Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 02:29 Bayern zufrieden mit Krisenmanagement, Thüringer nicht +++

Die Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern deutlich. Das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" hat die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage unter knapp 8000 Bürgern veröffentlicht. In  Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erklärten jeweils 72 Prozent der Befragten, die Krise sei bisher "alles in allem" gut bewältigt worden. In Schleswig-Holstein waren es 71 und in Hamburg 70 Prozent. In Thüringen waren 57 Prozent der Befragten nicht zufrieden. Auch in Sachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen war die Stimmung eher schlecht.

+++ 01:31 "Falsche Sicherheit": Kinderärzte-Präsident gegen regelmäßige Tests an Schulen +++
Medizinverbände sehen die Überlegungen zu regelmäßigen Corona-Tests bei Schülern skeptisch. "Die zu erwartende hohe Zahl an falschen negativen und falschen positiven Ergebnissen würde aus unserer Sicht weit mehr Schaden anrichten als nutzen", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es bestehe "eine erhebliche Gefahr", dass die Hygienemaßnahmen nach negativen Testergebnissen nicht mehr eingehalten würden, weil sich die Schüler in falscher Sicherheit wögen. Wenn viele Infektionen von den Tests nicht erkannt würden, könnte das zu mehr Ansteckungen führen, als wenn nicht getestet würde. "Das wäre verheerend", so Fischbach.

+++ 00:48 Kretschmann sieht wenig Raum für weitere Schulöffnung +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann dämpft Hoffnungen auf umfassendere Lockerungen des Lockdowns - auch bei den Schulen. Man dürfe nicht riskieren, mit zu schnellen Öffnungen in eine dritte Welle hineinzurauschen, sagte Kretschmann beim TV-Duell des SWR zur Landtagswahl mit CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann. Kretschmann zeigte sich skeptisch, dass die weiterführenden Schulen - wie von Kultusministerin Eisenmann vorgeschlagen - schon am kommenden Montag schrittweise wieder öffnen können. "Das sehe ich eher nicht", so der Grünen-Politiker.

+++ 23:52 Trump ließ sich heimlich impfen +++
Der frühere US-Präsident Donald Trump machte nie den Eindruck, als würde er das Coronavirus besonders ernst nehmen. Impfen lassen hat er sich aber offenbar trotzdem, still und heimlich kurz vor Ende seiner Amtszeit. Trump und seine Ehefrau Melania seien im Januar im Weißen Haus geimpft worden, verlautete aus dem Umfeld des Ex-Staatschefs. Trump selbst hat bislang nicht öffentlich über die Impfung gesprochen. Der 74-Jährige hatte sich im vergangenen Oktober mit dem Coronavirus angesteckt und nach seiner Genesung wiederholt gesagt, er halte sich für "immun".

+++ 23:18 Twitter kennzeichnet Falschinformationen über Impfungen +++
Twitter will gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen vorgehen. Ab sofort werden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu "schädlichen" Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Virus angekündigt. Seit der Einführung der neuen Corona- Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Maßnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

+++ 22:25 Bruch mit der EU: Österreich und Dänemark setzen auf Impfallianz mit Israel +++
Österreich und Dänemark wollen sich einem Medienbericht zufolge in der Bekämpfung der Pandemie nicht weiter allein auf die EU verlassen. Sie suchen daher eine neue Partnerschaft bei der Erforschung und Herstellung neuer Impfstoffe mit Israel, wie "Bild" vorab berichtet. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte gegenüber dem Blatt: "Wir haben uns im Sommer gemeinsam darauf verständigt, dass Impfstoffe von der EU für die Mitgliedsstaaten rechtzeitig beschafft und schnell zugelassen werden. Dieser Zugang war zwar grundsätzlich richtig, die EMA ist aber zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe, und es kommt zu Lieferengpässen von Pharmaunternehmen. Wir müssen uns daher auf weitere Mutationen vorbereiten und sollten nicht mehr nur von der EU abhängig sein bei der Produktion von Impfungen der zweiten Generation."

+++ 22:11 Tschechien ordnet Massentests in Firmen an +++
Tschechien ordnet verpflichtende Corona-Massentests in allen mittleren und großen Unternehmen an. Das beschloss die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis auf einer Kabinettssitzung. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen rund 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten. Für Firmen und Mitarbeiter ist die Teilnahme obligatorisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der Corona-Antigen-Tests. Alternativ können auch Selbsttests zum Einsatz kommen, die mit umgerechnet rund zweieinhalb Euro je Test bezuschusst werden. Bei Missachtung drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen.

+++ 21:57 Mehr als 50 Millionen Menschen in den USA bereits einmal geimpft +++
In den USA haben bislang mehr als 50 Millionen Menschen mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Insgesamt wurden bislang mehr als 76 Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Mehr als 25 Millionen Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen. Seit Dezember werden in den USA Menschen mit den beiden Präparaten der Unternehmen Pfizer/Biontech sowie Moderna geimpft, bei denen jeweils zwei Dosen nötig sind. Künftig kann ein drittes Vakzin zum Einsatz kommen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Samstag eine Notfallzulassung für den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson erteilt. Dieser entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis.

+++ 21:40 Zwei Bundesländer unter 50er-Schwelle +++
Laut der aktuellen Virus-Lage bewegen sich zwei Bundesländer mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, liegt weiter Rheinland-Pfalz (49,6) unter der 50er-Schwelle. Hinzugekommen ist Schleswig-Holstein (49,7). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort verharrt der Wert bei 126,5. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland über der 100er-Marke.

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+++ 21:15 Weniger als 50 Prozent der über 80-Jährigen in Berlin geimpft +++
Die Impfquote aller Berlinerinnen und Berlin über 80, auch diejenigen außerhalb der Heime, beträgt laut Berlin Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci derzeit 42 Prozent. Es seien aber bereits mehr Personen dieser Altersgruppe zum Impfen terminiert, schreibt die "Berliner Morgenpost". An Menschen zwischen 77 und 80 sind inzwischen laut Kalayci 106.000 Einladungen verschickt worden, weitere Jahrgänge würden folgen. Kalayci sagte laut Bericht, man reserviere nicht mehr immer die zweite Dosis, sondern halte nur noch eine Wochenmenge zurück, um nicht Termine absagen zu müssen.

+++ 20:46 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4335 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.449.031 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4335 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs der Neuinfektionen liegt um 67 Fälle über dem Niveau von Montag vergangener Woche (4268 Neuinfektionen). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 174 auf 70.255. Als aktuell infiziert gelten rund 122.138 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,10 angegeben (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 110 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,01 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2869 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1643 davon werden beatmet. Rund 5088 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:24 Stadt in Niedersachsen öffnet Hallenbad für Dauerkartenbesitzer +++
Die Stadtwerke Heidjers öffnen das Hallenbad in Schneverdingen im Heidekreis (Niedersachsen) für ihre Dauerkartenbesitzer. "Tatsächlich sind das gerade mal 29 Leute", sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Lars Weber, dem NDR. Die Stammkunden dürften allein oder mit Mitgliedern aus ihrem Hausstand das Hallenbad Heidjers Wohl für eine Stunde benutzen. Die Stadtwerke berufen sich bei ihrer Idee auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover, das einer Fitnessstudio-Betreiberin Recht gegeben hatte. Die Frau hatte ein Konzept erarbeitet, bei dem sie ihr Studio trotz des Corona-Lockdowns stundenweise an eine Person beziehungsweise einen Haushalt untervermietet, um Individualsport zu ermöglichen.

+++ 20:05 Österreich wagt weitere Lockerungen - Gastgärten öffnen Ende März +++
In Österreich dürfen Gastgärten ab 27. März unter strengen Regeln wie Corona-Tests und Abstandhalten wieder öffnen. Das sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Gesprächen mit Experten, Landeshauptleuten und den Oppositionsparteien. Kultureinrichtungen dürfen ab April wieder öffnen. In Vorarlberg, wo die Inzidenzen landesweit am niedrigsten sind, soll es bereits ab dem 15. März Öffnungsschritte im Bereich Sport, Kultur und Gastronomie geben. Darüber hinaus wurde beschlossen, das Jugend- und Schulsport ab Mitte März wieder möglich sein soll.

+++ 19:47 Altmaier hält Öffnungen noch im März für verantwortbar +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält es für verantwortbar, den Lockdown der Wirtschaft noch im März weiter zu lockern. Das sagte der CDU-Politiker am Abend bei einer Veranstaltung des Mittelstands-Verbands BVMW. Wenn man die regionalen Umstände berücksichtige, könnten Öffnungen auch dort möglich sein, "wo die Inzidenzen vielleicht nicht ganz so stark gesunken sind, wie wir uns das eigentlich vorgestellt haben". Aspekte dafür könnten die Belastung der Gesundheitsämter, aber auch Schnell- und Selbsttests sein. Niemand wolle eine dritte Welle, betonte der Minister. Altmaier deutete konkret Öffnungsmöglichkeiten für den Einzelhandel und die Außengastronomie an.

+++ 19:28 Gesundheitsminister wollen Besuchseinschränkungen in Altenheimen lockern +++
Die Gesundheitsminster der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern. Den Menschen dort sollten nach Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nach Beratung mit seinen Amtskollegen mit. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidentenkonferenz, die am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die weiteren Schritte in der Corona-Krise beraten will. Derzeit gelten in Alten- und Pflegeheimen bundesweit Einschränkungen mit regionalen Unterschieden.

+++ 19:16 Söder: Müssen am Mittwoch auch Öffnungsschritte diskutieren +++
Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern an diesem Mittwoch hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Öffnungsschritte in Aussicht gestellt. Im Interview mit ntv sagte er: "Wir brauchen eine Perspektive für den Handel und auch für die Frage der Kontaktbeschränkungen." Allerdings sei eine regionale Differenzierung für diejenigen, die sehr niedrige Inzidenzen hätten und umgekehrt eine Notbremse und Hotspot-Strategie für die Bereiche, die sehr weit oben seien, notwendig. Man müsse mit Vorsicht und Umsicht öffnen. Gleichzeitig erneuerte Söder seine Forderung nach mehr Flexibilität bei den Impfungen. "Es ist ja einerseits ein Unding, dass wir zu wenig Impfstoff haben und trotzdem Impfstoff auf Halde liegt. Und viele Menschen geimpft werden wollen, aber nicht geimpft werden dürfen. Und andere, die könnten, die lehnen es dann ab", so Söder. Er forderte, den Kreis der Impfberechtigten zu vergrößern und darüber hinaus auch Ärzten die Möglichkeit zu geben, Impfungen durchzuführen. "Die Ärzte wissen sehr gut, wer es dringend braucht. Und dann könnte man auch quasi innerhalb von kürzester Zeit allen Impfstoff verimpfen."

+++ 18:46 Israel erwägt Kauf von 36 Millionen Auffrischungsimpfungen +++
Israel erwägt den Kauf von 36 Millionen Covid-19- Auffrischungsimpfungen. Das gibt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekannt. Das wäre drei Mal so viel wie das Land bereits erworben hat. Die Dosen würden für den Fall gelagert, dass Auffrischungsimpfungen im späteren Jahresverlauf benötigt würden. Wissenschaftler haben die Möglichkeit von regelmäßigen Auffrischungsimpfungen angeregt, um mit den Coronavirus-Mutationen fertig zu werden.

+++ 18:29 WHO: Weltweite Infektionszahlen steigen wieder +++
Die weltweit gemeldeten Infektionszahlen steigen wieder. Nach sechs Wochen mit sinkender Tendenz gebe es nun wieder einen Zuwachs, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Abgesehen von Afrika und der Region im westlichen Pazifik sei überall ein Aufwärtstrend zu beobachten. "Das ist enttäuschend, aber nicht überraschend." Ursachen könnten die Corona-Lockerungen und die ansteckenderen Varianten des Virus sein - "und dass die Menschen weniger vorsichtig werden", sagte Tedros. Der WHO-Chef ermahnte die internationale Gemeinschaft erneut, nicht allein auf Impfungen zu setzen. Grundsätzliche Hygieneregeln seien weiterhin Fundament der Pandemie-Bekämpfung.

+++ 18:04 Spahn will im April Impfungen in Arztpraxen starten +++
Im April sollen die niedergelassenen Ärzte mit den Corona-Schutzimpfungen beginnen. Das geht aus einem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Änderung der Nationalen Impfstrategie hervor, der den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorliegt. "Ich habe großes Vertrauen in die Hausärzte, dass sie diese Herausforderungen gut bewältigen werden", sagte Spahn dazu in der Schaltkonferenz mit den Gesundheitsministern der Länder. Zur Begründung des Schrittes heißt es in Spahns Vorschlag: "In den meisten Ländern wird die Zahl der verfügbaren Impfdosen bereits im April die von den Ländern gemeldeten maximalen Kapazitäten in den Impfzentren übersteigen." Das Gesundheitsministerium bereite "für den April den Übergang in die nächste Phase der Nationalen Impfstrategie" vor. In dieser Phase sollen die haus- und fachärztlichen Praxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden.

+++ 17:45 Merkel lehnt öffentliche Impfung ab +++
In der Frage nach der öffentlichen Impfung von Politikerinnen und Politikern, um das Image des Astrazeneca-Impfstoffs aufzupolieren, zeigt sich die Bundesregierung zurückhaltend. Kanzlerin Angela Merkel will sich derzeit nicht im Fernsehen mit Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert deutlich machte. Das hatte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, vorgeschlagen. Seibert erläuterte, Merkel habe immer wieder gesagt, sie lasse sich dann impfen, wenn sie an der Reihe sei. Merkel sei zudem 66 Jahre alt, und derzeit sei der Impfstoff nur für Unter-65-Jährige empfohlen, so Seibert. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hingegen würde sich "sofort mit Astrazeneca impfen lassen", wie er sagte. Sowohl Seibert als auch Müller wiesen auf die Sicherheit des Impfstoffs hin.

+++ 17:21 Infizierte Düsseldorfer Arzthelferin hatte mit bis zu 600 Personen Kontakt +++
Die mit der ansteckenderen britischen Variante des Coronavirus infizierte Düsseldorfer Arzthelferin hatte zu noch mehr Menschen Kontakt als bislang bekannt. Sie sei mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen, teilte die Stadt Düsseldorf auf Anfrage mit. Am Wochenende war von 450 möglichen Kontaktpersonen die Rede. Die Frau soll zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen. Von den rund 600 möglichen Kontakten seien bis Montag 60 Prozent telefonisch erreicht worden.

+++ 17:02 Scholz erwartet für 2022 erneute Aussetzung der Schuldenbremse +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat auch für den Haushalt 2022 eine Aussetzung der Schuldenbremse im Grundgesetz signalisiert. Der SPD-Politiker verwies auf entsprechende Äußerungen von Koalitionspolitikern. CDU-Chef Armin Laschet wie auch Haushälter der Unions-Fraktion hatten erklärt, angesichts geringerer Einnahmen und höherer Ausgaben durch die Corona-Krise sei die dritte Aussetzung der Schuldenbremse in Folge erforderlich. Scholz will am 24. März die Eckwerte für den Etatentwurf und die Finanzplanung bis 2025 vorlegen. Beschlossen wird der Haushalt erst nach der Bundestagswahl im September.

+++ 16:39 Schulkind mit Mutation infiziert - 150 Menschen in Quarantäne +++
Weil sich ein Grundschulkind in Achberg (Landkreis Ravensburg) mit der südafrikanischen Corona-Mutation infiziert hat, sind 150 Menschen in Quarantäne. Die Schule in Baden-Württemberg musste am vergangenen Freitag und damit nur knapp eine Woche nach deren Öffnung wieder schließen, wie die Gemeinde nun mitteilte. Betroffen von der Quarantäne seien Mitschüler und Lehrer des Jungen und deren Familien. Auch zwei Kindergarten-Gruppen mussten vorsorglich in Isolation, weil dort ein Geschwisterkind des Schülers betreut wurde. Wo sich der Junge infiziert habe, sei unklar, sagte eine Gemeinde-Sprecherin.

+++ 16:21 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt leicht +++
Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland ist wieder leicht angewachsen, liegt aber weiterhin unter der 3000er-Marke. In deutschen Kliniken werden derzeit 2869 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 29 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 1643 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 15 weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 5088 Betten in den deutschen Kliniken frei.

+++ 16:00 Astrazeneca-Impfstau droht weiter zu wachsen +++
Mit der erwarteten Lieferung von über einer Million Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs könnte sich der Impfstau in den Bundesländern bis Ende der Woche vergrößern. Bis Donnerstag sollen knapp 1,1 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca geliefert werden, insgesamt erhöht sich die Liefermenge damit auf fast 3,2 Millionen, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Sonntag haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts aber nur rund 455.000 Menschen eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Davon sind rund 91.000 Menschen am Samstag und Sonntag geimpft worden.

+++ 15:45 China nutzte Corona-Maßnahmen offenbar für Einschränkung ausländischer Presse +++
China hat die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nach Angaben einer Presseorganisation auch für die Einschränkung der Arbeit ausländischer Journalisten genutzt. "China hat die Pandemie als eine weitere Möglichkeit genutzt, Journalisten zu kontrollieren", heißt es im veröffentlichten Jahresbericht des Clubs der Auslandskorrespondenten in China FCCC. "Während Chinas Propagandamaschine bemüht war, die Kontrolle über die Berichterstattung über die Gesundheitskatastrophe wiederzuerlangen, wurden ausländische Nachrichtenorganisationen wiederholt daran gehindert, über die Pandemie zu berichten", schreibt die Organisation.

+++ 15:30 Ministerium schlägt zwei Gratis-Schnelltests pro Woche für alle vor +++
Mit Blick auf mögliche weitere Corona-Öffnungen hat das Bundesgesundheitsministerium Überlegungen für deutlich mehr Tests für alle Bürger konkretisiert. Jedermann soll demnach zweimal wöchentlich kostenlos einen Schnelltest durch geschultes Personal machen lassen können - etwa in Testzentren oder Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern. Das geht aus einem neuen Vorschlag des Ministeriums hervor, der auch den Ländern zugeleitet wurde. Diese Möglichkeiten zu "Bürgertests" sollen vorerst bis Ende Juni angeboten werden, für Anfang Juni ist eine Evaluation geplant. Der konkrete Starttermin im März ist laut dem Vorschlag noch offen.

+++ 15:11 Müller fordert neue Impfverordnung noch in dieser Woche +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat eine umgehende Änderung der Impfverordnung gefordert. "Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen dürfen wir jetzt keine Zeit mehr verlieren", sagte Müller dem "Tagesspiegel". Der Bund solle möglichst "noch diese Woche" die Impfverordnung anpassen, "damit Arztpraxen schon früher Impfungen vor allem für chronisch Kranke anbieten können". Die Änderung solle bundeseinheitlich gelten. Müller forderte, dass nun schnell Vergütungsregeln für Corona-Impfungen festgelegt werden müssten. "Das würde es uns erheblich erleichtern, kurzfristig rund 500 freiwillige Arztpraxen durch eine Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung in den Impfprozess einzubringen".

+++ 14:47 Bericht: Bund und Länder wollen Lockdown mit einigen Ausnahmen verlängern +++
Kurz vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Mittwoch sind erste Details durchgesickert, wie die kommenden Wochen weiter gehen könnten. Laut einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Business Insider" heißt es aus Regierungskreisen, dass der Lockdown voraussichtlich bis Ende März im Grundsatz verlängert werden soll - mit einigen Ausnahmen. Dem Bericht zufolge wollen die Länder ihren Beschluss von Februar aufweichen: So soll es noch im März eine Vereinheitlichung der bereits geöffneten Bereiche geben.

Zudem soll es eine Perspektive geben, wie man auch bei einer Inzidenz von über 35 Lockerungen einleiten könnte. Erste Schritte sollen bereits ab einer Inzidenz von 70 möglich sein, heißt es. Welche das sind, sei noch nicht abschließend geklärt. Entscheidend seien hierbei ausreichend Schnell- und Selbsttests. Im Gespräch ist nach Informationen des Portals, dass beispielsweise Restaurants mit Außenbereich und entsprechenden Hygienekonzepten ihren Betrieb wieder aufnehmen könnten. Auch die Idee, Einzelhandel-Geschäfte für Kunden mit Termin zu öffnen, wie es einige Bundesländer bereits umgesetzt haben, sei in der Diskussion. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:38 Impfstart für Erzieher und Lehrer in NRW am 8. März +++
Die Corona-Impfaktion für Kita-Erzieher und Lehrer in Nordrhein-Westfalen beginnt am 8. März. NRW-Familienminister Joachim Stamp nannte diesen Termin für das Personal in Kitas und Schulen und sprach dabei von einem "Befreiungsschlag" für die Beschäftigten und Familien. Nach dpa-Informationen geht es dabei um landesweit 186.000 Kita-Erzieher sowie um 89.000 Lehrer an den Grund-, Förder- und Sonderschulen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich vor einer Woche darauf geeinigt, Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen und Kita-Erzieher in der Impfreihenfolge von der dritten in die zweite Gruppe hochzustufen. Zur Gruppe zwei zählen außerdem viele chronisch Kranke und über 70-Jährige sowie auch Polizisten.

+++ 14:21 Oberstes Gericht in Israel verbietet Ortung von Infizierten +++
In Israel hat das Oberste Gericht der Regierung die pauschale Nutzung der Handy-Ortung von Coronavirus-Infizierten untersagt. Die Maßnahme sei ein schwerer Verstoß gegen die bürgerlichen Freiheiten, erklärt das Gericht. Es sei zu befürchten, dass die als vorübergehende Notmaßnahme eingeführte Handyortung allmählich zur Dauereinrichtung werde. Das Gericht gab der Regierung bis zum 14. März Zeit, den wahllosen Einsatz der Überwachung zu beenden und ihn auf bestätigte Coronavirus-Infizierte zu beschränken, die eine epidemiologische Befragung verweigerten. Zur Pandemie-Eindämmung hat der Geheimdienst Schin Bet die Überwachungstechnologie seit März 2020 eingesetzt. Dabei wurden zur Kontaktermittlung Standorte von Infizierten mit Handydaten anderer Personen in der Nähe abgeglichen. Bürgerrechtsgruppen zogen dagegen vor Gericht.

+++ 14:05 Altmaier-Papier hält Lockerungen trotz Inzidenz von über 50 für möglich +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will auch bei höheren Infektionszahlen Corona-Einschränkungen zurücknehmen. "Oberhalb einer Inzidenz von 50 Infektionen je 100.000 Einwohner eines Bundeslandes, eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt sind Lockerungen zulässig, wenn sie in Verbindung mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Einzelfall vertretbar sind", heißt es in einem Papier des CDU-Politikers. Schnelltests werden unter anderem als zusätzliche Maßnahme genannt. "Das Erreichen einer generellen bundesweiten oder regionalen Inzidenz von 35 oder darunter wird unter der Voraussetzung der zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen derzeit nicht für erforderlich gehalten."

+++ 13:50 Mehr als 6,1 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht +++
Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 6,1 Millionen gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei 4,9 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 2,5 Prozent - das entspricht mehr als 2,09 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 3,4 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Niedersachsen 2,1 Prozent.

+++ 13:39 SPD-Politikerin will mehr Freiheiten im Freien +++
Die SPD-Spitze in Schleswig-Holstein verlangt eine Entschärfung der Kontaktregeln in der Corona-Pandemie. "Konkret sollten die für viele unverständlichen Verweilverbote im Freien aufgehoben werden", sagte die Landesvorsitzende Serpil Midyatli. "Zudem kann zum Beispiel die Außengastronomie dadurch früher geöffnet werden." Midyatli verwies auf "inzwischen sehr verlässliche Erkenntnisse, dass im Freien kaum Infektionen stattfinden. Das bessere Wetter sollten wir für mehr Freiheiten nutzen." Derzeit dürfen sich im Norden die Mitglieder eines Hausstandes nur mit einer weiteren Person treffen, auch im Freien. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat mittlerweile angekündigt, dass die Regel für den Außenbereich auf fünf Personen oder zwei Haushalte geändert werden soll.

+++ 13:24 Verdi pocht auf Schutz für Beschäftigte bei Corona-Öffnungen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen weiteren Öffnungen des Corona-Lockdowns pocht die Gewerkschaft Verdi auf Schutz für die Beschäftigten. Auch wenn jetzt durch eine Reihe von Wirtschaftsverbänden massiver Druck aufgebaut werde, müsse die Begrenzung des Infektionsgeschehens weiterhin Priorität haben, sagte der Vorsitzende Frank Werneke. Nötig sei endlich eine Schutzstrategie etwa für Erzieherinnen und Erzieher und Mitarbeiter im Einzelhandel. Es sei gut, dass Beschäftigte in Kitas und Schulen nun früher geimpft werden sollten, sagte Werneke. "Jetzt müssen die Länder aber Tempo machen, damit die Einrichtungen den Kindern wieder ohne unvertretbare Risiken offenstehen können."

+++ 13:04 Corona-Fallzahlen bereiten Experten Sorgen +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Anne-Kathrin Cyrus und Nina Lammers mit dem Epidemiologen Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 12:46 Söder warnt vor "Blindflug in die dritte Welle" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zur Coronakrise vor einem "Blindflug in die dritte Welle" hinein gewarnt. Es dürfe in der Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel "kein Öffnungsrausch" entstehen, sondern es müsse "ein kluges und ausbalanciertes Öffnen" geben, sagte Söder. "Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Vorsicht und Öffnen." Der bayerische Ministerpräsident befürwortete eine regionale Differenzierung bei den weiteren Corona-Maßnahmen. Allerdings dürfe daraus "kein reiner Wildwuchs" werden. Große Hoffnungen lege er auf die Corona-Schnelltests, die eine echte Hoffnungschance seien. Allerdings seien die Schnelltests keine "Schnellwaffe", sie lägen nicht sofort in ausreichender Zahl vor.

+++ 12:32 Lehrerverband: "Öffnung um jeden Preis darf es nicht geben" +++
Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte hat vor weiteren Schulöffnungen die Umsetzung angekündigter Schutzmaßnahmen angemahnt. "Eine generelle Öffnung um jeden Preis darf es nicht geben", sagte der Verbandsvorsitzende Torsten Neumann. "Die starke und schnelle Verbreitung der Corona-Mutanten in ganz Deutschland auch bei Kindern und Jugendlichen verbietet ein solches Vorgehen, auch wenn ein langes Jahr mit schmerzhaften Einschränkungen hinter uns liegt und eine Schulöffnung herbeigesehnt wird." Für eine schrittweise Öffnung der Schulen bedürfe es einer umsichtigen Strategie. Erst wenn die angekündigten Schnelltests und die Impfmöglichkeit für alle Schulbeschäftigten sichergestellt seien, könne eine Öffnung auch der weiterführenden Schulen erfolgen. "Solange nicht alle in Schule Tätigen ausreichend geschützt werden können, kann es kein Zurück zu einem halbwegs normalen Schulbetrieb kommen."

+++ 12:16 Astrazeneca für über 65-Jährige? Dreyer begrüßt Stiko-Ankündigung +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Ankündigung der Ständigen Impfkommission in Deutschland (Stiko) begrüßt, die Empfehlung für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca zu überdenken. "Was gut wäre ist, wenn die Ankündigung der Stiko, dass Astrazeneca auch für Ältere geimpft werden kann, dass das käme", sagte Dreyer. "Sobald wir mehr Impfstoff bekommen, könnten wir natürlich viel, viel schneller auch diejenigen impfen, die wirklich gefährdet sind, sehr schwer krank zu werden." Der Chef der Stiko, Thomas Mertens, hatte angekündigt, es werde "sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen". Die Stiko hatte - anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA - den Astrazeneca-Impfstoff vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen.

+++ 11:58 Kretschmer schließt Impfpflicht nicht völlig aus +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt eine spätere Impfpflicht für eine Corona-Schutzimpfung weiter nicht völlig aus. Momentan stelle sich diese Frage aber noch nicht, sagte er in einer gemeinsamen Online- Pressekonferenz mit seinem bayerischen Amtskollegen Markus Söder. Man dürfe in dieser Situation nicht zu schnell "nie" sagen. Wer sich nicht impfen lassen wolle, werde seine Grundrechte aber nicht verlieren, sagte Kretschmer: "Das wäre ja noch schöner." Derzeit gebe es nicht genügend Impfstoff, um jeden zu impfen, der das wolle. "Deshalb kann man diese Frage jetzt nicht beantworten." Es gehe auch um die Frage, welche Kosten die Pandemie verursache und ob man auch nur im Ansatz das Risiko eingehen wolle, dass so etwas noch einmal passiert.

+++ 11:35 Söder und Kurz kritisieren langsame Impfstoff-Zulassung +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz fordern die Europäische Arzneimittelbehörde EMA zu schnellerer Impfstoff-Zulassung auf. Derzeit werde in der EU "alles zugelassen, was woanders schon zugelassen wurde - nur viel später", sagt der CSU-Chef. "Damit verlieren wir Impfgeschwindigkeit", kritisiert er. Dies sei die "Verzögerung von Freiheit" und bedeute "geringere Chancen auf wirtschaftlichen Erfolg". Kurz sagte: "Es kann auf Dauer nicht sein, dass in anderen Ländern schneller Impfstoff genehmigt wird als durch die EMA." Er ergänzte: "Die EMA ist nun gefordert, den Impfstoff von Johnson & Johnson auch möglichst schnell und unbürokratisch zuzulassen unter Einhaltung aller wissenschaftlichen Standards." Der Hersteller hatte Mitte Februar die Notfallzulassung für die USA beantragt, die Bewertung könne Mitte März abgegeben werden, hieß es von der Behörde.

+++ 11:10 Bayern und Sachsen fordern zusätzlichen Impfstoff für Grenzregion +++
Bayern und Sachsen fordern aus Berlin und Brüssel Sonderhilfen für Corona-Hotspots. "Wir wünschen vom Bund und von der EU zusätzliche Impfstofflieferungen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Dies sei wichtig, damit perspektivisch auch hier durch sinkende Inzidenzen Öffnungen wieder vertretbar würden. Bayern werde seine Hotspots ebenfalls "bewusst stärken" und mehr Impfstoff in die Landkreise in den Grenzregionen geben. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schlägt in den Grenzregionen darüber hinaus die Impfung aller Erwachsenen über 18 Jahre vor.

Beide Länder wollten zudem Tschechien besser helfen, nicht nur mit der Aufnahme von Corona-Patienten in Krankenhäusern. "Wir müssen das Herz Europas unterstützen, das leidet besonders unter Corona. Dieses Herz braucht besondere Unterstützung, man müsse dessen Pumpleistung erhöhen", betonte Söder. Um die schwierige Lage in Tschechien zu verbessern, würden Bayern und Tschechien zudem Schnelltests und Impfstoff an das Nachbarland liefern.

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+++ 10:56 Von der Leyen: Gesetzentwurf über "grünen Pass" kommt diesen Monat +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen "digitalen grünen Pass" für Corona-Geimpfte vorlegen. Damit werde klar, wie der europäische Impfnachweis konkret aussehen solle, sagte von der Leyen in einer Rede vor den CDU/CSU-Abgeordneten im Europaparlament. "Wir wollen in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen schaffen", bekräftigte von der Leyen nach entsprechenden Absprachen beim EU-Gipfel vorige Woche. Und sie fügte hinzu: "Damit der digitale grüne Pass aber ein Erfolg wird, brauchen wir die Unterstützung aller Mitgliedsstaaten. Auch Sie in Deutschland müssen die Voraussetzungen dafür schaffen."

+++ 10:42 Söder: Hausärzte sollen ab sofort mit Astrazeneca impfen dürfen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Gesundheitsminister Jens Spahn auf, sofort die Verimpfung von Astrazeneca-Dosen über Hausärzte möglich zu machen. "Wir müssen jetzt mehr Tempo machen", sagt der CSU-Chef. Astrazeneca sollte allen zur Verfügung gestellt werden - neben den Hausärzten auch Betriebs- und Schulärzten.

+++ 10:23 Vor der Pandemie wurden Tausende Klinikbetten abgebaut +++
Vor Beginn der Corona-Pandemie wurden in Deutschland Tausende Klinikbetten abgebaut. Allein von 2018 bis 2019 fielen 4000 Krankenhausbetten weg, wie aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung"vorliegt. Allein im Vor-Corona-Jahr wurden so viele Betten gestrichen wie in den acht vorangegangenen Jahren insgesamt. Nach Ministeriumsangaben verfügten 2019 bundesweit 1914 Kliniken über 494.000 Patientenbetten. Die Zahlen zeigen zudem einen deutlichen Privatisierungstrend. Von 2005 bis 2019 wurden demnach 206 öffentliche Kliniken und 38.000 Betten in öffentlichen Krankenhäusern abgebaut. Bei freigemeinnützigen Trägern lag das Minus bei 173 Häusern und 22.000 Betten. Demgegenüber steht ein Aufwuchs von 154 privaten Häusern und 30.000 Betten in privaten Kliniken.

+++ 10:07 Ardern ruft zur Zurechtweisung von Regelbrechern auf +++
Angesichts des erneuten Lockdowns in der Metropole Auckland hat Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern ihre Landsleute dazu aufgerufen, Corona-Regelbrecher zurechtzuweisen. "Diese Individuen müssen sich dem Urteil der ganzen Nation stellen, das wird zweifellos Konsequenzen haben", sagte Ardern. Einige Menschen hätten klare Anweisungen ignoriert, in Quarantäne zu bleiben. Jeder müsse kooperieren, um das Virus in Schach zu halten, sagte Adern. "Wenn das bedeutet, ein Familienmitglied oder einen Kollegen anzusprechen, weil er sich nicht an die Regeln hält, dann sollten wir das tun. Tun Sie es mit Freundlichkeit, aber tun Sie es."

In Auckland war gesetern erneut ein vorerst einwöchiger Lockdown verhängt worden. In dieser Zeit dürfen die Bewohner der Millionen-Metropole ihre Wohnungen nur verlassen, um dringende Einkäufe zu erledigen oder zur Arbeit zu gehen.

+++ 09:53 EU prüft offenbar Astrazeneca-Produktion in Indien +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nimmt einem Insider zufolge in einem Audit-Verfahren die Produktionsstätte des Serum Institut of India unter die Lupe. Der weltgrößte Impfstoffproduzent stellt das Covid-19-Vakzin von Astrazeneca für zahlreiche Länder mit niedrigem und mittleren Einkommen her. Der genaue Grund der Prüfung ist nicht bekannt, wie die mit der Sache vertraute Person sagte. Eine Auditierung der Produktionsstätte durch die EMA würde aber den Export des Impfstoffs in die Europäische Union erlauben.

Astrazeneca, das Serum Institut (SII), die EMA und die Europäische Kommission wollten sich dazu nicht äußern. Sprecher der EMA und der Kommission bestätigten aber, dass die EU-Arzneimittelbehörde die Produktionsstätte für den Export des Impfstoffs genehmigen müsste. Ein entsprechender Antrag dafür müsse bei der Behörde gestellt werden. Zwischen Astrazeneca und der EU war zu Jahresbeginn ein Streit wegen Lieferproblemen des Pharmakonzerns entbrannt. Vorstandschef Pascal Soriot hatte Ende vergangener Woche erklärt, er hoffe, die Erwartungen für das zweite Quartal erfüllen zu können.

+++ 09:19 Habeck schlägt Alternative zum Lockdown vor +++
Die Grünen fordern Alternativen zum strengen Corona-Lockdown und flankierende Maßnahmen für schrittweise Öffnungen. In einem Strategiepapier schlagen Grünen-Chef Robert Habeck und Gesundheitsexperte Janosch Dahmen unter anderem vor, dass jeder Bürger sich "mindestens zwei Mal in der Woche" auf das Coronavirus testen können soll, wie der "Spiegel" berichtete. Schnelltests sollten für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, kostenlos sein.

Einen digitalen Impfnachweis sehen die Grünen-Politiker nicht als eine Art Freifahrtschein für Geimpfte, sondern nur im Zusammenspiel mit der Ausweitung von Tests. "Digitale Nachweise eines aktuellen Negativtests, der Nachweis von aktueller Immunität durch überstandene Krankheit (aktueller Antikörpertiter) und Impfungen sind dann gleichzustellen", heißt es in dem Papier. Damit würde eine "rechtliche Ungleichbehandlung von Geimpften und Nichtgeimpften vermieden".

+++ 08:57 USA verzeichnen im Februar mehr als 71.000 Virus-Tote +++
Die Behörden in den USA haben im Februar 71.694 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Demnach kamen am Sonntag 1129 neu registrierte US-Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl beträgt nun 512.979. Die Halbe-Million-Marke war Dienstagmorgen überschritten worden. Im Januar waren es insgesamt 95.246 registrierte Todesfälle.

Die Zahl der neu hinzugekommenen laborbestätigten Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 50.925 auf insgesamt mehr als 28,6 Millionen. Im Sieben-Tage-Schnitt schwächt sich das Infektionsgeschehen nach einem leichten Anstieg zur Mitte der vergangenen Woche wieder ab.

+++ 08:38 Giffey: "Ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss" +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erhofft sich von den Bund-Länder-Gesprächen am Mittwoch Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss", sagte Giffey dem "Handelsblatt". "Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür." Allerdings sei es sicherlich nicht verantwortbar, alles zeitgleich wieder zu öffnen. "Das Öffnen muss stufenweise geschehen und verantwortlich sein", mahnte Giffey. "Wir dürfen nicht riskieren, Erfolge wieder zu verlieren."

Eine Verlängerung des Lockdowns bis April, wie ihn die Intensiv- und Notfallmediziner fordern, lehnte Giffey ab. Der Einzelhandel ringe bereits mit großen Existenzängsten, und die Politik müsse auch die Zeit nach Corona im Blick behalten: "Wir dürfen nicht in eine Situation kommen, in der unsere Innenstädte veröden, weil die Geschäfte den Lockdown nicht überlebt haben."

+++ 08:12 Philippinen: Mehrheit im Gesundheitswesen will auf Astrazeneca-Impfstoff warten +++
Mit Verzögerung haben nun auch auf den Philippinen die Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Als Erstes erhielt der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac. Am Sonntag waren 600.000 Dosen davon als Geschenk Pekings an das südostasiatische Land in Manila eingetroffen. Weil er als weniger wirksam gilt, hat die philippinische Gesundheitsbehörde diesen Impfstoff allerdings nicht für die Beschäftigten im Gesundheitswesen empfohlen. Deren Gewerkschaft bekräftigte in einem Appell, die Beschäftigen müssten ihren Impfstoff selbst wählen dürfen. Die große Mehrheit von ihnen möchte mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca geimpft werden. Dieses sollte eigentlich am Montag im Land eintreffen, laut philippinischen Behörden wird sich die Lieferung aber um eine weitere Woche verzögern.

+++ 07:53 Wunsiedel bleibt Spitzenreiter bei den Super-Hotspots +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der bayerische Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (1. März, 3.10 Uhr) weist das oberfränkische Gebiet einen Wert von 286,3 neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgt die bayerische Stadt Weiden in der Oberpfalz (262,0) und der thüringische Landkreis Schmalkalden-Meiningen (253,8). Von den 20 Regionen mit den höchsten Werten liegen laut RKI allein fünf in Bayern und vier in Thüringen. Die aktuell größten Lichtblicke gibt es laut RKI nahe dem Allgäu und an der Nordsee. Demnach weisen sowohl die Stadt Kaufbeuren in Bayern als auch der Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein einen einstelligen Wert (9,0) - und somit die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz - auf.

+++ 07:40 Neue Linken-Chefin prangert "massives Impfversagen" an +++
Die neue Vorsitzende der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow, wirft der Union "massives Impfversagen" vor. Die Bundesländer warteten auf die Zuteilung von Impfstoffen durch den Bund, sagt sie in der ARD. Sie fordert, der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca müsse schnell für weitere Bevölkerungsgruppen freigegeben werden. Zudem müssten mehr Impfkapazitäten geschaffen werden. "Warum sollten auch nicht wir bei Ikea impfen können?" Dafür sei aber eine Verordnung der Bundesregierung nötig.

+++ 07:27 FDP fordert "Öffnungsperspektive" von der Bundesregierung +++
Die FDP fordert vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie weitere Öffnungsschritte. "Es ist erfreulich, dass die Friseure wieder öffnen. Systematisch ist das allerdings nicht, weil es auch in anderen Branchen vergleichbare Hygienekonzepte gibt", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann. Er wies darauf hin, dass es schon Abweichungen einiger Bundesländer von der Linie von Bundeskanzlerin Angela Merkel gebe. "Wir brauchen deshalb dringend einen bundesweiten Stufenplan, der Orientierung gibt und Perspektive schafft. Die Bundeskanzlerin und ihr Kanzleramtsminister dürfen die Menschen nicht schon wieder enttäuschen", so Buschmann. Die Corona-Beratungen müssten zu einem konkreten Ergebnis führen. Das Land und seine Menschen "warten sehnsüchtig auf eine Öffnungsperspektive".

+++ 07:04 Impfbereitschaft in Deutschland und anderen Nationen steigt +++
Die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, ist einer Studie zufolge in mehreren Ländern gestiegen. Bei Umfragen unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Frankreich hätten im Februar deutlich mehr Menschen als noch im Dezember angegeben, sich eine Corona-Impfung vorstellen zu können, hieß es in einer Studie der Beratungsfirma KekstCNC. Insgesamt wurden Menschen in sechs Industrienationen befragt.

Am größten war der Anstieg bei der Impfbereitschaft in Großbritannien: Dort gaben laut KekstCNC 89 Prozent der Befragten an, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen - das waren 19 Prozentpunkte mehr als im Dezember. Auch in Deutschland verzeichnete die Beratungsfirma eine deutlich stärkere Zustimmung zu Corona-Impfungen: Hatten im Dezember noch 63 Prozent der befragten Deutschen erklärt, einer Corona-Impfung offen gegenüberzustehen, waren es im Februar bereits 73 Prozent.

+++ 06:43 Nur noch Rheinland-Pfalz liegt unter 50er-Obergrenze +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es vorerst bei nur einem Bundesland, das sich mit seinem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegt weiter Rheinland-Pfalz (49,7) unter der 50er-Schwelle. Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort verharrt der Wert bei 126,5. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Besser sieht es in Schleswig-Holstein aus, das sich knapp über der 50 bewegt (50,1). Bis auf das nördlichste Bundesland und Hamburg weisen alle Bundesländer gestiegene Werte auf.

+++ 06:28 Indiens Regierungschef lässt sich öffentlichkeitswirksam impfen +++
Der indische Regierungschef Narendra Modi hat sich öffentlichkeitswirksam gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 70-jährige Premierminister veröffentlichte ein Bild auf Twitter, auf dem zu sehen ist, wie ihm eine Spritze in den linken Oberarm gesetzt wird. Laut dem Eintrag handelte es sich um die erste Dosis des Vakzins. Dazu schrieb Modi: "Ich appelliere an alle, die zur Impfung berechtigt sind: Lasst uns Indien gemeinsam von Covid-19 befreien!"

Mit seinen 1,3 Milliarden Einwohner hat Indien in absoluten Zahlen die zweitmeisten bekannten Coronafälle nach den USA. Dabei waren die Corona-Zahlen bis vor Kurzem noch relativ niedrig gewesen. So wurden täglich um die 10.000 Neuinfektionen erfasst, während es zu Hochzeiten im vergangenen Sommer knapp 100.000 am Tag gewesen waren. Mit den niedrigeren Fallzahlen ließ jedoch auch die Vorsicht der Menschen nach, und obendrein wurden kürzlich auch infektiösere Corona-Mutanten entdeckt. Zuletzt gab es in in der Millionenmetropole Mumbai und anderen Regionen des Landes wieder einen Anstieg der Fallzahlen.

+++ 05:55 RKI meldet Wert von 65,8 - Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 - und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:16 Österreichs Regierung entscheidet über weiteres Vorgehen +++
Drei Wochen nach der Öffnung aller Geschäfte entscheidet die Regierung in Österreich heute über den weiteren Kurs. Zuletzt stand der Neustart der Gastronomie und Hotellerie noch vor Ostern im Raum. Allerdings hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen die Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen als "besorgniserregende Trendwende" bezeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei etwa 160. Zuletzt war gerade die Zahl der Neuinfektionen unter den Jüngeren deutlich gestiegen.

+++ 04:30 Maas versichert: Keine Grenzkontrollen zu Frankreich +++
Trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten soll es dort keine stationären Grenzkontrollen geben. Das versichert Bundesaußenminister Heiko Maas. "Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Maßnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt", sagte der SPD-Politiker. Mit der Einstufung als Virusvarianten-Gebiet ist vor allem eine verschärfte Testpflicht für Einreisende verbunden. Außerdem ein Beförderungsverbot für öffentliche Verkehrsmittel, für das es allerdings Ausnahmen gibt.

+++ 03:53 Mehr als 20 Millionen Menschen in Großbritannien geimpft +++
In Großbritannien haben inzwischen mehr als 20 Millionen der 66 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis zum Schutz vor Covid-19 erhalten. Das sei "eine riesige nationale Leistung", erklärte Premierminister Boris Johnson. Er dankte den an der Impfkampagne beteiligten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich für ihre "unermüdliche Arbeit". Bis Ende Juli soll allen Erwachsenen im Land ein Impfangebot gemacht werden.

+++ 02:52 Bundeswahlleiter möchte Imfpung für Wahlhelfer +++
Bundeswahlleiter Georg Thiel bringt eine bevorzugte Impfung der ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für die Bundestagswahl ins Spiel. Er habe sich damit an das Bundesinnenministerium gewandt, berichten die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Da aufgrund der Pandemie ein höherer Briefwahlanteil erwartet werden kann, werden voraussichtlich auch mehr Wahlhelferinnen und Wahlhelfern gebraucht", so Thiel. Das Ministerium hat sich noch nicht geäußert.

+++ 02:10 Golden Globes im Corona-Modus +++
Dieses Jahr drängen sich keine Stars auf dem roten Teppich: Die Golden-Globe-Gala findet im Corona-Modus statt. Kurz vor der 78. Verleihung der Globe-Trophäen stimmten nominierte Stars wie Carey Mulligan, Leslie Odom Jr. und Kate Hudson in Live-Schalten auf die Show ein. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderieren die Zeremonie von getrennten Bühnen aus. Die Nominierten sollen in der weitgehend virtuellen Show von Standorten in aller Welt dazugeschaltet werden.

+++ 01:41 Charité-Chef: Brauchen Bundesgremium für Krisenpläne +++
Die Führung der Berliner Charité plädiert für ein nationales Fachgremium, um Deutschland besser auf pandemische Notlagen vorzubereiten. "Als Gesellschaft sollten wir nach der Coronakrise auf Bundesebene einen Kreis von Experten damit beauftragen, branchenübergreifend Lehren zu ziehen", sagte Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer dem "Tagesspiegel". "Gemeinsam wäre zu klären, was anders laufen müsste. Welche Abläufe, welche Befugnisse, welche Vorräte haben sich bewährt, was fehlte?" Dem entsprechenden Gremium sollten laut Kroemers Vorstellung Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen angehören.

+++ 00:31 Giffey fordert Lockerungen +++
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert mit Blick auf die Bund-Länder-Gespräche am kommenden Mittwoch Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen. "Für mich ist ganz klar, dass es Öffnungsschritte geben muss. Die neuen Entwicklungen bei der Zulassung von Selbsttests und das begonnene Impfen geben Rückenwind dafür", zitiert das "Handelsblatt" die SPD-Politikerin. Allerdings sei es sicherlich nicht verantwortbar, alles zeitgleich wieder zu öffnen. Eine Verlängerung des Lockdowns bis April lehnt Giffey dem Bericht nach ab. Der Einzelhandel ringe bereits mit großen Existenzängsten und man müsse auch die Zeit nach Corona im Blick behalten.

+++ 23:45 London schnürt Milliardenpaket für Einzelhandel und Gastgewerbe +++
Die britische Regierung will Unternehmen unter anderem im Einzelhandel und Gastgewerbe mit einem Hilfspaket in Höhe von fünf Milliarden Pfund (umgerechnet rund 5,8 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Das hat der britische Finanzminister Rishi Sunak bei Sky News angekündigt. Einzelne Unternehmen könnten mit Einmalzahlungen von bis zu 18.000 Pfund (rund 21.000 Euro) unterstützt werden. Profitieren sollen davon rund 650.000 Unternehmen im ganzen Land.

+++ 22:54 Kanzleramtschef: Zusätzliche Öffnungsschritte mit Testen absichern +++
Kanzleramtschef Helge Braun hat angedeutet, dass Bund und Länder bei der Chefrunde am 3. März neue Öffnungsschritte beschließen könnten. Man werde in den nächsten Tagen besprechen, wie man die dadurch ausgelösten zusätzlichen Kontakte sicher machen könne, indem man deutlich mehr und einfacher teste, sagte der CDU-Politiker in der ARD. "Jeder Öffnung muss man etwas gegenüberstellen, was die Infektionszahlen stabilisiert", erklärte Braun.

+++ 22:28 Südafrika lockert Lockdown aus Sorge um Wirtschaft +++
Südafrika lockert angesichts weniger neu gemeldeter Corona-Fälle seine Lockdown-Maßnahmen. Das kündigte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa an. Unter anderem werden die Ausgangssperre verkürzt und die Einschränkungen bei Treffen und dem Verkauf von Alkohol gelockert, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache. Von den Lockerungen erwarte man höhere Konsumausgaben und eine stetige Erholung des Arbeitsmarkts, sagte Ramaphosa. "Unsere ganze Anstrengung muss dem Wachstum der Wirtschaft gelten."

+++ 22:00 Lauterbach schlägt neue Impf- und Teststrategie vor +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schlägt laut einem "Spiegel"-Bericht vor, die zweite Impf-Dosis erst am Ende des jeweils zugelassenen Spielraums zu verabreichen, um schneller mehr Menschen impfen zu können. Zudem plädiert er demnach für ein Testprogramm, wonach an Schulen und in Betrieben alle Menschen mindestens einmal pro Woche mithilfe von geschultem Personal einen Schnelltest machen sollen. Wer ein negatives Ergebnis habe, solle anschließend mit dem Nachweis einen Tag lang in Geschäfte gehen dürfen. Dadurch könnten die Läden zeitnah öffnen, natürlich weiterhin mit Maskenpflicht - gleichzeitig verhindere man aber Ansteckungen, zitiert der "Spiegel" Lauterbach.

+++ 21:45 Nur noch 44 Regionen liegen unter 35er-Grenze +++
In Deutschland liegen den Länderangaben zufolge nur noch 44 Regionen bei einer 7-Tage-Inzidenz von maximal 35. Gestern waren es noch 55 und in der Vorwoche waren es schon einmal 78 Regionen.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6772 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.444.696 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6772 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 98 auf 70.081. Als aktuell infiziert gelten rund 124.223 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,15 angegeben (Vortag: 1,12). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 115 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,11). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2840 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1658 davon werden beatmet. Rund 5166 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ara/ino/rts/dpa/AFP