Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:22 Seehofer rechnet mit Corona-Impfstoff bis Jahresende +++

CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer nährt die Hoffnung auf einen noch im Laufe des Jahres entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus: "Am wichtigsten ist ein Impfstoff. Es heißt, das könne bis Jahresende gelingen. Ich habe die Hoffnung, dass es vielleicht auch schneller geht", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er sei davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger geimpft werden möchte. "Ich bin nicht dafür, eine Impfung vorzuschreiben", stellte Seehofer klar.

+++ 00:20 Lehrer befürworten Maskenpflicht im Schul-Normalbetrieb +++
Ein Normalbetrieb der Schulen trotz der weiter schwelenden Corona-Pandemie erfordert aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes einige neue Hygieneregeln. Wenn wieder alle Schüler der Klasse in einem Raum sitzen, sei natürlich eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll, so wie in asiatischen Ländern, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung". Er räumte zugleich ein: "Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht." Am Donnerstag hatten die Kultusminister der Länder noch einmal offiziell ihr Ziel bekräftigt, so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren.

+++ 22:33 Argentinien verlängert Kontaktsperre für Großstädte +++
In Argentinien verlängerte Staatschef Alberto Fernández die Ausgangssperre für die Hauptstadt Buenos Aires und andere Großstädte. In anderen, weniger von der Pandemie betroffenen Gegenden müssen lediglich die Abstandsregeln eingehalten werden. Nach Behördenangaben wurden in Argentinien seit Anfang März mehr als 20.000 Corona-Infektionen nachgewiesen, 608 Infizierte starben. 85 Prozent der Fälle betreffen den Ballungsraum Buenos Aires mit seinen 14 Millionen Einwohnern.

+++ 21:50 WHO gibt veränderte Masken-Empfehlung heraus +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Richtlinien zum Tragen von Atemschutzmasken aktualisiert. Sie rät nun zum Gebrauch von Masken besonders an Orten, an denen das Coronavirus weit verbreitet ist sowie in Situationen, in denen Abstand halten nur schwer möglich ist. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte als Beispiele den öffentlichen Nahverkehr, Geschäfte sowie andere geschlossene und stark frequentierte Bereiche. "Überall dort, wo es zu Übertragungen in der Öffentlichkeit kommen kann, raten wir Menschen über 60 Jahren oder Menschen mit Vorerkrankungen zudem, eine medizinische Maske zu tragen", fügte er hinzu. Ghebreyesus warnte zugleich davor, sich ausschließlich auf Masken zu verlassen. Diese seien nur eine von mehreren Maßnahmen und könnten Abstandhalten und Handhygiene nicht ersetzen. "Masken alleine werden Sie nicht vor Covid-19 schützen", sagte er. Zudem müssten weiterhin Infizierte konsequent isoliert, Kontaktpersonen gefunden und Verdachtsfälle getestet werden. "Das ist für jedes Land die beste Verteidigung gegen Covid-19", sagte Ghebreyesus.

+++ 21:34 Spanien meldet: Ausbruch weitgehend unter Kontrolle +++Die Ausbruchswelle ist im zeitweise besonders hart betroffenen Spanien der Behörde für Gesundheitliche Notfälle zufolge inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press den Chef der Behörde, Fernando Simón. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagte Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise "so gut wie möglich" vorzunehmen. Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas wichtigstes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will. Anfang April zum Höhepunkt der Pandemiewelle in Spanien wurden mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Inzwischen befindet sich das Land in einer Phase der Öffnung.

+++ 21:01 Bundesländer registrieren 418 Neuinfektionen +++
Die Zahl der bislang in Deutschland nachgewiesenen Coronavirus-Fälle ist bis Freitagabend auf 183.506 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Länderangaben hervorgeht, kamen damit im Lauf des Freitags bundesweit insgesamt 418 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Ansteckung ums Leben kamen, erhöhte sich um 23 auf 8654. Damit entwickeln sich die Meldedaten in der ersten Juni-Woche insgesamt weiter rückläufig. Der mehrtägige Durchschnitt der Neuinfektionen liegt mittlerweile bei 341 gemeldeten Fällen pro Tag. Zum Vergleich: Am Osterwochenende das Sieben-Tage-Mittel noch bei rund 4000 neu entdeckten Ansteckungen.

*Datenschutz

+++ 20:31 Superspreader steckte mehrere Menschen in MV an +++
Ein mit dem Coronavirus infizierter katholischer Priester in Vorpommern hat mehrere weitere Menschen angesteckt. Bei sechs Tests von Kontaktpersonen ist der Erreger bislang nachgewiesen worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 120 Abstriche seien bisher untersucht worden. Danach sind fünf Personen aus dem Landkreis-Vorpommern-Rügen und eine Person aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte infiziert. Insgesamt gehören somit acht infizierte Personen zu diesem Corona-Geschehen. Die zuständigen Gesundheitsämter leiten laut Mitteilung alle weiteren notwendigen umgehend Maßnahmen ein.

+++ 20:10 Washington erlaubt China wieder Flüge in die USA +++
Im Streit mit China um die Beschränkung von Passagierflügen haben nun auch die USA ein Zugeständnis gemacht. Chinesische Airlines dürften künftig pro Woche zwei Passagierflüge in die USA durchführen, erklärte das Verkehrsministerium in Washington. Zuvor hatte Peking seine Beschränkungen gelockert - nachdem die USA angekündigt hatten, ab Mitte Juni bis auf Weiteres keine chinesischen Passagierflüge mehr zuzulassen. Seit März waren US-Fluggesellschaften praktisch alle Passagierflüge nach China unmöglich, obwohl chinesische Airlines weiter in die USA fliegen konnten. Aus diesem Grund hatten die USA ein Ende der chinesischen Passagierflüge angekündigt. Am Donnerstag verfügte Pekings Luftverkehrsbehörde dann, dass ausländische Airlines maximal zweimal pro Woche ein Ziel in China anfliegen könnten. Vor der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hatte es pro Woche nach Angaben des US-Verkehrsministeriums noch mehr als 300 Flüge zwischen den beiden Staaten gegeben.

+++ 19:35 Vermeintliches Heilmittel fällt in Studie durch +++
Das Medikament Hydroxychloroquin, das unter anderem in den USA als Hoffnungsträger im Kampf gegen das Corona-Virus gilt, ist bei britischen Wissenschaftlern durchgefallen. "Es funktioniert nicht", sagte der Mediziner Martin Landray von der Universität Oxford, der an einer groß angelegten Studie dazu mitgewirkt hat. "Dieses Ergebnis sollte weltweit zum Umdenken in der medizinischen Praxis führen. Wir können nun aufhören, ein Medikament zu benutzen, das untauglich ist." Es habe die Todesrate bei Infizierten, die in Kliniken behandelt wurden, nicht senken können. Die britische Studie wurde ausgesetzt. Vor allem die USA haben sich viel von Hydroxychloroquin versprochen. Das Mittel ist unter anderem zur Behandlung von Malaria gedacht und seit Jahrzehnten auf dem Markt. US-Präsident Donald Trump hatte es gleichwohl als möglicherweise bahnbrechend im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet, für das es noch keine Therapie gibt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für das Mittel zur Behandlung von Covid-19 erteilt und an verschiedenen Orten laufen Studien zur möglichen Wirksamkeit. Das Medikament hat gefährliche Nebenwirkungen. So kann es Herzprobleme verursachen oder zum Verlust der Sehkraft führen.

+++ 18:57 Mehr als 40.000 Corona-Tote in Großbritannien +++ Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien auf mehr als 40.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Das Vereinigte Königreich ist nach offiziellen Zahlen das am schwersten von der Pandemie betroffene Land Europas. Zählt man die Todesfälle hinzu, bei denen eine Covid-19-Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert wurde, liegt die Zahl der Statistikbehörde ONS (Office for National Statistics) zufolge sogar bei mehr als 48.000. Die Regierung in London steht seit Wochen in der Kritik, zu langsam und falsch reagiert zu haben.

+++ 18:28 Paketzusteller stellt 43 Infizierte an einzelnem Standort fest +++
Der Paketzusteller DPD hat nach vorsorglichen Reihentests in einem Sortierzentrum bei 43 Mitarbeitern Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt waren rund 400 Mitarbeiter des Standorts Duisburg getestet worden, wie ein Sprecher von DPD erklärte. Alle Infizierten stehen demnach unter häuslicher Quarantäne. Insgesamt arbeiten rund 1000 Menschen für den Standort in der Ruhrgebietsstadt. Mithilfe weiterer Tests solle die Entwicklung im Betrieb in Duisburg beobachtet werden. Laut Mitteilung läuft die Arbeit im Zentrum planmäßig weiter.

+++ 18:04 Russland riegelt Hafenstadt komplett ab +++
Wegen stark steigender Corona-Zahlen in der russischen Hafenstadt Sewerodwinsk wird die als Standort für die Produktion atomarer U-Boote bekannte Großstadt in der Nacht zum Samstag vollständig abgeriegelt. Der Gouverneur der nordrussischen Region Archangelsk verfügte per Dekret die komplette Abschottung der 180.000-Einwohner Stadt. "Sie müssen es eine Woche oder zehn Tage durchhalten, damit die Infektionsrate nicht weiter steigt", sagte der Gouverneur Alexander Zybulsky. Die Behörden hätten sich die Entscheidung für die Abriegelung nicht leichtgemacht, sie sei aber "wirklich nötig", betonte er weiter. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Sewerodwinsk ist bei staatlichen Werften wie Sewmasch und Swesdoschka beschäftigt. Zu Sowjetzeiten war Sewerodwinsk wegen der Rolle der Stadt bei der Produktion atomar betriebener U-Boote von der Außenwelt abgeschnitten. "Wie vor 29 Jahren ist Sewerodwinsk wieder verschlossen", kommentierte die Nachrichtenagentur Region 29.

+++ 17:28 US-Präsident Trump erklärt Coronavirus-Krise für "weitgehend" überstanden +++
US-Präsident Donald Trump sieht die Coronavirus-Krise in seinem Land als "weitgehend" überstanden an. Trump äußerte sich im Rosengarten des Weißen Hauses, nachdem die Arbeitslosenquote für den Mai überraschend auf 13,3 Prozent gesunken war. Das ist zwar ein nach wie vor sehr hoher Wert, aber ein Rückgang im Vergleich zum April. Allerdings liegt der Wert noch weit über dem Niveau vor der Krise. Die Pandemie sei "weitgehend" überstanden. Mit Blick auf die Zahl von mehr als 100.000 Coronavirus-Toten in den USA - die mit Abstand höchste Zahl weltweit - sagte Trump, ohne die Arbeit seiner Regierung wären noch viel mehr Menschen ums Leben gekommen. Dabei hatte Trump die Gefahr durch das Virus lange Zeit kleingeredet und im Vergleich zu anderen betroffenen Ländern erst spät darauf reagiert.

+++ 17:01 Fluggesellschaften bereiten Klage gegen Quarantäne-Regel vor +++
Der Mutterkonzern von British Airways, die IAG, erwägt eine Klage gegen die geplante 14-tägige Quarantäne für Flugpassagiere, die ab Montag in Großbritannien gelten soll. Die Regelung sei "irrational" und "unverhältnismäßig", sagte IAG-Chef Willie Walsh dem britischen Sender Sky News. Der irische Billigflieger Ryanair erklärte, er werde sich jedem juristischen Vorgehen gegen die Quarantäne anschließen. Die britische Regierung hatte vergangenen Monat angekündigt, dass sich Flugpassagiere aus dem Ausland ab Montag 14 Tage in Quarantäne begeben sollen. Damit will London die Ausbreitung des Coronavirus bekämpfen. Die Quarantäne "torpediere" die Hoffnungen des Konzerns, im Juli wieder deutlich mehr Flüge anzubieten.

Großbritannien ist nach den USA das am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

+++ 16:30 Arzt: "Mit Blutgruppen-Studie können wir noch wenig anfangen" +++

Mehr zur Vermutung, wie die Blutgruppe den Krankheitsverlauf beeinflussen könnte, lesen Sie hier.

+++ 15:55 Gericht: Auslandsrückkehrer müssen nicht zwingend in Quarantäne +++
Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei.

+++ 15:33 Hunderte Schulkinder müssen nach Ausbruch in Quarantäne +++
Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen voraussichtlich mehrere hundert Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Die Göttinger Schulen sollen nach der Schließung in dieser Woche zwar am Montag unter strengen Auflagen wieder den Betrieb aufnehmen, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD). Die Klassen der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizierten haben, kommen demnach aber in häusliche Quarantäne. Wie viele Jungen und Mädchen davon genau betroffen sind, konnte ein Stadtsprecher zunächst nicht sagen. Unter den 120 Menschen, die in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert wurden, befinden sich 39 Schülerinnen und Schüler. Bei dem heute gestarteten Massentest in einem Hochhauskomplex, der als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs gilt, hätten sich bis zum Mittag gut 120 der etwa 700 Bewohner beteiligt.

+++ 15:02 Sauerstoffflaschen knapp: Perus Gesundheitssystem droht Kollaps +++
In Peru steht das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps. Aufgrund von mehr als 9000 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern sah die die Regierung in Lima dazu gezwungen, Sauerstoff zu einer "strategischen Gesundheitsressource" zu erklären. Zahlreiche Menschen standen Schlange, um für erkrankte Angehörige Sauerstoffflaschen zu kaufen. Peru befindet sich bereits seit mehr als 80 Tagen im Lockdown, nachts gilt eine generelle Ausgangssperre. Mehr als 183.000 Covid-19-Fälle wurden mittlerweile in dem Andenland nachgewiesen, die Zahl der Todesopfer stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 5000. In Lateinamerika gibt es nur in Brasilien und Mexiko mehr Corona-Todesopfer.

+++ 14:29 Warn-App bekommt zwei Telefon-Hotlines +++
Anwender der künftigen Corona-Warn-App können auch über eine Telefon-Hotline ihren Infektionsstatus in der App aktualisieren, wenn sie positiv getestet wurden. Die Hotline sei einer von zwei Telefon-Services zu der für Mitte Juni erwarteten App, die rund um die Uhr erreichbar seien, berichtet "Der Spiegel". In der anderen Hotline gehe es nur um technische Fragen der Nutzer. Die Verifizierungs-Hotline ist notwendig, weil das Konzept der Corona-Warn-App nicht erlaubt, den Infektionsstatus ohne Nachweis auf "positiv" zu setzen. Damit sollen Fehlalarme vermieden werden. In der Regel soll die Freischaltung nach einem positiven Test deshalb digital erfolgen. Allerdings verfügen etliche Labore noch nicht über eine sichere Anbindung. Wer sich dort testen lasse, könne sich nicht wie eigentlich vorgesehen einfach per QR-Code in der App als infiziert melden, sondern müsse die Hotline anrufen. Dort stellten psychologisch geschulte Mitarbeiter dann Testfragen, die klären sollten, ob tatsächlich ein positiver Test vorliege oder ob jemand die Leitung missbraucht. Die Netzexpertin in der Linksfraktion des Bundestages, Anke Domscheit-Berg, kritisierte das Hotline-Verfahren als "problematisch und missbrauchsanfällig". Die App lasse sich "nicht allein mit Testfragen von Callcenter-Mitarbeitern trollsicher machen".

+++ 14:00 Keine auffällig hohen Sterbefallzahlen Anfang Mai +++
Die Sterblichkeit in Deutschland ist in der ersten Mai-Woche vorläufigen Zahlen zufolge unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen. Die Werte würden sich wegen Nachmeldungen noch leicht erhöhen, so dass der Durchschnitt noch erreicht oder geringfügig überschritten werden könne, teilte das Statistische Bundesamt mit. Da keine auffällig erhöhten Zahlen mehr festzustellen seien, scheine die Phase der zeitweisen Übersterblichkeit in der Corona-Pandemie nach aktuellem Stand beendet. Vom 4. bis 10. Mai starben den vorläufigen Ergebnissen zufolge mindestens 17.014 Menschen. Das waren 501 Todesfälle weniger als in der Woche zuvor und etwa zwei Prozent weniger als im Durchschnitt des Zeitraums aus den Jahren 2016 bis 2019. Erhöhte Zahlen hatte es seit 23. März gegeben, ab 6. April lagen sie mit 13 Prozent am höchsten über dem vierjährigen Durchschnitt. In der Woche erreichte auch die Zahl der Todesfälle wegen Covid-19 den Höhepunkt, wie das Bundesamt mitteilte.

+++ 13:49 Karliczek mahnt "allergrößte Vorsicht" an Schulen an +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek warnt ihre Kolleginnen und Kollegen in den Ländern einem "Spiegel"-Bericht zufolge vor einem überhasteten Wiedereinstieg in den normalen Schulbetrieb. "Solange wir noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 haben, muss auch an den Schulen weiter allergrößte Vorsicht herrschen, um strukturierten Unterricht anbieten zu können", zitiert das Nachrichtenmagazin die CDU-Politikerin. Es müsse weiter alles getan werden, damit die Schulen nicht zu Infektionsherden würden. Karliczek bezieht sich dem Bericht zufolge ausdrücklich auf neue Erkenntnisse des Berliner Virologen Christian Drosten. Dieser hatte in einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern in der Corona-Krise an seiner grundlegenden Aussage festgehalten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene.

++ 13:12 MV meldet möglichen Superspreader +++
Ein katholischer Priester aus Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben seiner Kirchengemeinde positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden. Der Mann hatte sehr viele Kontakte zu Menschen, etwa bei Gottesdiensten in Demmin, Stralsund und Grimmen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die Pfarrei St. Bernhard hat auf ihrer Internetseite bis zum 12. Juni alle Gottesdienste in Stralsund und Demmin abgesagt. Gesundheitsämter in der Region hätten Kontaktpersonen ermittelt und informiert, etwa über Listen, in die sich Gottesdienstbesucher eintragen. Für enge Kontaktpersonen des Mannes seien Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden. Außerdem laufen dem Amt zufolge umfangreiche Umgebungsuntersuchungen. Bisher ist laut Lagus eine weitere Infektion bei einer Kontaktperson aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen bekannt. Zahlreiche andere Menschen warten noch auf ihre Testergebnisse.

+++ 12:58 In Rheinland-Pfalz dürfen Bordelle wieder öffnen +++
Anders als in vielen anderen Bundesländern dürfen ab kommenden Mittwoch (10. Juni) in Rheinland-Pfalz Bordelle unter Corona-Schutzauflagen wieder öffnen. Nach der jüngsten Verordnung der Landesregierung vom späten Donnerstagabend gilt aber eine Maskenpflicht, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann und "sofern die Art der Dienstleistung dies zulässt". Die Kontaktdaten aller Personen müssen auch in Bordellen erfasst werden. Das Gleiche gilt auch für Shisha-Bars.

+++ 12:44 Inselstaat Fidschi erklärt sich coronafrei +++
Der pazifische Inselstaat Fidschi ist eigenen Angaben zufolge frei vom Coronavirus. Es gebe keine aktiven Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 mehr, schrieb der Regierungschef von Fidschi, Frank Bainimarama. "Und selbst bei täglich steigenden Testzahlen ist es nun 45 Tage her, seitdem wir unseren letzten Fall registriert haben." Ohne Todesfälle liege die Genesungsrate in Fidschi bei 100 Prozent, hieß es weiter. Der Inselstaat östlich von Australien hat bislang 18 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Die erste Infektion wurde Mitte März bekannt, die bislang letzte rund einen Monat später am 21. April.

+++ 12:21 Göttingen beginnt mit Massentest in Hochhaus +++
Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat die Stadt mit einem Massentest begonnen. Mehrere Hundert Bewohner eines Hochhaus-Komplexes sollen dabei auf eine mögliche Infektion mit dem Virus untersucht werden. Zwischenfälle habe es bis zum Vormittag nicht gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Verwaltung hat den Massentest angeordnet, weil sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest in dem Gebäudekomplex bisher mindestens 120 Menschen mit dem Virus infiziert haben. In Göttingen wurden deshalb alle Schulen und mehrere Kindertagesstätten geschlossen. Zudem wurde den Sportvereinen der Trainings- und Wettkampfbetrieb untersagt.

+++ 12:07 Erdogan macht Rückzieher bei Ausgangssperre +++
In der Türkei verzichtet Präsident Recep Tayyip Erdogan nach öffentlicher Kritik auf die eigentlich für das Wochenende angekündigte Ausgangssperre. Zugleich ruft er auf Twitter die Bevölkerung auf, angesichts höherer Neuinfektionen mit dem Coronavirus Abstand zu halten und die Hygienevorschriften zu befolgen. Am Donnerstag hatte das Innenministerium die Ausgangssperre in 15 Städten verhängt.

+++ 11:32 Göttingen schließt kompletten Lockdown nicht mehr aus +++

+++ 11:11 Schweiz setzt kurzzeitig Umweltauflagen aus +++
Wegen der Coronavirus-Pandemie lockert die Schweiz vorübergehend einige Umweltauflagen. Das betrifft unter anderem Desinfektionsmittel. Weil der Bedarf gestiegen sei und der Nachschub möglichst kostengünstig produziert werden soll, wird etwa die Lenkungsabgabe auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) bei Flächendesinfektionsmitteln für insgesamt sechs Monate ausgesetzt, wie die Regierung mitteilte. Das Verbot von Thermopapier, das unter anderem bei Kassenzetteln, Lotteriescheinen und Fax-Papier verwendet wird und fortpflanzungsgefährdende Stoffe enthält, wird vom 1. Juni auf Mitte Dezember verschoben.

+++ 10:44 Bund investiert in Ausbau von Vlies-Produktion +++
Deutschland fördert erstmals eine zusätzliche Produktion von Vlies als Reaktion auf den Engpass mit Schutzmasken in der Corona-Krise. Finanziell unterstützt wird die Anschaffung von zwei Anlagen der nordrhein-westfälischen Firma Innovatec. Mit diesen sollen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zusätzlich 1500 Tonnen Vlies hergestellt werden, was eine Produktion von über 1,5 Milliarden Schutzmasken ermöglicht. Damit soll die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern verringert werden. "Unser Ziel ist es, langfristig die gesamte Wertschöpfungskette - von den Maschinen über das Filtervlies bis hin zu Schutzmasken - abzudecken", sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

+++ 10:18 Fast 450.000 Infizierte in Russland +++
In Russland liegt die Zahl der festgestellten Infektionen inzwischen knapp unter 450.000. Behördenangaben zufolge steigt sie um 8726 auf aktuell 449.834. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 144 auf 5528 zu.

+++ 09:55 Grundschüler in NRW müssen ab 15. Juni wieder täglich in die Schule +++
Alle Kinder im Grundschulalter sollen in Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Das kündigte das Schulministerium in Düsseldorf an. Bis zu den Sommerferien sollen die Kinder an allen Wochentagen die Grundschulen besuchen.

+++ 09:47 Türkei verhängt trotz Lockerungen erneut Ausgangssperre +++
Die Türkei behält trotz der Lockerung vieler Corona-Beschränkungen die Ausgangssperren über das Wochenende bei. Das Innenministerium veröffentlichte entsprechende Weisungen für 15 Städte und Provinzen, die ab Mitternacht und bis Sonntagnacht gelten sollen. Sie betreffen erneut Millionenmetropolen wie Istanbul und die Hauptstadt Ankara. Am Samstag dürfen die Menschen in ihrer Nachbarschaft wieder für einige Stunden einkaufen. Bäckereien, Kliniken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister bleiben durchgehend geöffnet. Mit dem 1. Juni hatte die Regierung unter anderem viele inländische Reisebeschränkungen aufgehoben. Restaurants, Cafés und Sportanlagen dürfen unter Auflagen nun öffnen. Strände, Parks und Museen sind wieder zugänglich.

+++ 09:36 EU-Kommission will Ende der Reisebeschränkung bis Monatsende empfehlen +++
Die EU-Kommission hat für die Aufhebung aller Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union bis Ende Juni plädiert. Innenkommissarin Ylva Johansson kündigte im Sender Euronews an, sie wolle den Innenministern bei deren Beratungen die Abschaffung aller wegen des Coronavirus eingeführten Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen bis Monatsende vorschlagen. Johansson begründete ihre Position damit, dass sich die Infektionslage in vielen EU-Ländern "rasch verbessert". Sie zeigte sich "sehr glücklich", darüber, dass einige Staaten bereits mit der Lockerung und Aufhebung von Einreisebeschränkungen begonnen haben.

+++ 09:19 England führt Maskenpflicht im ÖPNV ein +++
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie müssen vom 15. Juni an in England Gesichtsmasken in Bussen, U-Bahnen und Zügen getragen werden. Der Schutz ist auch auf Fähren und im Luftverkehr Pflicht. Ausnahmen gelten nur für sehr junge Kinder, Menschen mit Behinderungen und Atemwegsproblemen, wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte. Jeder Landesteil beschließt in Großbritannien seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Nach offiziellen Statistiken hat Großbritannien mit knapp 40.000 die meisten Corona-Todesopfer in Europa. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

+++ 08:48 Tschechien öffnet ab Mittag wieder Grenze für Deutsche +++
Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Mittag um 12.00 Uhr in Kraft, wie das Kabinett auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. "Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Es sei gut, wenn Touristen aus diesen Ländern wieder Geld in Tschechien ausgäben. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt.

+++ 08:22 Giffey spricht sich für normalen Schulbetrieb nach Sommerferien aus +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellt reguläre Schulöffnungen nach Ende der Sommerferien in Aussicht. "Ich finde es richtig, dass jetzt darüber gesprochen wird - immer unter der Maßgabe, dass das Infektionsgeschehen so bleibt wie es ist -, dass nach Ende der Sommerferien wir wieder zu einem geregelten, normalen Betrieb zurückkehren können", sagt die SPD-Politikerin dem TV-Sender RTL. "Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu."

+++ 07:50 Das ist über Risikogruppen bekannt +++
Bei den meisten Menschen verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 glimpflich. Sie bekommen Husten und Fieber. Doch wer zu sogenannten Risikogruppen gehört, erkrankt mit größerer Wahrscheinlichkeit schwer an Covid-19. Nach den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) verlaufen 18 Prozent der nachgewiesenen Infektionen so schwer, dass die Betroffenen in ein Krankenhaus kommen. Bekannt ist, dass das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf ab einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren merklich ansteigt. Wegen des weniger gut reagierenden Immunsystems können ältere Menschen nach einer Infektion besonders schwer erkranken. Auch viele Lungenkranke sind gefährdet, insbesondere solche mit der chronischen Lungenkrankheit COPD. Auch Zigarettenrauchen wird als Risikofaktor gehandelt - auch wenn die Datenlage dazu noch "dünn" sei, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie schreibt. Gut therapierte Asthma-Patienten haben dagegen kein erhöhtes Risiko für schwere Covid-19-Verläufe. Patienten mit Vorerkrankungen am Herzen werden eindeutig zur Risikogruppe für einen schweren Covid-19-Verlauf geordnet, ebenso übergewichtige Menschen. Bei Diabetes kommt es auch auf die Begleitumstände an.

+++ 07:22 Probleme bei Zahlungsaufschub für Kredite +++
In Not geratene Verbraucher profitieren Verbraucherschützern zufolge nicht immer in vollem Umfang vom Zahlungsaufschub für Kredite in der Corona-Krise. "Es gehen immer mehr Beschwerden von Bankkunden ein. Sie beklagen, dass sie weiter Zinsen zahlen müssen, obwohl sie die Rückzahlung ihres Darlehens entsprechend dem Kreditmoratorium aktuell ausgesetzt haben", sagte Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband. "Aus unserer Sicht ist das vom Gesetzgeber so nicht gewollt." Die Geldhäuser können Kunden, die wegen der Krise in Not geraten sind, seit 1. April die Zahlung von Zins, Tilgung oder Rückzahlung von Verbraucherkrediten für drei Monate stunden. Verbraucher müssen dafür darlegen, dass sie krisenbedingte Einnahmeausfälle haben und dadurch in einer Notlage sind. Die Stundung gilt bis Ende Juni für Verbraucherkredite, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden.

+++ 06:52 Bahnhöfe und Züge werden verstärkt gereinigt und desinfiziert +++
Nach und nach füllen sich Züge und Bahnhöfe in Deutschland wieder. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird dort intensiv gereinigt und desinfiziert. Mit vielen weiteren kleinen Maßnahmen gehen die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnunternehmen gegen die Infektionsgefahr vor. So öffnen Zugtüren beim Halten automatisch, damit Fahrgäste nicht die Druckknöpfe zum Ein- und Aussteigen betätigen müssen. In den ICE und Intercity der Deutschen Bahn sind mehrere Hundert "Unterwegsreiniger" im Einsatz, bis August soll ihre Zahl auf 600 steigen.

+++ 06:28 Mittel gegen Bluthochdruck könnten Sterberisiko bei Covid-19 senken +++
Gängige Medikamente gegen Bluthochdruck könnten einer neuen Studie zufolge zu einem gewissen Maß vor schweren Covid-19-Erkrankungen schützen. Eigentlich hätten Patienten mit hohem Blutdruck ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19 zu sterben, berichten die Forscher im "European Heart Journal". Sie müssten auch häufiger beatmet werden. Bei denjenigen Patienten, die irgendeinen Blutdrucksenker nahmen, sei das Sterberisiko jedoch deutlich reduziert gewesen. Die Studie umfasste 2900 Kranke, die im Februar und März in einem Hospital in Wuhan behandelt wurden.

+++ 05:14 Deutsche horten Medikamente +++
Die Deutschen haben zu Beginn der Corona-Krise nicht nur Vorräte an Nudeln und Toilettenpapier angelegt, sondern offensichtlich auch Medikamente gebunkert. Das zeigen Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gab es in der zweiten Märzhälfte einen starken Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel. In der zwölften Kalenderwoche zwischen dem 16. und 22. März hätten die Ausgaben bei knapp 104 Millionen Euro gelegen, eine Steigerung um 18 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und gut 30 Millionen Euro mehr als in der gleichen Kalenderwoche 2019. Ab 16. März wurden in Deutschland flächendeckend Schulen und Kitas geschlossen. Dabei hätten die Versicherten nicht nur insgesamt mehr Medikamente verordnet bekommen, unter den Verordnungen in dieser Woche seien besonders viele Großpackungen gewesen, heißt es von der TK.

+++ 04:54 Brasilien meldet mehr Corona-Tote als Italien +++
In Brasilien sind 1473 weitere Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gestorben. Damit wurde am dritten Tag hintereinander ein Negativ-Rekord bei der Zahl der Corona-Toten registriert. Die Zahl der Corona-Opfer stieg in dem größten Land Lateinamerikas auf 34.021, wie das Gesundheitsministerium in Brasilien am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA überholte Brasilien Italien und rückte auf den dritten Platz der Länder mit den meisten Corona-Toten. Nachweislich mit dem Virus infiziert haben sich in dem Land bislang 614.941 Menschen. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen, auch weil Brasilien sehr wenig testet.

+++ 04:27 RKI meldet 507 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 507 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 183.271 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Morgen meldete. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8613 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 26. Etwa 168.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bleibt nach aktuellsten RKI-Angaben deutlich unter der kritischen Marke von 1,0, nämlich bei 0,57. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt.

+++ 03:18 Argentinien verlängert Ausgangssperren +++
Die argentinische Regierung hat die weitgehenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus im Großraum Buenos Aires um weitere drei Wochen verlängert. In dem Ballungszentrum rund um die Hauptstadt müssen die Menschen bis zum 28. Juni grundsätzlich weiterhin zu Hause bleiben, wie Präsident Alberto Fernández am Donnerstag sagte. Erlaubt sind lediglich Einkäufe in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Angestellte in als essenziell eingestuften Berufen und Branchen dürfen zur Arbeit gehen. In der Metropolregion Buenos Aires leben etwa 14,8 Millionen Menschen - das entspricht 37 Prozent der argentinischen Gesamtbevölkerung. Im Rest des Landes, in denen das Virus nicht so stark kursiert, können sich die Menschen bereits wieder recht frei bewegen und zur Arbeit gehen.

+++ 02:43 Menschen trinken wegen Ausgangssperre weniger Alkohol +++
Während der Ausgangssperren haben mehr Menschen ihren Alkoholkonsum eingeschränkt als erhöht, wie eine Studie von Bier- und Wein-Produzenten in neun Ländern ergibt. 30 Prozent der 11.000 Befragten hätten angegeben, dass sie weniger als vorher trinken würden. Elf Prozent hätten dagegen von einem Anstieg ihres Alkoholkonsums berichtet, teilt die Internationale Allianz für verantwortungsbewusstes Trinken mit. Das Bündnis wird von großen Getränkekonzernen wie Anheuser-Busch, Diageo und Pernod Ricard getragen. Zu den Ländern, in denen weniger Alkohol getrunken worden sei, zählten Frankreich, Deutschland, Japan, Australien, Neuseeland und die USA. Großbritannien bilde mit fast ausgeglichenen Zahlen eine Ausnahme: Dort hätten 21 Prozent der Befragten angegeben, weniger zu trinken. 19 Prozent hätten trotz der vollständigen Schließung der Pubs von einem höheren Alkoholkonsum gesprochen.

+++ 01:28 Umfrage: Mehrheit würde sich gegen Corona impfen +++
Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien "sicher" oder "wahrscheinlich" bereit, ein Impfangebot anzunehmen - zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Das sei der zweitniedrigste Wert innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen. Nur Frankreich liege mit 58 Prozent unter der Zahl in Deutschland. Die größte Impfbereitschaft herrsche bei den Briten (78 Prozent) vor den Italienern (74 Prozent). Noch liegt kein Impfstoff gegen Corona vor. Ein klares Nein zur Impfung kommt demnach von zehn Prozent der Deutschen In keinem anderen G7-Land gebe es so viele Verweigerer.

+++ 00:40 Rascher Anstieg von Neuinfektionen in Südafrika +++
Südafrika hat einen sprunghaften Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 3267 neue Infektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Fälle konzentrieren sich auf die Provinz Westkap. Insgesamt wurden nach Angaben des Ministeriums seit dem Auftreten der ersten Fälle in Südafrika 40.792 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 verzeichnet. Die Zahl der erfassten Todesfälle erhöhte sich zuletzt binnen 24 Stunden um 56 auf 848.

+++ 00:16 EU-Innenminister beraten über Ende der Reisebeschränkungen +++
Die EU-Innenminister beraten am heutigen Freitag ab 09.30 Uhr in einer Video-Konferenz über die Aufhebung von Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise. Eine Reihe von EU-Staaten haben ihre Grenzen innerhalb Europas bereits wieder geöffnet, viele wollen dies bis Mitte Juni tun, Spanien zum 1. Juli. Zudem wollen die Minister besprechen, wie lange die Einreiseverbote für Reisende aus Drittstaaten aufrecht erhalten werden sollen. Die EU-Kommission hat sie derzeit noch bis zum 15. Juni empfohlen, sie könnten aber verlängert werden.

+++ 23:21 Las Vegas öffnet seine Casinos wieder +++
Nach fast dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Krise haben im Spielerparadies Las Vegas die Casinos wieder geöffnet. Berühmte Etablissements wie das Bellagio öffneten ihre Pforten für Gäste. Mit strikten Hygiene-Maßnahmen soll das Ansteckungsrisiko so weit wie möglich reduziert werden. So wurde die Besucherkapazität auf die Hälfte reduziert, Plexiglasscheiben trennen Spieler von Croupiers, die Jetons werden regelmäßig desinfiziert.Die Mitarbeiter der Casinos müssen Schutzmasken tragen, die Gäste aber nicht - auch wenn sie darum gebeten werden.

+++ 22:26 Ansteckungsrate erreicht neuen Tiefststand +++
In Deutschland fällt die Ansteckungsrate (R-Wert) auf den tiefsten Stand seit Beginn der täglichen Veröffentlichung. Die Reproduktionszahl liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 0,57 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel fünf bis sechs Personen anstecken. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert bei 0,80 (Vortag: 0,83).

+++ 22:02 Drogenkonsum in Finnland steigt massiv +++
In Finnland hat sich während der Corona-Krise der Konsum von Amphetaminen massiv erhöht. Wie die Gesundheitsbehörden in Helsinki erklärten, stieg der Verbrauch von Amphetaminen seit der Verhängung der Ausgangsbeschränkungen Mitte März um 15 Prozent. Zwar konnten die Studienautoren einen Zusammenhang zwischen den Ausgangsbeschränkungen und dem Anstieg beim Amphetamin-Konsum nicht zweifelsfrei belegen. Allerdings sei es eine "Tatsache, dass der Amphetamin-Konsum so hoch ist wie noch nie zuvor - zumindest im Großraum Helsinki". Auch die Polizei sprach von einem mutmaßlichen "Rekordhoch" beim Amphetamin-Konsum in Helsinki.

+++ 21:28 "Werde unruhig" - Merkel kritisiert Sorglosigkeit der Deutschen +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert die zunehmende Sorglosigkeit der Deutschen in der Corona-Krise. "Ich werde unruhig, wenn Menschen glauben, wir brauchen die Abstandsmaßnahmen nicht mehr. Die brauchen wir", sagte Merkel im ZDF. Maßnahmen wie das Abstandhalten müssten nach wie vor eingehalten werden. "Ein Meter fünfzig. Dort, wo man die nicht einhalten kann: Maske tragen. Das ist absolut notwendig", sagte die Kanzlerin.

+++ 20:52 Zweifel an russischen Corona-Zahlen +++
Neue Sterbedaten aus der russischen Stadt St. Petersburg haben erneut Fragen nach der Glaubwürdigkeit der offiziellen Coronavirus-Bilanz des Landes aufgeworfen. Wie der britische "Guardian" berichtet, hat die zweitgrößte Stadt Russlands im Mai 1.552 Sterbeurkunden mehr ausgestellt als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anstieg von fast 32 Prozent. Laut der Zeitung ein Hinweis, dass Hunderte Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie nicht in der offiziellen Corona-Statistik enthalten sind. Diese zählt im Mai 171 Tote im Zusammenhang mit einer Infektion.

+++ 20:03 Mehr als 183.000 Infektionsfälle seit Corona-Ausbruch in Deutschland +++
Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach einer Zählung von ntv.de auf 183.088. Demnach sind bislang 8631 Infizierte gestorben. Mehr als 166.900 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 7468 Personen mit dem Virus infiziert. Das sind 312 Personen weniger als am Mittwochabend.


Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid