Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 03:03 Corona-Meldesystem für Pflegeheime gefordert +++

Angesichts der wieder gestiegenen Coronavirus-Infektionsraten in Deutschland fordern Patientenschützer ein bundesweites Meldesystem für infizierte Heimbewohner und Altenpflegekräfte. Es fehle noch immer ein tagesaktueller Überblick zum Infektionsgeschehen in den Pflegeeinrichtungen, kritisierte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dass es bislang kein bundesweites Monitoring für die Corona-Lage in der Altenpflege gebe, sei "fatal", monierte der Patientenschützer. Brysch hob hervor, dass in den Pflegeeinrichtungen 900.000 Menschen wohnten und mehr als 750.000 arbeiteten.

+++ 02:04 Oper in Madrid wehrt sich gegen Vorwurf zu laxer Corona-Maßnahmen +++
Das Opernhaus Teatro Real in Madrid sieht sich mit heftiger Kritik wegen angeblich zu laxer Corona-Regeln konfrontiert. Nachdem eine Aufführung am Sonntagabend von protestierenden Zuschauern massiv gestört worden war, verteidigte sich das renommierte Opernhaus gegen die Vorwürfe. Das Teatro Real habe die von der Madrider Regionalregierung verhängten Corona-Auflagen beachtet und diese "sogar verstärkt", sagte der Verwaltungschef der Oper, Gregorio Marañón. Die Aufführung von Giuseppe Verdis "Ein Maskenball" war von einigen Zuschauern aus Protest dagegen, dass sie ihrer Ansicht nach zu eng beieinander saßen, durch permanentes Klatschen und Zwischenrufe gestört worden, wie in Webvideos zu sehen war. Die Aufführung wurde daraufhin abgebrochen.

+++ 01:34 England verschärft Corona-Regeln für Pubs und Restaurants +++
Angesichts des wieder starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden in ganz England die Restriktionen in der Gastronomie verschärft. Ab Donnerstag müssen alle Restaurants, Pubs und Bars um 22.00 Uhr schließen, wie die Regierung in London mitteilte. Auch darf in den gastronomischen Einrichtungen nur noch am Tisch bedient werden. Diese Regelungen gehören zu einem neuen Maßnahmenpaket gegen das Coronavirus, welches Premierminister Boris Johnson im Laufe des Tages vorstellen will. In einzelnen Regionen von Nord- und Zentralengland sind derartige Einschränkungen in der Gastronomie bereits in Kraft. Die neuen landesweiten Maßnahmen seien notwendig, um "den Wiederanstieg der Virus-Fälle unter Kontrolle zu halten", sagte ein Regierungssprecher.

+++ 00:18 Tschechiens Regierungschef bereut voreilige Corona-Lockerungen +++
Tschechiens Regierungschef Andrej Babis hat Versäumnisse bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus eingeräumt. Seine Regierung habe falsch gehandelt, als sie die Corona-Maßnahmen vor den Sommerferien gelockert habe, sagte Babis am Abend in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Er habe sich von der Sommerzeit und der "allgemeinen Stimmung mitreißen" lassen, sagte Babis. "Das war ein Fehler, den ich nicht wiederholen möchte." Die Regierung in Prag hatte zunächst mit strengen Maßnahmen auf die Corona-Pandemie reagiert und unter anderem eine auch im Freien geltende Maskenpflicht verhängt. Vor Beginn der Sommerferien lockerte die Regierung dann jedoch einen Großteil der Maßnahmen. Zuletzt waren die Fallzahlen in Tschechien wieder stark gestiegen. Am vergangenen Donnerstag verzeichneten die Behörden eine Rekordzahl von 3130 Neuinfektionen. Der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech trat wegen des Anstiegs zurück.

+++ 23:25 Spahn wirbt für Herbst- oder Winterurlaub in Deutschland +++
Gesundheitsminister Spahn hat dafür geworben, den Herbst- oder Winterurlaub in Deutschland zu verbringen. "Wir haben gesehen, mit dem Winterurlaub - Stichwort Ischgl - und jetzt nochmal in den Sommerferien, dass mit dem Reisen, mit der Mobilität auch zusätzliche Infektionsrisiken entstehen." Bayern kämpfe bis heute auch mit den Infektionsherden, die sich daraus ergaben. "Ich denke man kann auch in Deutschland einen schönen Urlaub verbringen", sagte Spahn in einem ARD-"Extra". Der Minister sieht Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus inzwischen besser gerüstet als noch im Frühjahr. "Wir wissen zum Beispiel besser, wie wir die Intensivkapazitäten in den Kliniken genauer, zielgenauer auch steuern können." Die Medizin wisse besser, welche Behandlungsmethoden sinnvoll seien. Zudem habe man auch mehr Testkapazitäten und mehr Schutzausrüstung für betroffenes Personal.

+++ 22:27 Dienstlaptops für Lehrer sollen zügig kommen +++
Die geplanten Dienstlaptops für Lehrer sollen zügig angeschafft werden. Das teilte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Hubig nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel, Bundesbildungsministerin Karliczek, SPD-Chefin Esken und den Kultusministern der Länder mit. "Ausdrücklich zu begrüßen ist die Bereitschaft der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Beschaffung der Endgeräte für Lehrkräfte zu ermöglichen", sagte Hubig. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, will der Bund die dafür veranschlagten 500 Millionen Euro zunächst vorstrecken. Nachträglich soll die Finanzierung dann, wie von der großen Koalition im August vereinbart, aus dem noch zu bildenden 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbaufonds der EU erfolgen.

+++ 22:11 Großbritannien erhöht nach Anstieg von Fallzahlen Warnstufe +++
Angesichts steigender Neuinfektionen erhöht Großbritannien die offizielle Covd-19-Warnstufe auf vier von zuvor drei. Stufe vier bedeutet, dass die Virus-Übertragung groß ist. In Großbritannien droht nach Einschätzung von Experten ein rapider Anstieg der Corona-Todeszahlen, wenn das Land nicht umgehend gegensteuert. Der britische Premierminister Boris Johnson dürfte am Dienstag weitere Maßnahmen ankündigen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

+++ 21:48 US-Gesundheitsbehörde zieht Hinweis zu Corona-Übertragung zurück +++
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat mit überarbeiteten Hinweisen zur Übertragung des Coronavirus für Verwirrung gesorgt und sich inzwischen selbst korrigiert. Am Sonntag war bekannt geworden, dass die Behörde entgegen der bislang gültigen Annahmen auf ihrer Webseite schrieb, dass SARS-CoV-2 für längere Zeit in der Luft verbleiben und über Distanzen weiter als zwei Meter übertragen werden könne. An diesem Montag veröffentlichte die CDC dann einen Hinweis, dass fälschlicherweise ein "Entwurf" auf der Homepage veröffentlicht worden sei. Man sei derzeit damit beschäftigt, die Hinweise zur Übertragung über die Luft zu überarbeiten. Erst kürzlich hatte die Behörde für Empörung gesorgt, als sie weniger Tests empfohlen hatte und bei Menschen ohne Symptome darauf verzichten wollte. In einer "Klarstellung" nahm die CDC diese Position am Freitag wieder zurück.

*Datenschutz

+++ 21:26 Nordirland verbietet Treffen fremder Haushalte +++
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gelten in Nordirland ab Dienstagabend wieder stärkere Maßnahmen. So dürfen sich drinnen bis auf wenige Ausnahmen keine Angehörigen verschiedener Haushalte mehr miteinander treffen, wie die Regierung erklärte. Im Freien werden noch Treffen von maximal sechs Menschen aus zwei Haushalten erlaubt sein. Allein in den vergangenen 48 Stunden hat es in Nordirland fast 400 neue Fälle gegeben. Doch in ganz Großbritannien steigen die Fallzahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50.000 Fälle pro Tag zählen, wie führende Gesundheitsexperten am Montag warnten.

+++ 20:55 WHO: Impfstoff-Initiative fehlen noch über 700 Millionen Dollar +++
An der Corona-Impfstoff-Allianz "Covax" unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bislang 156 Länder beteiligt. Zudem werde mit der Zusage von weiteren 38 wohlhabenden Ländern in den kommenden Tagen gerechnet, teilte die WHO mit. Die USA und China seien aber nicht dabei, wobei mit China noch Gespräche liefen. Bislang gibt es Zusagen im Volumen von 1,4 Milliarden Dollar für die Forschung und die Entwicklung eines Impfstoffs. Weitere 700 bis 800 Millionen Dollar seien aber dringend erforderlich. Ziel der Initiative ist, dass reichere Länder gemeinsam einen Impfstoff kaufen, um ihn dann auch an ärmere Staaten weiterzugeben. Geplant ist der Erwerb von rund zwei Milliarden Einheiten von verschiedenen Herstellern bis Ende 2021. Damit soll verhindert werden, dass jedes Land nur an sich denkt und Impfstoff-Bestände an den Meistbietenden gehen.

+++ 20:24 Bundesländer melden 1160 neue Infektionen +++
In Deutschland haben sich binnen 24 Stunden nachweislich 1160 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis von Daten aus den 16 Bundesländern hervor. Damit steigt die Zahl der registrierten Infektionen auf insgesamt 273.165. Im Vergleich zum Vortag sind zwei neue Todesfälle hinzugekommen (insgesamt: 9393). Die Zahl der Genesenen wird auf 241.655 geschätzt. Als akut infiziert gelten momentan gut 22.000 Menschen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, fzö/jog/ino/dpa/AFP/rts