Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:07 Krankenhausgesellschaft begrüßt geplantes Ende der Notlage +++

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Corona-Impfquote in Deutschland keine Bedenken dagegen, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen. "Ich kann den Schritt nachvollziehen und halte das auch für unproblematisch", sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die "epidemische Lage" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Montag bei Beratungen mit seinen Länderkollegen dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November auslaufen zu lassen.

+++ 03:42 Lettland vor Lockdown - Weniger als die Hälfte der Menschen vollständig geimpft +++

Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen plant die Regierung Lettlands einen erneuten Lockdown. "Es gibt immer noch zu viele ungeimpfte Menschen, die sich mit Corona infizieren und im Krankenhaus sterben", sagte der lettische Ministerpräsident Krisjanis Karins nach einer Kabinettssitzung. Weniger als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner Lettlands sind bislang vollständig geimpft. Der Lockdown soll vom 21. Oktober bis 15. November gelten und umfasst unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr. Kinos, Theater und Konzerthallen müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben. Für die meisten Arbeitnehmer gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht. Die meisten Schulen wechseln wieder in den Distanzunterricht. Die Regelung muss noch am Mittwoch vom Parlament beschlossen werden.

+++ 02:10 GEW fordert kostenlose Tests und Masken für Studierende und Dozenten +++
Zum Start des Wintersemesters an den Hochschulen fordert die Bildungsgewerkschaft GEW, dass Studierenden und Beschäftigten kostenlose Corona-Tests und medizinische Schutzmasken angeboten werden. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und zuständig für Hochschulen, Hygieneregeln, die das 3G-Prinzip einschlössen, seien weiterhin erforderlich. Armbänder für Studierende, die den Impfstatus zeigten, oder entsprechende Einträge in den Studierendenausweis lehne die GEW jedoch ab. "Praktikabel erscheinen stichprobenartige Kontrollen beim Zutritt zu den Gebäuden oder Räumen der Lehrveranstaltungen", so Keller.

+++ 00:24 Dramatische Lage: St. Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter +++
Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Großveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig. Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Im größten Land der Erde, das über mehrere eigene Vakzine verfügt, ist die Impfskepsis weiterhin groß. Jüngsten Zahlen zufolge ist erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen vollständig geimpft.

+++ 23:20 Staat soll Krankenkassen in 2022 weitere sieben Milliarden Euro Zuschüsse zahlen +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenkassen für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Das Gesundheitsministerium führt das Loch bei den Krankenkassen auf die "Wirtschaftskrise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat", zurück, wie RND aus dem Entwurf zitierte. "Ohne zusätzliche Finanzmittel des Bundes für das Jahr 2022 wären erhebliche Zusatzbeitragssteigerungen zu Lasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten." Mit den zusätzlichen sieben Milliarden Euro steigt der Zuschuss des Bundes für die Krankenkassen auf insgesamt 28 Milliarden Euro im Jahr 2022.

+++ 22:16 "Kelly Family": Patricia Kelly trotz Impfung in Klinik - offenbar mit schwerem Verlauf +++
Die Sängerin der "Kelly Family", Patricia Kelly, liegt zur Zeit wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. Wie ihr Social-Media-Team über Instagram bestätigte, infizierte sich die 51-Jährige "trotz abgeschlossener Impfung" und einer bereits zuvor überstandenen Infektion mit dem Virus, nach Informationen der "Bild" soll Kelly einen schweren Verlauf durchgemacht haben, ihr Zustand inzwischen aber wieder stabil sein. Zur Sicherheit solle sie dennoch einige Tage in der Düsseldorfer Klinik bleiben. Ein für den 25.10. geplantes Konzert in Hannover wurde abgesagt, ebenso wie ihr Auftritt am kommenden Samstag in Florian Silbereisens ARD-Show "Schlagerboom".

+++ 21:50 Fast 50.000 neue Fälle in UK, zweithöchster Wert seit Januar - Experte "besorgt" +++
Großbritannien verzeichnet mit 49.156 neu gemeldeten Infektionen innerhalb von 24 Stunden den höchsten Tageswert an neuen Fällen seit der letzten großen Welle Mitte Juli und den zweithöchsten Wert seit Januar 2021. Die Neuninfektionszahlen liegen nun seit fast einer Woche täglich über 40.000. Außerdem kamen weitere 45 Todesfälle binnen 24 Stunden hinzu. Die Regierung zeigt sich angesichts der Entwicklung "besorgt". Es bestehe "riesiges Potenzial", dass das Gesundheitssystem NHS diesen Winter unter "großen Druck" geraten könne, warnte der Regierungsberater und Epidemiologe Andrew Hayward. Er sagt, es sei nicht nur besorgniserregend, dass Großbritannien hohe Infektionsraten habe, sondern auch, dass die Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsrate höher sei als in vielen anderen europäischen Ländern. Er vermutet, ein Grund für die Entwicklung sei der mit der Zeit nachlassende Impfschutz.

+++ 21:11 Südafrikanische Behörde: Sputnik-Impfstoff könnte HIV-Risiko steigern +++
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V wird vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen. Die medizinische Zulassungsbehörde (Sahpra) begründete ihre Entscheidung mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche Sputnik-Geimpfte und verwies auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Das Unternehmen hinter Sputnik V habe die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bislang nicht dargelegt, erklärte die Behörde. Sahpra stützt sich dabei auf frühere Studien, in denen die Sicherheit einer modifizierten Virusart, die Infektionen der Atemwege verursacht, getestet wurde. Dieses Adenovirus vom Typ Ad5 ist in Sputnik V enthalten. Den Angaben zufolge bleibt das Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff offen, die fehlenden Sicherheitsdaten könnten also noch eingereicht werden. Das russische Gamaleja-Institut, welches Sputnik V entwickelt hat, kündigte an, es werde entsprechende Informationen liefern und aufzeigen, dass die Bedenken von Sahpra "völlig unbegründet" seien.

+++ 20:33 Bundesländer melden 4287 neue Infektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.379.951 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4287 neue Fälle hinzu. Damit ziehen die deutschen Fallzahlen im Wochenvergleich weiter an: Der aktuelle Tageszuwachs bei den gemeldeten Ansteckungsfällen liegt 24,8 Prozent über dem Niveau von Montag vergangener Woche. Am 11. Oktober hatten die Landesbehörden in der Summe 3436 neue Fälle verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 34 auf 94.645. Hier ist die Anzahl der zu Wochenbeginn übermittelten Verstorbenen weitgehend stabil: Am Montag vor einer Woche hatten die Bundesländer insgesamt 31 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 132.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,09). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1456 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 794 davon werden beatmet. Rund 4000 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: dbe/mra/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.