Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 03:01 Ärztevertreter: Keine Lockerungen aus Lockdownmüdigkeit +++

Ärzteverbände warnen vor voreiligen und unkoordinierten Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "Es wäre falsch, einfach einige Bereiche zu öffnen, weil die Menschen lockdownmüde sind", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der deutschen Amtsärzte, Ute Teichert, der "Rheinischen Post". Öffnungen sollten nur in Verbindung mit einer gezielten Test- und Nachverfolgungsstrategie erfolgen, mahnte sie. "Keinesfalls dürfen wir dem Virus den roten Teppich ausrollen."

+++ 02:29 Bayern zufrieden mit Krisenmanagement, Thüringer nicht +++
Es gehe jetzt darum, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zurückzugewinnen. "Das Virus ist im Augenblick immer noch schneller als unsere Maßnahmen, wir reagieren nur. Das muss sich ändern."Wie Bürger das Corona-Krisenmanagements beurteilen, unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern deutlich. Das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" hat die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage unter knapp 8000 Bürgern veröffentlicht. In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern erklärten demnach jeweils 72 Prozent der Befragten, die Krise sei bisher "alles in allem" gut bewältigt worden. In Schleswig-Holstein waren es 71 und in Hamburg 70 Prozent. In Thüringen dagegen waren 57 Prozent der Befragten nicht zufrieden. Auch in Sachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen war die Stimmung eher schlecht.

+++ 01:31 "Falsche Sicherheit": Kinderärzte-Präsident gegen regelmäßige Tests an Schulen +++
Medizinverbände sehen die Überlegungen zu regelmäßigen Corona-Tests bei Schülern skeptisch. "Die zu erwartende hohe Zahl an falschen negativen und falschen positiven Ergebnissen würde aus unserer Sicht weit mehr Schaden anrichten als nutzen", sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es bestehe "eine erhebliche Gefahr", dass die Hygienemaßnahmen nach negativen Testergebnissen nicht mehr eingehalten würden, weil sich die Schüler in falscher Sicherheit wögen. Wenn viele Infektionen von den Tests nicht erkannt würden, könnte das zu mehr Ansteckungen führen, als wenn nicht getestet würde. "Das wäre verheerend", so Fischbach.

+++ 00:48 Kretschmann sieht wenig Raum für weitere Schulöffnung +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann dämpft Hoffnungen auf umfassendere Lockerungen des Lockdowns - auch bei den Schulen. Man dürfe nicht riskieren, mit zu schnellen Öffnungen in eine dritte Welle hineinzurauschen, sagte Kretschmann beim TV-Duell des SWR zur Landtagswahl mit CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann. Kretschmann zeigte sich skeptisch, dass die weiterführenden Schulen - wie von Kultusministerin Eisenmann vorgeschlagen - schon am kommenden Montag schrittweise wieder öffnen können. "Das sehe ich eher nicht", so der Grünen-Politiker.

+++ 23:52 Trump ließ sich heimlich impfen +++
Der frühere US-Präsident Donald Trump machte nie den Eindruck, als würde er das Coronavirus besonders ernst nehmen. Impfen lassen hat er sich aber offenbar trotzdem, still und heimlich kurz vor Ende seiner Amtszeit. Trump und seine Ehefrau Melania seien im Januar im Weißen Haus geimpft worden, verlautete aus dem Umfeld des Ex-Staatschefs. Trump selbst hat bislang nicht öffentlich über die Impfung gesprochen. Der 74-Jährige hatte sich im vergangenen Oktober mit dem Coronavirus angesteckt und nach seiner Genesung wiederholt gesagt, er halte sich für "immun".

+++ 23:18 Twitter kennzeichnet Falschinformationen über Impfungen +++
Twitter will gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen vorgehen. Ab sofort werden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu "schädlichen" Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Virus angekündigt. Seit der Einführung der neuen Corona- Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Maßnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

+++ 22:25 Bruch mit der EU: Österreich und Dänemark setzen auf Impfallianz mit Israel +++
Österreich und Dänemark wollen sich einem Medienbericht zufolge in der Bekämpfung der Pandemie nicht weiter allein auf die EU verlassen. Sie suchen daher eine neue Partnerschaft bei der Erforschung und Herstellung neuer Impfstoffe mit Israel, wie "Bild" vorab berichtet. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte gegenüber dem Blatt: "Wir haben uns im Sommer gemeinsam darauf verständigt, dass Impfstoffe von der EU für die Mitgliedsstaaten rechtzeitig beschafft und schnell zugelassen werden. Dieser Zugang war zwar grundsätzlich richtig, die EMA ist aber zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe, und es kommt zu Lieferengpässen von Pharmaunternehmen. Wir müssen uns daher auf weitere Mutationen vorbereiten und sollten nicht mehr nur von der EU abhängig sein bei der Produktion von Impfungen der zweiten Generation."

+++ 22:11 Tschechien ordnet Massentests in Firmen an +++
Tschechien ordnet verpflichtende Corona-Massentests in allen mittleren und großen Unternehmen an. Das beschloss die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis auf einer Kabinettssitzung. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen rund 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getestet werden. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten. Für Firmen und Mitarbeiter ist die Teilnahme obligatorisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten der Corona-Antigen-Tests. Alternativ können auch Selbsttests zum Einsatz kommen, die mit umgerechnet rund zweieinhalb Euro je Test bezuschusst werden. Bei Missachtung drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen.

+++ 21:57 Mehr als 50 Millionen Menschen in den USA bereits einmal geimpft +++
In den USA haben bislang mehr als 50 Millionen Menschen mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Insgesamt wurden bislang mehr als 76 Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Mehr als 25 Millionen Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen. Seit Dezember werden in den USA Menschen mit den beiden Präparaten der Unternehmen Pfizer/Biontech sowie Moderna geimpft, bei denen jeweils zwei Dosen nötig sind. Künftig kann ein drittes Vakzin zum Einsatz kommen: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte am Samstag eine Notfallzulassung für den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson erteilt. Dieser entfaltet seine volle Wirkung schon nach Verabreichung einer Dosis.

+++ 21:40 Zwei Bundesländer unter 50er-Schwelle +++
Laut der aktuellen Virus-Lage bewegen sich zwei Bundesländer mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, liegt weiter Rheinland-Pfalz (49,6) unter der 50er-Schwelle. Hinzugekommen ist Schleswig-Holstein (49,7). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort verharrt der Wert bei 126,5. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland über der 100er-Marke.

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+++ 21:15 Weniger als 50 Prozent der über 80-Jährigen in Berlin geimpft +++
Die Impfquote aller Berlinerinnen und Berlin über 80, auch diejenigen außerhalb der Heime, beträgt laut Berlin Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci derzeit 42 Prozent. Es seien aber bereits mehr Personen dieser Altersgruppe zum Impfen terminiert, schreibt die "Berliner Morgenpost". An Menschen zwischen 77 und 80 sind inzwischen laut Kalayci 106.000 Einladungen verschickt worden, weitere Jahrgänge würden folgen. Kalayci sagte laut Bericht, man reserviere nicht mehr immer die zweite Dosis, sondern halte nur noch eine Wochenmenge zurück, um nicht Termine absagen zu müssen.

+++ 20:46 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4335 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.449.031 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4335 neue Fälle hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs der Neuinfektionen liegt um 67 Fälle über dem Niveau von Montag vergangener Woche (4268 Neuinfektionen). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 174 auf 70.255. Als aktuell infiziert gelten rund 122.138 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,10 angegeben (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 110 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,01 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2869 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1643 davon werden beatmet. Rund 5088 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP