Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:42 Großbritannien will Pflicht zur häuslichen Isolierung aufheben +++

Der britische Premierminister Boris Johnson laut Medienberichten die gesetzliche Vorschrift zur häuslichen Isolierung nach einer Infektion aufheben. Die Pläne sollten über die kommenden Wochen ausgearbeitet werden, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Zwar solle die Empfehlungen zu einer Quarantäne in den eigenen vier Wänden bleiben. Jedoch werde eine Missachtung keine Bußgelder oder andere Strafen mehr nach sich ziehen.

+++ 04:44 RKI meldet 34.145 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 34.145 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 8890 mehr Fälle als am Montag vor einer Woche. Die Inzidenz steigt auf 528,2 von 515,7 am Vortag. 30 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:49 Trotz Pandemie: Firmenchefs erwarten boomende Konjunktur +++
Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie blicken die Firmenchefs weltweit mit Zuversicht auf die Konjunktur. Dies geht aus einer Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach erwarten 77 Prozent der Chief Executive Officers (CEOs), dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird. Laut PwC ist dies ein Rekordhoch. An einen Rückgang glauben lediglich 15 Prozent. Deutsche Firmenlenker zeigen sich im globalen Vergleich ähnlich optimistisch: 76 Prozent der Führungskräfte rechnen hierzulande mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums (Vorjahr: 80 Prozent).

+++ 03:01 Krankenhausgesellschaft: Müssen erneut Patienten auf die Warteliste setzen +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) geht davon aus, dass in der Omikron-Welle planbare Operationen in Deutschland wieder in großem Maß verschoben werden müssen. "Im Infektionsbereich haben wir auf allen Stationen einen höheren Aufwand für den einzelnen Patienten", sagt DKG-Präsident Gerald Gaß der "Rheinischen Post". "Personelle Reserven gibt es leider nicht, deswegen müssen wir erneut, wenn es soweit medizinisch vertretbar ist, Patienten auf die Warteliste nehmen". In Spitzenzeiten der Pandemie seien bis zu 25 Prozent der Hüft-OPs verschoben worden. "Aber es geht auch um Krebs-Operationen, zeitweise hatten wir einen deutlichen Rückgang von bis zu 18 Prozent bei Darmkrebs-OPs", so Gaß.

+++ 01:59 Niedersachsens Innenminister über Corona-Demos: "Vielen geht es um einen Angriff auf den Staat" +++
Niedersachsens Innenminister kündigt ein konsequentes Durchgreifen des Staates gegen Regelverstöße und Gewalt bei Protesten gegen die Corona-Politik an. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagt Boris Pistorius: "Wer sich den Maßnahmen der Polizei widersetzt oder versucht, mit rücksichtsloser Gewalt oder sogar einem Kind vor dem Bauch eine Polizeisperre zu durchbrechen, macht deutlich, dass es um Aggression und einen Angriff auf den Staat geht. Und das werden wir uns, stellvertretend für die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, nicht gefallen lassen". Vielen gehe es eigentlich nicht um die Corona-Maßnahmen, sondern vielmehr um eine Verächtlichmachung und Verunglimpfung des Staates und der Demokratie", so der SPD-Politiker.

+++ 01:02 Oxfam: Pandemie verschärft soziale Ungleichheiten +++
Die Corona-Pandemie verschärft aus Sicht der Organisation Oxfam soziale Ungleichheiten. Während sich das Vermögen der zehn reichsten Milliardäre verdoppelt habe, lebten über 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut, heißt es in einem Bericht. Oxfam fordert von den Regierungen weltweit, Konzerne und Superreiche zur Finanzierung sozialer Grunddienste stärker zu besteuern, für globale Impfgerechtigkeit zu sorgen und die Wirtschaft am Gemeinwohl auszurichten.

+++ 00:12 Griechenland: Impfpflicht für Über-60-Jährige in Kraft +++
Ungeimpfte Griechinnen und Griechen über 60 werden von nun an zur Kasse gebeten: Wer sich die Corona-Impfung weiterhin nicht verabreichen lässt, wird im Januar mit 50 Euro Strafe belegt, von Februar an sind es dann 100 Euro monatlich. Die Regelung trat um Mitternacht in Kraft. Von der Maßnahme sind laut Staatsrundfunk rund 300.000 Menschen betroffen. Ihre Daten sollen nun von der staatlichen Sozialversicherung an das Finanzamt weitergeleitet werden, das die Bußgelder eintreibt. Das Geld kommt dann den staatlichen Krankenhäuser zugute.

+++ 23:22 Hunderte Malteser demonstrieren gegen Corona-Pass +++
Auf Malta kommt es zu den größten Protesten gegen Corona-Maßnahmen seit Ausbruch der Pandemie. Mehrere Hundert Menschen demonstrieren in der Hauptstadt Valletta gegen ein ab Montag gültiges Covid-Zertifikat, das für den Besuch der meisten Einrichtungen vom Restaurant bis zum Fitness-Center obligatorisch ist. Die Protestierer rufen Losungen wie "Mein Körper gehört nicht dem Staat" oder "Geht es wirklich um Gesundheit?" Gesundheitsminister Chris Fearne rechtfertigt das neue Dokument mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante, die 90 Prozent der Neuinfektionen auf der der Mittelmeer-Insel ausmacht.

+++ 22:30 Türkei: Mehr als 54.000 Neuinfektionen - seit August täglich mehr als 100 Todesfälle +++
Die Türkei meldet aktuell 54.100 Neuinfektionen. Dieser Wert ist geringer als an den Vortagen, für einen Sonntag allerdings sehr hoch. Der Sieben-Tage-Schnitt der täglichen Neuinfektionen liegt derzeit bei 68.387 Fällen. Zudem bleibt die Zahl der Todesfälle auf hohem Niveau. 136 neue Todesfälle sind es aktuell. Die Türkei verzeichnet seit Anfang August 2021 kontinuierlich mehr als 100 Todesfälle täglich.

+++ 22:18 Trotz hoher Infektionszahlen kein Anstieg bei Intensivpatienten in Portugal +++
Trotz deutlich zunehmender Neuinfektionen in Portugal, bleiben die Intensivstationen bisher weitgehend unbehelligt. Die Behörden melden in der Omikron-Welle immer neue Höchststände, im Sieben-Tage-Schnitt sind es derzeit mehr als 32.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen steigt auch merklich, das betrifft aber eher die Normalstationen. Die Zahl der Intensivpatienten bleibt derzeit auf moderatem Niveau von 168. Auf dem Höchststand liegen gut 900 Covid-Patienten in einem Intensivbett. Portugal hat einer der höchsten Impfquoten Europas.

+++ 22:01 Journalisten bei Protesten in Frankreich attackiert +++
Bei einer Kundgebung der rechten Partei Les Patriotes in Frankreich werden zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von einer Gruppe mutmaßlicher Rechtsextremisten attackiert und mit dem Tod bedroht. Als sich Sicherheitskräfte schützend vor die Journalisten stellen, werden sie unter anderem mit Schlagstöcken attackiert. Einer von ihnen erleidet durch einen Schlag mit einer Flasche eine Verletzung am Kopf. AFP-Präsident Fabrice Fries kündigt an, dass die Nachrichtenagentur im Namen der attackierten Journalisten Strafanzeige wegen Körperverletzung, Morddrohungen und Behinderung der freien Meinungsäußerung erstatten werde. AFP sei entschlossen, die Ausübung des Journalistenberufs zu verteidigen. Er sei besorgt über das "neue Ausmaß der Gewalt" gegen Medienschaffende, fügt Fries hinzu.

+++ 21:54 Gesundheitsminister tagen am Montag zur Pandemielage +++
Die Gesundheitsminister der Bundesländer beraten am Montag ein weiteres Mal über ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. An der Videokonferenz, die unter dem Eindruck der Ausbreitung der Omikron-Variante und eines damit verbundenen starken Anstiegs der Neuinfektionen steht, wird auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach teilnehmen. Lauterbach hatte die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld in einem Interview dazu aufgerufen, sich mehrmals pro Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. Außerdem forderte er, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden.

+++ 21:47 Tausende demonstrieren in Amsterdam gegen Corona-Politik +++
In Amsterdam kommen am Sonntag erneut Tausende Menschen zusammen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern heißt es unter anderem "Rückkehr zur Normalität jetzt!", "Wir haben die Lügen satt" und "Kein 2G". An den Protestaktionen beteiligen sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen sind, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtet. Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum ruft zuvor die Aktionsgruppe "Nederland in Verzet" ("Niederlande im Widerstand") auf. Damit soll an die als "Kaffeeschlacht" bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches "Kaffeetrinken" deklariert worden. Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklären die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen.

+++ 21:30 Drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt nach Covid-Infektion +++
Ein drei Wochen alter Säugling in Katar stirbt an den Folgen einer Corona-Infektion. "Er hatte keine anderen gesundheitlichen Probleme oder bekannten Erbkrankheiten", erklärt das Gesundheitsministerium. Demnach ist es der zweite tödliche Verlauf einer Corona-Infektion bei einem Kind in Katar seit Beginn der Pandemie. Die Sterblichkeit durch das Coronavirus ist bei Kindern im Allgemeinen sehr gering. In der aktuellen Ansteckungswelle wegen der Omikron-Variante sei in Katar die Zahl der infizierten Kinder und Krankenhauseinweisungen jedoch stark gestiegen, erklärt das Ministerium. Katar mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern hat bislang knapp 300.000 Corona-Fälle und rund 600 Todesopfer verzeichnet.

+++ 21:08 Neuer Höchswert: Knapp 458.000 Neuinfektionen in der Woche +++
Die Bundesländer melden aktuell 46.891 Neuinfektionen. Das geht aus Auswertungen von ntv.de hervor. Das sind rund 46,8 Prozent mehr als am Sonntag der Vorwoche, als 31.949 neue Fälle gemeldet werden. Der aktuelle Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt somit auf 65.410 Fälle täglich. 21 weitere Menschen versterben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, vor sieben Tagen sind es noch 63.

Insgesamt 7,98 Millionen Menschen in Deutschland haben sich bisher nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, 6,97 Millionen Menschen gelten als genesen. 115.613 Menschen versterben seit Pandemiebeginn. Die Zahl der aktuell Infizierten wird auf gut 887.000 geschätzt. Die Zahl der tatsächlich Infizierten dürften deutlich höher liegen. Dennoch gilt mehr als ein Prozent der deutschen Bevölkerung damit derzeit als akut mit dem Coronavirus infiziert.

In allen Bundesländern mit Ausnahme Thüringens steigen die Fallzahlen gegenüber der Vorwoche an. Die Quote der Covid-Patienten auf den Intensivstationen nimmt dagegen in allen Bundesländern, bis auf Schleswig-Holstein, weiter ab. In einzelnen Bundesländern steigt die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Covid-Patienten ja 100.000 Einwohner, die binnen sieben Tagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden, allerdings dennoch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner nimmt mit Ausnahme von Bremen und Thüringen in allen Bundesländern zu. In Brandenburg (plus 33,5) und Bayern (plus 30,8) am stärksten. In Sachsen, das lange Zeit wie Thüringen nur fallende Zahlenwerte kannte, nimmt die Inzidenz bereits den zweiten Tag in Folge leicht zu (plus 3,2)

Beim Blick auf die Karte lassen sich regelrechte Cluster innerhalb Deutschlands ausmachen: die Region Berlin-Brandenburg, ein oder zwei Zentren in Norddeutschland, das Zentrum Nordrhein-Westfalens, Südhessen sowie der Süden Baden-Württembergs und der Süden Bayerns.

Beim Blick auf die gesamte Woche wird deutlich: Omikron ist in Deutschland angekommen. Auch wenn es bisher keine "Wand" von Neuinfektionen wie in anderen Ländern zu verzeichnen gibt, nehmen die Neuinfektionen erheblich zu. 457.871 Neuinfektionen binnen sieben Tagen hat es seit Pandemiebeginn noch nicht gegeben. Der bisherige Höchstwert wird in der vorletzten Novemberwoche mit 406.553 Fälle erreicht. Der Anstieg gegenüber der Vorwoche beträgt aktuell 39 Prozent. Die Zahl der Todesfälle ist seit Mitte Dezember dagegen rückläufig. In den vergangenen sieben Tagen versterben 1618 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In der Vorwoche sind es noch 1847 Menschen. Die gut 887.000 aktiven Fälle sind der dritthöchste Wochenwert seit Pandemiebeginn. Nur Anfang und Mitte Dezember wird eine noch höhere Zahl angenommen.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, als/ses/jpe/dpa/AFP/rts

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