager. Sie laufen frühestens im Oktober ab. Laut Innenministerium sei aber absehbar, dass ein Großteil der Astrazeneca-Dosen in den hessischen Impfzentren keine Verwendung mehr finden werde.

+++ 00:09 Dobrindt verteidigt Vermietung von Hotelzimmern nur an Geimpfte +++
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt verteidigt, dass Hoteliers Zimmer ausschließlich für Geimpfte anbieten. Bei steigenden Infektionszahlen könnten Geimpfte mehr Normalität erleben als Nicht-Geimpfte, sagt er dem "Münchner Merkur". "Deswegen kann ich die Entscheidung von Hoteliers, ihr Angebot ausschließlich für Geimpfte zur Verfügung zu stellen, nachvollziehen", so der CSU-Politiker. "Ich glaube, dass im Tourismus und Veranstaltungsbereich zunehmend das Angebot auf Geimpfte und Genesene fokussiert wird."

+++ 23:14 Biden rechnet mit steigenden Infektionszahlen +++
US-Präsident Joe Biden warnt vor einer "Pandemie der Ungeimpften" in den USA. Laut Experten würden die Infektionszahlen weiter nach oben gehen, bevor sich eine Besserung einstellen könne, warnte Biden im Weißen Haus. Er forderte daher aller Amerikaner mit Nachdruck auf, sich möglichst rasch gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Delta-Variante sei "hoch ansteckend" und führe zu vielen Ansteckungen unter den Ungeimpften.

+++ 22:27 Mit NRW reißt das sechste Bundesland die Sieben-Tage-Inzidenz von 20 +++
Mit Nordrhein-Westfalen liegt nun auch in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland die 7-Tage-Inzidenz über 20. Im Vergleich zum Vortag hat sie damit einen deutlichen Sprung gemacht: Am Mittwoch war sie noch bei 18,5 - heute kletterte sie auf 20,4. NRW liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt mit einer Inzidenz von 16. Die Stadt Solingen meldet besonders viele Infizierte - die Inzidenz liegt dort derzeit bei 50,2. Neben NRW verzeichnen auch Bremen, Schleswig-Holstein, das Saarland, Berlin und Hamburg eine Inzidenz über 20.

+++ 22:00 US-Regierung: Neugeimpfte sollen 100 Dollar erhalten +++
Jeder neu geimpfte US-Bürger soll nach dem Willen von Präsident Joe Biden 100 Dollar erhalten. Die Bundesstaaten und Kommunen sollten den Betrag zahlen, um das Impfprogramm voranzutreiben, erklärt das Finanzministerium in Washington unter Berufung auf Biden. Das Geld könne dabei aus den Covid-Hilfsgeldern des Bundes in Höhe von 350 Milliarden Dollar genommen werden.

+++ 21:41 Einige Verdachtsfälle: Manchester United sagt Testspiel ab +++
Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United hat als Vorsichtsmaßnahme das Testspiel gegen Preston North End an diesem Samstag abgesagt. Wie der Premier-League-Club mitteilte, seien bei Routinetests der ersten Mannschaft eine "kleine Anzahl positiver Corona-Verdachtsfälle" identifiziert worden. Die betroffenen Personen wurden isoliert, bis weitere Tests anstehen, hieß es in der Vereinsmitteilung. Zum jetzigen Zeitpunkt erwarte Manchester keine weiteren "Störungen bei unseren bevorstehenden Spielen, aber wir werden diesbezüglich weiterhin die Protokolle der Premier League befolgen", hieß es.

+++ 21:20 Rheinland-Pfalz startet Impfungen auf Supermarkt-Parkplätzen +++
Um die Anzahl der Corona-Impfungen in Rheinland-Pfalz weiter zu steigern, bietet das Land ab kommender Woche auch Impfungen auf Supermarkt-Parkplätzen an. Von Montag seien sechs Impfbusse mit Impfteams landesweit im Einsatz, teilte das Gesundheitsministerium mit. An insgesamt mehr als 200 wechselnden Standorten können Interessierte sich auch spontan und ohne Voranmeldung gegen eine Sars-Cov-2-Infektion impfen lassen. Impfwillige können in den Bussen frei zwischen den Impfstoffen der Hersteller "Johnson & Johnson" und Biontech/Pfizer wählen. Die genauen Standorte und -zeiten der sechs Impfbusse veröffentlicht das Ministerium auf dem Informationsportal des Landes zur Pandemie unter www.corona.rlp.de/de/impfbus.

+++ 21:00 Israel bietet über 60-Jährigen ab Sonntag dritte Impfung an +++
Angesichts einer Zunahme der Corona-Fälle seit einigen Wochen ruft Israel alle Einwohner über 60 Jahren dazu auf, sich ein drittes Mal gegen das Virus impfen zu lassen. Dies verkündete Regierungschef Naftali Bennett am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. Die Aufforderung richte sich an alle Menschen in der betroffenen Altersgruppe, bei denen die zweite Impfung mehr als fünf Monate her sei. Das Gesundheitsministerium in Israel hatte die Krankenkassen zuvor dazu angewiesen, über 60-Jährigen eine dritte Impfung anzubieten. Der Hintergrund dafür sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, heißt es.

+++ 20:31 RKI: Vor allem 10 bis 34-Jährige von steigenden Infektionszahlen betroffen +++
Von dem derzeitigen Anstieg der Infektionszahlen sind vor allem die Altersgruppen der 10 bis 34-Jährigen betroffen. Darauf weist das RKI in seinem Wochenbericht hin. "Der Altersmedian aller Fälle pro Woche hat seit Jahresbeginn kontinuierlich abgenommen." Derzeit liege das Durchschnittsalter für eine Infektion bis 27 Jahren, heißt es in dem Bericht. Zu Beginn des Jahres lag er noch bei 49 Jahren. Auch das Durchschnittsalter der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden, ist deutlich gesunken. Anfang des Jahres lag dieser noch bei 77, nun liegt er bei 47 Jahren.

+++ 20:15 Portugal will Beschränkungen in drei Schritten aufheben +++
Portugal will angesichts sinkender Corona-Zahlen seine Beschränkungen in drei Schritten lockern. Ab Sonntag werde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, sagt Ministerpräsident Antonio Costa. Auch Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Restaurants und Geschäfte würden fallen. Ab September werde die Verpflichtung zum Tragen von Masken in der Öffentlichkeit aufgehoben, ab Oktober dürften Bars und Nachtclubs für Besucher mit Negativtest wieder öffnen. Die Zahl der Corona-Toten und Klinik-Einweisungen war in Portugal zuletzt so langsam gestiegen wie seit Februar nicht mehr.

+++ 19:53 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2887 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.765.136 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2887 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 23 auf 91.609. Als aktuell infiziert gelten rund 23.417 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,13 angegeben (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 347 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 187 davon werden beatmet. Rund 4335 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Delta-Variante wurde in 91,4 Prozent der überprüften Corona-Proben entdeckt. Vergangene Woche waren es in der korrigierten Version des RKI noch 85,7 Prozent. Alpha macht nur noch einen Anteil von 6 Prozent der überprüften Infektionen aus. Vor fünf Wochen hatte die Variante noch einen Anteil von 73,3 Prozent.

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, cls/ino/dpa/AFP/rts

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