Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:10 Saarlands Ministerpräsident will Partys ins Visier nehmen +++

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans fordert angesichts steigender Corona-Infektionszahlen seine Amtskollegen auf, bei der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein deutliches Signal zu senden. "Ich erwarte mir von der MPK ein klares Signal der politischen Führung in der Krise, das lautet: es ist jetzt nicht die Zeit für Partys und Treffen ohne Abstand und ohne Maske", sagt Hans der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Es gelte, die stabile Situation in Deutschland zu erhalten. "Ein weiterer Lockdown der Wirtschaft muss vermieden werden, unsere Kinder haben ein Recht auf Betreuung und ordentlichen Schulunterricht". Um dies zu erreichen, müsse man daher weiterhin achtsam sein und die grundlegenden Abstands- und Hygieneregeln im Alltag einhalten.

+++ 04:19 Pandemie forderte bislang über eine Million Todesopfer +++
Die Zahl der weltweit verzeichneten Todesopfer der Corona-Pandemie hat die symbolische Schwelle von insgesamt einer Million Fällen überschritten. Das geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor, die auf Angaben der Behörden beruht. Demnach gab es um 00.30 Uhr MESZ genau 1.000.009 Todesfälle. Die Zahl der erfassten Infektionsfälle lag zu diesem Zeitpunkt bei 33.018.877.

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+++ 03:36 Pariser Gastwirte wehren sich gegen Sperrstunde +++
In Paris haben dutzende Gastwirte gegen die verschärften Corona-Auflagen der französischen Regierung demonstriert. Besitzer von Restaurants, Bars und Diskotheken versammelten sich vor dem Hôtel des Invalides im Stadtzentrum, um gegen die ab Montag geltende Sperrstunde zu protestieren. Wegen des starken Anstiegs der Corona-Neuinfektionen hatte die französische Regierung diese Woche verschärfte Corona-Auflagen verhängt, die insgesamt elf Großstädte betreffen, darunter auch die Hauptstadt Paris. Dort gilt für Bars ab Montag eine Sperrstunde ab 22.00 Uhr. Restaurants, die Alkohol zusammen mit einem Essen servieren, dürfen auch länger öffnen, wie die Polizei klarstellte.

+++ 02:22 Nach Feier: Quarantäneregeln an zehn Schulen in Bielefeld +++
Von den Corona-Infektionen infolge einer Familienfeier in Bielefeld sind inzwischen zehn Schulen betroffen. Die Gesamtzahl der bekannten Infektionen im Zusammenhang mit der privaten Feier gab die Stadt in einer Mitteilung weiterhin mit 36 an. Die Quarantäne-Anordnungen an den Schulen gelten jeweils für einzelne oder mehrere Klassen und Jahrgangsstufen sowie Lehrer. Insgesamt seien knapp 900 Menschen - Schüler und Lehrer - im Zusammenhang mit diesem Fall in Quarantäne, heißt es in einer Mitteilung.

+++ 01:36 Viele Firmen müssen bei den Krankenkasssen anschreiben +++
Viele Unternehmen haben wegen der Corona-Krise offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-fache erhöht, wie Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. "Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", sagte er. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre.

+++ 00:40 Infektionsdynamik in Frankreich verlangsamt sich +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich schwächt sich ab - allerdings auf hohem Niveau. Binnen 24 Stunden gab es 11.123 neue Fälle, nach 14.412 am Samstag, 15.797 am Freitag und dem Rekordhoch von 16.096 am Donnerstag. Die Gesamtzahl klettert damit auf 538.446. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 27 auf 31.727.

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+++ 23:49 Scholz gegen einheitliche Obergrenze für Privatfeiern +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich vor dem Corona-Gipfel gegen bundesweit einheitliche Obergrenzen für die Teilnehmerzahl bei Privatfeiern ausgesprochen. "Ich bin skeptisch, ob es wirklich Sinn macht, bundesweit eine solche Regelung einzuführen", sagte er am Abend in der ARD. Man müsse sich die Lage sehr regional differenziert anschauen. Scholz forderte für den Gipfel am Dienstag, zügige und gut verabredete Reaktionen zu vereinbaren. Es gelte, konkrete Kriterien festzulegen, wie man mit den einzelnen Fällen umgehe. Die Landkreise haben sich dagegen eine bundesweite Obergrenze für Privatfeiern von weniger als 50 Teilnehmern gefordert. Der gegenwärtige Flickenteppich sei für die Bürger irritierend. 

+++ 22:52 Erster Toter in griechischem Flüchtlingslager +++
In Griechenland ist erstmals ein Bewohner eines Flüchtlingslagers an einer Corona-Infektion gestorben. Ein 61-jähriger Afghane, der im Lager Malakassa nahe Athen untergebracht war, sei in einem Krankenhaus in der griechischen Hauptstadt gestorben, erklärte das Migrationsministerium. Malakassa und die nahegelegenen Lager Schisto und Elaionas waren wegen steigender Infektionszahlen Anfang September unter Quarantäne gesetzt worden. In den griechischen Flüchtlingslagern hatte sich das Coronavirus zuletzt stark ausgebreitet. Allein in einem umstrittenen Übergangslager auf der Insel Lesbos wurden mehr als 240 Asylsuchende positiv auf den Erreger getestet. Das Camp war nach der Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria durch ein Feuer eilig errichtet worden. Dort lebten zuvor rund 12.000 Menschen. Bei ihrem Einzug in das neue Camp wurde alle Bewohner auf eine Corona-Infektion getestet.

+++ 22:04 Mehr als ein Drittel der neuen Fälle in NRW +++
Mehr als ein Drittel der bundesweiten Neuinfektionen verzeichnet aktuell Nordrhein-Westfalen mit 492 Neuansteckungen. Dreistellige Zuwächse melden auch Hessen (211) und Baden-Württemberg.

+++ 21:49 Deutschland meldet 67 Tote in einer Woche +++
In ihren Tagesberichten melden wochenendbedingt lediglich 11 von 16 Bundesländern die Zuwächse bei den Ansteckungen: Demnach gab es in Deutschland binnen 24 Stunden insgesamt 1203 neue Infektionen und zwei weitere Todesfälle. Regulär nicht gemeldet haben fünf Länder: Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Nach Berechnungen von ntv.de wurden damit in einer Woche in Deutschland 11.435 neue Fälle und 67 Tote registriert.

+++ 21:00 Söder schlägt bundesweite Corona-Ampel vor +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine bundesweite "Corona-Ampel". "Wir brauchen jetzt ein verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk für den Winter", sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". Kern müsse die Einführung einer Warnampel für alle Bundesländer sein sowie Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, wenn die Zahl der Infizierten bestimmte Grenzwerte überschreite. Söders Vorschlag zufolge springe die Corona-Ampel auf Gelb, wenn es in einem Landkreis 35 oder mehr Infizierte auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gebe, so die "SZ". Zur Prävention gegen eine weitere Ausbreitung des Virus könnten dann etwa vorbeugende Tests für Risikogruppen angeordnet, Zuschauer bei Sportveranstaltungen von überregionaler Bedeutung nicht mehr zugelassen und die Maskenpflicht in Schulen auf den Unterricht ab der 5. Klasse ausgeweitet werden. Steige die Zahl auf 50 Infizierte, solle unter anderem bei privaten Veranstaltungen die erlaubte Teilnehmerzahl auf ein Viertel der bis dahin geltenden Zahl reduziert werden.

+++ 20:20 USA wieder bei 50.000 Neuansteckungen +++
Die Zahl der Neuinfizierten in den USA bleibt hoch. Die Zahl der aktuellen Ansteckungen liegt mit knapp 50.000 auf dem Niveau des Vortags. Insgesamt sind damit 7.059.087 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden, berichtet die Seuchenschutzbehörde CDC mit. Die Zahl der Todesopfer steigt um 853 auf 204.033.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mau/ino/rts/dpa/AFP/dj