Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:55 Pflegebevollmächtigte kritisiert ungerechten Pflegebonus +++

Die neue Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll, übt Kritik an den Plänen der Ampelkoalition, Pflegekräften einen Bonus für den Einsatz in der Corona-Pandemie zu zahlen. "Ich habe ein grundsätzliches Problem mit einem Bonus", sagt Moll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Bei begrenzten Mitteln muss es eine Differenzierung geben, aber das ist immer ungerecht. Damit wird es immer Unzufriedene geben, weil man nicht alle Erwartungen erfüllen kann", betont sei. "Aber nun warten wir erst mal ab, bis der Vorschlag auf dem Tisch liegt. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesmal eine gute Lösung finden", fügt sie auch hinzu. Die Ampelkoalition will eine Milliarde Euro für einen Bonus zur Verfügung stellen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte angekündigt, die Zahlung auf die Intensiv-Krankenpflege zu konzentrieren. Das hatte in der Branche bereits für Kritik gesorgt.

+++ 04:46 RKI meldet 203.136 Neuinfektionen, Inzidenz über 1000 +++
Die Zahl der täglichen Neuinfketionen überschreitet erstmals die 200.000er Marke: Das Robert-Koch-Institut(RKI) meldet 203.136 neue Positiv-Tests, 69.600 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1017,4 von 940,6 am Vortag. 188 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 117.314.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:09 Dänemark beendet fast alle Maßnahmen +++
Trotz Rekordwerten an Neuinfektionen will Dänemark in der kommenden Woche beinahe alle Corona-Beschränkungen aufheben. Ab dem 1. Februar müssen die Dänen an den meisten Orten keine Masken mehr tragen oder Impfnachweise zeigen, kündigt die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen an. Damit folgt ihre Regierung den Weisungen der zuständigen Kommission, die empfohlen hatte, die Notfallmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie - und damit die meisten Beschränkungen - auslaufen zu lassen.

+++ 03:22 Moderna startet Studie mit Omikron-Impfstoff +++
Moderna beginnt seine erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs. An 24 Standorten in den USA nehmen daran insgesamt 600 Freiwillige - teils mit zwei oder bereits drei Injektionen – teil. Die Beständigkeit der Antikörper mit der normalen Booster-Impfung stimme zwar zuversichtlich, sagt Moderna-Chef Stéphane Bancel. "In Anbetracht der langfristigen Bedrohung durch die sogenannte Immunflucht von Omikron treiben wir unseren Omikron-spezifischen Impfstoffkandidaten dennoch weiter voran."

+++ 02:43 Fast alle Corona-Maßnahmen in England aufgehoben +++
In England sind seit Mitternacht die meisten Corona-Restriktionen aufgehoben. Die Maskenpflicht in Innenräumen gilt nicht mehr, der Zutritt zu Clubs und bestimmten Großveranstaltungen ist ohne Gesundheitspass möglich. Auch die Empfehlung der Regierung zur Arbeit im Homeoffice ist ausgelaufen. Möglich sind die Lockerungen laut Regierung durch eine erfolgreiche Booster-Impfkampagne. 64 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahren haben eine dritte Dosis erhalten. Dennoch verzeichnen die Gesundheitsbehörden im Vereinigten Königreich nach wie vor fast 100.000 Neuinfektionen am Tag.

+++ 01:50 Ärztevertreter fürchten Personalausfälle: "Praxen schon jetzt am Limit" +++
Ärztevertreter befürchten Lücken in der medizinischen Versorgung, weil zunehmend auch Personal sich mit dem Coronavirus infiziert. "Je stärker die Inzidenzen steigen, desto mehr Praxen werden auch vorübergehend krankheitsbedingt schließen müssen", sagt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, den Funke-Zeitungen. Schon jetzt arbeiteten die Praxen "am Limit". Auch der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, warnt vor Personalengpässen. "Die Quarantäne wird zum Problem werden in den kommenden Wochen", sagte Gassen.

+++ 01:10 Göring-Eckardt erwartet Aus für Genesenen-Sonderregel im Bundestag +++
Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt geht davon aus, dass der Bundestag die Corona-Sonderregelung beim Genesenenstatus wieder ändert. Für die Bürger ist dieser auf drei Monate verkürzt worden, im Parlament gilt durch eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Frist von sechs Monaten. "Das war keine gute Idee und deswegen wird sie auch geändert. Da bin ich ganz sicher", sagte Göring- in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". "Die (Bundestags-) Präsidentin hat das entschieden und hat das entschieden nach Regelungen, die in Berlin gelten", erklärte Göring-Eckardt. Im Land Berlin gilt bei Veranstaltungen weiter die 2G-plus-Regel mit sechs Monaten für Genesene.

+++ 00:37 62.000 Impfnachweise gefälscht: Französische Fahnder nehmen Betrügernetzwerk hoch +++
Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62.000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Drei 22 bis 29 Jahre alte Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestoßen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.

+++ 23:25 Italien verzichtet auf Test bei Einreise von EU-Bürgern +++
Italien lockert ab Februar die Einreisebedingungen für Bürger aus anderen EU-Staaten. Ab kommendem Monat soll es für Reisende aus anderen EU-Ländern ausreichen, eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen negativen Corona-Test nachzuweisen. Derzeit verlangt Italien auch von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test bei der Einreise. Die EU-Mitgliedstaaten hatten am Dienstag vereinbart, das Reisen für Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat innerhalb der EU einfacher gestalten.

+++ 22:30 Lauterbach: Impfregister hinderlich, lieber auf Strafen setzen +++
Ein Impfregister hält Gesundheitsminister Karl Lauterbach für nicht nötig und auch hinderlich, da eine Einführung deutlich zulange dauern würde: "Wir wollen ja die Welle im Herbst verhindern. Das könnte erneut Omikron sein. Das könnte eine Delta-Welle sein. Das könnte auch eine Kombination sein, was noch viel gefährlicher wäre. Und wenn ich das erreichen will, dann müssen wir jetzt schnell handeln," sagte Lauterbach im ZDF heute journal. Auf die Frage, wie eine allgemeine Impfpflicht durchsetzbar wäre, sprach Lauterbach von empfindlichen Strafen. "Eine Möglichkeit wäre, dass der Impfnachweis erbracht werden muss am Arbeitsplatz oder bei der Nutzung bestimmter Verkehrsmittel. Es wäre möglich, dass der Impfnachweis erbracht werden muss bei Arztbesuchen, in Kliniken und so weiter. (…) Es könnte auch einfach schlicht sporadisch kontrolliert werden wie in Österreich."

+++ 22:12 Lauterbach will verkürzten Genesenenstatus europaweit umsetzen +++
Im Streit um die Verkürzung des Genesenenstatus nach Corona-Infektionen in Deutschland hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Drei-Monats-Frist verteidigt und will sich um Umsetzung auch auf europäischer Ebene bemühen. "Wir werden in Kürze erneut versuchen, die drei Monate auch auf europäischer Ebene umzusetzen", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"heute journal". "Nach drei Monaten kann sich derjenige, der schon mit der Delta-Variante infiziert war, erneut mit der Omikron-Variante infizieren. Somit sind die drei Monate wissenschaftlich richtig", betonte Lauterbach. Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf verständigt, dass sich Reisende innerhalb der Union ohne weitere Auflagen frei bewegen können sollen, wenn sie einen gültigen Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorlegen. Beim Genesenennachweis wird hier eine Gültigkeit von 180 Tagen genannt, also sechs Monate. In Deutschland war der Status Mitte des Monats überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden.

+++ 21:56 US-Expertin: Bei Omikron verhältnismäßig weniger Patienten in Klinik +++
Trotz extrem hoher Corona-Fallzahlen ist die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Patientinnen und Patienten während der Omikron-Welle in den USA nicht im gleichen Maße angestiegen. "Während die Fallzahlen dramatisch zugenommen haben und fünfmal so hoch sind wie während der Deltawelle, haben die Krankenhauseinweisungen nicht im gleichen Maße zugenommen. Und die Sterbefälle sind im Vergleich zu den Fallzahlen nach wie vor gering", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. "Der Schweregrad der Covid-19-Erkrankung scheint bei der Omikron-Variante geringer zu sein als bei früheren Varianten." Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA Walensky zufolge rund 692.000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Rückgang von 6 Prozent entspricht. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei um etwa 8 Prozent zurückgegangen.

+++ 21:46 Fegebank durch Infektion "ziemlich aus der Kurve getragen" +++
Nach überstandener Covid-Erkrankung hat Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank davor gewarnt, eine Corona-Infektion auf die leichte Schulter zu nehmen. "Mich hat es wirklich ziemlich aus der Kurve getragen", sagte die Wissenschaftssenatorin der Deutschen Presse-Agentur. Anfangs sei es ihr noch gut gegangen, "doch dann habe ich mich fast zwei Wochen lang richtig krank gefühlt". Sie frage sich, wie es ohne Impfung gelaufen wäre. "Trotz des vermeintlich "milden" Verlaufs hat es mir gereicht und mich auch ein bisschen demütig werden lassen." Fegebank hatte vor drei Wochen per Twitter mitgeteilt, dass ihre Familie sich mit dem Coronavirus infiziert und in Quarantäne begeben habe.

+++ 21:15 Neun Länder melden neue Höchstwerte +++
Neun Bundesländer melden heute einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen. Aus Bayern sind es etwa 32.449 und aus Baden-Württemberg 27.881 neue Fälle. Aber auch Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein toppen ihr bisheriges Maximum.

In fast allen Bundesländern steigt die Sieben-Tage-Inzidenz an. Einzige Ausnahme ist Bremen. Die stärksten Anstiege gibt es in Berlin (+202,1) Baden-Württemberg (+99,7), Saarland (92,1) und Bayern (88,4). In Berlin hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den letzten 30 Tagen mehr als versechsfacht.

+++ 20:50 Bundesländer melden 184.027 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 9.102.124 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 184.027 neue Fälle hinzu. Das ist der mit Abstand höchste Wert bisher. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Zuwachs von 58,7 Prozent. Am Mittwoch in der vergangenen Woche wurden 115.936 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 183 auf 117.170. In der Vorwoche waren 244 Todesfälle gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 1.598.009 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,21) Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2363 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1311 davon werden invasiv beatmet.


Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.