Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:28 Industrie kritisiert Infektionsschutzgesetz +++

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kritisiert die geplanten Novelle des Infektionsschutzgesetzes scharf. "Der Entwurf für das vierte Infektionsschutzgesetz zeigt leider, wie wenig Bund und Länder seit einem Jahr in einer wirklich evidenzbasierten Corona-Bekämpfung vorangekommen sind", sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm der dpa. "Das Risiko eines regulativen Flickenteppichs bleibt bestehen - und damit die Planungsunsicherheit für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger." Zwar brauche es bundeseinheitliche Regeln - anstelle pauschaler Lockdown-Maßnahmen und der Fokussierung auf die Sieben-Tage Inzidenz bedarf es Russwurm zufolge aber einer differenzierten Betrachtung und der Einbeziehung von Erfahrungen aus Modellprojekten.

+++ 03:23 Polizei-Gewerkschaft will Infektionsschutzgesetz "mit Augenmaß" durchsetzen +++
In der Debatte um das Infektionsschutzgesetz stellt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klar, dass Polizeibeamte Wohnungen nicht ohne Anlass kontrollieren werden. "Das eingesetzte Personal wird die Auflagen 'mit Augenmaß' durchsetzen, wir appellieren aber an die Bevölkerung, diese mitzutragen und sich rücksichtsvoll zu verhalten", sagt der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende, Dietmar Schilff, der "Rheinischen Post". Eine Inspektion von Wohnungen ohne Anlass werde es von der Polizei nicht geben, sagt Schilff. "Es wird nicht an jeder Tür geklingelt." Die Pandemie könne nur mit gesellschaftlicher Solidarität bewältigen werden.

+++ 02:14 Hälfte aller erwachsenen US-Bürger mindestens einmal geimpft +++
Mehr als die Hälfte aller erwachsenen US-Bürger haben mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Die Gesundheitsbehörde CDC gibt ihre Zahl mit rund 130 Millionen Bürgern über 18 Jahren an. Dies entspreche 50,4 Prozent aller Erwachsenen. Rund 84 Millionen Erwachsene haben demnach bereits den vollen Impfschutz, dies entspreche 32,5 Prozent aller Erwachsenen. Zuletzt wurden in den USA im Schnitt mehr als drei Millionen Menschen pro Tag geimpft.

+++ 00:52 Altmaier kritisiert zu späte Notbremse in Schulen +++
Wirtschaftsminister Peter Altmaier kritisiert bei der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse eine zu lasche Regelung in Schulen. "Ich hätte 100 mitgetragen", sagt der CDU-Politiker in der ARD mit Blick auf die sogenannte Inzidenz, also 100 Fälle pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Dies sei die Forderung von Virologen gewesen. Denn in Schulen würden Infektionen nachweislich verbreitet. Im aktuellen Gesetzentwurf, der in den nächsten Tagen im Bundestag beschlossen werden soll, sind aber erst ab einer 200er Inzidenz deutliche Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vorgesehen.

+++ 23:32 CSU will wohl Termin-Einkauf auch bei Inzidenz über 100 +++
In den Gespräche der Regierungsfraktionen über die Änderung des Infektionsschutzgesetzes besteht die CSU-Seite nach Reuters-Informationen aus Koalitionskreisen darauf, dass wie in Bayern auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 weiter das Konzept "Click & Meet" im Einzelhandel möglich sein soll und die Geschäfte nicht schließen sollen. Kanzlerin Angela Merkel hatte diese Umsetzung der "Notbremse" in Bayern am vergangenen Wochenende kritisiert.

+++ 22:12 FDP droht wegen Infektionsschutzgesetz erneut mit Gang nach Karlsruhe +++
Im Ringen um das geplante Infektionsschutzgesetz macht die FDP eine Verfassungsbeschwerde von mehreren Änderungswünschen abhängig. Das sagt der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann der "Welt". Die FDP fordert unter anderem, Maßnahmen nicht von der Inzidenz abhängig zu machen, Ausnahmen für geimpfte und getestete Personen vorzusehen und auf Ausgangssperren zu verzichten. "Sollte sich die große Koalition diesen Änderungen verweigern, sehen wir uns gezwungen, den Gang nach Karlsruhe anzutreten", sagte Buschmann.

+++ 21:46 Türkei meldet höchste Tageszahl an Toten +++
Die Türkei hat seit Beginn der Pandemie noch nie so viele Tote an einem Tag registriert. Das Gesundheitsministerium bestätigte 318 Todesopfer binnen 24 Stunden. Insgesamt stieg die Zahl damit auf 35.926. Außerdem wurden 55.802 neue Infektionsfälle gemeldet, die Gesamtzahl näherte sich damit der Marke von 4,3 Millionen.

+++ 21:28 USA: Jeder zweite Erwachsene mit mindestens einer Dosis geimpft +++
Vier Monate nach der ersten Coronavirus-Impfung in den USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als die Hälfte aller Erwachsenen dort mindestens eine Impfdosis erhalten. 50,4 Prozent der Erwachsenen - rund 130 Millionen Menschen - wurde bis Sonntag mindestens eine Dosis verabreicht, wie aus CDC-Statistiken hervorging. Vollständig geimpft ist demnach bereits fast jeder dritte Erwachsene. In der besonders gefährdeten Altersgruppe ab 65 Jahren haben 81 Prozent eine erste Dosis erhalten, rund zwei Drittel sind vollständig geimpft. Insgesamt wurden in dem Land mit etwa 330 Millionen Einwohnern bislang fast 210 Millionen Coronavirus-Impfungen verabreicht.

+++ 20:56 Koalitionsfraktionen beraten am Montag über Notbremse +++
Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD beraten am Montag um 11.30 Uhr in Videokonferenzen über Änderungen am Infektionsschutzgesetz zur besseren Bekämpfung der Corona-Pandemie. Das Parlament hatte vergangene Woche erstmals über den Entwurf der Regierung beraten, am Mittwoch will es darüber abstimmen. Am Wochenende hatte es noch Verhandlungen zwischen den Koalitionsfraktionen über letzte Änderungen gegeben. Ziel des Gesetzes ist es, Einschränkungen des öffentlichen Lebens bundesweit einheitlich zu regeln - mit der sogenannten Notbremse: Falls die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis drei Tage hintereinander über 100 liegt, sollen dort die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Zudem sollen zwischen 21 und 5 Uhr Ausgangsbeschränkungen gelten.

+++ 20:19 Neun Bundesländer verzeichnen steigende Inzidenzen +++
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz zeigen neun Bundesländer steigende Inzidenzen auf. Der Wert Bayerns etwa klettert weiter und nähert sich allmählich der 200er-Marke. Sechs Bundesländer weisen sinkende Fallaufkommen auf, darunter Super-Hotspot Thüringen. Den deutlichsten Abwärtstrend verzeichnet Sachsen-Anhalt. Das Bundesland ist trotzdem noch gefährlich nahe an der 200er-Grenze.

+++ 20:02 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 16.582 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.147.670 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 16.582 neue Fälle hinzu. Das ist der zweithöchste Sonntagswert dieses Jahres. Der Wert am Sonntag vor einer Woche lag etwas drüber bei 16.825. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 62 auf 79.975. Der Sonntagswert von vor einer Woche lag deutlich höher bei 83. Am Ostersonntag waren es 61. Beim Vergleich ist zu berücksichtigen, dass die Osterfeiertage das Lagebild aufgrund geringerer Meldeaufkommen verzerrt haben dürften. Als aktuell infiziert gelten rund 287.526 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,17 angegeben (Vortag: 1,19). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,16 (Vortag: 1,22). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4842 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2723 davon werden beatmet. Rund 4302 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:35 Jusos Saar fordern Ende des "Saarland-Modells" +++
Die saarländischen Jusos fordern einen Stopp des "Saarland-Modells". Das umstrittene Öffnungsmodell gerate außer Kontrolle, sagte die Landesvorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation, Kira Braun. Das zeige das "Chaos", das es in der Nacht auf Sonntag unter anderem in Saarbrücken gegeben habe. Dort hatten laut Polizei 400 bis 500 Menschen auf einem Platz gefeiert - es kam auch zu Übergriffen auf Polizisten. Wenn man solch ein Modell einführe, müsse man es "auch ordentlich kontrollieren", sagte Braun. Offensichtlich seien die zuständigen Stellen mit der Umsetzung des Modells überfordert. Die Bilder von feiernden Menschen ohne Maske und Abstand seien am Tag des bundesweiten Gedenkens an die Corona-Opfer "ein besonderer Hohn für die Beschäftigten im Gesundheitswesen und für alle, die einen lieben Menschen in den vergangenen Monaten verloren haben", sagte sie.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

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