Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:20 USA: Beratung über Johnson & Johnson-Impfstopp kommenden Freitag +++

Nach der vorübergehenden Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA will ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC am kommenden Freitag (23. April) über das weitere Vorgehen beraten. Das teilt CDC-Direktorin Rochelle Walensky mit.

+++ 00:06 EU-Abgeordnete für schnellere Zulassung von Impfstoffen gegen Varianten +++
Die EU-Abgeordneten haben sich für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Impfstoffe ausgesprochen, die an neue Coronavirus-Varianten angepasst sind. Der Gesundheitssausschuss des Europaparlaments stimmte für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Hersteller bereits zugelassener Corona-Vakzine sollen demnach künftig für die Zulassung angepasster Mittel weniger Daten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA einreichen müssen.

+++ 22:21 NRW meldet fast 6000 Neuinfektion - Inzidenz in Thüringen über 250 +++
Unter den 16 Bundesländer werden die meisten neuen Fälle aus dem bevölkerungsreichsten Land NRW gemeldet: 5717. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) steigt in NRW damit auf 162,7. Die höchst Inzidenz unter den Bundesländern weist jedoch Thüringen mit 256 auf, gefolgt von Sachsen (229,5). Auf den niedrigsten Inzidenzwert kommt Schleswig-Holstein mit 73,5 - es ist zudem das einzige Bundesland mit einer Inzidenz unter 100. In vielen Kreisen und Städten Schleswig-Holsteins darf nach monatelanger Corona-Pause seit Montag die Außengastronomie wieder öffnen.

+++ 22:07 Erster Besuch eines Regierungschefs bei Biden mit strengen Corona-Regeln +++
Wegen der Corona-Pandemie gelten auch beim ersten Besuch eines ausländischen Regierungschefs im Weißen Haus von US-Präsident Joe Biden besonders Regeln: So werde es beispielsweise entgegen der Gepflogenheiten kein gemeinsames Essen von Biden und dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga bei dessen Visite am Freitag geben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Bei den Treffen werde zwischen Delegationsmitgliedern Abstand eingehalten. Auch die Zahl der Reporter bei der abschließenden Pressekonferenz werde beschränkt werden.

+++ 21:38 Mehr als 200 Millionen Impfdosen in USA verabreicht +++
Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 200 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 49 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 31 Prozent sind bereits voll geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag zeigten. Insgesamt wurden demnach bislang 202,3 Millionen Dosen verspritzt.

+++ 21:19 Britische Impfkommission empfiehlt Biontech und Moderna für Schwangere +++
In Großbritannien sollen Schwangere ihre Impfungen mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten. Das empfiehlt die Impfkommission des Landes. Ihren Angaben zufolge liegen bei diesen beiden Impfstoffen bislang mehr Daten aus der Praxis vor, die die Sicherheit der Mittel zeigen. Die Experten verweisen darauf, dass in den USA bislang rund 90.000 Schwangere geimpft worden seien, hauptsächlich mit den zwei Vakzinen. Dabei sei es zu keinen Sicherheitsbedenken gekommen.

+++ 20:45 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 25.638 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.110.516 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 25.638 neue Fälle hinzu. Das ist ein bemerkenswert geringer Anstieg im Vergleich zur Vorwoche - nur 42 Fälle über dem Niveau von Freitag vergangener Woche (25.596). Die Gründe dafür sind jedoch unklar. Denkbar ist ein Zusammenhang mit einer Welle von Nachmeldungen nach den Osterfeiertagen. Als aktuell infiziert gelten rund 275.100 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 239 auf 79.759. Auf Wochensicht zeigt sich bei dieser Kennzahl sogar ein leichter Rückgang: Am vergangenen Freitag hatten die Landesbehörden 266 Todesfälle gemeldet, also 27 mehr als heute.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,15). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,18 (Vortag: 1,11). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 4740 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2708 davon werden beatmet. Rund 3804 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:11 Moderna liefert weniger Impfstoff nach Großbritannien und Kanada +++
Die US-Biotechnologiefirma Moderna liefert weniger Corona-Impfstoff als erwartet nach Großbritannien und Kanada im zweiten Quartal. Die Europäische Union (EU) und die Schweiz erhielten dagegen die vereinbarten Bestellmengen, teilt ein Sprecher des Unternehmens mit. Kanada bekomme nur rund die Hälfte der geplanten 1,2 Millionen Dosen bis Ende April. Zur Begründung führt Moderna an, dass der Schweizer Pharma-Auftragshersteller Lonza drei neue Produktionslinien hochfahre, um aktive Inhaltsstoffe für Modernas Vakzin-Lieferungen außerhalb der USA zu produzieren. Bei Lonza ist zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

+++ 20:01 Türkei meldet neuen Höchststand bei Neuinfektionen +++
Die Türkei meldet einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen: Zuletzt werden 63.082 neue Corona-Fälle gemeldet, so viele wie noch nie an einem Tag. Der Sieben-Tage-Schnitt klettert dami auf 57.769. Außerdem werden 289 neue Todesfälle gemeldet, nur knapp weniger als zum Höchststand vom Vortag (297).

+++ 19:39 Bundesrat berät kommenden Donnerstag über Infektionsschutzgesetz +++
Nur einen Tag nach dem Bundestag soll sich der Bundesrat kommende Woche mit den geplanten Änderungen am Bundesinfektionsschutzgesetz befassen. Bundesratspräsident Reiner Haseloff hat dazu eine Sondersitzung für Donnerstag (11 Uhr, MESZ) einberufen, wie die Bundesratsverwaltung auf ihrer Internetseite mitteilt. Er kam damit einer Bitte der Bundesregierung nach, den Abschluss des parlamentarischen Verfahrens zu beschleunigen.

+++ 19:19 Intensivbetten in Nürnberg werden knapp - "Lage sehr angespannt" +++
Die Intensivbetten im Raum Nürnberg werden knapp. "Die Lage ist sehr angespannt", sagte eine Sprecherin des Klinikums Nürnberg. Am Donnerstagabend seien für kurze Zeit alle Intensivbetten in der Region belegt gewesen. Heute waren im Raum Nürnberg noch rund 20 Intensivbetten frei, sagte der Leiter der Integrierten Leitstelle in Nürnberg, Marc Gistrichovsky. Davon seien sechs Betten für Covid-19-Patienten reserviert. 340 Intensivbetten waren demnach belegt, 88 davon mit Covid-19-Patienten. Die Zahlen könnten sich aber jederzeit wieder ändern.

+++ 19:09 Studie: Chinesischer Impfstoff schützt zu 67 Prozent vor Covid-19 +++
Der chinesische Corona-Impfstoff Coronavac schützt einer chilenischen Studie zufolge zu 67 Prozent vor symptomatischen Covid-19-Erkrankungen und zu 80 Prozent vor einem tödlichen Verlauf. Wie die chilenische Regierung mitteilte, hat das eine Datenanalyse der Corona-Impfungen in Chile im Februar und März ergeben. Schwere Krankheitsverläufe, die einen Krankenhausaufenthalt oder eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich machten, wurden demnach zu 85 beziehungsweise 89 Prozent verhindert.

+++ 18:55 Brandenburg plant nächtliche Ausgangsbeschränkungen ab kommender Woche +++
Brandenburg plant ab kommender Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen, berichtet der RBB. Ab Montag soll sie in Städten und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 und mehr von 22 bis 5 Uhr gelten. Darauf hat sich hat das Kabinett festgelegt. "Es sind harte Entscheidungen, die wir treffen müssen", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke dem RBB. Er sprach von der "vielleicht schwierigsten Situation während der gesamten Corona-Pandemie" und von einer dramatischen Situation in Brandenburger Krankenhäusern.

+++ 18:49 Hunderte demonstrieren vor Bundestag gegen Corona-Politik +++
Etwa 220 Menschen haben nach Polizeiangaben vor dem Reichstagsgebäude gegen die deutsche Corona-Politik demonstriert. Die Veranstaltung sei weitgehend ruhig verlaufen, teilte die Polizei mit. Es habe jedoch einige Fälle von fehlendem Mund-Nase-Schutz gegeben. Im Bundestag war am Freitag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit Schritten wie etwa nächtlichen Ausgangsbeschränkungen erstmals beraten worden.

+++ 18:33 IDT Biologika führt erste Gespräche über Sputnik-V-Abfüllung +++
Das Pharmaunternehmen IDT Biologika in Sachsen-Anhalt führt Gespräche um eine mögliche Abfüllung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V. "Es gibt Gespräche, aber das sind einfach nur Gespräche. Mehr nicht", sagte Unternehmenschef Jürgen Betzing. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hatte Anfang März ein Prüfverfahren für Sputnik V im Rahmen einer sogenannten Rolling Review begonnen. Aktuell begutachten EMA-Experten Produktion und Lagerung des Impfstoffs in Russland.

+++ 18:11 Physiker: Privatbesuche verbieten besser als pauschale Ausgangssperre +++
Mit den geplanten abendlichen Ausgangbeschränkungen kann die Verbreitung des Coronavirus nach Einschätzung des Berliner Physikers Kai Nagel spürbar reduziert werden. Aber: Statt abends Ausgänge pauschal zu verbieten plädierte Nagel in einer Bundestagsanhörung zur geplanten Corona-Notbremse des Bundes dafür, nur den Ausgang für private Besuche in Innenräumen zu verbieten - dafür den ganzen Tag. Hintergrund ist das weit höhere Infektionsrisiko in Innenräumen. Um die Infektionszahl zu senken, sei eine Verminderung der Infektionen in Schulen, bei der Arbeit und bei privaten Besuchen nötig, sagte der Experte für Voraussagen des Infektionsgeschehens.

+++ 17:51 Portugal lässt wieder Menschen aus Großbritannien und Brasilien einreisen +++
Portugal hat sein seit Ende Januar geltendes Verbot von Einreisen aus Großbritannien und Brasilien zum Schutz vor neuen Coronavirus-Varianten aufgehoben. Touristische Reisen von Großbritannien oder Brasilien nach Portugal seien aber weiterhin untersagt, teilte das Innenministerium in Lissabon mit. Einreisen seien nur aus wichtigen Gründen möglich. Dazu zählen berufliche, familiäre, gesundheitliche und humanitäre Gründe.

+++ 17:34 Wissenschaftler kritisieren geplante Ausgangsbeschränkungen +++
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags haben große Zweifel, ob die geplanten Ausgangsbeschränkungen Sinn ergeben, berichtet die "Welt". "Die Ausgangsbeschränkung in der Nacht ist kritisch zu bewerten. Ob sie einer abschließenden verfassungsgerichtlichen Prüfung standhielte, dürfte zweifelhaft sein", heißt es in einem Gutachten, das der Zeitung vorliegt. Auch Grundrechtseingriffe für Geimpfte seien grundsätzlich nicht mehr zu rechtfertigen.

+++ 17:22 EMA will Dienstag Einschätzung zu Impfstoff von Johnson & Johnson abgeben +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will die Öffentlichkeit am Dienstag um 17 Uhr (MESZ) über Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson (J&J) unterrichten. Dabei geht es nach EMA-Angaben um das Problem von Thrombosebildungen. Nach Meldungen über derartige Fälle hatten die US-Behörden am Dienstag empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen.

+++ 17:05 Österreichs Kanzler zu Öffnungsplänen: "Freiheit ist zum Greifen nah" +++
In Österreich sollen alle Branchen in wenigen Wochen unter einem Schutzkonzept öffnen dürfen. Erste Schritte landesweiter und gleichzeitiger Maßnahmen im Tourismus, der Gastronomie, der Kultur und dem Sport seien wohl im Mai möglich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Einen konkreten Zeitpunkt nannte er noch nicht, sondern verwies auf Detailplanungen in der nächsten Woche. "Die Freiheit ist zum Greifen nah", so Kurz.

+++ 16:55 Neuer Höchststand und erneut mehr als 200.000 Neuinfektionen in Indien +++
Mit 217.353 neu registrierten Infektionsfällen verzeichnet Indien zum zweiten Mal in Folge einen Wert über der 200.000er-Schwelle. Zugleich ist dieser Wert der höchste Tageszuwachs seit Beginn der Pandemie. Den jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge liegt die Zahl der bisher nachgewiesenen Ansteckungen nun bei insgesamt mehr als 14,29 Millionen. Das rund 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land weist damit hinter den USA die weltweit zweithöchste Gesamtfallzahl an laborbestätigten Infektionen auf. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöhte sich den Behördenangaben zufolge um 1038 auf 174.308.

+++ 16:49 US-Regierung investiert Milliardenbetrag in Kampf gegen Mutanten +++
Die Regierung von US-Präsident Joe Biden investiert nach eigenen Angaben 1,7 Milliarden Dollar in den Kampf gegen Coronavirus-Varianten. Die Mittel stammen aus dem im März von Bidens Demokraten im Kongress beschlossenen Corona-Konjunkturpaket, wie das Weiße Haus mitteilte. Mit der Investition sollten die Gesundheitsbehörde CDC und die Gouverneure der Bundesstaaten dabei unterstützt werden, Coronavirus-Mutanten etwa durch den Ausbau von Genom-Sequenzierung zu überwachen, zu verfolgen und zu bekämpfen. Die ursprüngliche Coronavirus-Variante findet sich demnach in den USA inzwischen nur noch in rund jedem zweiten Infektionsfall.

+++ 16:34 Tunesien kippt Quarantäne-Pflicht für Pauschaltouristen +++
Tunesien lockert trotz steigender Corona-Zahlen die Einreisebeschränkungen für Pauschalurlauber. Von Montag an gilt für Touristen von organisierten Reisen keine Quarantäne mehr, wie das Fremdenverkehrsamt des Landes am Freitag mitteilte. Sie müssen aber weiterhin einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen, der bei Abreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Die Touristen, die von den neuen Lockerungen profitieren, dürften innerhalb ihrer Reisegruppe auch Ausflüge machen. Für Individualreisende gilt die Quarantäne-Pflicht demnach weiterhin. Aktuell sind fünf Tage vorgeschrieben.

+++ 16:21 Italien zieht einige Lockerungen auf den 26. April vor +++
Italiens Ministerpräsident Mario Draghi kündigt eine frühere Lockerung der Corona-Maßnahmen als bislang geplant in vielen Bereichen an. Die Regierung gehe am 26. April ein "vernünftiges Risiko" mit dem Schritt ein, sagt er. Für einen Erfolg sei wichtig, dass Bevölkerung und Institutionen sich an die Auflagen hielten. Die Lockerungen waren ursprünglich für Anfang Mai geplant.

+++ 16:07 Neuinfektionen in England gehen immer schneller zurück +++
In England geht die Zahl der Neuinfektionen offenbar immer schneller zurück. Inzwischen deuteten die Schätzungen auf einen Rückgang von zwischen sechs und einem Prozent hin, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Reproduktionszahl R dürfte inzwischen 0,7 bis 1,0 betragen. Vergangene Woche wurde der Wert den Angaben nach auf 0,8 bis 1,0 geschätzt, bei den Infektionen wurde eine Spanne von minus vier bis null Prozent angesetzt.

+++ 15:52 China könnte Biontech-Impfstoff wohl bis Juli zulassen +++
China könnte einer Zeitung zufolge bis Juli einen Einsatz des Biontech/Pfizer-Impfstoffs genehmigen. Die Behörden prüften gegenwärtig die Daten und sollten innerhalb der kommenden zehn Wochen eine Entscheidung treffen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

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+++ 15:36 Spahn: "Richtung Sommer" Impf-Priorisierung wohl aufheben +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge dürfte im Mai jeder dritte Deutsche mindestens einmal gimpft sein. "Richtung Sommer" werde man dann vermutlich ganz auf die Priorisierung verzichten können, sagt er in Sachsen-Anhalt.

+++ 15:17 Impfturbo soll noch im April zünden - "Doppelt so viele" Hausarzt-Impfungen wie zuvor +++
"Die Impfkampagne in den Arztpraxen nimmt weiter an Fahrt auf", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. In der letzten April-Woche könnten nach jetziger Planung doppelt so viele Patienten von den Hausärzten geimpft werden als in den drei Kalenderwochen zuvor. "Grund dafür sind zusätzliche Lieferungen von Biontech." In der letzten April-Woche werde dann dort ausschließlich Biontech geimpft.

+++ 15:02 Kanzlerin Merkel mit Astrazeneca geimpft +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca geimpft worden. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter mit. "Ich freue mich, dass ich heute die Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen habe", zitiert Seibert die Kanzlerin. "Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren - und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden." Die Kanzlerin ist 66 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe der über 60-Jährigen, die in Deutschland für Astrazeneca-Impfungen infrage kommen.

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+++ 14:50 Corona-Variante aus Indien nun auch in Europa nachgewiesen +++
Eine Coronavirus-Variante der Linie B.1.617, die zuerst in Indien entdeckt wurde, ist in Großbritannien nachgewiesen worden, wie die englische Gesundheitsbehörde PHE mitteilte. Die Variante enthält eine ganze Reihe von Mutationen, darunter E484Q, L452R und P681R. Die Mutation E484Q ist vergleichbar mit der E484K-Mutation, die auch in den Varianten B.1.351 (Südafrika) und P.1 (Brasilien) auftritt. Bisher hat PHE 77 Fälle der aus Indien stammenden Variante in Großbritannien identifiziert, die auch als VUI-21APR-01 bezeichnet wird.

+++ 14:32 Neue Regeln für Urlauber - Meck-Pomm mit "härtesten Reisebeschränkungen" +++
Wegen der bundesweit hohen Infektionszahlen schränkt Mecklenburg-Vorpommern die Einreise in das Küstenland weiter ein. Urlaub im Nordosten und Tagesausflüge aus anderen Bundesländern sind bereits seit Monaten nicht erlaubt. Von Montag an soll auch Zweitwohnungsbesitzern ohne Erstwohnsitz im Land und Dauercampern der Zugang verwehrt werden. "Wir sind das Land mit den härtesten Reisebeschränkungen. Und dazu stehen wir", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Schweriner Landtag. Mobilität trage zum Infektionsgeschehen bei. Vor allem seit Ostern hätten die Corona-Ansteckungen massiv zugenommen. Deshalb verschärfe das Land nun wieder die Schutzvorkehrungen.

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+++ 14:17 Köln führt nächtliche Ausgangsbeschränkung ein +++
Die Stadt Köln führt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Das sei ein gravierender Eingriff, aber unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Update 14:36 Reker sprach von einem schweren Tag für die Stadt, angesichts der Infektionslage sei die Maßnahme aber verhältnismäßig. Das Gesundheitssystem gerate gerade an seine Belastungsgrenze. Die Ausgangssperre in Köln gilt ab Mitternacht. Von den kommenden Tagen an dürfen sich Menschen in Köln zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch mit einem triftigen Grund draußen aufhalten. An Grünanlagen gilt zudem ein Grill-, Alkohol- und Shishakonsumverbot. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro bestraft.

+++ 14:13 Corona-Zulage für Arbeitnehmer - Bund will Frist erneut verlängern +++
Die Möglichkeit für Unternehmen zur Zahlung steuerfreier Corona-Zulagen an Mitarbeiter wird voraussichtlich erneut verlängert. Wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" vorab berichteten, unterstützt das Bundesfinanzministerium einen entsprechenden Vorstoß mehrerer Bundesländer. Die Auszahlungsfrist für die Zahlungen soll demnach um sechs Monate bis zum Jahresende 2021 ausgeweitet werden.

+++ 13:59 Ärzte-Präsident: Stationäre Versorgung zunehmend beeinträchtigt +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die von der Regierung geplante bundesweite Notbremse für unvermeidbar. Die aktuelle dritte Welle der Pandemie "beeinträchtigt in wachsendem Maße die normale stationäre Behandlung anderer Kranker", warnt der Mediziner in der "Passauer Neuen Presse".

+++ 13:36 Vizekanzler Scholz mit Astrazeneca geimpft +++
Vizekanzler Olaf Scholz hat seine Schutzimpfung gegen das Coronavirus bekommen. Er habe sich das Präparat von Astrazeneca spritzen lassen, berichtet der Finanzminister auf Twitter. Zugleich dankte er dem Ärzteteam der Bundeswehr, das ihn impfte.

+++ 13:23 Höchste Zahl an Intensivpatienten seit Januar +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist nach zwei Tagen der Abnahme wieder gestiegen und bewegt sich nun oberhalb der 4700er-Marke. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 4740 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Das ist der höchste Wert seit 22. Januar, also seit exakt zwölf Wochen. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 61 Patienten. Laut DIVI müssen 2708 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 46 Personen mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 3804 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 13:04 Großbritannien gilt nicht mehr als Risikogebiet +++
Großbritannien gilt nicht mehr als Risikogebiet. Auf der vom Robert-Koch-Institut an diesem Freitag veröffentlichten Liste wurde das Vereinigte Königreich als Risikogebiet gestrichen. Gleiches gilt für die Regionen Mid-West und South-East in Irland, die Region Pirkanmaa in Finnland und Barbardos. Neu als Risikogebiete eingestuft wurden dagegen die bei Touristen beliebte Algarve in Portugal sowie die zu dem Land gehörenden Azoren, die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha in Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die zuvor bereits Hochinzidenzgebiet waren. Als Hochinzidenzgebiet gilt nun Argentinien.

+++ 12:44 Größter Vakzin-Hersteller: USA müssen Rohstoff-Exportverbot aufheben +++
Der weltgrößte Impfstoffhersteller SII aus Indien ruft US-Präsident Joe Biden dazu auf, ein US-Exportverbot für Rohstoffe zur Herstellung von Covid-19-Vakzinen aufzuheben. Wenn man bei der Virus-Bekämpfung wirklich zusammenstehe, müsse das Ausfuhrverbot gekippt werden, schreibt der Chef des Serum Institute of India (SII), Adar Poonawalla, auf Twitter. Dann könne die Impfstoff-Produktion gesteigert werden. SII stellt unter anderem das Vakzin von Astrazeneca für den weltweiten Einsatz her und wird in Kürze mit der Produktion des Impfstoffs von Novavax beginnen.

+++ 12:25 Lauterbach: Ausgangsbeschränkung notwendig, aber nicht hinreichend +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eindringlich für eine schnelle Umsetzung der geplanten Ausgangsbeschränkungen am Abend gegen die dritte Corona-Welle geworben. "Es wird alleine nicht reichen, aber in keinem Land ist es gelungen, eine Welle mit Variante B.1.1.7 noch einmal in den Griff zu bekommen, ohne dass man nicht auch das Instrument der Ausgangsbeschränkung, und nicht -sperre, genutzt hätte", sagt Lauterbach. Diese besonders ansteckende Virusvariante nimmt in Deutschland laut Robert-Koch-Institut einen Anteil von 90 Prozent ein.

+++ 12:07 WHO: Infektionsrate auf höchstem Stand seit Pandemie-Beginn +++
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Woche in den vergangenen beiden Monaten weltweit nahezu verdoppelt. Die Infektionsrate sei jetzt auf dem höchsten Stand seit Pandemie-Beginn, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Sowohl die Infektionen als auch die Todesfälle steigen in einem besorgniserregenden Tempo."

+++ 11:51 Knapp 85 Prozent der deutschen Regionen über Notbremse-Schwelle +++
Für knapp 85 Prozent der deutschen Regionen sind mit Blick auf die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz vorerst keine gelockerten Pandemieregeln absehbar: Von den 412 Regionen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), überschreiten 349 (gestern: 351, vorgestern: 344, vorvorgestern: 325) die für die "Notbremse" ausschlaggebende 100er-Marke. Zu Monatsbeginn lag der Wert noch bei 290 Regionen über dieser Schwelle. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegen von den zehn Regionen mit den höchsten Werten allein sechs in Thüringen und drei in Bayern. Beide Freistaaten befinden sich mit ihren Fallaufkommen über dem Bundeswert (160,1): Bayern mit 180,4 und Thüringen noch deutlicher mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz von 256,0.

+++ 11:29 Therapieplätze für Long-Covid-Patienten werden knapp +++
Die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation hat vor Engpässen bei der Behandlung von Corona-Patienten mit Langzeitschäden gewarnt. "Vielerorts kommen Rehakliniken bei der Behandlung von Long-Covid-Patienten an ihre Kapazitätsgrenzen und bauen lange Wartezeiten auf", sagt Verbandsgeschäftsführer Christof Lawall der Zeitung "Die Welt". Dann könne ein Patient, auch wenn es ihm noch so schlecht gehe, nicht direkt behandelt werden. Dem Verband zufolge gibt es in Deutschland zwar mehr als tausend Rehakliniken. Aber nur ungefähr 50 Einrichtungen haben auch eine pneumologische Abteilung und sind auf Patienten mit Lungenkrankheiten spezialisiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:18 Göring-Eckardt fordert früheren Stopp von Präsenzunterricht +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat mehr Schutz vor Corona-Infektionen an Schulen gefordert als mit der geplanten Bundes-Notbremse vorgesehen. "Erst ab einer Inzidenz von 200 zu handeln ist zu spät - das ist kein Schutz für Schüler*innen, und das ist kein Schutz für Eltern", sagt Göring-Eckardt im Bundestag. Mit der geplanten Veränderung des Infektionsschutzgesetzes sollen Schulen in Kreisen und Städten mit über 200 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern keinen Präsenzunterricht mehr anbieten. Ab einer Inzidenz von 100 soll es bei Präsenzunterricht zwei Corona-Tests pro Woche geben. Göring-Eckardt fordert Tests schon bei niedrigeren Inzidenzen.

+++ 11:06 Rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland voll geimpft +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 20,7 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden am Donnerstag bundesweit 658.019 Impfungen durchgeführt, das sind rund 100.000 weniger als am gestern vermeldeten Rekord vom Mittwoch (758.173). Dem RKI-Monitoring zufolge sind nun 15 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft, das entspricht einer Quote von mehr als 18,5 Prozent. Die Quote nach Zweitimpfungen liegt bei mehr als 6,4 Prozent, also mehr als 5,3 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen.

Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI liegt Bremen im Ranking nach Erstimpfungen mit 21,6 Prozent weiter vorn, Hessen liegt mit 16,7 Prozent am Ende der Tabelle. Im Ranking nach Zweitimpfungen jedoch führt weiterhin Thüringen (7,8 Prozent). Schlusslicht bleibt Schleswig-Holstein mit einer Quote von 5,4 Prozent.

+++ 10:54 Aktion "Lichtfenster" soll bundesweit an Corona-Tote erinnern +++
Die Ministerpräsidenten der Länder haben dazu aufgerufen, anlässlich der zentralen Gedenkfeier für die in der Pandemie Verstorbenen Kerzen in die Fenster zu stellen. Die von Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier initiierte Aktion "Lichtfenster" soll an den Abenden vom 16. bis zum 18. April an die Toten erinnern. "In diesem Moment wollen wir die Trauer der unmittelbar betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger teilen", erklären die Länderchefs gemeinsam. Am Sonntag wird Steinmeier unter anderem mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Kanzlerin Angela Merkel in Berlin gemeinsam der Toten gedenken.

+++ 10:36 FDP droht mit Verfassungsbeschwerde gegen Notbremse +++
FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner hat der Bundesregierung mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die geplante Bundes-Notbremse gedroht. "Es ist richtig, dass nun bundeseinheitlich gehandelt wird", sagt er bei der ersten Beratung der entsprechenden Änderungen des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag. Die geplanten Regelungen zu nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nannte er aber verfassungsrechtlich "hochproblematisch". Zuvor hatten die Freien Wähler bereits eine Verfassungsbeschwerde gegen die geplante Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:21 Bartsch: Notbremse wäre "Abrissbirne des Parlamentarismus" +++
Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat die Bundesregierung für ihr Agieren in der Corona-Krise scharf angegriffen und die geplante Bundes-Notbremse harsch kritisiert. "Ihr Weg der Pandemie-Bekämpfung ist gescheitert", sagt Bartsch im Bundestag mit Bezug auf die Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten. "Wir haben seit November einen permanenten Halb-Lockdown, und Sie sind immer nach der Welle." Weiter sagt er: "Das Versagen der Verantwortlichen im Umgang mit dieser Krise erscheint vielen Bürgern inzwischen als unverzeihlich." Die Kommunikation sei chaotisch. Die geplante Bundes-Notbremse bezeichnet er als "Abrissbirne des Parlamentarismus".

+++ 10:03 Spahn: Hadern bei Verschärfungen "wird sich rächen" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt eine schnelle Verschärfung der Corona-Beschränkungen an. "Die Zahlen müssen runter, und alles, was wir vor zwei, drei Wochen nicht entschieden haben, das rächt sich jetzt. Und das, was jetzt nicht früher entschieden wird, sondern ein, zwei, fünf Tage später, das wird sich auch rächen", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Dabei wiederholt er seinen Appell an die Länder, die Corona-Maßnahmen selbstständig schon vor bundeseinheitlichen Regelungen zu verschärfen. Nach Baden-Württemberg hatte auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, angesichts steigender Infektionszahlen reagieren zu wollen.

+++ 09:46 Nur noch vier Regionen unter 50er-Schwelle +++
Die Zahl der Regionen, in denen sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt, ist wieder gesunken und kommt dem Nullpunkt nahe. Den RKI-Daten zufolge weisen nur noch vier Städte und Landkreise (gestern: 6, vorgestern: 8, vorvorgestern: 4) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen 408 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.

+++ 09:19 Merkel: "Die Lage ist sehr ernst" +++
Kanzlerin Angela Merkel warnt eindringlich vor einer Überforderung des Gesundheitssystems in der Pandemie. "Die Lage ist ernst, und zwar sehr ernst", sagt sie im Bundestag. "Es führt kein Weg daran vorbei: Wir müssen die dritte Welle der Pandemie bremsen und den rapiden Anstieg der Infektionen stoppen", so die Kanzlerin. "Um das endlich zu schaffen, müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln als zuletzt", sagte sie. "Die Intensivmediziner senden einen Hilferuf nach dem anderen - wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?", fragte Merkel. "Wir dürfen Ärzte und Pfleger nicht alleine lassen. Alleine können sie den Kampf gegen das Virus in dieser dritten Welle auch mit bester medizinischer Kunst und dem aufopferungsvollsten Einsatz nicht gewinnen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:00 Schwesig: Bundes-Notbremse kommt viel zu spät +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kritisiert, das geplante Bundesgesetz mit Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie komme "viel zu spät". Deshalb handele ihr Bundesland bereits viel früher, sagt die SPD-Politikerin in der ARD. Das zeige auch, dass die Behauptung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Länder würden nicht handeln, nicht für alle Bundesländer stimme.

+++ 08:43 Keine Region in Deutschland mehr über 500er-Inzidenz +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun wieder der thüringische Landkreis Greiz die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (16. April, 3.09 Uhr) sank allerdings das dortige Fallaufkommen deutlich auf 474,3 neu registrierte Fälle je 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Vortag: 532,9). Der gestrige Spitzenreiter der Super-Hotspot-Liste, die bayerische Stadt Hof, weist dem RKI zufolge ebenfalls einen stark gesunkenen Wert auf (460,4 | Vortag: 567,4). Damit befinden sich nun bundesweit keine Regionen mehr über der 500er-Schwelle. Neu in der Top drei der Super-Hotspots ist der thüringische Landkreis Sonneberg, dessen Fallaufkommen laut RKI kräftig anzog (393,3, Vortag: 344,8). Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es laut RKI-Daten mit 31,9 im Landkreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

+++ 08:21 Schlaf und Gesundheit: Pandemie hat auch positive Effekte +++
Die Pandemie hat die Lebenszufriedenheit vieler Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge in einigen Bereichen verbessert. So schätzen zahlreiche Erwachsene sowohl ihre Gesundheit als auch ihren Schlaf deutlich besser ein als früher, wie neueste Daten des "Sozio-oekonomischen Panels" (SOEP) zeigen. Die jährliche Befragung von Privathaushalten ist den Angaben zufolge die größte Langzeitstudie zur gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Mehr als 6500 Teilnehmende wurden im April und Juni 2020 sowie im Januar 2021 zusätzlich zu ihrer Lebenssituation in der Pandemie befragt. Homeschooling, wenig Außenkontakte: Viele Erwachsene stuften ihr Familienleben etwas schlechter ein als in den Jahren vor der Pandemie. Doch insgesamt seien diese Werte im Zeitraum April bis Januar recht stabil. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:54 Zehn Bundesländer verzeichnen sinkende Fallaufkommen +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bei lediglich einem Bundesland unterhalb der 100er-Schwelle. Laut Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) weist nur Schleswig-Holstein (76,4) ein Fallaufkommen unter der "Notbremsen"-Marke von 100 neu registrierten Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner auf. Demnach schwächten sich die Werte in zehn Bundesländern ab. Allerdings stieg das Fallaufkommen etwa in Bayern auf 180,4 an (Vortag: 178,4), sodass das Land nun erstmals seit dem 2. Weihnachtsfeiertag wieder über der Marke von 180 liegt. Im Super-Hotspot Thüringen ist der Wert leicht gesunken. Dennoch weist der Freistaat laut RKI mit 256,0 (Vortag: 259,2) das deutlich höchste Fallaufkommen im Ländervergleich auf und liegt zusammen mit Sachsen über der 200er-Schwelle.

+++ 07:27 Kassenärzte wollen Brandenburg als Pilotland für Digital-Impfausweis +++
Der geplante digitale Impfausweis soll nach dem Wunsch der Kassenärzte in Brandenburg getestet werden. "Wir bewerben uns, um den hier auch zu pilotieren, um das auszuprobieren", sagt der stellvertretende Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Holger Rostek. "Wir gehen davon aus, dass das in den nächsten acht Wochen umgesetzt wird." Die Planungen für den Impfausweis laufen bereits in der EU und im Bundesgesundheitsministerium. Die Menschen in Deutschland sollen nach Angaben aus Regierungskreisen noch vor den Sommerferien einen kompletten Impfschutz über eine Smartphone-App nachweisen können.

+++ 07:06 Höchster Inzidenz-Wert seit Mitte Januar +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz verharrt auf dem hohen Niveau von über 160 – bei leicht steigender Tendenz. Laut aktuellem Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) nahm das Fallaufkommen am Donnerstag minimal von 160,11 auf 160,14 neu registrierte Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu. Das ist der höchste Wert seit 12. Januar, also seit etwas mehr als drei Monaten.

+++ 06:40 Justizministerin will Geimpften mehr Freiheiten einräumen +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht will Menschen mit einer Corona-Impfung schnell mehr Freiheiten einräumen. "Ich werde mit Nachdruck auf eine Regelung dringen: Menschen, die geimpft sind und von denen nachweisbar keine Gefahr für andere ausgeht, müssen zurückkommen zur Normalität", sagt sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es gebe "keine Rechtfertigung mehr für die Einschränkung ihrer Grundrechte". Für Menschen, die unterschiedliche Impfstoffe erhalten haben, könnten nach Ansicht der Ministerin unterschiedliche Regelungen gelten. "Die Einschränkung von Grundrechten kann bei denjenigen Impfstoffen aufgehoben werden, bei denen nachgewiesen ist, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht." Die Ministerin legt sich nicht fest, um welche Vakzine es sich dabei handle. "Wissenschaftler müssen uns sagen, welche Impfung welche Wirkung hat", betont sie.

+++ 06:09 Intensivmediziner warnen vor "dramatischer Lage" +++
Angesichts der sich weiter zuspitzenden Corona-Situation haben die Intensivmediziner vor einer "dramatischen Lage" in deutschen Krankenhäusern gewarnt. "Wir haben zwar noch einige Betten in einigen Regionen frei, aber es gibt Ballungsgebiete wie Köln, Bremen und Berlin, wo es richtig knapp wird", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, der Zeitung "Mannheimer Morgen". Von den 30.000 am Donnerstag gemeldeten Infizierten würden in spätestens vierzehn Tagen rund 300 bis 600 schwer erkranken und müssten auf Intensivstationen behandelt werden, warnt Marx. "Jeden Zweiten, den wir beatmen müssen, können wir nicht zurück ins Leben bringen."

+++ 05:32 RKI meldet fast 26.000 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 25.831 Neuinfektionen und 247 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahlen liegen in etwa auf dem Niveau von vor einer Woche mit 25.464 neuen Infektionen und 296 Toten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bleibt seit gestern unverändert bei 160,1. Vor vier Wochen lag sie bei 95,6. In seinem aktuellen Lagebericht schreibt das RKI: "Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort." Besonders stark sei der Anstieg in den jüngeren Altersgruppen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:48 SPD-Fraktion will Notbremse nur mit Ausnahmen zustimmen +++
Der SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner schließt aus, dass seine Fraktion den Gesetzesentwurf für eine Corona-Notbremse in der aktuellen Form mitträgt. "Wenn es keine Änderungen an dem Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form gibt, wird die SPD-Fraktion nicht zustimmen", sagt Fechner der "Rheinischen Post". Die Ausgangssperren seien zu pauschal gefasst, es müsse weitere Ausnahmen geben. "Es muss beispielsweise möglich bleiben, mit der Partnerin oder dem Partner abends noch spazieren zu gehen oder draußen Sport zu machen", sagt Fechner. Der Bundestag berät heute in erster Lesung über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

+++ 03:36 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ab Montag im Distanzunterricht +++
Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wechseln ab Montag wieder in den Distanzunterricht. Darauf hat sich sich die Landesregierung mit den Teilnehmern des sogenannten MV-Gipfels geeinigt. Ausnahmen gibt es demnach nur für Abschlussklassen und Vorschulklassen. Für die Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 6 soll es eine Notbetreuung geben. Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in Mecklenburg-Vorpommern bei über 150 gelegen, so hoch wie noch nie während der Pandemie.

+++ 02:17 Hausärzte dürfen Impfstoff bei Bestellung künftig aussuchen +++
Auf Druck der Ärzte dürfen Praxen nun doch aussuchen, welchen Impfstoff sie für ihre Patienten geliefert bekommen. "Arztpraxen bestellen den Covid-Impfstoff ab sofort impfstoffspezifisch", teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) den Praxen mit. "Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai, für die der Bund Vakzine von Biontech und Astrazeneca bereitstellen wird", heißt es in dem Schreiben. Die Bestellmenge pro Arzt sei für die besagte Woche auf 18 bis 30 Biontech-Dosen und 10 bis 50 Astrazeneca-Dosen begrenzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:41 Covax-Initiative braucht zwei Milliarden Dollar +++
Die internationale Covax-Initiative benötigt weitere zwei Milliarden Dollar zur Bereitstellung von Corona-Impfungen für ärmere Länder und startet eine Finanzierungskampagne. "Menschen auf der ganzen Welt sollten Zugang zu streng getesteten, sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoffen haben", sagt US-Außenminister Antony Blinken. Solange das Virus sich auf der Welt ausbreite, stelle es eine Bedrohung für die gesamte Weltbevölkerung dar. Covax will eine faire weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen erreichen. Ziel des Programms ist es, bis zum Ende des Jahres genügend Impfdosen zu verteilen, um bis zu 27 Prozent der Bevölkerung in den 92 ärmsten Ländern zu impfen.

+++ 00:50 Knappe Mehrheit hält Ausgangssperre für richtig +++
Sind nächtliche Ausgangssperren in Gebieten mit hohen Fallzahlen sinnvoll? An der von der Bundesregierung geplanten Maßnahme scheiden sich die Geister. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Bevölkerung hält die Einführung für richtig, ergab der ARD-Deutschlandtrend des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap. 46 Prozent der Befragten waren gegen die Maßnahmen. Die Anhänger von CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken sprechen sich mehrheitlich für eine Ausgangssperre aus, die Anhänger von FDP und AfD lehnen diese ab.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, kst/ino/chf/dpa/AFP/rts/DJ

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