Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 02:16 Hausärzteverband: "Gebt uns genügend Impfstoffe!" +++

Angesichts der wachsenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus dringen Ärzteverbände auf eine Beschleunigung der Impfkampagne in Deutschland mit mehr Impfstoffen für niedergelassene Ärzte. "Gebt uns genügend Impfstoffe!", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Je mehr Menschen geimpft seien, desto geringer sei die Ausbreitungsmöglichkeit. Auch der Verband der Kinder- und Jugendmediziner fordert, das Impftempo deutlich zu erhöhen, Besonders gefährdet sei die Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren. "Diese Menschen haben oft keine oder nur die erste Impfung erhalten und sind so einem erhöhten Risiko ausgesetzt", so Bundessprecher Jakob Maske.

 

+++ 01:26 USA schicken Millionen Impfdosen nach Brasilien +++
Die USA schicken Brasilien drei Millionen Dosen vom Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson (J&J). Die Lieferung sei Teil einer geplanten Spendenaktion der USA von ingesamt 80 Millionen Impfstoffdosen, teilt das Weiße Haus mit. Nur rund elf Prozent der Bevölkerung Brasiliens sind bereits vollständig geimpft und die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro wehrt sich weiterhin gegen strengere Beschränkungsmaßnahmen. Brasilien verzeichnet nach den USA die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Beim J&J-Vakzin reicht eine Impfdosis.

 

+++ 00:33 Gesundheitsminister sieht Fortschritte bei Masken im Stadion - außer bei ungarischen Fans +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht bei der Umsetzung der Anti-Corona-Maßnahmen im Münchner EM-Stadion Fortschritte – kritisiert aber die ungarischen Fans. Er habe persönlich im Stadion sehen können, dass sich viele Fans um die Einhaltung der Regeln bemüht hätten, sagte CSU-Politiker. Auch, wenn nicht jeder die Maske durchgehend getragen habe. Holetschek ergänzte: "Bedauerlich ist, dass sich die ungarischen Fans so gut wie gar nicht an die Regeln gehalten haben. Die Hygieneregeln gelten auch für Fans mit langen Anreisen aus dem Ausland, denn die Pandemie kennt keine Grenzen."

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(Foto: AP)

 

+++ 23:53 US-Seuchenbehörde zu mRNA-Impfstoffen: "Vorteile überwiegen Risiken" +++
Nachdem eine Expertengruppe Zusammenhänge zwischen mRNA-Impfstoffen und seltenen Fällen von Herzmuskelentzündungen vermutet, stellt sich die US-Seuchenbehörde CDC hinter die Technologie. Die Vorteile der Mittel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen würden die Risiken "deutlich überwiegen", teilt sie mit. Es soll aber einen neuen Warnhinweis für die Impfstoffe geben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:33 Ausnahmezustand für New York aufgehoben +++
New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat den wegen der Corona-Pandemie im März 2020 verhängten Ausnahmezustand in dem Bundesstaat wieder aufgehoben. Ab Donnerstag sei der Ausnahmezustand außer Kraft, sagte Cuomo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Die Pandemie zu bekämpfen und die Bevölkerung zu impfen seien immer noch Prioritäten, aber das "Ausnahme-Kapitel dieses Kampfes" sei vorbei, teilte der Gouverneur via Twitter mit. Zugleich warnte er dort vor einer Ausbreitung der Delta-Variante. Die Verhängung des Ausnahmezustands hatte Cuomo die Macht gegeben, sich über lokale und bundesstaatliche Gesetze und Regelungen hinwegzusetzen, und mit Verordnungen zu regieren.

+++ 22:25 Laschet: Am Öffnungskurs festhalten trotz Delta-Ungewissheit +++
Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpräsident Armin Laschet rechnet im Herbst mit wieder steigenden Corona-Zahlen, will aber die Schulen nach den Sommerferien offen lassen. Der Bildschirm könne soziale Kontakte für Kinder und Jugendliche nicht ersetzen, sagte der Unions-Kanzlerkandidat mit Blick auf den wochenlangen Distanzunterricht im ablaufenden Schuljahr. Anders als etwa in Bayern werde die Maskenpflicht im Unterricht bis zum Beginn der Sommerferien in NRW aber bleiben. Trotz der Ungewissheit wegen der sich ausbreitenden Delta-Variante will Laschet am Öffnungskurs festhalten. Die Grundrechtsbeschränkungen könnten in der Phase, wo die Corona-Inzidenz gegen Null gehe, nicht prophylaktisch einfach aufrecht erhalten werden.

+++ 22:00 Impfungen haben in Großbritannien bereits mehr als 14.000 Leben gerettet +++
Der britischen Regierung zufolge sind in der Pandemie bereits mehr als 14.000 Leben in dem Land mit Hilfe der Impfstoffe gerettet worden. Allein im größten Landesteil England seien damit zudem 44.500 Krankenhauseinweisungen verhindert worden, sagte der britische Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. In Großbritannien haben nach Angaben der Regierung inzwischen mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Impfdosis erhalten. 60 Prozent der Erwachsenen wurden bereits zwei Mal geimpft.

+++ 21:32 In russischen Städten schnellen Todeszahlen nach oben +++
Mehrere russische Städte melden deutliche Zunahmen von neuen Todesfällen. In Moskau waren es in den vergangenen 24 Stunden 88, in Sankt Petersburg 93, wie die zuständige russische Arbeitsgruppe meldet. In beiden Fällen sind das die höchsten bislang verzeichneten Werte. Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin zufolge gehen 90 Prozent der neu gemeldeten Fälle in der Stadt auf die Delta-Variante zurück.

+++ 21:13 Griechenland hebt Maskenpflicht im Freien auf +++
In Griechenland müssen ab Donnerstag keine Masken mehr im Freien getragen werden. "Das verbesserte epidemiologische Bild im Land ist eindeutig und erfreulich", sagt die Expertin und Regierungsberaterin Vana Papaevangelou. Am 28. Juni sollen weitere Lockerungen greifen. Die Gesundheitsbehörden haben zuletzt 520 Neuinfektionen und 14 weitere Todesfälle gemeldet. Regierungsangaben zufolge sind gut 30 Prozent der Menschen in Griechenland komplett geimpft.

+++ 20:51 Hamburg und Berlin melden steigende Inzidenzen +++
Heute weisen zwei Bundesländer eine steigende Sieben-Tage-Inzidenz auf. Sowohl in Berlin als auch in Hamburg gibt es Zuwächse, allerdings deutlich unter 1. Dazu melden 14 Bundesländer geringere Fallaufkommen als am Vortag. Den stärksten Rückgang verzeichnet das Saarland (-1,7). Allerdings liegt das Bundesland mit seiner Sieben-Tage-Inzidenz über der Marke von 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Saarland und Hamburg sind die einzigen beiden Länder, die über dieser Schwelle liegen.

Die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner verzeichnen Hamburg und Baden-Württemberg. Die meisten aktiven Fälle gibt es wie am Vortag in Rheinland-Pfalz.

+++ 20:15 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1145 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.724.486 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1145 neue Fälle hinzu. Das sind 359 Fälle weniger als Mittwoch vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 44 auf 90.537. Auch hier zeigt sich ein deutlicher Abwärtstrend. Mittwoch vor einer Woche wurden 105 Todesfälle registriert. Als aktuell infiziert gelten rund 22.884 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,69 angegeben (Vortag: 0,72). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,72 (Vortag: 0,68). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 813 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 583 davon werden beatmet. Rund 4203 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

 

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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