Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:30 Lauterbach fordert kostenlose Impfstoffe für Südamerika +++

Karl Lauterbach fordert angesichts des Infektionsgeschehens in Südamerika gemeinsame Hilfen der Weltgemeinschaft. "Die Industrieländer müssen Südamerika kostenlos Impfstoffe liefern", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Lage ist bestürzend: Nur wenige Menschen sind geimpft, da die Länder fast keine Impfstoffe haben". Kostenlose Impfstoffe seien die beste Investition in die deutsche Wirtschaft und würden die Wirtschaftskraft Südamerikas stärken. "Durch den Anstieg der Wirtschaftskraft lassen sich die Ausgaben für die Impfstoffe um das bis zu 200-fache wieder reinholen."

+++ 00:47 Sputnik V soll auch gegen Delta schützen +++
Der russische Impfstoff Sputnik V hilft nach Angaben seines Entwicklers auch gegen die neue Delta-Variante. Nach der zweiten Dosis schütze Sputnik V gegen alle derzeit bekannten Varianten des Coronavirus, sagt der Direktor des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg. Die russische Bevölkerung reagierte bislang extrem skeptisch auf zahlreiche Appelle der Regierung, sich impfen zu lassen. In Moskau und Umgebung wurden am Montag die höchsten Steigerungen der täglichen Fallzahlen seit Beginn der Pandemie registriert. Nach Angaben des Moskauer Bügermeisters Sergej Sobjanin sind rund 90 Prozent der Neu-Infektionen auf die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante zurückzuführen.

 

+++ 23:57 Italien hebt Maskenpflicht draußen auf +++
Rechtzeitig zum Beginn der Urlaubssaison fällt in Italien die Maskenpflicht im Freien. Ab Montag kommender Woche brauchen Passanten in Landesteilen mit niedrigen Corona-Inzidenzen draußen keinen Mund-Nasen-Schutz mehr zu tragen, kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza an. Ausgenommen ist derzeit allein das Aostatal im Norden des Landes.

+++ 23:29 Madrid und Barcelona öffnen Discos +++
In Teilen Spaniens sind die Nachtclubs wieder offen. Wie die Behörden mitteilen, gilt das unter anderem für die Hauptstadt Madrid und die zweitgrößte Stadt des Landes, Barcelona. Allerdings öffnen die Diskotheken nur für wenige Stunden und lassen nur eine begrenzte Zahl von Gästen zu. Die spanischen Nachtclubs waren wegen der Corona-Pandemie seit August 2020 geschlossen. Auf der vor allem bei Deutschen und Briten beliebten Urlauberinsel Mallorca bleiben die Clubs auch weiterhin geschlossen. Mit mehr als 80.000 Corona-Toten zählt Spanien zu den besonders hart von der Pandemie getroffenen Ländern in Europa. Inzwischen ist die Zahl der Infektionen in dem Land stark rückläufig.

 

+++ 22:33 Statt Masken: Eltern fordern Open-Air-Unterricht +++
In der Diskussion um eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern schlägt der Bayerische Elternverband angesichts sommerlicher Hitze mehr Unterricht im Freien vor. Der Verband forderte das Kultusministerium in München dazu auf, die Verlagerung des Unterrichts nach draußen "energisch und unverzüglich" anzuschieben. "Dies ist die einfachste Lösung, die Hygiene zu wahren, ohne Masken tragen zu müssen. Außerdem bekäme der Unterricht vollkommen neue und höchst erwünschte Qualitäten", heißt es in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Michael Piazolo. Piazolo hatte bereits erklärt, dass er die Maskenpflicht für Schüler in Regionen mit geringer Corona-Inzidenz für verzichtbar halte. Der Elternverband betonte, dass die Kinder bei den sommerlichen Temperaturen sehr unter den Masken leiden würden. "Unter solchen Bedingungen zu lernen, ist eine Qual", heißt es in dem Schreiben.

+++ 22:03 Türkei beginnt mit Lockerungen +++
Die Türkei will nach einem Rückgang der Infektionszahlen die Corona-Beschränkungen weiter lockern. Präsident Recep Tayyip Erdogan teilt nach einem Kabinettstreffen mit, dass damit zum 1. Juli begonnen wird. In den vergangenen Wochen hatte die Türkei bereits einige Maßnahmen gelockert. So wurden Ausgangssperren auf Sonntage beschränkt. Außerdem durften Restaurants für eine begrenzte Zahl von Gästen wieder öffnen. Im April hatte es noch rund 60.000 Neuinfektionen pro Tag gegeben. Die Zahl sank kontinuierlich auf derzeit rund 5000 Fälle pro Tag.

+++ 21:33 Philippinen: Impfverweigerern droht Haft +++
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte droht Impfverweigerern mit Gefängnis. "Suchen Sie es sich aus, entweder Impfung oder ich lasse Sie festnehmen", sagt Duterte in einer Fernsehansprache. Die Gesundheitsbehörden des Landes haben bislang eine Impfpflicht verneint. Stand Sonntag waren von den knapp 110 Millionen Bürgern des Landes 2,1 Millionen komplett geimpft. Die Regierung will bis Jahresende die Marke von 70 Millionen erreichen.

+++ 21:03 Zwölf Bundesländer mit einstelliger Inzidenz +++
Heute weisen zwei Länder steigende Sieben-Tage-Inzidenzen auf, wobei die Zuwächse deutlich weniger als 1 betragen: Die Fallaufkommen in Bremen und Schleswig-Holstein legen jeweils um 0,3 zu. Ansonsten melden 13 Bundesländer geringere Fallaufkommen als am Vortag. Den stärksten Rückgang verzeichnet Hamburg (-1,4), der Wert in Thüringen stagniert auf niedrigem Niveau. Insgesamt liegen nun zwölf Bundesländer (Vortag: elf) im einstelligen Bereich. Das geringste Fallaufkommen weist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern auf (2,1).

Bei bundesweit weiter sinkenden Zahlen sind Bremen und Rheinland-Pfalz an diesem Montag gemessen an der Einwohnerzahl die Länder mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Beide verzeichnen statistisch 0,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner. In absoluten Zahlen sind das 35 neue Fälle in Rheinland Pfalz und sechs in in Bremen. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es in Rheinland-Pfalz mit jeweils 51. Dahinter folgt Hessen mit 50 aktiven Fällen. Acht Bundesländer verzeichnen lediglich einstellige Fallzuwächse.

+++ 20:40 Deutschland meldet 364 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.722.740 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 364 neue Fälle hinzu, das sind 248 Fälle weniger als in der Vorwoche. Damit hält der Abwärtstrend unvermindert an: Die Fallzahlen liegen um 40,5 Prozent unter Vorwochenniveau und markieren den niedrigsten Montagswert sei elf Monaten. Auch die Zahl der Todesfälle geht erkennbar zurück. Der aktuelle Tageszuwachs um 23 liegt unter dem Montagswert vor einer Woche (47) und vor 14 Tagen (71). Insgesamt vermeldet die Statistik 90.407 Tote. Rund 27.180 Personen gelten als akut infiziert.

Die Kurve zum Trend bei den Neuinfektionen macht weiter eine deutlich erkennbare Abwärtsbewegung. Im Schnitt kommen derzeit pro Tag 962 neu erkannte Ansteckungen hinzu. Damit bewegt sich der Sieben-Tage-Schnitt den zweiten Tag hintereinander unter 1000 und auf das Niveau von Anfang August 2020 zu.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,81 angegeben (Vortag: 0,69). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,68 (Vortag: 0,72). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist abermals gesunken. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 889 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 41 Patienten. Demnach müssen 611 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 25 Personen weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4707 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Lesen Sie alle Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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