Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:35 RKI meldet 45.753 Neuinfektionen, leichter Rückgang bei Inzidenz +++

Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz leicht gesunken. Sie liegt nun bei 452,2, am Vortag noch bei 452,4. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 45.753 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 427 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. 388 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren es 309 Tote.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:48 Grünen-Gesundheitsexperte für regionale Lockdowns +++
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert ein stärkeres Herunterfahren vieler Bereiche des öffentlichen Lebens. "Wir brauchen einen einheitlichen Teil-Lockdown in vielen Regionen des Landes, um die vierte Welle zu brechen", sagte der Bundestagsabgeordnete. Dies bedeute keine allgemeinen, sondern gezielte Schließungen dort, wo die Lage außer Kontrolle sei. "Schulen und Kitas sollten mit Masken und täglichen Tests aber möglichst offen bleiben." Für Ungeimpfte sollte es Kontaktbeschränkungen im Privaten wie im ersten Lockdown geben. Auch die Schließung von Gastronomie, Bars und Diskotheken sowie das Untersagen größerer Veranstaltungen hält Dahmen für nötig.

+++ 02:57 US-Seuchenbehörde empfiehlt Booster für alle über 18 +++
Die US-Seuchenbehörde CDC empfiehlt eine Auffrischungsimpfung für alle Geimpften, die 18 Jahre oder älter sind. Wer den Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten habe, soll den Booster sechs Monate später verabreicht bekommen. Bei dem Vakzin von Johnson & Johnson soll der Zeitabstand dagegen nur zwei Monate betragen. Die Omikron-Variante zeige, wie wichtig Impfungen seien, erklärt CDC-Chefin Rochelle Walensky.

+++ 02:05 Braun fordert Notbremse: "Es zählt jeder Tag" +++
Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun pocht auf eine "Notbremse", um der Infektionslage Herr zu werden. Es zähle jeder Tag, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ziel müsse es sein, in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen die Kontakte schnell um 60 bis 70 Prozent zu reduzieren, so Braun. "Wir müssen jetzt sämtliche Großveranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern, zum Beispiel Bundesligaspiele, wieder ohne Besucher durchführen." In Schulen müsse es wieder eine Maskenpflicht in allen Jahrgangsstufen geben. "Dort, wo das Infektionsgeschehen besonders kritisch ist, muss über Schließungen von Einrichtungen nachgedacht werden, die dem Freizeitbereich zuzuordnen sind."

+++ 01:15 Streeck: "Bei Infektionszahlen könnte Plateau erreicht sein" +++
Hendrik Streeck sieht Anzeichen für eine leichte Entspannung bei den Corona-Infektionszahlen. So gebe es zwar steigende Fallzahlen, "aber das Wachstum des Anstiegs wird langsamer über die Zeit", sagte Streeck dem RTL Nachtjournal. Der R-Wert sei erstmals seit Wochen wieder unter 1 gefallen. Es gebe "schon seit einigen Tagen einen dauerhaften Rückgang", erklärte der Bonner Virologe. "Das ist ein sehr gutes Zeichen." Dies gebe Anlass zu der vorsichtigen Hoffnung, "dass sich das weiter fortsetzt und wir mit den Infektionszahlen nicht mehr weiter ansteigen, sondern vielleicht in ein Plateau reinkommen", erklärte Streeck. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rein rechnerisch ansteckt.

+++ 00:23 Göring-Eckardt: "Müssen bundesweit Kontakte reduzieren" +++
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert im Kampf gegen Corona noch in dieser Woche Entscheidungen mit bundesweiter Geltung. "Sonst hängen wir im Januar oder im Februar noch irgendwie in der nächsten Schleife dieser Welle rum" sagte sie in der ARD-Sendung "Hart aber fair". Was man tun müsse, liege auf der Hand: "Kontakte reduzieren", und zwar "gemeinsam, bundesweit, nach gemeinsamen Kriterien". Als mögliche Maßnahmen nannte sie in der Sendung die Schließung von Bars und Diskotheken sowie die Absage von Veranstaltungen. "Möglicherweise muss man auch gemeinsam sagen: Gastronomie geht nicht, weil da sitzen wir halt ohne Maske im Innenraum."

+++ 23:32 650 Menschen bei Corona-Protest in Erfurt +++
In Thüringer Städten haben Hunderte Menschen gegen die Corona-Politik protestiert. In Erfurt waren rund 650 Maßnahmen-Gegner bei einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" unterwegs. Viele hatten Kerzen dabei, Mund-Nasen-Schutz trugen sie nicht. Der Protest sei "friedlich und weitestgehend störungsfrei" verlaufen, hieß es seitens der Polizei. Außerhalb der Landeshauptstadt sei die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen überwiegend im zweistelligen Bereich geblieben. Die Thüringer Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Teilnehmern.

 

+++ 23:00 Omikron in Schweden und in Spanien nachgewiesen +++
Die neue Omikron-Variante ist erstmals auch in Spanien und in Schweden nachgewiesen worden. In Schweden wurde sie laut Gesundheitsbehörde in einer etwas mehr als einer Woche alten Probe einer reisenden Person festgestellt, die sich kürzlich in Südafrika aufgehalten habe. Auch in Spanien war der Getestete aus Südafrika eingereist. Ihm gehe es soweit gut, schreibt das Labor für Mikrobiologie des Krankenhauses Gregorio Marañón in Madrid.

+++ 22:13 Omikron-Entdeckung: Spahn dankt Südafrika +++
Gesundheitsminister Jens Spahn hat Südafrika für die schnelle Aufklärung über die Coronavirus-Variante Omikron gedankt. "Diese vorbildliche Transparenz verdient unsere Unterstützung", twittert er nach einer G7-Gesundheitsminister-Schalte. Darüber sei man sich einig gewesen. "So funktioniert globale Pandemiebekämpfung", fügt er hinzu. Die G7-Gesundheitsminister vereinbaren, im Dezember erneut zu beraten.

+++ 21:50 Hunderte Sachsen bei unerlaubten Corona-"Spaziergängen" +++
Hunderte Menschen haben am Abend laut Polizei in sächsischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Sachsens Corona-Notfallverordnung gestattet derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern. Diese Zahl wurde in allen Fällen überschritten. Die Zusammenkünfte müssen unterbunden werden, forderte der Ostbeauftragte der bisherigen Bundesregierung, Marco Wanderwitz, auf Twitter. "Dass in Sachsen in dieser Corona-Lage Gestörte und Rechtsradikale offenbar "erfolgreich" Tag für Tag den Rechtsstaat mit öffentlichen Zusammenkünften vorführen, macht schweren Schaden." Rund 700 Menschen nahmen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Freiberg an einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" teil. Der Versuch, sie frühzeitig anzusprechen und die Versammlung aufzulösen, habe "wenig gefruchtet". Die nicht angemeldeten "Spaziergänge" und Aktionen seien aber soweit wie möglich aus der Innenstadt heraus gelenkt worden und ruhig verlaufen.

+++ 21:35 Deutschland hilft Lettland mit medizinischer Ausrüstung +++
Im Kampf gegen das Coronavirus hat das zuletzt stark von der jüngsten Pandemiewelle betroffene Lettland deutsche Hilfe erhalten. Nach Angaben des deutschen Botschafters Christian Heldt kam am heutigen Montag der letzte Teil der medizinischen Ausrüstung im Wert von 2,5 Millionen Euro in dem baltischen EU-Land an. Damit sollte die lettischen Gesundheitseinrichtungen in der Corona-Krise unterstützt werden, schrieb der Diplomat auf Twitter neben Bildern von der Übergabe an Gesundheitsminister Daniels Pavluts. Der lettische Minister wiederum dankte für die "großzügige Unterstützung" in diesen schwierigen Zeiten. In Lettland hatte sich die Corona-Lage im Herbst stark zugespitzt. Die Regierung in Riga reagierte darauf mit einem einmonatigen Lockdown bis Mitte November. Damit konnte die Infektionswelle gebrochen werden. Noch immer aber droht eine Überlastung des chronisch unterfinanzierten Gesundheitswesens.

+++ 21:12 Sechs Kreise verzeichnen Inzidenzwerte von über 1500 +++
Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen erstmals seit langem leicht unter Vorwochen-Niveau liegt, die vierte Welle wütet weiter. Vor allem in Sachsen ist erst mal keine Entspannung in Sicht, das zeigen die von ntv.de ausgewerteten Länderdaten. Demnach liegen fünf der sechs Kreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 1500 in Sachsen. Trauriger Spitzenreiter ist der Erzgebirgskreis, der die Schwelle von 2000 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten hat (2073,4). Vier weitere Kreise in Sachsen liegen über der 1500er-Marke: die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1972), Bautzen (1732,8), Landkreis Leipzig (1673,5) und Görlitz (1554,5). Zudem liegt in Brandenburg der Elbe-Elster-Kreis mit einer Inzidenz von 1637,2 über der 1500er-Marke.

+++ 20:25 Aktuelle Datenlage: Bundesländer melden 31.916 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 5.807.810 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 31.916 neue Fälle hinzu. Das sind 244 weniger Neuinfektionen als am Montag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 163 auf 101.057. Als aktuell infiziert gelten rund 832.840 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,93 angegeben (Vortag: 1,03). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4599 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2356 davon werden invasiv beatmet. Rund 3181 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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