Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:26 Studie: Ein Drittel trinkt in der Krise mehr Alkohol +++

Der Alkoholkonsum ist bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland seit der Coronakrise gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg durchgeführt hat. 35,5 Prozent der mehr als 3000 an der Studie Teilnehmenden gaben bei der anonymen Online-Umfrage an, während der Pandemie mehr oder viel mehr Alkohol getrunken zu haben als zuvor. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert aber erste Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen. Die Bundesregierung hatte jüngst in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion auf die Studie verwiesen.

LIVETICKER AUF DER ALEXA

Keine Zeit zu lesen? Dann hören Sie den Coronavirus-Liveticker doch einfach auf der Alexa. Aktivieren Sie den Skill, indem Sie fragen: "Alexa, was sind die Nachrichten von Coronavirus-Liveticker?" oder aktivieren Sie ihn über diesen Link.

+++ 04:50 Betrug bei Corona-Hilfen: Immer mehr Verdachtsfälle +++
Im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen untersuchen Ermittler bundesweit Tausende Verdachtsfälle. Insgesamt befassen sie sich mit mindestens 5100 Fällen wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug, Geldwäsche, Fälschung beweiserheblicher Daten oder des Ausspähens von Daten, wie Recherchen der dpa von Anfang Juli ergaben. Ende Mai waren es noch etwa 2200 Fälle gewesen. Von zahlreichen Behörden hieß es, die Zahlen änderten sich quasi täglich. Um wie viel Geld die Länder in den Fällen betrogen wurden, ist noch nicht ganz klar. Nach dpa-Recherchen könnte es bundesweit mindestens um knapp 22 Millionen Euro gehen.

+++ 03:07 Bundeswehr-Hunde sollen Corona-Infektion erschnüffeln +++
Diensthunde der Bundeswehr sollen das Erschnüffeln einer Corona-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel teilnehmen. Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte. Spürhunde können an der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs nicht nur Sprengstoffe oder Drogen wahrnehmen, sondern auch verschiedene Krebserkrankungen und die drohende Unterzuckerung von Diabetikern riechen. Auf dieser Grundlage ist auch die Idee für das Corona-Projekt entstanden. "Mit einer Trefferquote von derzeit etwa 80 Prozent sind die Forscher in Ulmen auf dem besten Weg, das Projekt erfolgreich weiterzuführen", erklärte die Diensthundeschule. In wenigen Wochen sollen belastbare Ergebnisse vorliegen.

+++ 02:01 SPD-Chef Borjans gegen Ende der Maskenpflicht +++
Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans lehnt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel ab und liegt damit nach eigener Aussage auf einer Linie mit Kanzlerin Angela Merkel. "Ich habe heute noch mit der Bundeskanzlerin darüber gesprochen und wir sind uns einig, dass das Maskentragen in Geschäften eine Zumutung ist, aber eine zumutbare Zumutung", sagte Walter-Borjans am Sonntagabend auf "Bild live". Der SPD-Chef sprach sich dafür aus, in der Corona-Pandemie weiter Vorsicht walten zu lassen. "Im Geschäft werde ich eine Maske anziehen. Und wenn das alle tun, haben wir einen großen Teil von Infektionsmöglichkeiten eingedämmt", sagte Walter-Borjans. Die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel war am Wochenende ins Rollen geraten, nachdem sich Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe gegenüber der "Welt am Sonntag" für einen solchen Schritt in seinem Land ausgesprochen hatte.

+++ 00:48 Corona-Alarm an Bord: Militärmaschine bricht Flug nach Lettland ab +++
Ein kanadisches Militärflugzeug hat einen Flug nach Lettland wegen Corona-Alarms abgebrochen. Es habe die Sorge geherrscht, dass sich Soldaten an Bord der Maschine mit dem Virus infiziert haben könnten, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Ottawa mit. Nach ihren Angaben drehte das Flugzeug um, nachdem die Armee erfahren hatte, dass an der Trenton-Militärbasis in der kanadischen Provinz Ontario jemand positiv auf das Virus getestet worden war. Vom diesem Stützpunkt war das Flugzeug gestartet. Es sei möglich, dass die insgesamt 70 Passagiere und Crew-Mitglieder mit dem infizierten Patienten in Kontakt gewesen seien, sagte die Sprecherin. Für die Soldaten an Bord der Maschine wurde den Angaben zufolge eine 14-tägige Quarantäne auf der Basis Trenton angeordnet. In Lettland sind rund 540 kanadische Soldaten stationiert.

+++ 23:33 Trump kündigt weitere große Wahlkampfveranstaltung an +++
Trotz der Zuspitzung der Corona-Pandemie in Teilen der USA hält Präsident Donald Trump an Großveranstaltungen für seinen Wahlkampf fest. Er werde am Samstag im Freien auf dem Flughafen des Ortes Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Anhängen sprechen, erklärte seine Kampagne. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung einwilligen, dass sie "freiwillig alle Risiken" übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten. Trumps Kampagne übernimmt dafür keine Haftung. Teilnehmer würden "stark ermuntert", bereitgestellte Masken zu tragen, hieß es. Der Auftritt wird Trumps zweite große Wahlkampfveranstaltung seit der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA im März sein. Die erste Veranstaltung in einem geschlossenen Stadion im Bundesstaat Oklahoma vor rund drei Wochen war eher missglückt: In der Halle in Tulsa blieben Tausende Sitze leer, obwohl Trump erklärt hatte, dass sich rund eine Million Menschen kostenlose Tickets gesichert hätten.

+++ 22:27 Frankreich rechnet mit etwas schnellerer Erholung +++
Die französische Wirtschaft könnte sich nach dem corona-bedingten Abschwung etwas besser entwickeln als erwartet. Notenbank-Gouverneur Francois Villeroy de Galhau sagte dem Sender LCI, "es läuft zumindest so gut wie Anfang Juni gedacht, vielleicht sogar etwas besser". Im Juni hatte die Notenbank einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal von 15 Prozent prognostiziert. Villeroy zufolge könnte die Zahl "etwas besser" ausfallen.

+++ 22:01 London vor Impfstoff-Deal mit Sanofi +++
Großbritannien steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Abschluss eines Kaufvertrags für 60 Millionen Einheiten eines potentiellen Covid-19-Impfstoffs. Dabei gehe es um eine noch zu entwickelnde Arznei des Pharmafirmen Sanofi und GlaxoSmithKline, berichtete die "Sunday Times". Die Vereinbarung habe ein Volumen von rund 550 Millionen Euro. Klinische Tests mit dem Impfstoff-Kandidaten sollen im September beginnen. Die beiden Unternehmen hatten bereits erklärt, die Zulassung für das Mittel könne schon in der ersten Hälfte 2021 erteilt werden - statt wie zunächst avisiert im zweiten Halbjahr. Derzeit sind mehr als 100 potenzielle Impfstoffe weltweit in der Entwicklung. Viele Regierungen sind mit Pharmafirmen schon Kaufverträge eingegangen, obwohl offen ist, ob die jeweiligen Mittel wirksam sein werden. Dahinter steht die Sorge, für die eigenen Bürger keinen Impfstoff zu haben, weil es nach einer erfolgreichen Entwicklung zunächst wohl nicht gelingen wird, nahezu zeitgleich genügend von der Arznei für die Weltbevölkerung zu produzieren.

+++ 21:30 Vier Bundesländer ohne Neuinfektionen +++
Trotz verlangsamter Meldetätigkeit zum Wochenende bringt der Tagesstand für Deutschland gute Nachrichten: Drei Bundesländer verzeichnen keine einzige Neuinfektionen: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Während vier Länder erst wieder am Montag ihre neuen Fälle melden – Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern – verzeichnen weitere vier Länder ebenfalls nur geringfügige Zuwachsraten: Bremen (plus 1), Rheinland-Pfalz (plus 2), Niedersachsen und Thüringen (plus 3). Spitzenreiter ist weiterhin Nordrhein-Westfalen mit 137 neuen Fällen.

*Datenschutz

Nach Berechnungen von ntv.de kommt Deutschland damit insgesamt auf 196.304 bestätigte Infektionen. Das sind 200 mehr als am Vortag. 9016 Todesfälle sind zu beklagen, zwei mehr als am Vortag. Akut infiziert sind 6471 Menschen, genesen 180.817.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/rts/AFP