Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:55 Nur fünf positive Tests: Schleswig-Holstein lobt Modell-Tourismus +++

Laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther haben die für Urlauber geöffneten Modellregionen eine gute Bilanz. "Unsere Modellregionen, gerade an der Schlei und in Eckernförde, haben vorgemacht, wie man mit konsequenten Regeln Urlaub in Deutschland möglich machen kann, die Inzidenzen aber trotzdem weiter sinken", sagte Günther der "Bild am Sonntag". In der Schlei-Region seien rund 24.000 Tests durchgeführt worden, nur fünf Personen hätten ein positives Testergebnis gehabt. Wenn die Inzidenzen bundesweit weiter sinken, könne dies vielleicht auch zum Modell für Urlaub in den Bergen werden, so Günther weiter.

+++ 03:35 Indische Mutante erreicht Südafrika +++
In Südafrika sind erste Fälle der neuen Coronavirus-Variante aus Indien aufgetreten. Wie das Gesundheitsministerium bestätigt, haben sich insgesamt vier Personen mit der neuen Mutante angesteckt. Die Infizierten waren zuvor in Indien auf Reisen.

+++ 02:20 Ethikrat hadert weiter mit Freiheiten für Geimpfte +++
Die jüngste Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen. Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studenten hätten "einen doppelten Nachteil", denn sie seien "nicht geschützt und dürfen weniger", sagte Ethikratsvorsitzende Alena Buyx den Funke-Zeitungen. "Geimpfte dagegen haben den doppelten Vorteil: Sie sind geschützt und dürfen mehr. Wir haben also ein echtes Solidaritäts- und Gerechtigkeitsproblem in unserer Gesellschaft und wir erleben eine soziale Spannung", sagte Buyx. Man müsse aufpassen, dass "die Spannung nicht zur Spaltung wird".

+++ 01:30 Notstand in Spanien beendet +++
Der zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgerufene Notstand in Spanien ist nach sechseinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die meisten der teils sehr strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens liefen im einstigen Infektions-Hotspot der EU um Mitternacht aus. Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen bisher Ein- oder Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Bewohner der Hauptstadt Madrid dürfen zum Beispiel seit Sonntag wieder ans Meer nach Andalusien, Valencia oder Katalonien.

+++ 01:00 Auch Polizei fürchtet Impfpass-Täuscher +++
Angesichts der Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene, die seit Mitternacht gelten, warnt auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Täuschungsversuchen. "Es gibt keine Standards für die Ausstellung von Attesten für Corona-Genesene. Dies lässt Spielraum für Täuschungsversuche", sagte GdP-Vize-Chef Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Einsatzkräfte werden ihre Erfahrung aus der Nachschau von Führerscheinen oder Reisepässen auf die Kontrolle von Impfbüchern anwenden." Der GdP-Vize drängte darauf, dass Impfausweise künftig besser mit technischen Mitteln gegen Fälschungen absichert werden. "Dazu gehört auch die moderne Ausstattung der Polizei. An den Grenzen können Beamte mit speziellen Scannern Dokumente einlesen. Das geht mit Impfbüchern bisher nicht. Hier muss zügig nachgerüstet werden", hob Radek hervor.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:30 Impfpass-Fälscher riskieren Haftstrafe +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, Impfnachweise über eine Corona-Schutzimpfung zu fälschen. "Ich kann nur eindringlich davor warnen, Impfausweise zu fälschen oder sich gefälschte Impfausweise, Test- oder Genesenen-Nachweise zu verschaffen und diese zu nutzen", sagte die SPD-Ministerin der "Welt am Sonntag". Wer dies tue, setze andere der Gefahr einer schweren Erkrankung aus und verhindere eine wirkungsvolle Bekämpfung der Pandemie. Eine solche Fälschung sei "kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, die mit empfindlicher Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann", sagte Lambrecht.

+++ 00:00 Freiheiten für Geimpfte und Genesene: Verordnung in Kraft +++
Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte oder von der Krankheit genesene Menschen haben in Deutschland ab sofort wieder mehr Freiheiten. Eine von Bundestag und Bundesrat in dieser Woche beschlossene Verordnung tritt um Mitternacht in Kraft. Für die Geimpften und Genesenen entfallen damit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, sie werden zudem Menschen mit negativem Testergebnis gleichgestellt. Geimpfte und Genesene brauchen fortan keinen negativen Test mehr, wenn sie zum Beispiel einkaufen oder zum Friseur gehen oder einen botanischen Garten besuchen. Wer geimpft oder genesen ist, kann sich zudem im privaten Rahmen ohne Einschränkungen treffen. Auch Ausgangsbeschränkungen gelten für sie nicht mehr. Die Erleichterungen gelten 14 Tage nach der vollständigen Impfung.

+++ 23:15 Keine rote Zone mehr: Italien kommt auf Inzidenz 123 +++
Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat einen Erlass unterschrieben, wonach es ab Montag keine Roten Zonen mit besonders strengen Corona-Sperren in Italien mehr gibt. Im wöchentlichen Corona-Lagebericht sprachen die Experten des Gesundheitsministeriums am Freitag von einer weiter langsam sinkenden Infektionskurve. Demnach lag der aktuell berechnete 7-Tage-Inzidenzwert bei durchschnittlich 123 Fällen je 100.000 Einwohnern nach 148 in der Vorwoche.
Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 22:31 Unionsfraktionsvize Linnemann kritisiert Corona-Politik der Union +++
Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Union, Carsten Linnemann, kritisiert die Corona-Politik der Union. Dem Nachrichtenportal "t-online" sagt Linnemann: "Natürlich wurden Fehler gemacht bei der Bestellung der Masken. Natürlich war die Runde der Ministerpräsidentenkonferenz eigentlich seit dem vergangenen Sommer schon nicht mehr die angemessene Form der Entscheidungsfindung. Und natürlich hat die Impfstoffbeschaffung viel zu lange gedauert." Er wünsche sich, dass man nun "pragmatischer in dieser Krise" agiere.

+++ 22:07 Tourismusangebote in innerer Lübecker Bucht wieder geöffnet +++
Seit heute sind die Tourismusangebote in der inneren Lübecker Bucht wieder für Gäste geöffnet. Damit sind in den Orten Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt erneut Restaurantbesuche und Übernachtungen möglich. Die Nachfrage ist groß und die Übernachtungsmöglichkeiten sind fast alle ausgebucht, wie eine Sprecherin der Timmendorfer Strand Tourismus GmbH sagte. An den Strandpromenaden war die Zahl der Ausflügler nach Angaben einer Polizeisprecherin noch überschaubar. Die Lübecker Ordnungskräfte seien zwar verstärkt mit Streifenwagen in der Bucht unterwegs, die Lage sei aber ruhig. "Wahrscheinlich wird das morgen anders sein, wenn die Temperaturen entsprechend hoch sind", vermutete die Sprecherin.

241015707.jpg

Ein Stand-Up-Paddler paddelt auf der Ostsee. Unter strengen Bedingungen haben Hotels, Campingplätze und Restaurants an der Lübecker Bucht wieder geöffnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:41 Bericht: Deutschland könnte Daten für digitalen Impfausweis zu spät erfassen +++
Eigentlich soll es ab Juni für alle EU-Bürger einen Corona-Impf-Nachweis auf dem Handy geben, mit dem sie unbürokratisch in Europa reisen können. Doch während Frankreich, Kroatien, Spanien und Dänemark startklar sind, hakt es laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung in Deutschland. Grund dafür sei, dass Deutschland die Daten vollständig geimpfter Bürger bisher nicht digital erfasst. Die Folge? Wenn die Bundesregierung ihre Impf-App fertig gestellt hat, müssten die bis dahin Geimpften mit ihrem gelben Impfausweis noch einmal zum Arzt, ins Impfzentrum oder in die Apotheke fahren, schreibt die Zeitung weiter. Dort solle dann der Impfeintrag geprüft und ein Code für den digitalen Impfausweis ausgedruckt werden. Das Gesundheitsministerium rechnet laut Bericht damit, dass die digitale Erfassung zwischen Mitte Mai und Ende Juni starten kann. IT-Experten der EU-Kommission sind nach Informationen der Zeitung aber skeptisch, ob Deutschland den Rückstand rechtzeitig aufholen kann.

+++ 21:22 Niedersachsens Ministerpräsident räumt Fehler bei Bekämpfung der Pandemie ein +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat Fehler in der Corona-Pandemie zugegeben. Keiner der politisch Verantwortlichen habe alles richtig gemacht, sagte der SPD-Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. "Und keiner von uns geht ohne Schrammen aus der Pandemiebekämpfung heraus." Jeder aber habe sich "in den vergangenen Monaten persönlich die allergrößte Mühe gegeben, der Verantwortung gerecht zu werden". Als größten Fehler sah Weil, dass Deutschland insgesamt unvorbereitet in die Pandemie hineingestolpert sei - obwohl entsprechende Szenarien seit 2012 in den Schubladen gelegen hätten. In den Pandemieplänen der Bundesländer wird durchgespielt, wie ein gefährliches Virus sich global weiterverbreiten könnte. Weil räumte auch Fehler bei der Eindämmung der Pandemie in Alten- und Pflegeheimen ein. Die Bilanz dort sei "niederschmetternd".

+++ 20:54 Thüringen registriert die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner +++
Heute weist Thüringen die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus, fast gleichauf dahinter liegen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Mit Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen-Anhalt weisen weiterhin vier Bundesländer mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf.

+++ 20:24 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.242 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.511.740 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.242 neue Fälle hinzu. Das sind 3751 Fälle weniger als am Sonnabend der Vorwoche (damals 17.993). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 186 auf 84.663. Als aktuell infiziert gelten rund 276.373 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,87). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,91 (Vortag: 0,91). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4610 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2797 davon werden beatmet. Rund 3954 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.


Alle Entwicklungen vom Vortag lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/hek/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.