Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:23 Positive Auswirkung: Rekordtief bei Antibiotika-Verschreibungen +++

Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr wurden nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) so wenige Antibiotika verschrieben wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das ergab eine Auswertung von Medikamentenverschreibungen der mehr als fünf Millionen Versicherten der TK. Die Zahl der ausgestellten Antibiotika-Rezepte ging demnach im April und Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent zurück. Hochgerechnet auf die rund 34 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland seien rund 11,7 Tagesdosen verschrieben worden. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach hochgerechnet noch 20,5 Millionen. Dabei hätten auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dazu beigetragen, dass sich andere Infektionserkrankungen weniger verbreiten konnten.

+++ 04:56 EU arbeitet an einheitlichem Digital-Einreisesystem +++

Ende des Jahres soll die EU ein gemeinsames digitales Anmeldesystem für Einreisen haben. Das hat EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides angekündigt. Elf EU-Staaten hätten derzeit nationale digitale Anmeldesystem oder arbeiteten daran. Die EU-Kommission starte im November ein Pilotprojekt, es müssten etwa Datenschutz-Fragen geklärt werden.

+++ 04:14 Belgier dürfen nur noch einen Gast empfangen +++

Wegen der dramatisch steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen verschärft Belgien erneut die Lockdown-Maßnahmen. Von Montag an müssen nicht unentbehrliche Geschäfte wieder schließen, wie Ministerpräsident Alexander De Croo bekannt gab. Weitere Einschränkungen kommen auch auf Privathaushalte zu: Dort sind mit Inkrafttreten der Verschärfungen nur noch Besuche eines einzigen Gastes zugelassen. Die Regierung rief Arbeitnehmer dazu auf, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. "Es ist ein Lockdown, aber ein Lockdown, der den Betrieb in Fabriken erlaubt und eine vorsichtige Wiederöffnung der Schulen ermöglicht", sagte Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke.

+++ 03:23 USA verzeichnen nächsten Rekordwert an Neuinfektionen +++

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land am zweiten Tag in Folge ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 94.125 neue Ansteckungsfälle erfasst. Zudem wurden 919 weitere Todesfälle registriert. Mit der jüngsten Zählung wurde der Rekord vom Vortag mit mehr als 91.000 gemeldeten Coronavirus-Neuinfektionen gebrochen. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn in den USA 9.034.295 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg insgesamt auf 229.544.

*Datenschutz

+++ 02:42 Patienten sollen deutschlandweit verteilt werden +++

Bund und Länder wollen an Covid-19 erkrankte Intensivpatienten bei knappen Kapazitäten künftig zwischen den Bundesländern verteilen. "Entwickelt sich eine Lage, die eine Verlegung über die Nachbarländer beziehungsweise angrenzende Regionen hinaus erforderlich macht, findet ein sogenanntes Kleeblattprinzip Anwendung", heißt es im Konzept des Bundesinnenministeriums, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Einzig die beiden bevölkerungsreichsten Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern bilden demnach eigene Regionen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 02:11 Johnson erwägt Teil-Lockdown für England +++

Der britische Premierminister Boris Johnson erwägt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen neuen strengen Teil-Lockdown in England. Die "Times" meldete, dass Johnson die neuen Corona-Maßnahmen am Montag ankündigen werde. Demnach solle alles geschlossen werden - abgesehen von lebenswichtigen Geschäften und Bildungseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Universitäten. Die neuen Beschränkungen könnten ab Mittwoch bis 1. Dezember gelten. Jeder Landesteil in Großbritannien mit seinen insgesamt fast 67 Millionen Einwohnern entscheidet über seine eigenen Maßnahmen in der Corona-Krise. Bislang hatte Johnson sich Forderungen nach Wiedereinführung landesweit geltender Corona-Maßnahmen widersetzt. Nun allerdings wachsen angesichts sprunghaft steigender Fallzahlen die Sorgen, dass die Krankenhäuser überlastet sein könnten.

+++ 02:04 MV weist seine Touristen aus +++

MV weist seine Touristen aus, sie müssen spätestens bis zum 5. November aus dem Bundesland abreisen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nach einer Kabinettssitzung an. Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden. "Natürlich gilt für die Gäste, die schon da sind, dass sie eine Zeit haben, auch wieder zurückzureisen", sagte Schwesig. Dies gilt demnach für alle Buchungen, die bis einschließlich Freitag getätigt worden seien. Wer eine Unterkunft später buche, müsse bis zum kommenden Montag wieder abreisen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:43 Brinkhaus: Niemand kann Lockerungen im Dezember garantieren +++

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will nicht garantieren, dass der Teil-Lockdown zum Dezember hin endet. "Es ist der Plan, dass wir zum Dezember lockern. Garantieren kann das niemand", sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Fakt ist aber: Ohne etwas zu tun, werden wir sicher keinen guten Dezember haben. Wir müssen kämpfen." Mit Blick auf weitere Verschärfungen, bis hin zu Ausgangssperren sagte er: "Viel wird davon abhängen, ob alle mitziehen. Dann haben wir eine gute Chance, auf weitere Verschärfungen verzichten zu können. Wenn aber flächendeckend die Leute ihr Ding machen, dann kriegen wir ein Problem."

+++ 01:23 Tschechien verlängert Ausnahmezustand +++

Das tschechische Parlament stimmt der Verlängerung des Ausnahmezustands bis zum 20. November zu. Damit wird der rechtlichen Rahmen für die Regierung geschaffen, die Bewegungsfreiheit der Bürger Menschen oder den Produktionsbetrieb in Fabriken gegebenenfalls einzuschränken.

+++ 00:54 Polen schließt alle Friedhöfe +++

Die Friedhöfe in Polen werden zu Allerheiligen heute, Sonntag und Montag geschlossen. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki begründete die Maßnahme mit der raschen Zunahme von Infektionen. Zudem ruft die Regierung dazu auf, wo immer möglich, Heimarbeit zu nutzen.

+++ 00:17 Slowakei testet die komplette Bevölkerung +++

Nach einem ersten Pilotversuch am vergangenen Wochenende starten heute in der Slowakei flächendeckende Corona-Tests der gesamten Bevölkerung. Um eine rasante Ausbreitung des Virus zu verhindern, will Ministerpräsident Igor Matovic alle Bürger ab zehn Jahren an diesem und am kommenden Wochenende kostenlosen Schnelltests unterziehen. Matovic sieht die Massentests bei einem Erfolg als Vorbild für andere Länder. Das rund 5,4 Millionen Einwohner zählende osteuropäische Land hatte die erste Corona-Welle gut überstanden, doch seit September gehen wie fast überall in Europa die Infektionszahlen stetig hoch. Seit vergangenem Wochenende gelten deshalb eine landesweite nächtliche Ausgangssperre und weitere Beschränkungen.

+++ 23:52 Corona-Eskalation, aber USA wollen Kreuzfahrten wieder erlauben +++

Seit Mitte März sind Kreuzfahrten von US-Häfen aus aufgrund der Corona-Pandemie verboten, nun soll es bald langsam wieder losgehen. Die Gesundheitsbehörde CDC gab am Freitag bekannt, ihre strikte "No Sail Order" zu lockern und stellte ein Regelwerk für eine schrittweise Rückkehr zum Betrieb vor. Angesichts neuer Corona-Eskalationen in Teilen der USA ist das Timing der CDC-Maßnahme überraschend. Laut US-Medienberichten hätte Direktor Robert Redfield das Verbot eigentlich sogar gern verlängert, der Industrie soll es aber gelungen sein, mit verstärkter Lobbyarbeit eine von Vizepräsident Mike Pence geleitete Task Force der US-Regierung auf ihre Seite zu ziehen.

+++ 23:20 Briten beschleunigen Impfstoffprüfung +++

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat einem Medienbericht zufolge ein beschleunigtes Prüfverfahren für Corona-Impfstoffkandidaten des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca eingeleitet. Astrazeneca sowie Pfizer und sein deutscher Partner Biontech gehören neben dem US-Biotechkonzern Moderna zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus.

+++ 22:56 Frankreich meldet fast 50.000 neue Fälle +++

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt auf 49.215 binnen 24 Stunden. Das ist ein Zuwachs von rund 1500 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten steigt um 256 auf insgesamt 36.565.

+++ 22:20 Nach Infektion: Spahn will Montag wieder ins Ministerium kommen +++

Deutschland wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn solange Corona-Patienten aus anderen EU-Staaten aufnehmen, solange dies möglich ist. Dies gelte etwa für Staaten wie Tschechien oder Belgien, aber auch andere, die um Hilfe bitte würden. Das Auswärtige Amt teilt mit, dass derzeit bereits je zwei Corona-Intensivpatienten aus den Niederlanden und Belgien in deutschen Kliniken behandelt würden. Der mit dem Corona-Virus infizierte Spahn erklärte außerdem, er werde am Montag wieder in seinem Ministerium arbeiten. "Es geht mir -- toi toi toi -- ganz gut. Die Symptome sind zurückgegangen."

+++ 22:00 Höchstwerte: Spanien schreckt vor hartem Lockdown zurück +++
Trotz neuer Infektionsrekorde will Spanien die Pandemie ohne einen neuen Lockdown mit einer extrem strengen Ausgehsperre eindämmen. Eine totaler Lockdown, wie er im Frühjahr im Corona-Hotspot monatelang herrschte, sei im neuen Notstandsdekret auch nicht vorgesehen, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa. "Und ich bin davon überzeugt, dass eine totale Ausgehsperre dank der aktuellen Maßnahmen auch nicht nötig sein wird", betonte der Minister am Freitag vor Journalisten in Madrid. Mit 25.595 Neuinfektionen binnen 24 Stunden wurde unterdessen der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Die Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 nähert sich damit im 47-Millionen-Einwohner-Land der Marke von 1,2 Millionen. In Westeuropa weist nur Frankreich einen höheren Wert auf.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/rts/AFP