Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:12 RKI meldet 4252 Neuinfektionen +++

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt binnen eines Tages 4252 Corona-Neuinfektionen gemeldet und 255 weitere Todesfälle. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3943 Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 67,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (68,0). Vor vier Wochen, am 9. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 72,8 gelegen.

+++ 04:17 Kassenärzte: Spahn hat direkt beim Start Testchaos angerichtet +++
Die niedergelassenen Ärzte werfen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor, für ein Testchaos gesorgt zu haben. Zwar komme nun endlich der vermehrte Einsatz von Schnelltests, "doch leider in einer absolut kurzfristigen, ja formal sogar rückwirkenden Umsetzung, die direkt beim Start zum Chaos geführt hat", sagt der Vizevorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums, die die Grundlagen der Testungen regele, habe die Kassenärzte erst am Montag erreicht, beklagt Hofmeister. "Kein Wunder, dass die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sich überrollt fühlen."

+++ 03:06 Deutschland verliert in der Pandemie Tausende Pflegekräfte +++
Deutschland hat während der Pandemie über 9000 Pflegekräfte in Krankenhäusern und in der Altenpflege verloren. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, aus denen die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten. Besonders betroffen ist demnach die Krankenpflege in den Kliniken. Das Minus bei den Beschäftigtenzahlen lag hier in der ersten Hochphase der Corona-Krise bei 5124. In der Altenpflege ist die Zahl der Beschäftigten im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juli um 3885 zurückgegangen.

+++ 02:06 Hafenchef kritisiert "massive logistische Fehler" der Politik +++
Erich Staake, Chef des Duisburger Hafens Duisport, mahnt schwere Fehler im staatlichen Logistik-Management während der Corona-Pandemie an. "Die Lockdowns dauern an, auch weil massive logistische Fehler begangen werden", sagt er der "Rheinischen Post". "Die Praxis der Impfstoffbestellung empfinden viele Menschen zurecht als skandalös. Anstatt den Herstellern jede nur denkbare Hilfe bei Logistik und Produktion anzubieten, wurde von Bürokraten monatelang über Preise gefeilscht. Jetzt läuft die Impfkampagne leider viel zu langsam an, wohl auch, weil die Verteilung suboptimal läuft." Ihm sei "schleierhaft, warum jedes Bundesland einzeln die Verteilung des Impfstoffes" organisiere.

+++ 01:06 Impfstoffe von Astrazeneca und Biontech schützen vor Brasilien-Mutation +++
Einer vorläufigen Studie zufolge schützt das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca vor der brasilianischen Mutation P1. Das gibt Mauricio Zuma, der Produktionschef des biomedizinischen Instituts Fiocruz, bekannt. Auch der Impfstoff der Partner Biontech und Pfizer zeigt in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie, dass es die brasilianische Variante des Corona-Virus neutralisiert.

+++ 23:31 Estland verhängt einmonatigen Lockdown +++
Angesichts einer rapiden Ausbreitung der britischen Variante des Coronavirus wird Estland am Donnerstag in einen einmonatigen Lockdown gehen. Dies kündigt Regierungschefin Kaja Kallas am Abend im Fernsehen an. Demnach soll der Schulbetrieb in dem baltischen EU-Land fast vollständig auf Fernunterricht umgestellt werden. Gastronomische Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte müssen schließen. Ausnahmen gelten für Läden des täglichen Bedarfs. Auch Sport in Innenräumen wird untersagt.

+++ 22:19 Türkei meldet mehr als 13.000 Neuinfektionen +++
Die Türkei meldet die höchste Zunahme an Corona-Neuinfektionen seit dem 6. Januar. Das Gesundheitsministerium des Landes gibt 13.215 Positiv-Tests bekannt. Insgesamt wurden damit bislang mehr als 2,79 Millionen Fälle bestätigt. In den vergangenen 24 Stunden starben den Angaben zufolge 64 Menschen an oder mit dem Virus. Damit stieg die Totenzahl auf insgesamt 29.094. In der vergangenen Woche hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Wochenend-Lockdowns in einigen Städten gelockert.

+++ 21:54 Holpriger Schnellteststart - Bund will Länder unterstützen +++
Angesichts der Probleme beim bundesweiten Start der kostenlosen Schnelltests bietet die Bundesregierung laut einem Medienbericht den Bundesländern an, insgesamt 10,5 Millionen Selbsttests aus bereits gesicherten Beständen zur Verfügung zu stellen, bis deren eigene Bestellungen eintreffen. Bis Dienstagmittag könnten sich interessierte Bundesländer bei Roche Diagnostics melden, um sich einen dem Bevölkerungsschlüssel entsprechenden Anteil zu sichern, zitierte die "Welt" aus einem Schreiben der "Taskforce Testlogistik". Ab Mittwoch sei Roche Diagnostics in der Lage, im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung mit der Bundesregierung "bis zu 1,5 Millionen Antigen-Selbsttests täglich auszuliefern", heißt es demnach in dem Schreiben der für die Taskforce zuständigen Bundesminister Jens Spahn (Gesundheit) und Andreas Scheuer (Verkehr) weiter. Die Kosten dafür sollen die Länder tragen. Diese liegen laut Spahn und Scheuer bei 4,50 Euro. Ab einer Bestellung von mehr als einer Million Tests gibt es einen Nachlass. Die Tests aus dem sogenannten Starter-Paket sind unter anderem für den Einsatz an Schulen und in Kitas gedacht.

+++ 21:25 Niederlande erlauben wohl wieder Passagierflüge von Großbritannien +++
Passagierflugzeuge- und Fähren dürfen einem Medienbericht zufolge ab Dienstag von Großbritannien aus wieder die Niederlande ansteuern. Die niederländische Regierung werde das bisherige Verbot aufheben, meldet die Nachrichtenagentur ANP. Es war im Januar verhängt worden, um ein Übergreifen einer als ansteckender geltenden Virus-Variante aus Großbritannien zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Die Maßnahme mache aber keinen Sinn mehr, da die Mutation inzwischen ohnehin die neue dominierende Variante in den Niederlanden sei, berichtet ANP unter Berufung auf das Kabinett.

+++ 20:54 Brandenburg will Grenze für Lockerungsstopp auf Inzidenz 200 erhöhen +++
In der vergangenen Woche einigten sich Bund und Länder auf ein Öffnungskonzept, das die Inzidenzwerte 50 und 100 als Grenzen festlegte. Nun startet das erste Bundesland wieder einen Alleingang. Brandenburg will den Grenzwert für eine mögliche Notbremse von 100 auf 200 erhöhen. Das geht aus der neuen Verordnung des Landes hervor, die am Dienstag beschlossen werden soll. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 62,8. Kritik kommt von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Er schreibt auf Twitter: "Das ist mittelgradig unglaublich. Lockerungen werden beschlossen, wie in MPK vereinbart, aber Notbremse wird von 100 auf 200 (!) erhöht. Ist das ernst gemeint? Wenn das alle Bundesländer machen wird es schwere 3. Welle geben und dann langen Lockdown."

+++ 20:28 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4115 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.506.982 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen am Montag 4115 neue Fälle hinzu. Der Tageszuwachs liegt damit etwas unter den Montagswerten von vor sieben Tagen (1. März: 4335 neue Fälle) und vor 14 Tagen (22. Februar: 4268). Zu Wochenbeginn sind aufgrund des verringerten Test- und Meldeaufkommens vom Wochenende regelmäßig die schwächsten Meldetage im Wochenverlauf zu verzeichnen.

*Datenschutz

Die aktuelle Anzahl neu gemeldeter Fälle stellt trotzdem den bisher geringsten Tageszuwachs des laufenden Jahres dar. Eine niedrige Zahl an Neuinfektionen war zuletzt am 18. Oktober angefallen. Dazu meldeten die Landesbehörden 104 weitere Todesfällen. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt derzeit bei 72.045. Als aktuell infiziert gelten rund 123.817 Personen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,03 (Vortag 1,06). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 103 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

+++ 20:04 Treffen ohne Maske möglich: USA lockern Empfehlungen für Geimpfte +++
Die US-Gesundheitsbehörde CDC lockert die Corona-Empfehlungen für Geimpfte. Vollständig geimpfte Menschen könnten fortan bei sich zu Hause wieder ohne Schutzmaske und Abstandsregeln Gäste empfangen, wenn diese ebenfalls geimpft seien, sagt CDC-Chefin Rochelle Walensky. Geimpfte könnten auch nicht geimpfte Gäste aus höchstens einem anderen Haushalt bei sich empfangen, solange bei diesen kein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bestehe. Geimpften wird auch nicht mehr empfohlen, sich in Quarantäne zu begeben und testen zu lassen, wenn sie Kontakt zu einem Corona-Positiven hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen. Allerdings werden durchgeimpfte Menschen weiterhin aufgerufen, Masken zu tragen und Abstand zu anderen einzuhalten, wenn sie sich in der Öffentlichkeit befinden. Auch von Reisen und größeren Menschenansammlungen wird weiter grundsätzlich abgeraten.

+++ 19:39 Impfstart in den Arztpraxen Anfang April +++
Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf einigten sich die Fachminister von Bund und Ländern am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Der Impfstoff soll auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen solle auf ein Minimum reduziert werden, hieß es. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben. Vereinbarte Termine dort sollen erhalten bleiben. Bis Sonntag wurden laut Bundesgesundheitsministerium 2,5 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Das sind drei Prozent der Bevölkerung. 5,2 Millionen Menschen haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP