Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:12 Abwasser zeigt Corona-Entwicklung - Expertin drängt auf Nutzung +++

Im Abwasser lässt sich nach Einschätzung des europaweit tätigen Referenzlabors zuverlässig die Entwicklung der Corona-Pandemie verfolgen. Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt, kann nicht verstehen, warum diese Möglichkeit nicht flächendeckend genutzt wird: "Die Technik ist ausgereift, die Methoden stehen - das System könnte jederzeit etabliert werden. Es fehlt eigentlich nur am politischen Willen." Sehen kann man Lackner zufolge vor allem zwei Dinge: Das eine ist die Zunahme oder Abnahme der Virenkonzentration, also ob mehr oder weniger Menschen infiziert sind. Das andere ist, welche Varianten des Coronavirus im Umlauf sind. Die Labore nutzen dafür Proben, die in allen Kläranlagen routinemäßig aus dem Zufluss entnommen werden. Der Aufwand sei also überschaubar.

+++ 04:24 Entwicklungsminister Müller reist nach Westafrika +++
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beginnt heute einen mehrtägigen Besuch in Westafrika. Im Mittelpunkt der Reise stehen nach Angaben seines Ministeriums der Kampf gegen das Coronavirus und die Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie. Müller will bis zum kommenden Freitag mehrere Länder in der Region besuchen. Erste Station der Reise ist Togo, wo Müller eine Hilfslieferung von 30 Beatmungsgeräten und 5000 Geräten zur Messung der Sauerstoffsättigung übergeben will. In Sierre Leone steht unter anderem ein Treffen mit Präsident Julius Maada Bio auf dem Programm. In Gambia will Müller ein Gesundheitszentrum besuchen. Zum Abschluss seiner Reise will der Entwicklungsminister im Senegal über die wirtschaftlichen Folgen der Krise beraten.

+++ 03:25 Laschet und Merz werben für Gründerkultur nach Krise +++
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz werben gemeinsam für eine stärkere Innovations- und Gründerkultur als Konsequenz aus der Pandemie. Man werde nach der Krise sehen, welche Schäden durch die notwendigen Maßnahmen angerichtet worden seien, sagt Laschet beim Abschluss der Beteiligungskampagne für das CDU-Wahlprogramm. Man wisse noch nicht, wie sich die Wirtschaft danach entwickele. Ziel der CDU sei es, die 20er Jahre des Jahrhunderts zum "Modernisierungsjahrzehnt" zu machen - "auf dem Weg zum klimaneutralen Industrieland", betont er. Laschet nennt als Unterschied zu den Grünen, die Union wolle die Arbeitsplätze in der Chemie-, Automobil- und Stahlindustrie sowie die Aluminiumproduktion auch in Zukunft im Land haben, aber klimaneutral. Nötig seien dafür unter anderem Unternehmensgründer.

+++ 02:24 Lambrecht: Länder sollen Maskenpflicht auf Verhältnismäßigkeit prüfen +++
Angesichts der abflauenden Coronavirus-Pandemie fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht die Länder auf, die weitere Fortdauer der Maskenpflicht zu überprüfen. Die Länder müssten klären, "ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken", sagt die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". "Das gilt auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler sind von der Maskenpflicht besonders betroffen."

+++ 01:19 Österreich ab heute kein Risikogebiet mehr +++
Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Risikogebiete ist seit heute deutlich kürzer. Wegen sinkender Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss ab sofort keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

+++ 00:05 Mehr als fünf Millionen Infektionen in Afrika +++
Die Zahl der Infektionen in Afrika hat die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Laut einer auf Angaben staatlicher Stellen in 54 Ländern beruhenden Zählung wurden bislang 5.008.656 Ansteckungen registriert. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass dies nur ein Bruchteil der wirklichen Infektionen ist - Experten gehen in den meisten armen Ländern Afrikas von einer extrem hohen Dunkelziffer aus. Afrika ist inzwischen der einzige Kontinent, auf dem die Pandemie noch zunimmt.

+++ 23:07 WHO-Chef: 70 Prozent der Weltbevölkerung bis nächstes Jahr impfen +++
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagt der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall.

+++ 22:30 Chinesische Ärzte sehen schwere Verläufe bei Delta-Variante +++
Im Südosten Chinas beobachten Ärzte schwere Verläufe bei Menschen, die sich mit der Delta-Variante angesteckt haben. Demnach seien die Symptome anders und gefährlicher als bei der Ursprungsversion des Coronavirus, das sich 2019 von Wuhan aus verbreitete, berichtet die "New York Times". Chinesische Mediziner schilderten im staatlichen Fernsehen, der Zustand der Patienten würde sich viel schneller verschlechtern. Die Viruskonzentration im Körper sei höher und sinke nur langsam. Bis zu 12 Prozent würden innerhalb von drei bis vier Tagen nach Auftreten der Symptome ernsthaft krank, sagte Guan Xiangdong, Direktor der Intensivmedizin an der Sun-Yat-sen-Universität in Guangzhou. In der Vergangenheit habe der Anteil bei 2 oder 3 Prozent gelegen, mitunter auch bei bis zu 10 Prozent, sagte er.

+++ 21:59 In Hessen und Saarland steigt Inzidenz leicht an +++
Zwei Bundesländer verzeichnen laut Angaben der Landesbehörden eine leicht steigende Sieben-Tage-Inzidenz: Hessen weist 22,1 (+0,6) Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf, das Saarland 21,5 (+1,0). In den übrigen Bundesländern geht das Fallaufkommen weiter zurück, am stärksten in Thüringen (-2,7) und Rheinland-Pfalz (-1,8).

+++ 21:30 Mecklenburg-Vorpommern unterschreitet Inzidenz von 5 +++
Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das nach der zweiten und dritten Corona-Welle mit der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 5 fällt. Es folgen Brandenburg mit 6,9 sowie Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt mit jeweils 9,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Baden-Württemberg liegt als einziges Bundesland noch knapp über der 25-Marke.

+++ 20:55 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1785 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.714.250 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1785 neue Fälle hinzu. Der Tageszuwachs liegt um knapp 600 unter dem Niveau von vergangenem Samstag.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 89 auf 89.815. Im Wochenvergleich zeichnet sich ein deutlicher Rückgang ab: Am Samstag vor einer Woche hatten die Landesbehörden 121 Todesfälle gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 50.400 Personen.

Die Fallzahlen des Tages werden durch Übermittlungsprobleme im Berliner Bezirk Neukölln und durch eine Datenkorrektur in der Brandenburger Region Oberspreewald-Lausitz leicht nach unten verzerrt. Betroffen sind damit lediglich die Werte aus zwei der insgesamt 412 deutschen Regionen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,82). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,85 (Vortag: 0,83). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1345 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 914 davon werden beatmet. Rund 4500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, chf/cri/jpe/dpa/AFP/rts

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