Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 03:18 Ökonomen warnen: Lockdown-Nothilfe reichen nicht aus +++

Führende Ökonomen halten die staatliche November-Nothilfe für Gastronomen und andere vom geplanten Teil-Lockdown betroffene Branchen längerfristig für nicht ausreichend. "Die Erstattung des Umsatzausfalls ist sicher zielführend", sagt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". "Ob allerdings 75 Prozent ausreichen, dürfte fraglich sein, je länger der Lockdown dauert." Die Gewinnmargen in konsumnahen Branchen seien schließlich gering. "Insofern kann es trotz der Hilfen zu einem massiven Unternehmenssterben kommen", so der IW-Direktor. Zudem hätten Einzelhändler keine Aussicht auf Hilfe, obwohl auch ihre Geschäfte leiden würden, wenn in Innenstädten Cafés und Restaurants schließen müssten.

+++ 02:42 Bolsonaro bezeichnet neue Lockdowns als "verrückt" +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält den erneuten Lockdown einiger Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie für übertrieben. Dies sei "verrückt", sagt Bolsonaro angesichts der Bemühungen in vielen westlichen Ländern, die zweite Corona-Welle abzumildern. In Frankreich etwa gelten ab diesem Freitag neue Beschränkungen. "Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Präsident Emanuel Macron an seine Landsleute.

+++ 02:09 China meldet weniger Corona-Neuinfektionen +++
China meldet weniger Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 25 gesunken, nachdem es zuvor noch 47 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien mit einer Ausnahme aus Übersee importiert worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.940. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4634.

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+++ 01:37 Apple schließt fast alle Geschäfte in Frankreich +++
Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab Freitag geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen. In Frankreich beginnt an diesem Freitag ein einmonatiger Lockdown, in Deutschland folgt ein teilweiser Lockdown ab Montag.

+++ 01:03 Zahl der Toten in Frankreich steigt auf mehr als 36.000 +++
In Frankreich erhöht sich die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben auf mehr als 36.000. 250 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen der Viruserkrankung Covid-19 gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steigt den Angaben zufolge auf 3147 - ein Plus von 395 im Vergleich zum Vortag. Insgesamt werden derzeit mehr als 21.600 mit dem Coronavirus Infizierte in französischen Krankenhäusern behandelt.

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+++ 00:22 Brasilien meldet insgesamt fast 159.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.106 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 513 auf 159.969 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:32 Biontech-Chef erwartet in Kürze erste Daten aus Impfstudie +++
Biontech-Chef Ugur Sahin erwartet in Kürze erste Daten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie des Unternehmens mit seinem potenziellen Corona-Impfstoff. "Wir werden sicherlich in zwei Wochen schlauer sein", sagt Sahin dem VRM-Medienhaus. Er rechne mit ersten Daten Ende Oktober, Anfang November. "Es wird nicht mehr lange dauern." Dann werde sich zeigen, ob der Impfstoff in der Lage sei zu schützen. "Wir sind optimistisch." Mitte November könnten bei positiven Daten Unterlagen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA für eine Notfallgenehmigung eingereicht werden.

+++ 22:57 Amazon verdreifacht Gewinn +++
Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrößten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar. Auch das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet florierte weiter, Amazons Flaggschiff AWS erhöhte die Erlöse hier um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen klar, dennoch reagierte die Aktie nachbörslich zunächst verhalten. Der Kurs ist seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 70 Prozent gestiegen.

+++ 22:22 Merkel mahnt offene Grenzen in Europa an +++
Bei einer Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs beschwört Kanzlerin Merkel die anderen Mitgliedsländer, trotz steigender Infektionszahlen die Grenzen geöffnet zu halten. Dies sei für Deutschland "als Land in der Mitte Europas" wichtig, erklärte ihr Sprecher Seibert. Es müsse "einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf" geben und die EU koordiniert die Pandemie bekämpfen. Österreichs Kanzler Kurz schloss sich Merkel in dieser Forderung an.

+++ 22:09 Rio lässt Straßenkarneval ausfallen +++
Rio de Janeiro sagt den weltberühmten Straßenkarneval im Februar ab. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1". Demnach hätten Vertreter von Karnevalsgruppen, die städtische Tourismusagentur Riotur und Spezialisten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit die Absage nach einer Online-Besprechung festgelegt. Dem Bericht zufolge waren sich alle Teilnehmer einig, dass eine Veranstaltung von der Größe des Straßenkarnevals von Rio in der Corona-Pandemie weder sinnvoll noch sicher ist. Ende September hatte Rio bereits die Umzüge im Sambodrom verschoben. Sie sollten im Februar stattfinden.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP