Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:04 Corona-Krise schlägt sich im Duden nieder +++

Eine Reihe häufiger Wörter aus der Corona-Krise ist in den Duden aufgenommen worden. "Coronavirus" steht bereits seit dem Sars-Ausbruch 2002/03 in dem Wörterbuch. Neu sind unter anderem Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown.

+++ 03:51 Verbraucherschutz-Chef will Druck auf Lufthansa erhöhen +++
Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen schleppender Rückzahlung von Tickets mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa gefordert. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

+++ 02:40 Rund 23.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
In Brasilien ist die Zahl der bekannten Infektionen um 23.010 auf insgesamt knapp 3,04 Millionen gestiegen. Das Gesundheitsministerium hat zudem 572 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt zählt das Land nun 101.049 Covid-19-Tote.

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+++ 01:44 Hamburgs Bürgermeister will Fußballfans wieder ins Stadion lassen +++
Vor dem Gespräch der Länder-Gesundheitsminister hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für Bundesliga-Spiele mit Fans in den Stadien ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild-Zeitung": "Warum soll es nicht möglich sein, ein Fußballstadion mit einigen Tausend Zuschauern aufzumachen?" Es müsse um die Verhältnismäßigkeit gehen. In Hamburg sei es in der Elbphilarmonie bereits möglich, Konzerte mit bis zu 750 Personen auch live zu verfolgen. Der Ärzteverband Marburger Bund hat indes vor einer Fan-Rückkehr in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt. "Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real. Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus", sagte die Vorsitzende Susanne Johna.

+++ 00:50 Innenstaatssekretär für Anzeigepflicht vor Reisen in Risikogebiete +++
Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. "Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und kommen selbst für die Kosten auf. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

+++ 00:17 Fast jede zweite Firma beantragte Staatshilfen +++
Viele Firmen verdanken ihr Überleben in der Krise der staatlichen Corona-Hilfe. Laut einer Umfrage der Universität Mannheim und des ZEW-Instituts haben 44 Prozent der Betriebe eine derartige Maßnahme beantragt. Zwei Drittel der 8500 teilnehmenden Firmen beanspruchten irgendeine Form staatlicher Unterstützung. In 40 Prozent der Fälle hatten die Firmen  mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes verloren.

+++ 23:49 Pflichttests an NRW-Flughäfen starten problemlos +++
An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln sind die Corona-Pflichttests von Rückkehrern aus Risikogebieten am Wochenende zügig angelaufen. Der Großteil der Rückkehrer komme aus der Türkei, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Bei den Teststellen hätten sich auch am Sonntag kaum Schlangen gebildet, hieß es weiter. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

+++ 22:00 Vier Rostocker Schüler positiv auf Coronavirus getestet +++
Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt am Abend mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert. Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten. Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. Insgesamt seien 67 Personen betroffen.

+++ 21:15 Neuinfektionen fallen unter Schwelle von 1000 +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Konkret melden die Länder 463 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, allerdings fehlen die aktuellen Zahlen aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die meisten Neuinfektionen stammen aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die Zahl der Todesfälle steigt zum Vortag um eine Person auf 9199. Bis Sonntag haben laut RKI-Schätzung 196.167 Menschen die Infektion überstanden.

+++ 20:13 Paul-Ehrlich-Institut erwartet ab Jahresende erste Corona-Impfungen +++
Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff weiter zuversichtlich. "Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek einem RND-Bericht vom Sonntag zufolge. Positiv sei insbesondere, "dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus 2 hervorrufen". Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, "die sich als verträglich erweisen"

+++ 19:33 R-Wert sinkt, aber noch über kritischer Marke +++
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,17 (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, ebenfalls bei 1,17 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/AFP