Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 01:49 Slowakei erwägt Lockdown-Verlängerung +++

In der Slowakei soll der Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus um eine Woche bis zum 16. Dezember verlängert werden. Das Gesundheitsministerium kündigt an, dass Kabinett um Zustimmung zu den Plänen zu bitten. Angesichts stark steigender Infektionszahlen war am 25. November ein zunächst für zwei Wochen geplanter Lockdown verhängt worden. Die Lage sollte nach zehn Tagen überprüft werden.

+++ 00:34 Deutsche Bahn kontrolliert ab Mittwoch 3G-Nachweise +++
Die Deutsche Bahn führt einem Medienbericht zufolge ab Mittwoch stichprobenartige Kontrollen von 3G-Nachweisen im Nahverkehr ein. Fahrgäste ohne Beleg für Test, Impfung oder Genesung (3G) sollen "diskret und höflich" gebeten werden, am nächsten Knotenbahnhof auszusteigen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland vorab unter Berufung auf eine interne Dienstanweisung der DB Regio. Bei Weigerungen solle die Bundespolizei hinzugezogen werden.

+++ 23:29 Corona-Proteste in fast allen Landkreisen Thüringens +++
In Thüringen hat es am Abend in fast allen Landkreisen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Insgesamt habe es 24 Versammlungsorte gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Dabei seien die Teilnehmerzahlen meist höher gewesen als derzeit zulässig. Erlaubt sind in Thüringen nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Menschen. Die Beamten hätten deswegen versucht, keine Aufzüge zuzulassen und die Verantwortlichen in den nicht angemeldeten Demos ausfindig zu machen. Schwierig sei es jedoch gewesen, überall mit einer ausreichenden Zahl von Einsatzkräften zu sein, hieß es weiter. Die größten Proteste gab es nach Einschätzung der Polizei in Erfurt mit etwa 1000, in Altenburg mit etwa 800 und in Zeulenroda mit 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Organisatoren der Erfurt-Demo werden der Polizei zufolge wegen der Größe der Versammlung ein Bußgeld von etwa 1500 Euro zahlen müssen. Auch in Eisenach, Nordhausen, Arnstadt, Jena, Saalfeld, Sömmerda und weiteren Städten habe es Demonstrationen gegeben.

Nach einer vorläufigen Einschätzung der Polizei sei es insgesamt ruhiger zugegangen als bei Protesten am Wochenende. So gab es etwa weniger gemeldete Straftaten. In Erfurt habe vermutlich eine Person von der Versammlungsleitung eine Polizeikraft beleidigt.

+++ 22:26 Deutsche Unternehmen werben ab morgen gemeinsam fürs Impfen +++
Mehr als 150 Unternehmen und Marken in Deutschland wollen ab morgen gemeinsam für die Corona-Impfung werben. Mit dabei sind nach Angaben der Berliner Werbeagentur Antoni, die sich die Kampagne ausgedacht hat, unter anderem BMW, Mercedes-Benz, Edeka, Lidl, die Sparkasse und die Volksbanken ebenso wie Burger King und McDonald's. Medienpartner der Kampagne ist die "Bild"-Zeitung. Überschrift der Kampagne ist das auch von der Bundesregierung genutzte "#ZusammenGegenCorona", die Unternehmen sollen unter diesem Hashtag auf ihren Social-Media-Kanälen aber jeweils mit eigenen Slogans für die Impfung werben. Teilweise handelt es sich dabei um Abwandlungen bekannter Werbeslogans der jeweiligen Marken, die so jeweils in einen Aufruf zum Impfen verwandelt werden.

+++ 22:03 Fallzahl in Südafrika binnen einer Woche verfünffacht +++
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa fordert die Menschen in seinem Land eindringlich auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Wir verzeichnen eine Infektionsrate, wie wir sie seit Beginn der Epidemie noch nicht gesehen haben", erklärt Ramaphosa. Die neu entdeckte Omikron-Variante scheine auf dem Vormarsch zu sein, warnt er und fügt hinzu: "Ich rufe alle Südafrikaner auf, sich unverzüglich impfen zu lassen." Nach den jüngsten Angaben haben sich die Infektionsfälle innerhalb einer Woche auf rund 16.000 am vergangenen Freitag verfünffacht. Inzwischen fällt rund ein Viertel der Corona-Tests in Südafrika positiv aus - vor zwei Wochen waren es nur zwei Prozent.

+++ 21:40 US-Behörde warnt vor Reisen nach Frankreich und Portugal +++
Die US-Seuchenbehörde CDC warnt vor Reisen nach Frankreich und Portugal sowie nach Tansania und Jordanien. Grund sei die epidemische Lage, heißt es in einer Erklärung.

+++ 21:18 Sechs Bundesländer zeigen rückläufige Tendenz +++
Sechs der 16 Bundesländer verzeichnen zu Wochenbeginn eine rückläufige Tendenz beim Fallaufkommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz geht in Bayern (527,2), Berlin (341,4), Brandenburg (643,2), Hessen (269,2) und Rheinland-Pfalz (315,5) leicht zurück. In Baden-Württemberg sinkt der Wert sogar um 16,50 auf 516,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 20:47 Bundesländer melden 28.534 Neuinfektionen und 185 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.198.506 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 28.534 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs um 10,6 Prozent unter dem Niveau von Montag vergangener Woche.

Bei den Todesfällen im Zusammenhang mit einer Infektion geht die Entwicklung dagegen nach oben: Die Zahl stieg um 185 auf 103.231. Vor einer Woche waren 163 Todesfälle übermittelt worden. Als aktuell infiziert gelten rund 932.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,96). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4905 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2657 davon werden invasiv beatmet. 3236 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 20:34 Castex: Lage trotz fünfter Welle in Frankreich besser als vor einem Jahr +++
Trotz der fünften Infektionswelle sieht Frankreichs Ministerpräsident Jean Castex das Land in einer besseren Verfassung als vor einem Jahr. Inzwischen seien 52 Millionen Franzosen geimpft und damit fast 90 Prozent der zugelassenen Bürger, sagt er. Allerdings seien nun neue Maßnahmen nötig. So sollen übergewichtige oder gefährdete Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren ab dem 15. Dezember geimpft werden können. Diskotheken werden für die kommenden vier Wochen geschlossen. Castex ruft die Bevölkerung zudem auf, Feiern einzuschränken.

+++ 19:56 Omikron-Fall an Düsseldorfer Grundschule +++
Ein Grundschulkind hat sich in Düsseldorf mit der Omikron-Variante des Coronavirus angesteckt. Das berichtet der WDR. Demzufolge wollte die Stadt den Fall bislang nicht kommentieren, dem Sender liegen nach eigenen Angaben jedoch entsprechende Informationen vor. Demnach war das Kind in der vergangenen Woche nicht zusammen mit Mitschülern in einem Klassenzimmer, weil die Schule wegen der hohen Zahl an Corona-Fällen bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte. Dem WDR zufolge gab es an der Schule im Stadtteil Düsseltal seit Anfang November insgesamt 28 Corona-Fälle. Um die Infektionsketten zu brechen, hatte die Schulleitung in der vergangenen Woche alle Klassen in den Distanzunterricht geschickt.

+++ 19:20 Polizei beschlagnahmt in Kassel mehr als 800 Impfpässe +++
In Kassel haben Polizisten bei einem mutmaßlichen Fälscher mehr als 800 Impfpässe beschlagnahmt. Zudem stießen sie bei dem 47-jährigen Verdächtigen auf Aufkleber mit Impfstoffchargennummern, Behördenstempel und weitere mutmaßliche Fälscherutensilien, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen. Alarmiert worden war die Polizei demnach vom Vermieter des Beschuldigten. Mitarbeiter des Vermieters hatten bei einer Routine-Stromablesung in den vom dem 47-Jährigen genutzten Räumen eines Gewerbegebäudes die zahlreichen Impfpässe bemerkt.

+++ 19:13 EU-Gesundheitsminister beraten über Omikron +++
Die Gesundheitsminister der Europäischen Union beraten am morgigen Dienstag erstmals über die neue Coronavirus-Variante Omikron. Bei dem Brüsseler Treffen soll es auch um die europaweite Impfkampagne für fünf- bis elfjährige Kinder gehen, die am Montag kommender Woche auch in Deutschland anläuft. Zu dem EU-Ministerrat wird letztmals der scheidende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet.

+++ 18:48 Weitere Bundesländer prüfen Testpflicht-Befreiung für Geboosterte +++
Die Befreiung von verpflichtenden Corona-Tests für Menschen mit Booster-Impfung soll möglicherweise von bislang drei Bundesländern auf andere ausgeweitet werden. Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek kündigt nach einer Konferenz der Gesundheitsminister an, dass der Freistaat diese Möglichkeit prüfen werde. Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach habe bei der Konferenz einen entsprechenden Hinweis gegeben. In Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gilt eine entsprechende Regelung bereits seit Samstag. Mecklenburg-Vorpommern prüft ebenfalls.

+++ 18:22 Fast 70 spanische Klinikmitarbeiter nach Feier positiv +++
In Spanien sind 68 Mitarbeiter einer Intensivstation nach einer Weihnachtsfeier positiv getestet worden. Pflegepersonal und Ärzte des Universitäts-Regionalkrankenhauses in Malaga hätten am 1. Dezember an der Party mit insgesamt 173 Personen teilgenommen, teilt die Regionalregierung von Andalusien mit. Alle Erkrankten waren den Angaben zufolge vor der Feier getestet oder drei Mal geimpft. Möglicherweise sei die Ansteckung auch bei einem großen Essen für die Krankenhausmitarbeiter erfolgt. Die Infizierten weisen den Angaben zufolge leichte Symptome auf.

+++ 18:07 Schärfere Regeln machen Clubszene schwer zu schaffen +++
Die seit dem Wochenende geltenden schärferen Corona-Regeln machen Hamburgs Musikclub-Betreibern schwer zu schaffen. "Insbesondere bei 2G-plus-Veranstaltungen ist ein fortwährender Einbruch bei den Gästezahlen zu verzeichnen", sagt der Geschäftsführer des Clubkombinats, Thore Debor. Es mangele augenscheinlich an Test-Kapazitäten und Besuchervertrauen. Im Clubkombinat sind derzeit 184 Mitglieder organisiert, darunter 110 Musikspielstätten, 55 Veranstalter und 6 Festivals. "Viele Konzerte und Tourneen sind reihenweise abgesagt und das Veranstaltungsjahr 2021 nahezu vorzeitig gelaufen", sagt Debor.

+++ 17:48 Ausgangssperre in Dresden fällt morgen +++
Wegen sinkender Infektionszahlen soll am morgigen Dienstag die nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte in Dresden wieder aufgehoben werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz habe an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 1000 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner unterschritten, teilt die Stadt mit. Gemäß der Corona-Notverordnung dürfen darum ab Dienstag auch Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, wieder nachts das Haus verlassen, wie es weiter heißt. Die Ausgangssperre für Ungeimpfte war am 1. Dezember erlassen worden und gilt seither immer von 22 Uhr bis 6 Uhr.

+++ 17:37 New York verkündet Impfpflicht für gesamte Privatwirtschaft +++
In New York gilt ab Ende Dezember eine umfassende Impfpflicht für alle Beschäftigten der Privatwirtschaft. New York starte "einen Präventivangriff", um die weitere Ausbreitung des Coronavirus "und der Gefahren, die es für uns alle bedeutet, zu stoppen", sagt Bürgermeister Bill de Blasio dem Sender MSNBC. Die Impfpflicht gelte ab dem 27. Dezember. De Blasio verweist auf das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron, das kalte Winterwetter und die bevorstehenden Feiertage als "zusätzliche Herausforderungen" im Kampf gegen die Pandemie. Die Impfpflicht betrifft rund 184.000 New Yorker Geschäfte und Unternehmen.

+++ 17:20 EU hat mehr als 350 Millionen Impfdosen gespendet +++
Die EU-Staaten haben bislang mehr als 350 Millionen Dosen Impfstoff an andere Länder gespendet. Der Staatenbund sei damit der größte Spender weltweit, sagt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Ein Großteil - rund 300 Millionen Dosen - sei an die UN-Initiative Covax gegangen. Covax verteile sie nun an Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen. Zusammen mit der UN-Initiative, den Herstellern, den Spendern und den Empfängern arbeite man daran, das Tempo der Lieferungen zu erhöhen.

+++ 17:03 "Zutiefst empörend": Bundesregierung verurteilt Aufmarsch in Sachsen +++
Die Bundesregierung hat den Fackelaufmarsch vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping als Angriff auf die Demokratie verurteilt. Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel den Aufmarsch bewerte, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert: "Das ist nicht nur ein Angriff auf die Privatsphäre von Frau Köpping, das ist auch ein Angriff auf die Demokratie." Was vor Köppings Haus geschehen sei, sei "zutiefst empörend", betont Seibert. "Die Demonstranten wollen nichts anderes als Angst machen. Und dafür kann es in der demokratischen Auseinandersetzung über den richtigen Weg in der Pandemie keinen Platz geben. Das muss man sehr deutlich sagen."

+++ 16:51 Strategiewechsel: Österreichs neuer Kanzler will auf Impf-Skeptiker zugehen +++
Österreichs neuer Kanzler Karl Nehammer hat im Kampf gegen Corona einen Strategiewechsel gegenüber Ungeimpften und Impf-Skeptikern angedeutet. In der Bekämpfung der Corona-Welle seien künftig Dialogbereitschaft und Respekt voreinander nötig, sagt Nehammer kurz nach seiner Vereidigung als neuer Regierungschef. Es sei aus seiner Sicht dringend geboten, auf die Menschen zuzugehen, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen und Ängste ernst zu nehmen und gleichzeitig auch Lösungen zu finden. "Die Spaltung schadet uns allen."

+++ 16:38 EMA genehmigt Arthritis-Mittel bei schwerem Covid-19 +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Roche-Medikaments Roactemra zur Behandlung von schweren Covid-19-Erkrankungen bei Erwachsenen. Das Mittel kann demnach bei Patienten eingesetzt werden, die unter anderem zusätzlichen Sauerstoff oder Beatmung benötigen. Das Roche-Medikament ist in der EU bereits für die Behandlung von Entzündungskrankheiten wie rheumatoide Arthritis zugelassen. In einer Studie hatte der Wirkstoff das Sterberisiko bei schweren Covid-Erkrankungen gesenkt, die Genesungszeit verkürzt und den Bedarf an Beatmungsgeräten verringert.

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+++ 16:24 Rechtzeitige Behandlung von Schlaganfall-Patienten gefährdet +++
Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) warnt wegen der angespannten Corona-Situationen in den Krankenhäusern vor massiv eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten. Selbst schwer erkrankte Schlaganfall-Patienten könnten deswegen manchmal nicht adäquat behandelt werden, teilt die DSG mit. Teilweise würden sogar Betten auf Spezialstationen für Schlaganfälle für die Behandlung von Covid-19-Patienten zur Verfügung gestellt. Notwendige Schlaganfall-Therapien könnten manchmal nicht schnell genug durchgeführt werden. Bei einem akuten Schlaganfall zähle aber jede Minute, denn je eher ein Schlaganfall-Patient behandelt werde, desto besser seien seine Überlebens- und Genesungschancen.

+++ 16:11 Mittlerweile mehr als 260 Omikron-Fälle in Dänemark +++
Die Zahl der in Dänemark registrierten Omikron-Fälle steigt stark. Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI mitteilt, wurden mittlerweile insgesamt 261 Infektionen mit der Variante des Coronavirus entdeckt. Darunter waren 73 Fälle, die per Gesamtgenomsequenzierung nachgewiesen wurden, sowie 188 per Varianten-PCR-Test bestätigte Infektionen. Man finde eine stetig steigende Zahl an Omikron-Fällen in Dänemark, schreibt das Institut dazu. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Gesamtwert in der täglich aktualisierten Aufstellung bei 183 gelegen. Die ersten Omikron-Fälle in Dänemark waren am 28. November bestätigt worden.

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+++ 15:56 Sächsischer Landtag beschließt epidemische Lage +++
Sachsens Landtag hat die epidemische Lage im Freistaat festgestellt und so die rechtliche Grundlage für eigene Schutzmaßnahmen in der Pandemie geschaffen. Allerdings braucht es dafür auch die Mitwirkung des Bundes. Ministerpräsident Michael Kretschmer räumte ein, dass man erst noch die neue Gesetzeslage auf Bundesebene abwarten müsse, die neue Koalition in Berlin arbeite jedoch mit Hochdruck daran. Er habe in dieser Frage ein großes Zutrauen zum neuen Bundeskanzler Olaf Scholz. Auf Antrag der AfD fand die Abstimmung namentlich statt. Bis auf die AfD-Abgeordneten stimmten alle mit Ja.

+++ 15:45 Baerbock: "Pandemie ist allerwichtigste Aufgabe" +++
Die Eindämmung der Pandemie ist nach Worten der designierten Außenministerin Annalena Baerbock die "prioritäre und allerallerwichtigste Aufgabe der Bundesregierung" in den nächsten Wochen und Monaten. Es gelte: "Impfen, impfen, impfen, was das Zeug hält." Die Lage sei hochdramatisch.

+++ 15:27 Unions-Fraktionsvize: "Haltung der Ampel verunsichert Bevölkerung" +++
Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei fordert Nachbesserungen beim Entwurf der Ampel-Fraktionen zum Infektionsschutzgesetz. "Nach wie vor gilt, dass die Übergangsfrist für die Länderregelungen mit Mitte Februar zu knapp bemessen ist", sagt der CDU-Politiker. Frei fordert erneut die Wiedereinführung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die Ländern den vollen Instrumentenkasten an Corona-Maßnahmen eröffnen würde. "Die zögerliche Haltung der Ampel verunsichert die Bevölkerung", sagt er.

+++ 15:16 Sachsen: 47 Prozent der Intensivpatienten haben Covid-19 +++
Den höchsten Anteil an Covid-19-Patienten auf Intensivstationen meldet Sachsen mit 46,9 Prozent, gefolgt von Thüringen mit 40 Prozent und Bayern mit 37 Prozent. In diesen drei Bundesländern gibt es mehrere Landkreise, in denen Corona-Kranke auf den Intensivstationen in der Mehrheit sind, also mehr als 50 Prozent ausmachen. Den geringsten Anteil an Covid-19-Intensivpatienten verzeichnet Schleswig-Holstein mit 10,3 Prozent.

+++ 15:58 Epidemiologe Ulrichs: "Auch Geimpfte sollten Kontakte reduzieren" +++
Deutschland kämpft mit einer grassierenden vierten Welle und trotz noch fehlender Untersuchungen verbreitet die Variante Omikron Verunsicherung und Angst. Epidemiologe Timo Ulrichs bewertet, was jetzt aus medizinischer Sicht zu tun ist.

+++ 14:40 Novartis arbeitet an Arznei zum breiten Einsatz gegen Coronaviren +++
Der Schweizer Pharmariese Novartis treibt derzeit die Entwicklung eines Medikaments voran, das auf breiter Basis gegen Coronaviren wirksam sein soll, wie der Konzernchef Vasant Narasimhan sagt. "Wir haben ein eigenes Forschungsprogramm zur Entwicklung eines sogenannten oralen Pan-Coronavirus-Wirkstoffs, der unserer Meinung nach nicht nur gegen Covid-19, sondern möglicherweise auch gegen andere Coronaviren eingesetzt werden könnte." Zudem unterstütze Novartis andere Unternehmen mit seinen Produktionskapazitäten, etwa Biontech und Pfizer bei der Abfüllung ihres Corona-Impfstoffs.

+++ 14:17 Spahn will Lauterbach EU-Gesundheitsministern vorstellen +++
Der scheidende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seinem designierten Nachfolger Karl Lauterbach eine Teilnahme an der heutigen Gesundheitsminister-Konferenz mit den Ländern angeboten. Spahns Sprecher betont zudem, dass es auch das Angebot an Lauterbach gebe, am morgigen Dienstag mit zum Treffen der EU-Gesundheitsminister zu fliegen.

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+++ 13:55 Werteunion: Landesverband distanziert sich von Bundesspitze +++
Die konservative Werteunion in der sächsischen CDU bezeichnet Äußerungen ihrer Bundesspitze zu Corona als Verschwörungstheorien und verurteilt diese "aufs Schärfste". Der Werteunion-Bundesverband isoliere sich mit seinen Forderungen und Verschwörungstheorien immer weiter, erklärt Sachsens Chef der Basisbewegung, Ulrich Link. Er bezieht sich auf eine Pressemitteilung des Bundesverbandes, in der das Gremium unter anderem die Aufhebung aller staatlichen "Corona-Zwangsmaßnahmen" gefordert hatte.

+++ 13:35 Wüst hält kleine Familienfeiern an Weihnachten für möglich +++
Dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst zufolge werden Familienfeiern in kleinerem Rahmen an Weihnachten möglich sein. "Was wir bis jetzt verabredet haben, lässt Familienfeiern im kleinen Raum zu, mit den beschlossenen Einschränkungen", sagt Wüst. "Und ich finde, dass sollte man dann auch machen." Auf die Frage, ob weitere Verschärfungen nötig seien, antwortet der CDU-Politiker, es müsse abgewartet werden, wie die geltenden Regeln sich bewährten und die Menschen darauf reagierten - "bevor man das Schräubchen immer weiter dreht".

+++ 13:21 Zahl der Intensivpatienten steigt +++
Nur noch 13 Prozent der Intensivbetten in Deutschland sind frei. Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor. Mehr als 4900 Covid-19-Patienten müssen demnach nun auf den Intensivstationen behandelt werden, davon knapp 2660 invasiv beatmet.

+++ 13:00 FDP fordert Rücktritte wegen verzerrter Zahlen +++
Die bayerische Landtags-FDP wirft der Staatsregierung und dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Täuschung der Öffentlichkeit mit verzerrten Corona-Zahlen vor und fordert personelle Konsequenzen. "Persönlichkeiten in führenden Ämtern, die die Bürger täuschen, sind nicht länger tragbar", findet FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Konkret geht es um die Berechnung der Inzidenz aufgeschlüsselt nach Geimpften und Ungeimpften durch das LGL - und die Frage, ob es legitim ist, Personen mit unbekanntem Impfstatus der Gruppe der Ungeimpften zuzuschlagen. Die "Welt" hatte berichtet, dass die Gruppe mit unbekanntem Impfstatus dabei einen sehr großen Teil ausmache. So war bei der Berechnung für den 24. November von gut 72.000 Personen, die als ungeimpft behandelt wurden, bei mehr als 57.000 der Status unbekannt. Die Inzidenz der Geimpften könnte also tatsächlich viel höher, die der Ungeimpften deutlich niedriger sein.

+++ 12:36 Omikron erreicht auch Russland +++
Russland meldet Agenturberichten zufolge erste Omikron-Fälle. Bei zwei Reiserückkehrern aus Südafrika sei die neue Variante festgestellt worden, berichtet etwa RIA unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde. Präsident Wladimir Putin hatte angeordnet, einen Maßnahmenplan wegen der neuen Variante auszuarbeiten.

+++ 12:14 AfD-Abgeordnete klagen gegen 2G in Hotels +++
Mehrere AfD-Bundestagsabgeordnete wollen die Berliner Corona-Infektionsschutzverordnung vor dem Bundesverfassungsgericht kippen. Sie reichten einen Eilantrag ein, der sich vor allem gegen die 2G-Regel für Hotels richtet. Ein Sprecher des Gerichts bestätigt, eine entsprechende Verfassungsbeschwerde von elf AfD-Abgeordneten sei eingegangen. Sie machten geltend, die Regelung würde ihre Teilnahme an der Wahl des Bundeskanzlers am Mittwoch erschweren und sie daher in ihrem Abgeordnetenrecht verletzen. Der AfD-Abgeordnete Gereon Bollmann aus Schleswig-Holstein erklärt, die Parlamentarier seien wegen der weiten Anreise auf Übernachtungen angewiesen.

+++ 11:51 Nach Hasskommentaren ermittelt Staatsschutz +++
Wegen Hasskommentaren bei Facebook gegen den saarländischen SPD-Politiker Ulrich Commerçon ermittelt jetzt der Staatsschutz. Commerçon habe selbst Anzeige erstattet, teilt ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums mit. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag habe sich nach einer Landtagsdebatte über die Corona-Regeln per Facebook-Post kritisch geäußert und danach zahlreiche Kommentare bekommen. Menschen wider besseres Wissen die Impfung auszureden, befeuere die gesellschaftliche Spaltung, hatte Commerçon im Landtag gesagt.

+++ 11:34 Pandemie prägt unseren Wortschatz +++
Die Corona-Pandemie erweitert den deutschen Wortschatz auch dieses Jahr um etliche kreative Neuschöpfungen. Wie die Experten des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache berichten, dominieren dabei - parallel zur Impfkampagne - unter anderem Begriffe zum Thema Impfen, darunter Impfneid, Impfdrängler und Booster-Impfung.

+++ 11:13 Wissenschaftler: Politik nimmt Land nicht mehr mit +++
Die Ampel-Regierung sieht sich zum Amtsantritt nicht nur mit der Pandemie konfrontiert. Die Impf-Debatte droht die Gesellschaft zu spalten, Corona-Widerständler radikalisieren sich zunehmend. Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke fordert, "mit klarer Härte" dagegen vorzugehen:

+++ 10:50 Saarland plant Ende der Testpflicht für Geboosterte +++
Das Saarland prüft bei der 2G-plus-Regelung eine Aufhebung der Testpflicht für geboosterte Menschen. Es sei nach Ansicht der Landesregierung "der richtige Weg, dass Menschen mit Auffrischungsimpfungen künftig bei 2G-plus-Regelungen von der Testpflicht ausgenommen werden", teilt ein Regierungssprecher mit. "Wir werden mit den Experten im Ministerrat darüber beraten, wann der richtige Zeitpunkt für eine solche Regelung gekommen ist." Die 2G-plus-Regel in vielen Innenbereichen sieht vor, dass es nicht mehr reicht, geimpft oder genesen zu sein - zusätzlich muss ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden.

+++ 10:28 Jeder Sechste ist geboostert +++
Die Booster-Impfungen kommen voran. Laut dem Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben mittlerweile etwa 16,7 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten. Enthalten sind dabei auch Janssen-Empfänger, die bisher nur eine Spritze bekommen haben. In der Altersgruppe 60+ liegt die Booster-Quote bei knapp einem Drittel.

Bislang gelten 69 Prozent als "komplett geimpft". Sie alle sollen erneut überzeugt werden, dass nach fünf Monaten ein weiterer Piks notwendig ist, um den vollen Impfschutz zu erhalten und für kommende Wellen und Mutationen gewappnet zu sein.

+++ 10:11 Extremismusforscher fordert härteres Vorgehen gegen Demonstrierende +++
Nach dem Fackelaufzug von Gegnern der Corona-Politik vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping fordert der Extremismusforscher Oliver Decker ein aktiveres Vorgehen der Polizei gegen gewaltbereite Demonstrierende. "Man muss den Zugriff auch tatsächlich vollziehen und das Recht durchsetzen", sagt Decker in der ARD mit Blick auf "klar isolierbare Gruppen, die sich aus Gewaltbereiten zusammensetzen". Auch gegen rechtsextreme Strukturen im Hintergrund müsse vorgegangen werden.

+++ 09:46 "Omikron-Patienten in Südafrika wesentlich jünger" +++
Die Omikron-Variante des Coronavirus versetzt die Welt in Alarmstimmung. Jetzt veröffentlicht ein südafrikanisches Krankenhaus erste Auswertungen zu Patienten und Infektionsverlauf. ntv-Korrepondentin Nicole Macheraux-Denault in Kapstadt fasst die Daten zusammen:

+++ 09:22 Impfstoff-Entwicklerin: Künftige Pandemien könnten tödlicher sein +++
Künftige Pandemien können nach Meinung einer Wissenschaftlerin mehr Todesopfer fordern als die Corona-Pandemie. "Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ein Virus unser Leben und unsere Lebensgrundlagen bedroht", sagt die Mitentwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffes, Sarah Gilbert, laut BBC bei einer Veranstaltung. "Die Wahrheit ist, das nächste Virus könnte schlimmer sein. Es könnte ansteckender oder tödlicher sein oder beides." Es sei daher wichtig, die während der Corona-Pandemie gewonnenen Erkenntnisse richtig einzusetzen. Man dürfe nicht zulassen, dass nach den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verlusten Vorbereitungen für die nächste Pandemie vernachlässigt würden.

+++ 09:05 FDP rechtfertigt eigene Kurskorrektur +++
FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus verteidigt den Corona-Kurs ihrer Partei mit Blick auf die Impfpflicht-Debatte. "Wir haben eine andere Situation, wir haben eine neue Virusvariante", sagt Aschenberg-Dugnus in der ARD. "Es steht jedem gut an, wenn sich die Verhältnisse ändern, dann die Politik auch den veränderten Verhältnissen anzupassen." Sie sei offen für die geplante Einführung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Von einer allgemeinen Impfpflicht sei sie hingegen "immer noch nicht überzeugt". FDP-Chef Christian Lindner hatte seine Partei am Wochenende zu einer Debatte über eine allgemeine Impfpflicht aufgerufen.

+++ 08:45 Patienten sollen nicht mehr einsam sterben +++
Ärzte und Patientenschützer in Niedersachsen wollen verhindern, dass Patienten während der vierten Welle einsam sterben müssen. Seit dieser Woche gelten unter anderem in Krankenhäusern in der Region Hannover, Göttingen und Braunschweig Besuchsverbote. Ausnahmeregelungen gebe es zum Beispiel für Menschen auf der Intensiv- oder Palliativstation, sagt der Sprecher des Klinikverbunds Diakovere, Matthias Büschking. In der ersten Welle seien Menschen ohne jede Begleitung gestorben, das dürfe nicht wieder vorkommen. Auf anderen Stationen dürfen demnach allerdings nur Patienten besucht werden, die akut im Sterben liegen - ein Krebskranker im Endstadium, der noch einige Wochen zu leben hat, nicht.

+++ 08:23 Sächsischer Landkreis meldet 2300er-Inzidenz +++
Alle zehn am schwersten betroffenen Regionen liegen in Ostdeutschland, angeführt von zwei sächsischen Landkreisen mit 2000er-Inzidenzen. Die höchste Inzidenz verzeichnet aktuell der Kreis Meißen mit mehr als 2300 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor.

+++ 07:59 Thailand meldet ersten Omikron-Fall +++
In Thailand ist der erste Fall der Omikron-Variante nachgewiesen. Bei der infizierten Person handele es sich um einen amerikanischen Staatsbürger, der vor knapp einer Woche aus Spanien eingereist sei, teilt das Gesundheitsministerium in Bangkok mit. Zwei Tests am 30. November und 3. Dezember hätten ergeben, dass es sich mit 99-prozentiger Sicherheit um die Omikron-Virusvariante handele. Das Land hatte seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Dutzenden Ländern geöffnet, darunter Deutschland.

+++ 07:35 Wie der neue Totimpfstoff funktioniert +++

+++ 07:13 Zahlreiche Klagen gegen Corona-Maßnahmen +++
Maskenpflicht, Tanzverbot auf Hochzeiten oder das 2G-Modell: Rechtsstreitigkeiten um Corona-Maßnahmen bereiten Hamburgs Gerichten auch in diesem Jahr viel Arbeit. Im Zusammenhang mit der Pandemie gebe es aktuell beim Verwaltungsgericht fünf offene Eil- und 100 offene Klageverfahren, sagt ein Sprecher. Von März bis Dezember 2020 waren insgesamt 162 Eilverfahren und 46 Klageverfahren eingegangen. In diesem Jahr sind es bisher 229 Eilverfahren und 105 Klageverfahren.

+++ 06:49 Hofbräuhaus in Berlin öffnet für Obdachlose +++
Die Berliner Senatssozialverwaltung will das Tagesangebot für Obdachlose ausweiten. "In Kürze wird das Hofbräuhaus in der Nähe vom Alexanderplatz erneut einen Tagestreff für 200 Obdachlose anbieten", sagt Sprecher Stefan Strauß. Bereits im vergangenen Winter hat der Senat das Lokal gemietet, das gemeinsam mit einem sozialen Träger ein Konzept für die Obdachlosenbetreuung erarbeitet hatte - um während der Pandemie die Räume sinnvoll zu nutzen und Einnahmen zu generieren. Derzeit stehen durchschnittlich knapp 1150 Notübernachtungsplätze in der Hauptstadt zur Verfügung. Die Unterbringung ist geprägt von der Pandemie. "Das Gute ist jedoch, dass alle Beteiligten inzwischen eine gewisse Routine bekommen haben im Umgang mit den Folgen", sagt die Sprecherin der Berliner Stadtmission, Barbara Breuer.

+++ 06:24 Behandlung beatmeter Patienten kostet 32.000 Euro +++
Die Behandlung von Corona-Patienten auf Intensivstationen kostet enorm viel Geld. Nach übereinstimmenden Angaben von Krankenkassen und der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen fallen für die Versorgung regelmäßig Kosten in fünfstelliger Höhe an. Auf etwa 1500 bis 3000 Euro täglich beziffert etwa der Referatsleiter Krankenhausfinanzierung der Landeskrankenhausgesellschaft, Andreas Weichert, die Kosten für die Intensivbehandlung. Mehrere Intensivmediziner hatten die durchschnittliche Liegezeit von Covid-Patienten auf Intensivstationen auf zwei bis drei Wochen geschätzt. Sprecher der AOK Plus und der Barmer erklären, die Kassen bezahlten im Durchschnitt etwa 32.000 bis 33.000 Euro für die Behandlung eines invasiv beatmeten Corona-Patienten auf einer Intensivstation.

+++ 06:04 Uni Hamburg führt 2G ein +++
Die Universität Hamburg wechselt angesichts steigender Corona-Zahlen ab sofort in den 2G-Lehrbetrieb. Damit dürfen nur noch Geimpfte und Genesene an Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Ungeimpften solle bei Bedarf aber ein Ersatzangebot gemacht werden, teilt die Hochschule mit. Den Lehrenden sei nach wie vor selbst überlassen, ob sie ihre Veranstaltungen in Präsenz, digital oder hybrid umsetzen wollen. Lehrveranstaltungen mit praktischen Anteilen, wie etwa Labortätigkeiten, können vorerst weiter unter 3G-Vorgaben stattfinden.

+++ 05:40 Vor Großeinsatz: Sachsens Polizei kündigt "härtere Gangart" an +++
Die Polizei in Dresden bereitet sich auf einen Großeinsatz vor dem Sächsischen Landtag vor. Das Parlament will am Mittag über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden, die Einsatzkräfte rechnen mit massiven Protesten, auch von Extremisten. " Unsere Gefahrenprognose, Grundlage unserer Einsatztaktik, ist damit eine ganz andere als an den vergangenen Montagen", sagt Polizeipräsident Jörg Kubiessa. "Eine härtere Gangart der Polizei wird die logische Konsequenz sein - natürlich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit bei der Wahl unserer Mittel", so Kubiessa. Wasserwerfer sollen im Stadtzentrum bereit stehen. Die Sächsische Corona-Schutzverordnung erlaubt derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Personen.

+++ 04:43 RKI meldet 27.836 Neuinfektionen, Inzidenz steigt leicht +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 27.836 Neuinfektionen gemeldet, 1528 Fälle weniger als am vergangenen Montag. Die Sieben-Tage-Inzidenz zieht wieder leicht an und liegt jetzt bei 441,9. Am Vortag war sie auf 439,2 gesunken. 81 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:55 Italien weitet 2G- und 3G-Regeln aus +++
In Italien treten heute strengere Corona-Richtlinien in Kraft. In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt jetzt die 2G-Regel, nur noch Geimpfte und Genesene dürfen zum Beispiel innen in Restaurants essen gehen, ins Kino, in Diskotheken feiern und zu Fußballspielen ins Stadion gehen. Die Regeln sollen zunächst bis zum 15. Januar gelten. Eine weitere Neuerung ist die Ausweitung der 3G-Regel auf den öffentlichen Nahverkehr und Hotels. Wichtig für Wintersport-Urlauber: In geschlossenen Liften und Gondeln gilt 3G, in Hütten haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt.

+++ 03:01 Apothekerverband: Engpässe bei Schnelltests dauern an +++
Der Apothekerverband Nordrhein rechnet noch über Wochen mit Engpässen bei Corona-Schnelltests. "Corona-Tests sind oft knapp. Ein Ende der Lieferengpässe ist noch nicht abzusehen", sagt Verbandschef Thomas Preis der "Rheinischen Post". "Aktuell steigen die Zahlen in den Teststellen wöchentlich um zehn Prozent an. Der Dezember wird der Monat mit den meisten Bürgertests werden." Auch der Verkauf von Selbsttests lege weiter zu. Zugleich gebe es Angebotsprobleme: Die Frachtmöglichkeiten aus Fernost seien begrenzt, die Freigabe am Zoll dauere lang. "Bisher waren viele Tests als Sonderzulassung im Verkauf. Diese Sonderzulassungen werden nicht mehr verlängert. Das sorgt auch für weitere Engpässe."

+++ 02:12 Sachsens Innenminister will "Schnellprozesse" bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen +++
Nach dem von Rechtsextremen initiierten Fackelaufzug vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping fordert Sachsens Innenminister Roland Wöller schärfere Maßnahmen gegen "Querdenker". Der Aufmarsch sei "ein Angriff auf die Demokratie" gewesen, sagt Wöller der "Bild"-Zeitung. Er fordere "Schnellprozesse, um Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sofort und rigoros zu ahnden", so der CDU-Politiker. "So was darf nicht erst Wochen später passieren." Wöller fordert zudem eine Gesetzesänderung, um schärfer gegen Hass-Posts in Internetdiensten wie "Telegram" vorgehen zu können.

+++ 01:44 Ärztevertreter für mehr Impfangebote an Wochenenden +++
Ärztevertreter fordern mehr Impfangebote an den Wochenenden. "Die Menschen haben am Samstag und Sonntag Zeit und würden sich auch in viel größerer Zahl boostern lassen, wenn sie dafür nicht stundenlang in der Kälte anstehen müssten", sagt Susanne Johna, Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Man darf jetzt keine Kosten und Mühen scheuen, die Impfkampagne voranzubringen." Es sei absolut richtig, bis Weihnachten etwa 30 Millionen Impfungen zu erreichen. Das könne aber nur gelingen, wenn die Verteilung des Impfstoffs besser funktioniere, weitere Impfzentren reaktiviert würden und "wir auch am Wochenende impfen, was das Zeug hält".

+++ 00:40 Weil bringt Neujahrs-Ruhe ins Spiel +++
Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil will bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz über weitere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte für die Zeit nach Weihnachten sprechen. "Klar ist, dass es über Weihnachten zahlreiche Familienkontakte geben wird. Die werden nach aller Erfahrung auch wieder für eine Reihe von Ansteckungen sorgen. Es ist also eine Überlegung wert, ob man die damit verbundene Infektionsdynamik nicht durch eine begrenzte Auszeit abmildern sollte", sagt Weil der "Welt". Am Ende müsse man die Entscheidung von der Entwicklung des Infektionsgeschehens und der Lage auf den Intensivstationen abhängig machen.

+++ 23:44 Lauterbach: Boostern das wichtigste Mittel gegen Omikron +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält im Kampf gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante Mutante rasches Impfen für das Dringlichste. "Die nächsten vier Wochen sind entscheidend", sagt er in der ARD-Sendung "Anne Will". Durch Omikron seien auch Geimpfte und Genesene gefährdet. "Die schnellstmögliche Boosterimpfung ist das Wichtigste, was wir tun können." Lauterbach bekräftigt seine Position, dass eine Impfpflicht wichtig wäre, um aus dem "Hamsterrad" herauszukommen. Er gehe nicht davon aus, dass ein Lockdown nochmals nötig sei. Es sei aber nicht seriös, dies auszuschließen.

+++ 22:54 Söder verteidigt strikte Restriktionen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigt die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen Corona. Es sei in der vergangenen Woche gelungen, die Inzidenz in Bayern zu senken, sagt der CSU-Politiker in der ARD-Sendung "Anne Will". Geholfen hätten vor allem Kontaktreduktionen wie das Schließen von Bars, Discos und Weihnachtsmärkten sowie Geisterspiele beim Sport. Söder räumt aber mit Blick auf die Eingriffe ein: "Kontaktbeschränkungen sind das Schwerste." Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle erklärt, die aktuellen Kontaktbeschränkungen dürften ausreichen. Sollte sich dies ändern, müsse man nachbessern. Zum jetzigen Zeitpunkt werde es mit der Ampelkoalition aber keinen absoluten Lockdown geben. Man werde versuchen, dies mit allen Mitteln zu vermeiden.

+++ 22:19 Polizei löst illegale Party mit 75 Gästen in Neubrandenburg auf +++
Die Polizei hat eine illegale Musik- und Tanzparty in Neubrandenburg aufgelöst. Wie ein Polizeisprecher der Stadt sagte, hatten sich in der Nacht zu Sonntag etwa 75 Frauen und Männer in einer Baracke auf einem ehemaligen Gewerbegelände in der Ihlenfelder Vorstadt versammelt. Ein Zeuge hatte die Beamten wegen des Lärms gerufen. An der Mecklenburgischen Seenplatte sind gegenwärtig derartige Freizeitveranstaltungen wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen untersagt. Der Veranstalter musste dem Polizeisprecher zufolge alles wieder abbauen und hat sich nun wegen Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung zu verantworten.

+++ 21:53 Beatrix von Storch hat sich mit Corona angesteckt +++
Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, ist nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne. "Am Freitag habe ich ein positives PCR-Testergebnis erhalten und mich unmittelbar in die vorgeschriebene 14tägige Quarantäne begeben", schreibt die 50-Jährige auf Facebook. Details zu ihrem Gesundheitszustand gibt von Storch nicht bekannt. Nach Infektionen hatten sich zuvor bereits die Vorsitzenden der AfD-Fraktion, Alice Weidel und Tino Chrupalla, in Quarantänen begeben.

+++ 21:26 Ampel will Ländern weiterhin Schließung von Gastronomie ermöglichen +++
Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen besonders von der Pandemie betroffenen Bundesländern auch die Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen ermöglichen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, der kommende Woche im Bundestag beraten werden soll. In dem veränderten Paragraphen 28a heißt es in dem Entwurf, dass auch künftig die Schließung von Betrieben, Gewerben, Einzel- oder Großhandel untersagt sein soll, "sofern es sich nicht um gastronomische Einrichtungen, Freizeit- oder Kultureinrichtungen oder um Messen oder Kongresse handelt". Etliche Bundesländern hatten gefordert, dass sie aber auch Restaurants schließen können müssten. Voraussetzung für die Anwendung der scharfen Maßnahmen ist laut Ampel-Entwurf, dass die Landtage der entsprechenden Länder dies vorher beschließen.

+++ 21:08 Ampel-Parteien wollen ab 16. März Impfpflicht für Pflegekräfte +++
Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen ab dem 16. März eine Corona-Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen einführen. Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, der diese Woche im Bundestag beraten werden soll. "Zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und vulnerabler Personengruppen vor einer Covid-19-Erkrankung wird vorgesehen, dass in bestimmten Einrichtungen und Unternehmen tätige Personen geimpft oder genesen sein oder ein ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer Kontraindikation gegen eine Impfung gegen COVID-19 besitzen müssen", heißt es in dem Entwurf. Bereits beschäftigtes Personal muss einen entsprechenden Nachweis bis zum 15. März vorlegen. "Neue Tätigkeitsverhältnisse können ab dem 16. März 2022 nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises eingegangen werden", heißt es weiter.

+++ 20:41 Virologe: Erste Erkenntnisse zu Omikron sind "etwas ermutigend" +++
Erste Erkenntnisse zur neuen Omikron-Variante des Coronavirus deuten nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci nicht auf schwerere Krankheitsverläufe hin. Die neue Variante breite sich in Südafrika schnell aus, sagt der oberste Corona-Berater von Präsident Joe Biden im Interview mit dem Fernsehsender CNN. Die Variante habe einen "Übertragungsvorteil". Nach derzeitigem Stand sehe es aber nicht danach aus, dass Omikron eine besonders schwere Covid-19-Erkrankung hervorrufe. "Bis jetzt sind die Signale etwas ermutigend", sagt Fauci. Es sei aber noch zu früh, um eine abschließende Einschätzung abzugeben.

+++ 20:05 In Österreich ist der Trend der Neuinfektionen rückläufig, in den Niederlanden nicht +++
In Deutschland tobt die Debatte um die Wirkung verschiedener Lockdown-Maßnahmen, insbesondere mit Blick auf die Weihnachtszeit. Österreich und die Niederlande haben bereits im November neue Regeln erlassen, wenn auch verschiedene: Österreich ist am 22. November in einen harten Lockdown gegangen, der auch für Geimpfte gilt. Dort geht der 7-Tage Trend der Neuinfektionen zurück.

Die Niederlande agierten wesentlich vorsichtiger. So haben sie zunächst die Maskenpflicht wieder eingeführt. In der Woche darauf, am 13. November, folgte der Teil- oder auch Abend-Lockdown. Dieser sollte drei Wochen dauern und bedeutet im Wesentlichen, das Bars und Restaurants früher schließen mussten. Am 26. November wurde nachgeschärft, die Sperrstunde von 20 auf 17 Uhr vorgezogen und der Lockdown verlängert. Der 7-Tage Trend der Neuinfektionen geht dort jedoch kaum zurück.

+++ 19:34 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 37.700 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.169.972 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 37.700 neue Fälle hinzu. Damit liegt das heutige Meldeaufkommen um 6 Prozent unter dem Vorwochenniveau. Am vergangenen Sonntag hatten die Landesbehörden bundesweit insgesamt 40.123 neue Corona-Fälle gemeldet.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 85 auf 103.046. Als aktuell infiziert gelten rund 950.406 Personen. Das entspricht deutlich mehr als einem Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,96 angegeben (Vortag: 0,98). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4824 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2570 davon werden invasiv beatmet. Rund 3305 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, chf/chl/ino/dpa/AFP/rts

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