Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 04:55 UN: Migration im Zuge von Corona deutlich zurückgegangen +++

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die weltweite Migration deutlich zurückgegangen. 2020 habe es im Vergleich zum Vorjahr rund zwei Millionen Migranten und damit fast 30 Prozent weniger gegeben, heißt es in einem in New York veröffentlichten UN-Bericht mit dem Titel "Internationale Migration 2020". Im Vergleich zu vorherigen Jahrzehnten leben heute aber deutlich mehr Menschen außerhalb ihres Herkunftslandes. Habe es im Jahr 2000 weltweit 173 Millionen und 2010 bereits 221 Millionen Migranten gegeben, belaufe sich ihre Zahl heute auf 281 Millionen, heißt es in dem Bericht. Zwei Drittel von ihnen entfielen auf gerade einmal 20 Aufnahmeländer, an der Spitze nach Zahlen vom vergangenen Jahr die USA mit 51 Millionen Migranten.

+++ 03:57 Gaststättenverband: 70.000 Lokale könnten Krise nicht überstehen +++
Die deutschen Gastwirte werden durch die Zwangsschließungen im Januar nach Prognose ihres Branchenverbandes Dehoga etwa 80 Prozent ihrer geplanten Umsätze verlieren. "Wir gehen davon aus, dass 70.000 Betriebe die Krise nicht überstehen werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". Wochenlange Umsatzausfälle könnten auch die gesündesten Unternehmen nicht überstehen. Damit stünden "Hunderttausende Jobs auf dem Spiel", sagte Hartges.

+++ 02:14 Italien: Weiterhin keine Reisen zwischen Regionen und nächtliche Ausgangssperre +++
Italien verlängert seine nächtlichen Ausgangssperren bis zum 5. März. Auch die Bewegungsfreiheit zwischen einzelnen Regionen bleibt bis zum 15. Februar eingeschränkt, heißt es in einem Erlass von Premierminister Giuseppe Conte. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen liegt zwar mit 15.000 bis 20.000 unter dem Hoch von 40.000 Mitte November. Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte jedoch am Mittwoch vor einer Verschärfung der Lage gewarnt.

+++ 00:43 Merkel sieht Pandemie als "schwerste Bewährungsprobe" +++
Bundekanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als die wohl "schwerste Bewährungsprobe" seit Jahrzenten beschrieben. In ihrem Grußwort auf dem digitalen Parteitag der CDU ließ Merkel ihre vergangenen Jahre als Bundeskanzlerin mit den damit verbundenen Herausforderungen Revue passieren, wie etwa die Finanz-, die Euro- und die Flüchtlingskrise. Die Pandemie sei allerdings ein Jahrhundertereignis, das "Leib und Leben bedroht und unseren Alltag in völlig unbekanntem Maße einengt und verändert, unser Wirtschaft auf eine starke Probe stellt und den allermeisten Menschen sehr, sehr vieles abverlangt", sagte Merkel. Dennoch zeigte sie sich zuversichtlich, dass die Bürger in Deutschland wie auch in der Vergangenheit wieder an Stärke und Widerstandskraft gewinnen werden. "Ich bin ganz überzeugt, selbst wenn wir jetzt gerade sehr harte Zeiten in der Pandemie haben, das wird auch nach dieser Pandemie so sein", so Merkel.

+++ 23:14 Biden will mehr Tempo bei Impfaktion in den USA machen +++
Der künftige US-Präsident Joe Biden will das Tempo der Corona-Impfaktion im Land deutlich beschleunigen. Biden kündigte in Wilmington im Bundesstaat Delaware ein Bündel an Maßnahmen an, mit dem er bestehende Probleme bei der Impfkampagne in den USA überwinden will. Unter anderem soll die US-Katastrophenschutzbehörde Fema beim Aufbau von Impfzentren helfen. Mobile Impfstationen sollen in entlegene Gebiete geschickt werden. Außerdem sollen Bidens Plänen nach die Apotheken im Land eingespannt werden, um ebenfalls Impfungen zu verabreichen. Bidens künftige Regierung will außerdem die Bundesstaaten ermuntern, Impfungen schneller für größere Bevölkerungsgruppen anzubieten.

+++ 22:03 US-Seuchenbehörde meldet mehr als zwölf Millionen Impfungen +++
Die US-Seuchenkontrollbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang rund 12,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 31,2 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

+++ 21:31 Gericht: Keine Ausnahmen bei Corona-Beschränkungen für depressive Menschen +++
Die Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie gelten auch für depressive Menschen. Das hat das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen in Münster entschieden und die Klage eines Wuppertalers im Eilverfahren abgewiesen. Der Antragsteller hatte geltend gemacht, er sei an einer Depression erkrankt und zwingend auf seine sozialen Kontakte angewiesen. Die Richter folgten der Argumentation des Mannes jedoch nicht und entschieden, dass die Beschränkungen nach vorläufiger Prüfung trotz des Grundrechtseingriffs rechtmäßig seien.

+++ 20:57 Landesbehörden verzeichnen mehr als zwei Millionen Fälle in Deutschland +++
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat laut ntv-Auswertung der Länderangaben die Schwelle von zwei Millionen Fällen überschritten. Bis Freitagabend meldeten die Behörden der 16 Bundesländer insgesamt 2.014.592 laborbestätigte Ansteckungen. Zuletzt kamen weitere 21.219 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 1039 auf 45.726. Als aktuell infiziert gelten rund 313.432 Personen. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten rund 1,6 Millionen Menschen als genesen.

*Datenschutz

Die Ansteckungsrate (R-Wert) ist erneut gestiegen und wird vom RKI mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 0,99 angegeben. Diese etwas stabiler ausgelegte Kennzahl ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken (1,02).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5074 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt (Vortag: 5125), 2936 davon werden beatmet (Vortag: 2943). Knapp 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP