Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:54 Insgesamt mehr als sieben Millionen Fälle in USA +++

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als sieben Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 5,8 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Die USA kriegen die Pandemie nicht unter Kontrolle. Pro Tag werden seit Wochen um die 40.000 Infektionen nachgewiesen. Vor allem in einigen Staaten des Mittleren Westens wie Wisconsin, Iowa, North und South Dakota steigen die Infektionszahlen rasch an. Dagegen hat sich die Lage an früheren Hotspots wie New York deutlich entspannt. Auch in Florida blieb die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

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+++ 23:59 Deutsche Reisewarnung "schwerer Schlag für ganz Tirol" +++
Das österreichische Bundesland Tirol bedauert die Aufnahme auf die Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland. Damit verband die Bundesregierung wegen rasant steigender Infektionszahlen auch eine Warnung vor touristischen Reisen. "Diese Entscheidung stellt einen schweren Schlag für unseren Wirtschaftsstandort, unseren Arbeitsmarkt und ganz Tirol dar", sagte Tirols Landeschef Günther Platter. "Im Sommer haben wir gezeigt, dass wir ein sicherer Gastgeber sind. In den letzten drei Monaten waren von 1800 in Tirol Infizierten nur 55 ausländische Gäste." Tirol hatte am Freitag 67 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Nach Angaben der Tiroler Regierung machen deutsche Gäste die Hälfte aller Touristen aus.

+++ 23:05 Fallzahlen in Polen steigen sprunghaft +++
Polen hat so viele neue Coronavirus-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Binnen 24 Stunden hätten sich 1587 Menschen mit dem Virus angesteckt, meldete das Gesundheitsministerium. Besonders betroffen waren die Region mit der Hauptstadt Warschau sowie eine südliche Region an der Grenze zur Slowakei. Die Zahl der Toten stieg um 23. Polen hatte lange Zeit vergleichsweise wenige Infektionsfälle, doch seit einigen Tagen steigen die Zahlen deutlich an: Am Dienstag meldeten die Behörden 711 Neuinfektionen, am Mittwoch waren es 974 und am Donnerstag 1136. Im Kampf gegen das Virus könnte die Maskenpflicht nun in den nächsten Tagen verschärft werden, erklärte das Ministerium.

+++ 22:28 Verstoß gegen Corona-Auflagen: Studentenparty aufgelöst +++
Fast 30 junge Leute feierten trotz Corona in einer kleinen Wohnung: Die Polizei hat eine Studentenparty in Wilhelmshaven aufgelöst. Alle Besucher mussten das Haus verlassen. Die Bewohner der Wohnung erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, teilten die Beamten mit. Die Feier habe gegen die Hygieneregeln in der Pandemie verstoßen. Ursprünglich war die Polizei wegen einer Beschwerde wegen ruhestörenden Lärms zu dem Mehrfamilienhaus gefahren. Nach Angaben der Beamten war schon im Hausflur laute Musik zu hören, zum Zeitpunkt der Kontrolle waren 28 Personen in der Wohnung. Die Gastgeber gaben an, es seien nicht alle eingeladen gewesen.

+++ 22:07 WHO rechnet am Ende mit zwei Millionen Toten +++
Die Zahl der Corona-Toten könnte sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch auf zwei Millionen verdoppeln, bis ein wirksamer Impfstoff in großem Stil eingesetzt werden kann. Ohne einen gemeinsamen und entschlossenen Kampf gegen die Pandemie könne es sogar noch viel mehr Todesopfer geben, warnt WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Rund neun Monate nach der Identifizierung des Corona-Virus in China nähert sich die Zahl der bestätigten Todesfälle zurzeit der Marke von einer Million.

+++ 21:35 Belgiens Virologen treten in Schweigestreik +++

Aus Protest gegen das Handeln der Politik in der Corona-Krise gehen in Belgien mehrere Wissenschaftler in einen "Schweigestreik". Der prominente Virologe Marc van Ranst und einige Kollegen wollten dieses Wochenende keine Interviews geben, berichtete der belgische Sender VRT. Die Wissenschaftler beklagen demnach, dass die Politiker sich zu oft hinter ihnen versteckten und sich weigerten, Interviews zur Corona-Politik zu geben. Van Ranst betonte laut VRT ausdrücklich, dass der Protest sich nicht gegen die Medien richte. Vielmehr sei es ein Signal an die Politik. Am Montag soll das Schweigen vorbei sein. Belgien ist verhältnismäßig stark vom Coronavirus getroffen. In den vergangenen zwei Wochen wurden den Behörden zufolge rund 150 Infizierte pro 100.000 Einwohner gezählt. Für die Hauptstadt Brüssel hat das Auswärtige Amt derzeit eine Reisewarnung ausgesprochen.

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Belgiens Vorzeige-Virologe Marc van Ranst bleibt still: Die Politik sei am Zug.

(Foto: imago images/Belga)

+++ 21:07 Frankreich überspringt 500.000er Marke +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich bleibt hoch. Binnen 24 Stunden gab es 15.797 neue Fälle nach einem Rekordhoch am Donnerstag mit 16.096 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl klettert auf rund 513.000 und überspringt damit erstmals die Marke von einer halben Million. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 150 auf 31.561.

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+++ 20:40 Deutschland meldet höchsten Wert seit April: 2375 neue Fälle +++
Die Bundesländer melden in ihren Tagesberichten für Deutschland insgesamt 2375 neue Infektionen und 15 weitere Todesfälle. Damit sind im Laufe der Woche bereits mehr als 50 Menschen in Deutschland an den Folgen des Coronavirus gestorben. Auch bei den Neuinfektionen ist der Freitag ein trauriger Rekord: Der Tageszuwachs ist mit Abstand der höchste in den vergangenen vier Monaten. Nach Berechnungen von ntv.de gibt es damit in Deutschland insgesamt 281.372 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 9449. Aktuell infiziert sind 23.727 Menschen.

Mit 598 neuen Fällen verzeichnet Nordrhein-Westfalen allein fast ein Viertel der bundesweiten Neuinfektionen. Die Hälfte aller Bundesländer melden dreistellige Zuwachsraten.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, hul/mau/rts/dpa/AFP