Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 05:55 RKI meldet etwas weniger Fälle als vor einer Woche +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9557 Corona-Fälle gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9762 Neuinfektionen und 369 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 65,6 - und damit im Vergleich zum Vortag (65,4) und zum Samstag letzter Woche (63,8) etwas höher. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:15 Krawalle bei Corona-Demos in Paraguay +++
In Paraguay sind Proteste gegen das Corona-Management der Regierung eskaliert. Nach einer zunächst friedlichen Demonstration gegen Korruption und den Mangel an Medikamenten in der Corona-Pandemie schleuderten Angreifer im Zentrum der Hauptstadt Asunción Steine auf die Polizei. Die Beamten feuerten mit Gummigeschossen in die Menge und setzen Tränengas ein. In dem südamerikanischen Land steht das Gesundheitswesen vor dem Kollaps. Zuletzt musste die Regierung einräumen, dass es an wichtigen Medikamenten für die Behandlung von Covid-19-Patienten mangelt und fast alle Betten auf den Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser belegt sind. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni ist aufgrund des öffentlichen Drucks zurückgetreten.

+++ 04:39 Ministerpräsident Weil schreibt Osterurlaub nicht ab +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil schließt Osterurlaub nicht aus, hält aber Aussagen darüber derzeit für verfrüht. "Ich kann Ihnen darauf noch keine verlässliche Antwort geben", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Die Entscheidung bei der nächsten Bund-Länder-Runde am 22. März sei aus seiner Sicht "sehr spät, weil die Menschen vorher Pläne machen müssen", sagte Weil. Er gehe aber davon aus, dass bis dahin größere Klarheit über Testkonzepte herrsche. Diese könnten dann gegebenenfalls auch eine Grundlage dafür bieten, Ferienwohnungen und vielleicht sogar teilweise Hotels zu öffnen.

+++ 03:43 Kanzleramtschef Braun ruft Firmen zum Testen auf +++
Kanzleramtsminister Helge Braun appelliert an Firmen, flächendeckend Corona-Schnelltests anzubieten. "Wenn die Unternehmen ihre Mitarbeiter testen, sind wir in der Pandemiebekämpfung einen großen Schritt vorangekommen", sagte Helge Braun den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Große Unternehmen hätten schon eine professionelle Infrastruktur für Tests aufgebaut, kleinere Betriebe müssten nun nachziehen. Diese sollten die Tests "auf dem normalen Einkaufsmarkt" besorgen "und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen", so der CDU-Politiker. "Der Bund bezahlt, aber er schafft nicht die Infrastruktur".

+++ 02:59 Pfizers Deutschland-Chef würde auch Astrazeneca-Impfstoff nehmen +++
Der Geschäftsführer von Pfizer Deutschland, Peter Albiez, würde sich auch mit dem Impfstoff des Konkurrenten Astrazeneca impfen lassen. "Den würd' ich nehmen, den Impfstoff, ja", sagte Albiez im Live-Programm von "Bild" auf eine entsprechende Frage. Jeder von der EU-Arzneimittelbehörde EMA geprüfte Impfstoff sei sicher und verträglich. "Jede Impfung schützt einen selbst, und jede Impfung ist ein wichtiger Schritt", sagte der Pfizer-Manager.

+++ 02:20 Tirols Regierungschef darf nicht durch Bayern fahren +++

Die deutschen Covid-Einreisebeschränkungen gelten auch für österreichische Spitzenpolitiker. Diese Erfahrung musste der Tiroler Regierungschef Günther Platter machen, der keine Ausnahmegenehmigung für die Durchreise durch Bayern erhielt. Sein Büro bestätigte, dass er am Montag nicht persönlich an Corona-Beratungen mit der Regierung in Wien teilgenommen hatte, nachdem Bayerns Staatskanzlei den Transit verweigert hatte. Eine Sprecherin der Staatskanzlei wies allerdings darauf hin, dass dies keine Entscheidung Bayerns sondern Sache der Bundespolizei sei. Die Staatskanzlei habe lediglich Platters Anfrage an die dafür zuständige Bundespolizei weitergereicht und deren Antwort später wiederum an den Tiroler Landeschef zurückgegeben. Platters Büro zitierte die Antwort, wonach "die geplante Reise von Herrn Landeshauptmann Platter unter keine der definierten Ausnahmen fällt" und deshalb nicht möglich sei. Daraufhin habe er per Video-Verbindung an dem Wiener Treffen teilgenommen, hieß es in Platters Büro, das die Sache nicht weiter kommentieren wollte.

+++ 01:36 CSU rügt Versäumnisse bei Schnelltests +++
CSU-Generalsekretär Markus Blume wirft dem Bundesgesundheitsministerium Versäumnisse beim Thema Schnelltests vor. "Tests sind die Brücke bis zum Impfangebot für alle. Aber leider sehen wir auch hier wieder: Es wurde zu spät, zu langsam, zu wenig bestellt. Man muss deutlich sagen, es sind wohl Fehler im Bundesgesundheitsministerium passiert. Jetzt muss endlich geliefert werden", sagte Blume der "Welt". Auch von den Grünen kommt Kritik an der Regierung: "Längst hätte sie eine Teststrategie vorlegen und viele Millionen Tests kaufen können, aber nach Monaten gründet sie jetzt erstmal eine Task Force", sagte Parteichefin Annalena Baerbock dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++ 00:47 WHO schickt Millionen Impfdosen in Entwicklungsländer +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte am Freitag betont, von den Schnelltests seien "mehr als genug da". Der CDU-Politiker betonte auch, dass der Bund ab diesem Montag die Kosten trägt, um allen Bürgern einen Schnelltest pro Woche anzubieten. Diese Tests werden von geschultem Personal durchgeführt. Viele Länder hätten angekündigt, loslegen zu wollen. Für das Einrichten der Teststellen etwa in Zentren oder Apotheken sind die Länder zuständig.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Dutzende weitere Entwicklungsländern mit Corona-Impfstoffen versorgen. Kommende Woche soll die internationale Corona-Impfinitiative Covax 31 weitere Länder mit insgesamt 14,4 Millionen Impfdosen beliefern. Diese Wochen waren 20 Millionen Impfdosen in 20 andere Länder geliefert worden, darunter Nigeria, Moldau und Indien. "Die Ankunft des Impfstoffs ist ein Moment großer Hoffnung", sagte der WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. "Aber potenziell ist es auch ein Moment, in dem wir an Konzentration verlieren." Ryan erklärte, er sei "wirklich besorgt, dass (...) wir denken, dass wir es überwunden haben. Das haben wir nicht."

+++ 23:58 Demos von Corona-Leugnern: Leipziger Polizei steht Großeinsatz bevor +++
Die Polizei in Leipzig bereitet sich für Samstag auf einen Großeinsatz vor. Gegner der Corona-Maßnahmen haben insgesamt 13 Autokorsos und Demonstrationen angekündigt. Die Ordnungskräfte werden von der sächsischen Bereitschaftspolizei und Einsatzkräften aus sechs Bundesländern untersützt. Polizeipräsident René Demmler sprach von einer "enormen Herausforderung". Die Demonstranten wollen unter anderem aus Dresden, Zwickau sowie mehreren Städten in Sachsen-Anhalt nach Leipzig anreisen. Dafür haben sie Fahrzeugkorsos angemeldet, die mit Hunderten Fahrzeugen auf verschiedenen Routen durch Leipzig führen sollen. Der Gegenprotest hat unter anderem unter dem Motto "Querdenken ausbremsen" eine Kundgebung mit 600 Teilnehmern auf dem Augustusplatz sowie mehrere Fahrrad- und Fahrzeugkorsos angekündigt.

+++ 23:24 US-Experten warnen vor vorschnellen Lockerungen +++
Die Corona-Experten der US-Regierung warnen trotz Fortschritten bei den Impfungen eindringlich vor einer übereilten Lockerung von Schutzvorkehrungen. "Die aktuellen Zahlen bleiben beunruhigend", sagte die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Die Zahl der Neuinfektionen liege derzeit bei durchschnittlich 62.000 pro Tag, die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bei etwa 2000. Diese Werte seien zu hoch, und hielten sich noch dazu auf diesem Niveau. Mit Blick auf die Verbesserung der Lage erscheine es zwar reizvoll, wieder etwas zur Normalität zurückzukehren, sagte Walensky, mahnte aber: "Aber wir sind noch nicht soweit." Sie rief die Menschen trotz der Lockerung von Vorschriften in mehreren Bundesstaaten dringend dazu auf, weiter Masken zu tragen und Abstand zu halten. Die US-Staaten Texas und Mississippi hatten verkündet, dass sie die Maskenpflicht und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe lockern - was im Weißen Haus auf heftige Kritik stieß.

+++ 22:30 Berlin holt alle Schüler vor Ostern zurück +++

Berlin stellt die Weichen dafür, dass noch vor den Osterferien die Schüler sämtlicher Jahrgangsstufen in den Unterricht zurückkehren können. Aus den Fraktionen von Grünen und Linken erfuhr der "Tagesspiegel", dass die Schulöffnung für alle Klassen unterstützt werde. Allerdings solle das im Wechselunterricht und wahrscheinlich auch bei ausgesetzter Präsenzpflicht geschehen, berichtete die Zeitung mir Verweis auf die SPD-geführte. Bildungsverwaltung. Während andere Länder forscher vorgehen – so öffnet Nordrhein-Westfalen die Schulen ab dem 15. März wieder komplett - kündigte der Sprecher von Bildungssenatorin Sandra Scheeres laut dem Bericht an: "Wir bleiben bei der Politik der vorsichtigen Öffnung." Zuvor hatte Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst bereits erklärt, es sei Konsens aller Mitglieder der von ihr geleiteten Kultusministerkonferenz, sämtliche Schüler "noch im März" zurück in die Schulen zu holen.

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Sophie-Scholl-Schule in Berlin Schöneberg: Nach den Sommerferien nahmen es die Schüler mit der Maskenpflicht nicht so genau. Das müsste jetzt besser werden.

(Foto: imago images/Fotostand)

+++ 22:05 Belgien verlängert Verbot für Auslandsreisen +++
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Belgien wird das Verbot von Auslandsreisen bis über die Osterferien hinaus verlängert. Statt bis zum 1. April gelte das Verbot nicht notwendiger Reisen ins Ausland nun vorerst bis zum 18. April, teilte der belgische Regierungschef Alexander De Croo am Freitag in Brüssel mit. Für Berufspendler gilt das Verbot nicht. Die EU-Kommission hatte die Maßnahme als "unverhältnismäßig" kritisiert.

+++ 21:35 Nur drei Bundesländer ohne steigende Zuwächse +++
Spitzenreiter im Ländervergleich in absoluten Fallzahlen ist Nordrhein-Westfalen (2212), gefolgt von Bayern (1844) und Baden-Württemberg (1070). Die geringsten Zuwächse melden Bremen (69) und das Saarland (82). In 13 von 16 Bundesländern verzeichnen die Behörden vor dem Wochenende eine steigende Tendenz bei den Fallzahlen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt dort teils deutlich über dem mehrtägigen Mittel. Lediglich in Bremen, im Saarland und in Sachsen liegt die gemeldete Zahl neuer Coronavirus-Fälle unter dem Durchschnitt der zurückliegenden sieben Tage.

+++ 21:10 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.486.787 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.044 neue Fälle hinzu. Der Zuwachs liegt leicht über dem Niveau vor einer Woche, als die Länder 158 Fälle weniger meldeten. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 278 auf 71.680. Das sind deutlich weniger als in der Vorwoche mit 424 gemeldeten Sterbefällen. Als aktuell infiziert gelten rund 123.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,02 angegeben (Vortag: 0,89). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 102 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,04 (Vortag: 0,99). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt derweil weiter. In deutschen Kliniken werden derzeit 2765 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 48 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 1582 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 12 weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4581 Betten in den deutschen Kliniken frei.

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Quelle: ntv.de, ino/rts/dpa/AFP