Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:11 Zuschüsse für Studenten in Not sollen bald fließen +++

Nach längeren Anlaufschwierigkeiten sollen Studierende in Notlage noch in diesem Monat Corona-Zuschüsse des Bundes in Höhe von bis zu 500 Euro monatlich beantragen können. Das Deutsche Studierendenwerk habe rückwirkend zum 15. Mai die Bewilligung zur Auszahlung erhalten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Meister. "Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Überbrückungshilfe noch im Juni starten kann." Die Hilfen könnten zunächst für die Monate Juni, Juli und August über die Studierendenwerke beantragt werden und müssten nicht zurückgezahlt werden, sagte Meister.

+++ 05:46 Weltärztebund-Chef rät von Parteitagen bis Jahresende ab +++
Wegen der nicht gebannten Corona-Gefahr dürfen aus Sicht des Vorsitzenden des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, in diesem Jahr keine Parteitage mehr abgehalten werden. Dies würde auch den CDU-Parteitag Anfang Dezember betreffen, auf dem der Vorsitz neu gewählt werden soll. Montgomery sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir müssen unbedingt weiter Abstand zueinander halten, die Hygieneregeln beachten, und Massenevents dürfen auf gar keinen Fall wieder zugelassen werden." Diese gelte "natürlich" auch für Parteitage. "Die wären riskant und sollten in diesem Jahr abgesagt oder nur online abgehalten werden", sagte er.

+++ 05:12 Studie warnt vor mehr Cyberangriffen in der Krise +++
Die Corona-Pandemie verschafft Cyberkriminellen und Geheimdiensten mehr Möglichkeiten für Angriffe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Hinzu kommt, dass sich die weniger gut geschützte IT-Oberfläche, seitdem Millionen von Menschen kurzfristig von zu Hause aus arbeiten, vergrößert hat", heißt es in dem Papier der CDU-nahen Stiftung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Anders als bei großen Unternehmen, Behörden und Organisationen fehle dort in der Regel professioneller Schutz für das IT-System. Die Pandemie biete zudem die Gelegenheit, Verunsicherung, Neugierde und Informationsbedürfnis von Menschen gezielt für kriminelle oder heimtückische Aktivitäten zu nutzen.

+++ 04:41 Deutsche befürchten starke Polarisierung durch Corona +++
Eine Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer neuen Studie, die Corona-Pandemie könne das Land stärker spalten als die Flüchtlingskrise. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" hervor. Demnach gaben knapp 60 Prozent der Befragten an, sie glaubten, die Corona-Krise könne zur stärksten Polarisierung der Gesellschaft in den vergangenen zehn Jahren führen. Nur rund 27 Prozent glaubten das nicht oder eher nicht, gut 13 Prozent waren in der Frage unentschieden.

+++ 04:07 Bolsonaro droht mit WHO-Austritt +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat mit einem Austritt seines Landes aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gedroht. Bolsonaro sagte vor Journalisten, seine Regierung analysiere gerade den WHO-Austritt der USA, den US-Präsident Donald Trump vor einer Woche verkündet hatte. "Entweder die WHO arbeitet ohne ideologische Voreingenommenheit oder wir gehen auch", sagte Bolsonaro. Trump hatte am Freitag vergangener Woche den Bruch seines Landes mit der WHO verkündet. Im Streit um den Umgang mit der Corona-Pandemie hatte er bereits Mitte April die US-Zahlungen an die WHO eingestellt. Trump wirft der UN-Unterorganisation "Missmanagement" sowie Einseitigkeit zugunsten Chinas vor, das als Herkunftsland des neuartigen Coronavirus gilt. Bolsonaro und Trump pflegen ein enges Verhältnis. Sie ähneln sich in ihrer harschen und aggressiven Rhetorik sowie in manchen politischen Ansichten, weshalb Bolsonaro oft auch als "Tropen-Trump" bezeichnet wird. Bolsonaro steht wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie massiv in der Kritik.

+++ 02:30 NATO wappnet sich für mögliche zweite Welle +++
Die Nato treibt nach Angaben ihres Generalsekretärs konkrete Planungen voran, um sich für eine mögliche zweite Welle der Corona-Pandemie zu wappnen. Das sagte Jens Stoltenberg der "Welt am Sonntag". Ziel sei dabei ein koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen das Virus. "Wir müssen unsere Planungen so abstimmen, dass den Nato-Mitgliedern und den Partnerländern, die eng mit dem Bündnis verbunden sind, bei der Bekämpfung des Corona-Virus noch besser und schneller geholfen werden kann", betonte Stoltenberg. Die Pläne sollten nach seinen Worten bereits in Kürze fertig gestellt und den Verteidigungsministern des Bündnisses Mitte Juni bei ihrem virtuellen Treffen zur Beratung vorgelegt werden. Die Pläne beinhalten Maßnahmen wie etwa die Bereitstellung von ausreichend Transportkapazitäten für medizinisches Material und das Anlegen von Vorratslagern, die einen schnellen Zugriff auf medizinische Ausrüstung ermöglichen.

+++ 01:22 Seehofer rechnet mit Corona-Impfstoff bis Jahresende +++
CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer nährt die Hoffnung auf einen noch im Laufe des Jahres entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus: "Am wichtigsten ist ein Impfstoff. Es heißt, das könne bis Jahresende gelingen. Ich habe die Hoffnung, dass es vielleicht auch schneller geht", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er sei davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger geimpft werden möchte. "Ich bin nicht dafür, eine Impfung vorzuschreiben", stellte Seehofer klar.

+++ 00:20 Lehrer befürworten Maskenpflicht im Schul-Normalbetrieb +++
Ein Normalbetrieb der Schulen trotz der weiter schwelenden Corona-Pandemie erfordert aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes einige neue Hygieneregeln. Wenn wieder alle Schüler der Klasse in einem Raum sitzen, sei natürlich eine Maskenpflicht auch während des Unterrichts sinnvoll, so wie in asiatischen Ländern, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung". Er räumte zugleich ein: "Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht." Am Donnerstag hatten die Kultusminister der Länder noch einmal offiziell ihr Ziel bekräftigt, so bald wie möglich wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren.

+++ 22:33 Argentinien verlängert Kontaktsperre für Großstädte +++
In Argentinien verlängerte Staatschef Alberto Fernández die Ausgangssperre für die Hauptstadt Buenos Aires und andere Großstädte. In anderen, weniger von der Pandemie betroffenen Gegenden müssen lediglich die Abstandsregeln eingehalten werden. Nach Behördenangaben wurden in Argentinien seit Anfang März mehr als 20.000 Corona-Infektionen nachgewiesen, 608 Infizierte starben. 85 Prozent der Fälle betreffen den Ballungsraum Buenos Aires mit seinen 14 Millionen Einwohnern.

+++ 21:50 WHO gibt veränderte Masken-Empfehlung heraus +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ihre Richtlinien zum Tragen von Atemschutzmasken aktualisiert. Sie rät nun zum Gebrauch von Masken besonders an Orten, an denen das Coronavirus weit verbreitet ist sowie in Situationen, in denen Abstand halten nur schwer möglich ist. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte als Beispiele den öffentlichen Nahverkehr, Geschäfte sowie andere geschlossene und stark frequentierte Bereiche. "Überall dort, wo es zu Übertragungen in der Öffentlichkeit kommen kann, raten wir Menschen über 60 Jahren oder Menschen mit Vorerkrankungen zudem, eine medizinische Maske zu tragen", fügte er hinzu. Ghebreyesus warnte zugleich davor, sich ausschließlich auf Masken zu verlassen. Diese seien nur eine von mehreren Maßnahmen und könnten Abstandhalten und Handhygiene nicht ersetzen. "Masken alleine werden Sie nicht vor Covid-19 schützen", sagte er. Zudem müssten weiterhin Infizierte konsequent isoliert, Kontaktpersonen gefunden und Verdachtsfälle getestet werden. "Das ist für jedes Land die beste Verteidigung gegen Covid-19", sagte Ghebreyesus.

+++ 21:34 Spanien meldet: Ausbruch weitgehend unter Kontrolle +++Die Ausbruchswelle ist im zeitweise besonders hart betroffenen Spanien der Behörde für Gesundheitliche Notfälle zufolge inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke und es werde weiter massiv auf Sars-CoV-2 getestet, zitierte die Nachrichtenagentur Europa Press den Chef der Behörde, Fernando Simón. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar, sagte Simón. Deshalb sei es wichtig, die Kontrollen bei der Einreise "so gut wie möglich" vorzunehmen. Dies dürfte vor allem ab dem 1. Juli relevant werden, wenn Europas wichtigstes Urlaubsland wieder ausländische Touristen einreisen lassen will. Anfang April zum Höhepunkt der Pandemiewelle in Spanien wurden mehr als 900 Tote pro Tag im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 registriert. Inzwischen befindet sich das Land in einer Phase der Öffnung.

+++ 21:01 Bundesländer registrieren 418 Neuinfektionen +++
Die Zahl der bislang in Deutschland nachgewiesenen Coronavirus-Fälle ist bis Freitagabend auf 183.506 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Länderangaben hervorgeht, kamen damit im Lauf des Freitags bundesweit insgesamt 418 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Ansteckung ums Leben kamen, erhöhte sich um 23 auf 8654. Damit entwickeln sich die Meldedaten in der ersten Juni-Woche insgesamt weiter rückläufig. Der mehrtägige Durchschnitt der Neuinfektionen liegt mittlerweile bei 341 gemeldeten Fällen pro Tag. Zum Vergleich: Am Osterwochenende das Sieben-Tage-Mittel noch bei rund 4000 neu entdeckten Ansteckungen.

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+++ 20:31 Superspreader steckte mehrere Menschen in MV an +++
Ein mit dem Coronavirus infizierter katholischer Priester in Vorpommern hat mehrere weitere Menschen angesteckt. Bei sechs Tests von Kontaktpersonen ist der Erreger bislang nachgewiesen worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. 120 Abstriche seien bisher untersucht worden. Danach sind fünf Personen aus dem Landkreis-Vorpommern-Rügen und eine Person aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte infiziert. Insgesamt gehören somit acht infizierte Personen zu diesem Corona-Geschehen. Die zuständigen Gesundheitsämter leiten laut Mitteilung alle weiteren notwendigen umgehend Maßnahmen ein.

+++ 20:10 Washington erlaubt China wieder Flüge in die USA +++
Im Streit mit China um die Beschränkung von Passagierflügen haben nun auch die USA ein Zugeständnis gemacht. Chinesische Airlines dürften künftig pro Woche zwei Passagierflüge in die USA durchführen, erklärte das Verkehrsministerium in Washington. Zuvor hatte Peking seine Beschränkungen gelockert - nachdem die USA angekündigt hatten, ab Mitte Juni bis auf Weiteres keine chinesischen Passagierflüge mehr zuzulassen. Seit März waren US-Fluggesellschaften praktisch alle Passagierflüge nach China unmöglich, obwohl chinesische Airlines weiter in die USA fliegen konnten. Aus diesem Grund hatten die USA ein Ende der chinesischen Passagierflüge angekündigt. Am Donnerstag verfügte Pekings Luftverkehrsbehörde dann, dass ausländische Airlines maximal zweimal pro Woche ein Ziel in China anfliegen könnten. Vor der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hatte es pro Woche nach Angaben des US-Verkehrsministeriums noch mehr als 300 Flüge zwischen den beiden Staaten gegeben.

+++ 19:35 Vermeintliches Heilmittel fällt in Studie durch +++
Das Medikament Hydroxychloroquin, das unter anderem in den USA als Hoffnungsträger im Kampf gegen das Corona-Virus gilt, ist bei britischen Wissenschaftlern durchgefallen. "Es funktioniert nicht", sagte der Mediziner Martin Landray von der Universität Oxford, der an einer groß angelegten Studie dazu mitgewirkt hat. "Dieses Ergebnis sollte weltweit zum Umdenken in der medizinischen Praxis führen. Wir können nun aufhören, ein Medikament zu benutzen, das untauglich ist." Es habe die Todesrate bei Infizierten, die in Kliniken behandelt wurden, nicht senken können. Die britische Studie wurde ausgesetzt. Vor allem die USA haben sich viel von Hydroxychloroquin versprochen. Das Mittel ist unter anderem zur Behandlung von Malaria gedacht und seit Jahrzehnten auf dem Markt. US-Präsident Donald Trump hatte es gleichwohl als möglicherweise bahnbrechend im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet, für das es noch keine Therapie gibt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Notfallzulassung für das Mittel zur Behandlung von Covid-19 erteilt und an verschiedenen Orten laufen Studien zur möglichen Wirksamkeit. Das Medikament hat gefährliche Nebenwirkungen. So kann es Herzprobleme verursachen oder zum Verlust der Sehkraft führen.

Was bisher geschah lesen Sie in der vorherigen Fassung unseres Live-Tickers.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid