Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:44 Hausärzte klagen über hohe Nachfrage nach Schnelltests +++

Die Hausärzte beklagen die zahlreichen Wünsche von Patienten nach einem Corona-Schnelltest in der Vorweihnachtszeit. "Wir erleben derzeit in den Praxen, dass die Patienten die Testungen oft anlasslos einfordern. Das verbrennt unnötig Ressourcen", sagt Oliver Funken, Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post". Die Tests seien derzeit noch knapp und würden viel dringender in Einrichtungen mit hilfsbedürftigen Personengruppen benötigt. Testungen ohne Anlass nehmen nach Ansicht von Funke das Praxispersonal unnötig in Anspruch, welches spätestens mit Anlaufen der Impfzentren ohnehin knapp werde.

+++ 05:23 RKI meldet über 11.000 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 11.169 auf über 1,053 Millionen. Tags zuvor waren 14.611 gemeldet worden. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 125 auf 16.248.

+++ 05:11 Karliczek sagt höchste Sorgfalt bei Impfstoff zu +++
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht in der Bevölkerung beim Thema Corona-Impfungen noch viel Aufklärungsbedarf. "Dazu gehört, immer wieder zu verdeutlichen, dass die Zulassungsbehörden keinerlei Abstriche an den Standards machen, die für die Zulassung eines Impfstoffes gelten", sagt Karliczek. Sie versichert: "Die zugelassenen Impfstoffe werden daher wirksam und vor allem sicher sein." Es sei erfreulich, dass sich rund die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen wollten. "Es wäre allerdings schön, wenn die Bereitschaft noch etwas steigen würde." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung nötig, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Karliczek bekräftigt aber, dass es keinen Impfzwang geben werde. "Es bleibt dabei: Die Impfung wird freiwillig sein."

+++ 04:51 Französisches Gericht kippt Gottesdienst-Obergrenze +++
Das oberste französische Verwaltungsgericht hat die coronabedingte Maximalzahl von 30 Gläubigen bei religiösen Veranstaltungen gekippt. Nach Auffassung des Staatsrats in Paris soll die Obergrenze bei 30 Prozent der Auslastung des Ortes liegen, wie die katholische Kirche Frankreichs mitteilt. Die bisher geltende Regelung ist demnach nicht verhältnismäßig und stellt den Versuch einer schwerwiegenden Einschränkung der Freiheit der Religionsausübung dar. Wie französische Medien berichten, hat die Regierung drei Tage Zeit, um die Vorgabe zu überarbeiten. Seit Samstag gelten in Frankreich erste Lockerungen der strikten Corona-Regeln. Auch nichtlebensnotwendige Geschäfte dürfen wieder öffnen, für Sport und Spazieren im Freien wird mehr Zeit eingeräumt. Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen in einer Fernsehansprache verkündet - darunter auch, dass Messen wieder mit maximal 30 Gläubigen stattfinden können. Die französische Bischofskonferenz hatte sich daraufhin an die Justiz gewandt.

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+++ 04:24 US-Gesundheitsbehörde CDC meldet über 140.000 Neuinfektionen +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 143.333 neue Positiv-Tests und 1210 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 13,14 Millionen Infektionen und 265.166 Tote verzeichnet.

+++ 04:03 Tschechien lockert und senkt Risiko-Stufe +++
Die tschechische Regierung lockert die Beschränkungen des öffentlichen Lebens, da die tägliche Zahl der Neuinfektionen zurückgeht. Von Donnerstag an dürften Restaurants und Geschäfte, die keine Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, wieder öffnen, teilt Gesundheitsminister Jan Blatny mit. Die Risikostufe wird von vier auf drei gesenkt, der höchste Wert ist fünf. Das heißt, dass alle Geschäfte öffnen dürfen, aber die Anzahl der Kunden begrenzen müssen, damit ausreichend Abstand gehalten werden kann. Die nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben, sportliche Aktivitäten dürfen eingeschränkt wieder aufgenommen werden.

+++ 03:22 Mehr als 1000 Schüler in Halle in Quarantäne +++
In Halle sind derzeit mehr als 1000 Schüler in Quarantäne. Insgesamt gebe es in der knapp 240.000 Einwohner großen Stadt mehr als 30.700 Kinder und Jugendliche in den Schulen, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Das bedeute, dass fast 97 Prozent aller Schüler den Unterricht weiter besuchen könnten. "Das ist eine gute Zahl", so Wiegand. Die Entscheidung, die Schulen weiterhin geöffnet zu lassen, sei richtig gewesen. Insgesamt wurden in Halle 25 Neuinfektionen gemeldet. Der Corona-Kennwert lag weiterhin im hohen Bereich von 84,82 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage.

+++ 02:50 Laschet fordert neues Konzept ab Januar +++
Zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie tritt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet für grundlegend neue Konzepte ab Januar ein. "Wir können nicht auf Dauer alles schließen und der Staat bezahlt Monat für Monat Milliarden-Ausfälle. Ab dem neuen Jahr wird ein neues Modell nötig sein. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen machen den Staat auf Dauer kaputt", sagt Laschet der "Rheinischen Post". Mit der Zulassung eines Impfstoffs müssten kluge Konzepte langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie ermöglichen. "Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch."

+++ 02:12 New York will Grundschulen wieder öffnen +++
Trotz steigender Corona-Zahlen sollen die öffentlichen Grundschulen in der US-Ostküstenmetropole New York bald wieder öffnen dürfen. Bürgermeister Bill de Blasio teilt mit, dass der Plan ab dem 7. Dezember umgesetzt werde. Damit lässt die Metropole nach Kritik von ihrer selbst gesetzten Schwelle von drei Prozent positiver Corona-Tests ab, ab der die Schulen eigentlich geschlossen bleiben müssten. Lehranstalten für ältere Kinder bleiben zunächst aber zu. De Blasio hatte erst Mitte des Monats wegen Überschreiten des Grenzwertes bekannt gegeben, die Schulen bis auf weiteres dicht zu machen, gab nun aber offenbar dem Druck von Kritikern nach. Diese hatten sich unter anderem daran gestört, dass Schulen schließen mussten, Restaurants für den Verzehr im Innenbereich aber nicht. New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden und hatte Mitte März alle Schulen schließen müssen. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen wieder stabilisiert, eine erneute Öffnung war jedoch immer wieder verschoben worden. Die ersten Schulen konnten schließlich erst ab Ende September wieder aufgemacht werden. Zuletzt hatte sich die Covid-19-Lage jedoch wieder angespannt.

+++ 01:41 US-Virologe Fauci warnt vor Explosion der Corona-Fallzahlen +++
Der renommierte US-Virologe Anthony Fauci warnt vor einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Thanksgiving. Wegen der regen Reiseaktivitäten rund um den wichtigsten US-Feiertag werde sich die Verbreitung des neuartigen Coronavirus höchstwahrscheinlich nochmals beschleunigen, sagt Fauci dem Sender CNN. In zwei oder drei Wochen sei mit einem sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle zu rechnen. "Wir wollen die Menschen nicht verängstigen, aber das ist die Realität", sagte Fauci.

+++ 00:55 Brinkhaus besteht auf Länderbeitrag +++
Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus besteht trotz Kritik einiger Landesregierungen darauf, dass sich die Bundesländer künftig an den Entschädigungen für Corona-Auflagen für Firmen beteiligen. "Das kann nicht so bleiben, das muss neu zugeschnitten werden", sagt der CDU-Politiker der ARD. Er sehe, dass die Länder auch einen Beitrag leisteten. "Aber das ist aus der Balance geraten." Im Bund sehe man, was die Länder leisteten - und was nicht.

+++ 00:19 Berlin will Hotels für Quarantäne nutzen +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kündigt an, dass Berlin Hotels und Pensionen nutzen will, um die strikte Einhaltung von Quarantäne durchzusetzen. Damit solle auch sichergestellt werden, dass anders als in beengten Wohnverhältnissen weniger Ansteckungen stattfinden, sagt der SPD-Politiker in der ARD.

+++ 23:43 Bericht: GroKo einigt sich auf Homeoffice-Pauschale +++
Finanzpolitiker der Großen Koalition einigen sich nach einem Medienbericht auf eine Entlastung für Arbeitnehmer, die in der Coronavirus-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll es eine Steuerpauschale von fünf Euro pro Tag geben, höchstens jedoch von 600 Euro pro Jahr. Unklar ist demnach allerdings noch, ob sie neben dem Arbeitnehmer- Pauschbetrag von 1000 Euro gewährt wird. Wenn sie wie andere Werbungskosten behandelt würde, könnten nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1000 Euro Werbungskosten kommen. Das Finanzministerium setzt sich nach einem aktualisierten Konzept, aus dem das Blatt zitiert, für diesen Weg ein. "Würde die Homeoffice-Pauschale unabhängig, also zusätzlich zum Werbungskosten-Pauschbetrag gewährt, wäre dies eine übermäßige (und damit verfassungsmäßig zweifelhafte) Begünstigung."

+++ 23:13 Söder will Kontrolle für aus Österreich kommende Skifahrer +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt an, dass Bayern stichprobenartig aus Österreich zurückkehrende Skifahrer überprüfen wird. Hintergrund ist der Plan, dass Personen, die im Ausland Ski fahren, künftig nach der Rückkehr 14 Tage in Quarantäne müssen. Es dürfe kein zweites Ischgl geben, sagt der CSU-Vorsitzende der ARD in Anspielung auf den österreichischen Skiort, der Anfang des Jahres als Corona-Hotspot galt.

+++ 22:52 Türkei kämpft mit vielen Todesopfern +++
Die Zahl der neuen Virus-Toten in der Türkei steigt den siebten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. In den vergangenen 24 Stunden seien 185 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl steige damit auf 13.558. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt hingegen leicht auf 29.281 nach dem Rekordhoch von 30.103 am Samstag.

+++ 22:05 Scholz verspricht Corona-Hilfen bis Juni +++
Auch nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen für November und Dezember im Teil-Lockdown können Firmen auf Unterstützung des Staates setzen, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Es sei richtig, Gastronomie, Kultur und Sport jetzt besonders unter die Arme zu greifen. "Klar ist, ab dem nächsten Jahr gilt das normale Regime der Überbrückungshilfen", sagt der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung Berlin Direkt. Diese sollten bis mindestens Juni 2021 gelten und seien umfassender und großzügiger als bisher. Scholz zeigt sich zuversichtlich, dass Deutschland die durch die Corona-Krise erhöhten Schulden wieder abbauen könne. Wichtig sei dabei vor allem Wirtschaftswachstum. "Deutschland ist das am geringsten verschuldete G7-Land." Deutschland werde weniger Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftskraft haben als in der Finanzkrise vor zehn Jahren.

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Quelle: ntv.de, jpe/bad/rts/dpa/AFP