Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:15 Algeriens Präsident steht nach Therapie in Deutschland vor Rückkehr in Heimat +++

Der wegen einer Corona-Infektion in Deutschland behandelte algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune will bald in seine Heimat zurückkehren. Der 75-Jährige habe das Krankenhaus verlassen und werde "in den kommenden Tagen" nach Algerien fliegen, erklärt die Präsidentschaft. Tebboune sei "auf dem Weg der Erholung". Der Staatschef war Ende Oktober nach einem Corona-Verdacht bei mehreren seiner Mitarbeiter für medizinische Untersuchungen in eine Klinik nach Deutschland gebracht worden. Wenige Tage später erklärte sein Büro dann, dass sich der Präsident infiziert habe.

+++ 03:42 Kroatiens Ministerpräsident ist positiv getestet +++
Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenkovic ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gibt ein Sprecher bekannt. "Er fühlt sich wohl und wird seine Aufgaben weiter von zu Hause erledigen", sagt dieser. Plenkovic war zum Zeitpunkt seiner Diagnose bereits in Quarantäne, weil seine Frau am Wochenende einen positiven Testbefund hatte.

+++ 03:03 Türkei verschärft wegen steigender Infektionszahlen Corona-Maßnahmen +++
Die Türkei reagiert mit strikten Ausgangsbeschränkungen auf die dramatisch steigenden Corona-Zahlen: Wie Präsident Recep Tayyip Erdogan nach einer Kabinettssitzung ankündigt, gilt von Dienstag an eine nächtliche Ausgangssperre. Ein kompletter Lockdown inklusive Ausgangsbeschränkungen am Tag soll demnach am Wochenende gelten.

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+++ 02:22 Kalifornien erwägt drastischere Corona-Maßnahmen +++
Wegen einer drohenden Überfüllung der Intensivstationen in den kommenden zwei Wochen könnte Kalifornien die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter verschärfen. Mit Blick auf steigende Krankenhauseinweisungen und den zunehmenden Bedarf an Intensivbetten warnt Gouverneur Gavin Newsom: "Wenn sich diese Trends fortsetzen, werden wir dramatischere, möglicherweise drastische Maßnahmen ergreifen müssen." In Teilen des Staates könnte es wie zu Beginn der Pandemie wieder eine Anordnung zum Zuhausebleiben geben (Stay at home order), wenn auch in abgeänderter Form, sagte Newsom.

Kalifornien ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. In den vergangenen 14 Tagen wurden dort im Durchschnitt rund 13.000 Neuinfektionen pro Tag erfasst. Insgesamt wurden dort seit Beginn mehr als 1,2 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Am Montag traten bereits für die rund zehn Millionen Einwohner des Bezirks Los Angeles strengere Auflagen in Kraft, mit denen die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden sollen. Unter anderem sind alle öffentlichen und privaten Versammlungen mit Menschen aus einem anderen Haushalt verboten.

+++ 01:36 Wirtschaftsweisen: Länder sollen Hilfen hälftig zahlen +++
Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, fordert eine stärkere Beteiligung der Länder an den Corona-Sonderhilfen. "Bund und Länder sollten sich diese Belastungen hälftig teilen", sagt Feld den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Zugleich forderte er eine Reduzierung der Hilfen. "Sie sollten nicht in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erstatten, sondern an den Fixkosten pauschalierend ausgerichtet sein." Steuererhöhungen zur Finanzierung lehnt Feld strikt ab. Diese verböten sich in der Krise. "Wenn die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nach der Krise vornehmlich über Wachstum gesichert werden soll, dann verbieten sich Steuererhöhungen zudem mittelfristig."

+++ 00:57 Städtetag warnt vor Milliarden-Finanzloch +++
Den Kommunen droht nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, im nächsten Jahr wegen der Corona-Krise ein Defizit von gut zehn Milliarden Euro. Durch den Teil-Lockdown könne sich die Lücke sogar noch vergrößern, zitiert das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" Dedy. "Das macht uns in den Städten große Sorgen." Er fordert dem Bericht nach Bund und Länder eindringlich dazu auf, auch 2021 und 2022 Mittel bereitzustellen, um die Kommunen zu stabilisieren. Sie sollten in den beiden kommenden Jahren die Gewerbesteuerausfälle der Kommunen weiterhin ausgleichen. Andernfalls wären die Städte zu drastischen Kürzungen bei den Investitionen gezwungen. "Das wäre Gift für die Konjunktur."

+++ 00:12 Fed-Chef: USA stehen herausfordernde Monate bevor +++
Den USA stehen nach Einschätzung von Notenbankchef Jerome Powell angesichts einer sich verschärfenden Corona-Pandemie noch einige "herausfordernde" Monate bevor. Der Anstieg der Fallzahlen in den USA und im Ausland sei besorgniserregend, sagt Powell. Mittelfristig seien die jüngsten Nachrichten "von der Impf-Front" sehr positiv. Derzeit bestünden aber weiterhin noch erhebliche Herausforderungen und Unsicherheiten, etwa hinsichtlich des Zeitpunkts, der Produktion und des Vertriebs sowie der Wirksamkeit. Es sei weiterhin schwierig, den Zeitpunkt und den Umfang der wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklungen zu bewerten.

Das Schicksal der Konjunktur hänge davon ab, wie erfolgreich eine Immunisierung der Bevölkerung verlaufen werde. Bis es soweit sei, werde die Pandemie sich weiter auf die Wirtschaft auswirken. Besonders hart betroffen sein würden Frauen, Minderheiten und der Dienstleistungssektor.

+++ 23:38 Moderna beantragt Notfallzulassung für Corona-Impfstoff in USA +++
Der US-Biotechkonzern Moderna hat nach positiven Studienergebnissen eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffs in den USA beantragt. Das teilt der Konzern mit. Moderna wollte früheren Angaben zufolge in Kürze auch noch eine bedingte Marktzulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA beantragen. Nach einer Analyse der zulassungsrelevanten Studie zeigte der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent gegen Covid-19. Schwere Krankheitsverläufe konnten nach Unternehmensangaben verhindert werden, ernste Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt. Der Impfstoff von Moderna könnte der zweite in den USA werden, der dort eine Notfallgenehmigung erhält.

+++ 23:01 Lettlands Staatsspitze stimmt auf weitere Beschränkungen ein +++
Angesichts steigender Infektionszahlen stimmt die Staatsspitze Lettlands die Bevölkerung auf weitere Beschränkungen ein. Die Regierung beabsichtige, den Anfang November verhängten Notstand bis zum 11. Januar zu verlängern, sagt Ministerpräsident Krisjanis Karins nach einem Treffen mit Staatspräsident Egils Levits und Parlamentspräsidentin Inara Murniece. Damit soll die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in dem baltischen EU-Land eingedämmt werden.  «Das Grundprinzip, das wir anstreben, ist: zwei Personen, zwei Meter. Keine Besuche, keine längeren Aufenthalte», so Karins. Dazu sollen weiter auch die geltende Maskenpflicht in Innenräumen ausgeweitet, die Weihnachtsferien für Schüler verlängert und «aktive Grenzkontrollen» eingeführt werden.

+++ 22:13 WHO sichert Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus zu +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sichert eine umfangreiche Untersuchung zum Ursprung des Coronavirus zu. "Wir müssen den Ursprung des Virus kennen, weil er uns helfen kann, künftige Epidemien zu verhindern", sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Angesichts von Kritik, die WHO würde die Leitung der Untersuchung China überlassen, fordert er ein Ende der "Politisierung" des Themas. Die Position der WHO zu dieser Frage sei "sehr, sehr klar", so Tedros. "Wir wollen den Ursprung kennen, und wir werden alles tun, um ihn herauszufinden." Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte der Organisation vorgeworfen, Informationen im Zusammenhang mit der Corona-Krise zurückzuhalten. Anfang Juli hatte Trump den Austritt der USA aus der WHO eingeleitet.

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Quelle: ntv.de, bad/rts/dpa/AFP