Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:45 RKI verzeichnet 7141 neue Infektionen +++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. 214 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Es scheint aber ein Trend erkennbar: Vor genau einer Woche registrierte das RKI noch 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 2.040.659 nachgewiesene Infektionen und 46.633 Todesfälle.

+++ 05:00 Australien plant 2021 keine Grenzöffnung +++
Australiens Grenzen sind seit März 2020 für Reisende geschlossen - und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Das Land wird seine Grenzen aller Voraussicht nach in diesem Jahr nicht mehr für Reisende öffnen. Das sagte der medizinische Chefberater der australischen Regierung, Brendan Murphy dem TV-Sender ABC. "Selbst wenn wir einen großen Teil der Bevölkerung geimpft haben, wissen wir nicht, ob das die Übertragung des Virus verhindern wird", gab Murphy zu bedenken. Er halte es für "sehr wahrscheinlich", dass auch die Quarantäne-Vorschriften noch eine Weile in Kraft blieben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

+++ 04:29 Patientenschützer bemängeln Hygiene in Pflegeheimen +++
Patientenschützer dringen auf bundesweit einheitliche Schutzmaßnahmen in der Altenpflege. "Allein eine Verschärfung des Shutdowns wird nicht viel bringen", sagt der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Die 12.000 Pflegeheime müssten auch nicht komplett abgeriegelt werden, um die Hochrisikogruppe effizient zu schützen. Für die hohen Todesraten unter den 900.000 Pflegeheimbewohnern sei auch mangelnde Hygiene verantwortlich. Die Gesundheitsämter hätten in der Pandemie die wichtigen externen Kontrollen weitestgehend eingestellt. Es fehlten verpflichtende Tests vor jedem Dienstbeginn und Besuch.

+++ 03:33 "Je schneller desto besser": Betriebskrankenkassen-Chef für Schul-Öffnung +++
Der Chef des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps spricht sich für eine rasche Öffnung der Schulen aus. "Je schneller desto besser", sagte Knieps dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mittlerweile wisse man, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet, räumte Knieps ein. "Aber das Risiko müssen wir eingehen", forderte er und verwies auf unterschiedliche Ausgangslagen in den Elternhäusern. "Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen", sagte er dem RND.

+++ 02:40 Scholz rechnet mit 14-tägiger Lockdown-Verlängerung +++
Vizekanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag die Corona-Beschränkungen verschärfen und um zwei Wochen verlängern. "Es müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden", sagte der Finanzminister im "Bild"-Talk. "Ich gehe davon aus, dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazu kommen." Ob dazu auch Ausgangssperren gehören, wollte der Vizekanzler nicht ausschließen: "Ich finde, das ist eine mögliche Maßnahme, aber nicht die, die als allererste ansteht."

+++ 02:03 109 neue Fälle in China +++
In China stagniert die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Für die letzten 24 Stunden meldet die Gesundheitsbehörde in Peking 109 neue Covid-19-Fälle. Am Freitag war mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 gemeldet wurde. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Regierung fürchtet, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Die Neujahrsfeiertage beginnen am 11. Februar und sind üblicherweise eine Hauptreisezeit in China.

+++ 01:14 Kultusminister zu Corona: "Nehmen Kindern gerade alles weg" +++
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne weist auf die Entbehrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise hin. "Wir nehmen den Kindern gerade alles weg, was ihr Leben ausmacht: Hobbys, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen, ins Kino gehen, zusammen feiern", sagte Tonne der "Neue Osnabrücker Zeitung". "Und nun mussten wir auch noch den Schulbesuch - die letzte verbliebene Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben - massiv einschränken und nahezu auf null herunterfahren". Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen. An eine baldige komplette Wiedereröffnung der Schulen glaubt der SPD-Politiker jedoch nicht. "Keiner geht davon aus, dass wir im Februar schon wieder halbwegs normal in den Schulalltag starten", sagte er.

+++ 00:17 Slowakei nimmt Massentests wieder auf +++
Die Slowakei verschärft ihre Ausgangsbeschränkungen. In einer Sondersitzung hat die Regierung beschlossen, schon ab diesem Montag wieder Corona-Massentests im ganzen Land durchzuführen. Danach soll auch der Weg zur Arbeit nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. Bisher zählte der Weg zur Arbeit zu den wichtigsten Ausnahmen von einem grundsätzlichen Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen. Die "freiwillige" Testmöglichkeit soll bis 26. Januar bestehen. Die Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen für Personen ohne negativen Corona-Test tritt dann ab dem 27. Januar in Kraft und gilt vorerst bis 7. Februar.

+++ 23:37 Brasilien meldet über 33.000 neue Infektionen +++
Während in Brasilien heute die ersten Impfdosen verabreicht wurden, breitet sich das Virus in dem Land weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 33.040 Neuinfektionen binnen eines Tages. Offiziell haben sich damit 8,48 Millionen Menschen in dem Land mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle legte um 551 auf 209.847 zu.

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+++ 22:44 Söder bringt Grenzkontrollen ins Spiel +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt Grenzkontrollen zur Pandemie-Bekämpfung nicht aus: "Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung", sagte der CSU-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll." Das habe schon im Frühjahr effektiv geholfen. "Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern", fügte Söder hinzu.

+++ 21:54 Zahl der Neuinfektionen auf Wochensicht rückläufig +++
Am Sonntagabend erlauben wir uns einen Blick zurück auf die Woche: Es zeigt sich dabei ein deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen. Die Bundesländer meldeten 121.676 neue Fälle, in der Vorwoche waren es noch 144.752 Meldungen. Einen niedrigeren Wochenwert gab es zuletzt Ende Oktober 2020. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus waren in dieser Woche dagegen erneut sehr hoch, insgesamt 6027. In der Vorwoche waren 6179 Todesfälle zu beklagen. Hier die Daten im Überblick:

+++ 21:29 Oberbayern beklagt zwei Ausbrüche in Altenheimen +++
In einem Altenheim in Benediktbeuern hat es eine neue Corona-Masseninfektion gegeben. Sechzehn Bewohnerinnen und Bewohner haben sich mit dem Erreger angesteckt, weitere sieben Infektionen gibt es beim Personal, wie das Landratsamt von Bad Tölz und Wolfratshausen mitteilte. Drei Menschen waren so krank, dass sie stationär behandelt wurden. Die Behörden verhängten Besuchsverbot, neue Bewohner werden vorerst nicht aufgenommen. Zuvor hatte es schon im nahe gelegenen Geretsried einen ähnlichen Fall in einem Altenheim gebeben. Dort stieg die Zahl der Infektionen seit Freitag auf insgesamt 21 am Sonntag.

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Historischer Moment: Mônica Calazans wird geimpft.

(Foto: REUTERS)

+++ 21:11 Nach Notzulassung: Erste Brasilianierin geimpft +++
Das ging schnell: Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und Astrazeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo am Sonntag hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Mônica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in São Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat.

+++ 20:39 Deutschland meldet knapp 13.000 Neuinfektionen und 319 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.043.371 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 12.851 neue Fälle hinzu. Das sind 2961 Fälle weniger als am vergangenen Sonntag gemeldet wurden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 319 auf 46.821. Als aktuell infiziert gelten rund 312.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 107 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,95).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4971 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2835 davon werden beatmet. Rund 4950 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP