Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 00:57 EU nimmt die ersten 20 Milliarden Euro über Corona-Anleihe auf +++

Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. "Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet." Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen. Die EU hatte im vergangenen Jahr ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro beschlossen. Das Geld soll helfen, die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen. Finanziert wird dies über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

+++ 00:10 Dritte Welle rollt an: Südafrika verschärft Restriktionen +++
Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Corona-Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschränkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor. "Wir müssen schnell und entschlossen handeln", warnte Ramaphosa. Südafrika verzeichnet seit Pandemie-Beginn mehr als 1,76 Millionen Corona-Fälle, mehr als 58.000 Infizierte starben. Das Land kämpft zudem mit Problemen bei der Impfkampagne. Am Wochenende erklärte die Regierung, zwei Millionen Dosen des Johnson&Johnson-Vakzins nicht zur Verimpfung freizugeben. Hintergrund ist eine Produktionspanne in einem US-Werk.

+++ 23:08 Viele Hamburger können Impfzertifikat direkt herunterladen +++
In Hamburg stellen Apotheken seit dieser Woche bei Vorlage der schriftlichen Impfbestätigung das digitale Impfzertifikat aus. Wer im Impfzentrum geimpft wurde, muss den Weg in eine Apotheke aber nicht antreten, sondern kann sich das Zertifikat direkt herunterladen, teilt die Sozialbehörde der Hansestadt mit. Dafür wurde ein Online-Service eingerichtet, der ab sofort zur Verfügung steht. Über die Internetseite www.panex-impfzertifikat.de können Hamburger ihr Impfzertifikat herunterladen. Das gilt sowohl für bereits erfolgte Schutzimpfungen wie auch für noch anstehende Termine. Zur Identifikation müssen neben den Angaben zur Person die Nummer der Impfbestätigung sowie die Chargen-Nummer des Impfstoffes eingegeben werden.

+++ 22:20 NRW: Keine Hinweise auf Intensivbetten-Betrug +++
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat bislang keine Belege dafür gefunden, dass Krankenhäuser falsche Angaben zur Auslastung der Intensivbetten gemacht haben, um höhere Ausgleichszahlungen zu erhalten. 70 Krankenhäuser, bei denen sich "Auffälligkeiten im Meldeverfahren" gezeigt hätten, seien überprüft worden, sagte ein Ministeriumssprecher dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Nach dem aktuellen Stand der Auswertung sei "kein systematisches Fehlverhalten von Krankenhäusern festgestellt" worden. Der Bundesrechnungshof hatte in einem Bericht "eine massive Überkompensation aus Steuermitteln" bei Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser festgestellt.

+++ 21:50 Mallorca verlegt Sperrstunde auf zwei Uhr +++
Die Party-Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela. Zudem werden ab Samstag andere Einschränkungen gelockert: In den Außenbereichen von Restaurants, Bars und Cafés dürfen statt wie bisher zehn künftig zwölf Personen an einem Tisch Platz nehmen.

+++ 21:20 Alle Altersklassen mit sinkenden Werten +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut in allen Altersgruppen. Bei den Über-80-Jährigen liegt sie mittlerweile bei 5,7 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in der letzten Woche besonders niedrig. Am höchsten sind die Werte in der Gruppe der Kinder bis 14 Jahren (26,8) und der 15- bis 34-Jährigen (24,6).

+++ 20:50 Fünf Bundesländer mit nur einstelliger Inzidenz +++
In allen 16 Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner weiter gesunken. Fünf Bundesländer melden nur noch einstellige Inzidenzen: Am niedrigsten ist sie in Mecklenburg-Vorpommern (4,3), Brandenburg (6,2), Sachsen-Anhalt (6,7), Schleswig-Holstein (7,0) und Niedersachsen (8,5). Die höchsten Raten weisen das Saarland (20,5), Hessen (19,0) und Baden-Württemberg sowie Bayern auf (beide 18,8).

+++ 20:20 Deutschland meldet 900 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.716.903 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 899 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 959 Fällen im Vergleich zur Vorwoche, was einem Minus von 51,6 Prozent entspricht. Allerdings wird die Anzahl der Neuinfektionen durch eine Datenkorrektur aus Brandenburg leicht nach unten verzerrt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 121 auf 90.000. Das sind genauso viele wie am vergangenen Dienstag. Als aktuell infiziert gelten rund 41.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,65 angegeben (Vortag: 0,83). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,72 (Vortag: 0,77). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter deutlich. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 1210 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 70 Patienten. 825 Menschen müssen invasiv beatmet werden, das sind 44 weniger als am Tag zuvor. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4467 Betten in den deutschen Kliniken frei. Der Anteil freier Kapazitäten liegt derzeit bei 18,2 Prozent.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

 

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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