Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:03 Neuseeland meldet zweitmeiste tägliche Fälle der gesamten Pandemie +++

Das lange als Musterschüler in der Pandemiebekämpfung gefeierte Neuseeland verzeichnet nun den zweithöchsten Wert neuer Corona-Fälle binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Der Großteil der am Montag gemeldeten 109 Infektionen trat in der größten Stadt des Landes, Auckland, auf. Der Inselstaat verfolgte lange eine strikte, aber erfolgreiche, Strategie völliger Abschottung und strengster Lockdowns schon bei einzelnen Fällen. Nun aber verschärft sich das Ausbruchsgeschehen in Auckland - gemessen an bisherigen neuseeländischen Verhältnissen - obwohl sich die Stadt in einem zweimonatigen Lockdown befindet. Erst letzte Woche hatte sich Premierministerin Jacinda Ardern für das Land von der No-Covid-Strategie verabschiedet, um Maßnahmen einzuleiten, mit dem Vorhandensein des Virus im Land zu leben.

+++ 04:23 STIKO-Chef zu Kimmich: Sicher ein Fußball-Fachmann, aber kein Impf-Fachmann +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, hat die Bedenken von Fußball-Nationalspieler und Bayern-Profi Joshua Kimmich wegen fehlender Langzeitstudien bei Impfstoffen zurückgewiesen. "Joshua Kimmich ist sicher ein ausgewiesener Fachmann in Fragen des Fußballs, aber kein Fachmann in Fragen der Impfung und der Impfstoffe. Dennoch hat er mit seinen Bedenken einem Problem Ausdruck verliehen, das sicher bei manchen Menschen in unserer Gesellschaft so gesehen wird", sagte Mertens. "Neben den Zulassungsstudien wissen wir aus den begleitenden Studien, dass es nur zu einigen Nebenwirkungen gekommen ist, die alle recht kurze Zeit nach der Impfung aufgetreten sind", sagte der Stiko-Chef. In der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung "nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen" gewesen seien.

+++ 03:39 Hessen verschärft nach Herbstferien Corona-Regeln in Schulen +++
Nach dem Ende der Herbstferien startet heute in Hessen wieder der Schulunterricht - und zwar mit verschärften Corona-Regeln. Aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen hat das Kultusministerium in Wiesbaden zwei Präventionswochen mit mehr Tests und strengerer Maskenpflicht angekündigt. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass Kinder eine Corona-Infektion aus dem Urlaub in der Schule weiterverbreiten. Von heute bis zum 5. November müssen die Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht am Platz eine Maske tragen. Außerdem müssen alle nicht geimpften Kinder und Jugendlichen für die Teilnahme am Präsenzunterricht drei- statt zweimal pro Woche einen negativen Test nachweisen.

+++ 02:55 Patientenschützer fordert tägliche, kostenlose Tests für Pflegebedürftige und Kontakte +++
Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, fordert tägliche kostenlose Schnelltests für Pflegebedürftige und deren Kontaktpersonen. Brysch sagte der "Bild": "Die 2,3 Millionen Hilfebedürftigen, die auf stationäre und ambulante Pflege angewiesen sind, sowie die Krankenhauspatienten muss Deutschland mit täglichen kostenlosen Tests für sie und ihre Kontaktpersonen schützen".

+++ 02:27 Gewerkschaft: Schulen auf Herbst vorbereitet, aber Luftfilter fehlen noch immer +++
Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sieht die Schulen für einen zweiten Corona-Herbst vorbereitet. "Bundesweit betrachtet sind die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr", sagte Finnern dem RND. Die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen sei außerordentlich hoch. "Wird der Präventionsweg weiter konsequent beschritten, können die Schulen geöffnet bleiben". Finnern kritisierte, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien. "Hier herrscht dringender Handlungsbedarf", sagte die GEW-Vorsitzende den Zeitungen.

+++ 01:53 Daten aus Israel: Delta-Variante AY4.2 wohl 15 Prozent ansteckender +++
Das israelische Gesundheitsministerium hat Aussagen über die Eigenschaften der jüngst entdeckten Delta-Mutation AY4.2 gemacht. Wie israelische Medien berichten, habe das Ministerium Erkenntnisse gewonnen, wonach die neue Variante etwa 15 Prozent ansteckender sein könnte, als die einfache Delta-Mutation. AY4.2, das bereits in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland, in noch relativ geringem Ausmaß nachgewiesen wurde, sei aber weder tödlicher als die Delta-Variante noch entziehe es sich der Wirkung von Impfstoffen.

+++ 00:28 Lauterbach: Bald mehr Ausbrüche in Schulen, Betrieben und Restaurants +++
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor stark steigenden Corona-Infektionszahlen bei Kindern. "Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können", sagte er mit Blick auf den heranziehenden Winter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten." Lauterbach schlug folgendes Vorgehen an Schulen vor: "Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen." Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben. "So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden."

+++ 23:32 Spahn bleibt trotz heftiger Kritik dabei: Epidemische Lage kann beendet werden +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hält ein Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweiter in der Corona-Pandemie weiter für angebracht - trotz großer Kritik an dieser Haltung. Im ZDF "heute-journal" sagte er: "Der Ausnahmezustand, vom Bundestag festgestellt, der kann aus meiner Sicht beendet werden, weil vier von fünf Erwachsenen geimpft sind." Damit werde nicht die Pandemie für beendet erklärt. "Auch ich sage beständig, wie viele andere auch, wir brauchen in Herbst und Winter weiterhin Vorsichtsmaßnahmen, vor allem 3G - geimpft, genesen, getestet - im Innenraum, vor allem medizinische Schutzmasken, AHA-Regeln, in Bus und Bahnen, im Einzelhandel." Durch eine Rechtsänderung sei es möglich, dass die Länder und die Behörden vor Ort diese Maßnahmen losgelöst von dem Ausnahmezustand ergreifen könnten.

+++ 22:29 WHO: 40 Prozent Impfrate in allen Ländern bis Jahresende erreichbar +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. "Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden", sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Gesundheits-Konferenz "World Health Summit" in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Woche - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei. Er erinnert an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. "Dieses Ziel ist erreichbar", betont Tedros.

+++ 22:02 Grüne fordern Übergangsregelung nach Ende der epidemischen Lage +++
In der Diskussion um ein baldiges Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite fordern die Grünen eine bundesgesetzliche Übergangsregelung. "Um der neuen Situation und der Zahl der Geimpften Rechnung zu tragen, schlagen wir stattdessen eine rechtssichere Übergangsregelung vor, die die befristete Fortführung bestimmter Maßnahmen ermöglicht", sagt die Grünen-Rechtspolitikerin Manuela Rottmann der "Welt". Die epidemische Lage unverändert beizubehalten sei hingegen die "falsche Antwort". Die Grünen-Fraktion sei "im Gespräch" zu der Frage, wie eine Übergangsregelung aussehen könne. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte zuletzt erklärt, die derzeit geltende epidemische Notlage von nationaler Tragweite Ende November auslaufen lassen zu wollen. Die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder forderte am Freitag aber vom Bund weiterhin bundeseinheitliche Regeln für die Bekämpfung der Pandemie.

+++ 21:39 Impfung für Kinder ab fünf Jahren in USA "sehr wahrscheinlich" ab November +++
In den USA könnten bald Kinder ab fünf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Impfstoffe für Fünf- bis Elfjährige werden "sehr wahrscheinlich" in der ersten oder zweiten Novemberwoche zur Verfügung stehen, wie der Gesundheitsexperte und medizinische Berater des US-Präsidenten, Anthony Fauci, gegenüber dem Sender ABC sagt. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist neuen Daten zufolge bei Kindern dieser Altersgruppe zu fast 91 Prozent wirksam gegen eine symptomatische Erkrankung. Wie der Sender weiter berichtet, will die US-Arzneimittelbehörde FDA am Dienstag über die Zulassung des Impfstoffs für Kinder zwischen fünf und elf Jahren beraten. Bislang ist das Vakzin nur für über Zwölfjährige zugelassen.

+++ 21:13 Wochenbilanz bei Neuinfektionen steigt zum vierten Mal in Folge +++
Die Wochenbilanz bei den Neuinfektionen ist die vierte Woche in Folge gestiegen. Der Anstieg fällt aktuell sogar deutlicher aus als in den drei Wochen zuvor. In der heute beendeten 42. Kalenderwoche wurden von Montag bis Sonntag 93.676 neue Fälle (Vorwoche: 63.938) verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle lag bei 487 (Vorwoche: 415). Der prozentuale Wochenzuwachs im Vergleich zur Vorwoche beträgt damit 46,5 Prozent.

+++ 20:48 Hamburg überschreitet als sechstes Bundesland die 100er-Inzidenz +++
In 13 der 16 Bundesländer ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die größten Zuwächse gab es erneut in Sachsen (+19,0) und in Thüringen (+13,4), das bereits am Tag zuvor die 200er-Schwelle überschritten hatte. Als sechstes Bundesland rutscht nun auch Hamburg über die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. In drei Bundesländern ist der Inzidenzwert im Vergleich zum Vortag gesunken.

+++ 20:25 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.768 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.469.340 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.768 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 67 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 24 auf 95.098. Am vergangenen Sonntag waren neun weniger gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 172.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,26 angegeben (Vortag: 1,29). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1622 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 890 davon werden beatmet. Rund 3740 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: mra/dpa/AFP/rts

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