Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:22 Johnson&Johnson-Impfstoff kurz vor EU-Zulassung +++

Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johson & Johnson könnte noch im März für die Europäischen Union zugelassen werden. Am 11. März werde die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin für die Verwendung in der EU überprüfen, sagte EMA-Vorstandschefin Christa Wirthumer-Hoche in einer Talkshow des österreichischen Senders ORF mit. "Wir erwarten eine positive Bewertung und dass die EU-Kommission die Zulassung schnell erteilt." Für eine Genehmigung des russischen Impfstoffs Sputnik V lägen hingegen noch keine ausreichenden Daten vor. Von nationalen Notfallzulassungen würde sie dringend abraten, erklärte die EMA-Chefin.

+++ 03:28 Günther rechnet für Ostern mit Hotelöffnungen in Schleswig-Holstein +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sieht Chancen für baldigen Urlaub in seinem Bundesland. "Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen", sagt Günther der "Rheinischen Post". "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können - unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps." Im Gegensatz zu den Herbstferien im vergangenen Jahr stünden nun ausreichend Schnelltests zur Verfügung.

+++ 02:43 Weniger Hochzeiten und mehr Scheidungen im Krisenjahr 2020 +++
Das Corona-Jahr 2020 hat es Paaren nicht leicht gemacht. Aus den amtlichen Hamburger Hochzeits- und Scheidungsdaten geht hervor, dass nicht nur seltener geheiratet wurde. Es gingen im Vergleich zu 2019 auch mehr Ehen in die Brüche. So haben sich im vergangenen Jahr in den Hamburger Standesämtern etwa 4780 Paare das Ja-Wort gegeben. Im Jahr zuvor waren es noch fast 6000 Paare. Gleichzeitig sind im vergangenen Jahr 4044 Anträge auf Ehescheidungen an den Amtsgerichten in Hamburg eingegangen, wie aus der Antwort der Bürgerschaft auf eine Anfrage der AfD hervorgeht. Das sind 212 mehr als im Vorjahr und 256 mehr als 2018.

+++ 01:59 Englands Schulen öffnen wieder +++
Nach Monaten im Lockdown kehren die Schülerinnen und Schüler in England heute ins Klassenzimmer zurück. Es ist der erste Schritt eines Lockerungsplanes der Regierung. Weiterführende Schulen können nach Bedarf stufenweise öffnen. So soll Zeit für mehrere freiwillige Corona-Tests sein. Die Regierung stellt zu Beginn Dutzende Millionen Schnelltests bereit. Danach kann jede Familie mit einem Schulkind pro Woche zwei Selbsttests je Haushaltsmitglied in Anspruch nehmen.

*Datenschutz

 

+++ 01:12 Berlin und Brandenburg: Menschen ab 70 können Astrazeneca-Impfung buchen +++
Nach der Freigabe von Astrazeneca auch für über 65-Jährige haben Brandenburg und Berlin mit der Terminvergabe für Ältere begonnen. In Berlin bekommen Personen, die für die Impfung in Frage kommen, in den nächsten Tagen eine Einladung über die Kassenärztliche Vereinigung. In Brandenburg können sie den Termin selbst buchen – müssen dabei aber tricksen. Weil die Software noch nicht angepasst ist, müssen sie in der Abfragemaske ein Alter zwischen 18 und 64 Jahren angeben. Die tatsächliche Berechtigung wird dann im Impfzentrum geprüft. In beiden Ländern werden inzwischen regulär Menschen ab 70 Jahren geimpft. Jüngere werden vorgezogen, wenn sie schwere Vorerkrankungen haben.

+++ 00:33 Bukarest macht Öffnungen teils wieder rückgängig +++
Fünf Wochen nach ihrer Wiederöffnung müssen Restaurants und Theater in Rumäniens Hauptstadt Bukarest wieder dichtmachen. Weil die Inzidenz der Neuansteckungen kritisch ist, verfügten die Bukarester Behörden, dass ab Montag die Innengastronomie nur noch für Hotelgäste erlaubt sei. Theater, Kinos und Glückspielhallen müssen schließen. Erlaubt bleibt die Gastronomie unter freiem Himmel. In den Schulen wurde die Präsenzpflicht auf die Grundschul- und Abschlussklassen reduziert. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 hat sich in Rumänien landesweit seit einer Woche nahezu verdoppelt. Am Freitag wurden 4342 Infektionen gemeldet.

+++ 23:48 Von der Leyen rechnet mit baldigem Ende der Impfstoff-Knappheit +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet deutlich mehr Impfstoff ab nächstem Monat. "Ab April könnten sich die Mengen nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung". Sie rechne EU-weit "im zweiten Quartal im Schnitt mit rund 100 Millionen Dosen pro Monat, insgesamt 300 Millionen bis Ende Juni". Für Deutschland würde das etwa 20 Millionen Dosen im Monat bedeuten, wofür deutlich höhere Impfkapazitäten nötig wären.

+++ 22:54 USA knacken Impf-Marke von 90 Millionen +++
In den USA sind jetzt über 90 Millionen Personen mindestens einmal geimpft worden. Das gibt das Seuchenzentrum CDC bekannt. Knapp 58,9 Millionen hätten bislang eine von zwei benötigten Impfungen erhalten und mehr als 30,7 Millionen beide. Ausgeliefert wurden inzwischen 116,4 Millionen Impfdosen. Erfasst sind die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen. 

 

+++ 22:25 Folge des Lockdown: Umweltministerin beklagt Plastikmüllberge +++
Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat die große Menge an Müll durch Einwegverpackungen im Corona-Lockdown kritisiert. Leider habe die Pandemie zu "einer Renaissance der Einwegverpackung" geführt, sagte die CDU-Politikerin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In einer modernen und verantwortungsvollen Gesellschaft habe achtlos entsorgter Plastikmüll aber nichts verloren. "Wer plant, sich bei einem Ausflug oder Spaziergang etwas To-go zu kaufen, sollte seinen eigenen Mehrwegbecher oder -teller im Gepäck haben", zitiert das Blatt die Ministerin. Die Städte sollten Verstöße konsequent ahnden.

+++ 22:05 Abwärtstrend bei Todesfällen hält an +++
In den zurückliegenden sieben Tagen (Kalenderwoche 9) haben die Bundesländer insgesamt 58.171 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Das ist der stärkste Wochenzuwachs seit Anfang Februar (KW 5/2021: 65.397 Fälle). In der Vorwoche hatte der Zuwachs noch 55.866 betragen. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle stieg in dieser Woche um 1860 an. Dies verdeutlicht einen leichten Abwärtstrend, wenn auch noch auf hohem Niveau. Zugleich ist dies der schwächste Wochenzuwachs seit Ende November (KW 47/2020: 1567 Todesfälle). In der Vorwoche bis 28. Februar 2021 waren noch 2220 weitere Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden.

+++ 21:35 NRW und Bayern mit vierstelligen Zuwächsen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen zwei der 16 Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 1685 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (1352) und dann dreistellig Hessen (487). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Thüringen an diesem Sonntag das Land mit dem größten Tageszuwachs an neu gemeldeten Infektionen: Der Freistaat verzeichnet 20,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:05 Deutschland meldet fast 7000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland übersteigt inzwischen die Marke von 2,5 Millionen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen 6912 neue Fälle hinzu, damit kommen die Behörden auf 2.502.867 bestätigte Fälle. Der aktuelle Tageszuwachs liegt deutlich über den Fällen der Vorwoche (6772). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 58 auf 71.941. Hier setzt sich der Abwärtstrend fort: Die heute gemeldeten Toten markieren den niedrigsten Wert seit dem 1. November. Als aktuell infiziert gelten rund 125.800 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 116 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,06 (Vortag: ebenfalls 1,06).

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland steigt nach mehreren Tagen des Rückgangs zum Wochenausklang wieder an. In deutschen Kliniken werden derzeit 2786 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Zuwachs um 35 Patienten. Demnach müssen 1584 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 8 mehr als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 5231 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP