Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 03:58 Ansturm von Freiwilligen auf Impfstudie in Tübingen +++

Rund 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für eine Corona-Impfstudie gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der dpa. An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Laut Kremsner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. "Bisher ist alles im grünen Bereich", sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde. Die zahlreichen Freiwilligen kommen nicht alle zum Zug. Insgesamt sollen 168 Probanden geimpft werden - neben Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Bei der klinischen Studie handelt es sich um eine sogenannte Phase-1-Studie. Verläuft sie erfolgreich, folgen Untersuchungen mit deutlich mehr Probanden.

+++ 02:07 Pistorius hofft auf Ende der Geisterspiele im Herbst +++
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hofft auf Fans in den Fußballstadien ab dem späten Herbst - zu Beginn der neuen Saison rechnet der SPD-Politiker weiter mit Geisterspielen. Eine Lockerung im September komme aus seiner Sicht "zu früh", sagte Pistorius der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Pistorius erklärte, dass der Zeitpunkt für eine Rückkehr von Zuschauern in die Stadien maßgeblich davon abhänge, wie sich das Infektionsgeschehen über die Urlaubszeit entwickeln werde. "Ganz Deutschland ist auf Achse, und zwar in diesem Jahr überwiegend innerhalb unseres Landes. Da müssen wir erst mal abwarten, wohin das führt", sagte er.

+++ 01:05 Bericht: EY-Wirtschaftsprüfer bekommen Millionen für Masken-Controlling +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat laut "Bild" die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY mit der Buchhaltung bei der Maskenbeschaffung beauftragt. Der Festpreis für EY betrage rund 9,5 Millionen Euro. Der Vertrag laufe sechs Monate und sei ohne Ausschreibung durch Direktvergabe erfolgt, berichtet das Blatt vorab unter Berufung auf einen Beschaffungsbericht vom 6. Juni 2020. EY war zuletzt im Zusammenhang mit dem Bilanzskandal beim inzwischen insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard in die Schlagzeilen geraten.

+++ 00:14 Brasilien: Zahl der Infektionen steigt auf mehr als 1,8 Millionen +++
In Brasilien werden nach Auskunft des Gesundheitsministeriums 45.048 Neuinfektionen registriert. Damit steigt die Zahl der festgestellten Ansteckungen auf 1.800.827. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle steigt in den vergangenen 24 Stunden um 1214 auf 70.398.

+++ 22:30 Mehr als 30.000 Tote in Frankreich +++
In Frankreich sind mehr als 30.000 Menschen in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Mindestens 30.004 Menschen seien seit Beginn der Epidemie in Frankreich ums Leben gekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Abend mit. In den vergangenen 24 Stunden seien in den Krankenhäusern 25 Corona-Tote hinzugekommen. Die Zahl der Toten in Pflegeeinrichtungen werde erst am 15. Juli wieder aktualisiert. In Frankreich galten von Mitte März an rund zwei Monate sehr strenge Ausgangsbeschränkungen. Seit dem 11. Mai wurden die Regelungen gelockert. Das Land war von der Pandemie schwer getroffen, zeitweise waren Krankenhäuser überlastet.

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+++ 22:03 China warnt vor neuer Lungenkrankheit +++
Die zentralasiatische Republik Kasachstan hat chinesische Medienberichte über eine weitere tödliche Lungenkrankheit zurückgewiesen. Diese haben eine Mitteilung der chinesischen Botschaft in Kasachstan aufgegriffen, in der vor einer neuen gefährlichen Lungenentzündung gewarnt wird, die angeblich in Kasachstan grassieren soll. "Die Sterblichkeitsrate dieser Krankheit ist viel höher als die des Coronavirus", heißt es in der Botschafts-Mitteilung. Kasachstan dementierte die Berichte. In dem autoritär regierten Steppenstaat gibt es allerdings keine Möglichkeit, Informationen unabhängig zu überprüfen. Das kasachische Gesundheitsministerium erklärte, "dass die entsprechende Information nicht der Wirklichkeit entspricht". Gesundheitsminister Alexej Zoi habe zwar am Vortag bei einem Briefing auch über Lungenentzündungen unklarer Ursache gesprochen. Hintergrund sei aber, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Covid-19 als Lungenkrankheit mit unklarer Entstehung klassifiziere. Kasachstan hat in den vergangenen Monaten einen starken Anstieg an Lungenentzündungen registriert. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sei die Erkrankungsrate mehr als 50 Prozent höher gewesen als im Vorjahreszeitraum, sagte Zoi. Ein Anstieg sei aber weltweit zu beobachten, betonte der Minister.

+++ 21:35 Weltweit so viele Neuinfektionen wie noch nie an einem Tag +++
Weltweit ist die Zahl der Neuinfektionen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) binnen eines Tages so stark gestiegen wie noch nie. Die WHO meldet 228.102 neue bekannte Fälle binnen 24 Stunden. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die USA, Brasilien, Indien und Südafrika. Der tägliche Anstieg bei der Zahl der Toten blieb mit 5000 in etwa gleich.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, jug/hul/jpe/dpa/rts/AFP