Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 03:02 Lateinamerika verlor 34 Millionen Arbeitsplätze durch Pandemie +++

Mindestens 34 Millionen Menschen in Lateinamerika und der Karibik haben wegen der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 ihre Jobs verloren. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Lage in neun Ländern. Die UN-Organisation warnt vor einer beispiellosen Krise der Arbeitsmärkte und "einem drastischen Schrumpfen von Erwerbstätigkeit, Arbeitszeit und Einkommen." Lateinamerika und die Karibik sind demnach die Weltregion mit dem größten prozentualen Rückgang bei Arbeitszeit und Arbeitseinkommen. Die Beschäftigungsquote - der Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung - fiel demnach im ersten Quartal dieses Jahres auf einen "historischen Tiefstand" von 51,1 Prozent.

+++ 02:21 Über 1000 neue Tote in Brasilien +++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden 1031 weitere Todesfälle und 33.413 Neuinfektionen. Damit verzeichnet das lateinamerikanische Land insgesamt 143.952 Todesopfer und über 4,81 Millionen bestätigte Coronavirus-Fälle.

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+++ 01:33 Bundeswehr-Hilfe abgelehnt: Kramp-Karrenbauer kritisiert Berliner Bezirk +++
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die ablehnende Haltung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen Hilfe der Bundeswehr zur Nachverfolgung von Kontakten bei Corona-Infizierten kritisiert. Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem "Tagesspiegel". Sie sieht "ideologische Gründe". Überall sonst werde die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten dankbar angenommen. In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests eingesetzt werden. Zu den bisher 60 Soldatinnen und Soldaten sollen noch einmal 180 dazukommen.

+++ 00:29 Pauschale Reisewarnung für Nicht-EU-Länder aufgehoben +++
Nach mehr als einem halben Jahr hebt die Bundesregierung die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union auf. Jedes Land der Welt wird nun einzeln bewertet - so wie bisher bereits die Länder der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums. Eine Reisewarnung wird nur noch Länder und Regionen ausgesprochen, die den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Das betrifft derzeit mehr als 130 Länder ganz oder teilweise.

 

+++ 23:51 Krise treibt Argentinier in die Armut +++
In der Corona-Pandemie hat die Armut in Argentinien deutlich zugenommen. In dem einst reichen Land leben inzwischen 40,9 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze, wie die Statistikbehörde mitteilte. Das sind 5,5 Prozentpunkte mehr als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. 10,5 Prozent der Menschen leben demnach in extremer Armut. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, hatte die Regierung bereits Mitte März recht strenge Ausgangsbeschränkungen erlassen, die zumindest im Großraum Buenos Aires noch immer gelten. Die harten Restriktionen trafen auch die Wirtschaft, vor allem informell Beschäftigte können seit Monaten nicht ihrer Arbeit nachgehen.

+++ 22:55 Auswärtiges Amt nimmt Reisewarnung für Belgien vorübergehend wieder von der Seite +++
Kurz nachdem das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für ganz Belgien ausgesprochen hat, ist der Hinweis am Abend wieder von der Website des Ministeriums verschwunden. Ein Sprecher des Ministeriums begründete das damit, dass das Robert Koch-Institut Belgien noch nicht offiziell als Corona-Risikogebiet ausgewiesen habe. Die Entscheidung sei aber gefallen und die Reisewarnung werde in Kürze wieder eingestellt. Auch der deutsche Botschafter in Brüssel, Martin Kotthaus, hatte die Reisewarnung für ganz Belgien auf Twitter bereits bestätigt.

+++ 22:21 Frankreich: Wieder deutlich mehr als 10.000 Neuinfektionen, 135 neue Intensivpatienten +++
In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wieder auf mehr als 10.000 gestiegen. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Abend 12.845 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am Dienstag waren nur gut 8000 Neuinfektionen registriert worden - das war nur noch die Hälfte des Höchststandes von mehr als 16.000 in der vergangenen Woche. Sorge bereitet den französischen Behörden derzeit auch die steigende Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen: Landesweit wurden binnen 24 Stunden 135 Patienten neu aufgenommen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Damit liegen derzeit in Frankreich mehr als 1230 Erkrankte auf Intensivstationen.

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+++ 21:49 Spahn: Impfstoff "so schnell wie noch nie in Menschheitsgeschichte" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass schon bald ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. "Was Stand heute jedenfalls optimistisch stimmt, ist, dass wir wahrscheinlich so schnell wie noch nie in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff bei einem neuen Virus haben werden", sagte Spahn gegenüber ntv und RTL. Es gebe mehrere vielversprechende Ansätze. "Daher rechne ich, wenn es nicht noch Rückschläge gibt, Anfang nächsten Jahres mit einem Impfstoff", so Spahn. Da nicht für die gesamte Bevölkerung auf einmal sofort Impfstoff zur Verfügung stehen werde, müsse man anfangs priorisieren, sagte er weiter. Wie eine solche Priorisierung aussehen soll, müsste nun ausgearbeitet werden: "Ich möchte, dass das gut auch ethisch fundiert ist, damit es Akzeptanz hat."

+++ 21:41 Bundesregierung spricht Reisewarnung für ganz Belgien aus +++
Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Abend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor. In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

+++ 21:22 Spanien beschließt Abriegelung Madrids und weiterer Städte +++
Die spanische Zentralregierung hat ungeachtet des Widerstands mehrerer Landesregionen die Abriegelung von Großstädten im Falle hoher Corona-Infektionszahlen angekündigt. "Die Anordnung wird mit Veröffentlichung im Amtsblatt in den nächsten Tagen in Kraft treten", sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen wären von den Abschottungsmaßnahmen Madrid und neun weitere Städte im Großraum der Hauptstadt betroffen, so Illa. Der Anordnung zufolge sollen Bewegungsfreiheit und soziale Kontakte immer dann eingeschränkt werden, wenn in einer Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 Neuinfektionen liegt, mindestens zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und die Betten auf Intensivstationen zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind.

+++ 20:43 Wieder mehr als 2000 Neuinfektionen in Deutschland, Intensiv-Fallzahl steigt +++
Die Gesundheitsämter der Bundesländer melden den dritten Tag in Folge mehr als 2000 neu festgestellte Corona-Infektionen. Nach den von ntv.de erfassten und zusammengeführten Angaben haben sich binnen 24 Stunden 2128 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Damit gelten aktuell 25.288 Menschen offiziell als aktive Träger des Virus. Insgesamt fast 256.000 Menschen haben Covid-19 überstanden, diese Werte sind jedoch teilweise vom RKI geschätzt. Allerdings zeichnet sich ein Anstieg bei den aktuell intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 355 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 195 davon werden beatmet. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 293 (159 beatmet) gelegen, in der Woche davor bei 233 (128 beatmet). Rund 8700 der rund 30.700 registrierten Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP