Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:18 Paul-Ehrlich-Institut sieht Fortschritte mit deutschen Impfstoffen +++

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, sieht zwei weitere deutsche Impfstoff-Forschungsprojekte "nahe an der klinischen Prüfung". Vielversprechend sei ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. Im ntv "Frühstart" sagte Cichutek, er rechne damit, dass "in wenigen Wochen die nächste klinische Prüfung vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt werden kann". Bislang hat nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten. Cichutek rechnet zudem mit einem bezahlbaren Präparat. Er erwarte, dass die Hersteller einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus "nahe am Selbstkostenpreis" anbieten werden, sagte er. "Es ist natürlich eine Prestigefrage, dass sich die Unternehmen gefordert fühlen, der Welt zu helfen und insofern die Welt nicht überfordern können hinsichtlich der Preise." Eine flächendeckende Durchimpfung der Bevölkerung in Deutschland ist Cichutek zufolge "eine Sache von Monaten".

+++ 06:09 "Importierte Fälle": China meldet sieben Neuinfektionen +++
China bestätigt sieben neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden. Alle Neuinfektionen seien auf Reisende aus Übersee zurückzuführen, es handele sich um sogenannte "importierte Fälle", teilt die chinesische Gesundheitskommission mit. Die Gesamtzahl der Fälle auf dem chinesischen Festland beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 82.992. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

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+++ 05:43 Streit um Lockerungen: Bayern droht Thüringen +++
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann droht Thüringen mit Gegenmaßnahmen zu den in Aussicht gestellten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. "Die Vorschläge von Ministerpräsident Ramelow sind unverantwortlich", sagt der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". Man werde die weitere Entwicklung in Thüringen sehr genau im Blick haben, "um in Bayern im Zweifel gegenzusteuern". Herrmann sagt weiter: "Wir werden sicher nicht tatenlos zusehen, wie Ramelow große Erfolge im Kampf gegen das hochgefährliche Corona-Virus sorglos zunichte macht." Weitere Details nennt er nicht.

+++ 05:26 Bundesregierung will Reisewarnung für 31 Länder aufheben +++
Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel "Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus" hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll und der dpa vorliegt.

+++ 05:12 Bundesverband fordert: Öffnung von Bordellen +++
Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen verlangt, die in der Corona-Krise verfügten Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution seien durch nichts gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. Im Gegenteil müsse es angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist", heißt es in dem Schreiben weiter. Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt.

+++ 04:48 Kasse meldet deutlich mehr Krankmeldungen in der Corona-Krise +++
Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge haben sich im März so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wie eine Auswertung der Kasse, die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorliegt, zeigt, lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 6,84 Prozent. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag den Angaben zufolge bei 5,30 Prozent. Als Grund für die Krankschreibung werden vor allem Erkältungskrankheiten genannt, heißt es. Der Chef der TK, Jens Baas, vermutet, dass ein großer Anteil des überdurchschnittlich hohen Krankenstandes mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu erklären ist. Schon Anfang Mai hatte der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) berichtet, der Krankenstand sei während der Corona-Krise stark gestiegen.

+++ 04:26 NRW-Landtag bereitet Rückkehr zum Vollbetrieb vor +++
Der Landtag in Nordrhein-Westfalen plant seine Rückkehr zum Vollbetrieb. Wie aus einem Beschluss des parlamentarischen Krisenstabs hervorgehe, habe sich das Gremium darauf verständigt, "dass nach der Sommerpause wieder ein regulärer Plenar- und Ausschussbetrieb ermöglicht wird", zitiert die "Rheinische Post" aus dem ihr vorliegenden Beschluss. Wie die Zeitung weiter berichtet, heißt es in einem Brief von Parlamentspräsident André Kuper an die Landtagsabgeordneten, der Ältestenrat habe einstimmig dafür gestimmt, mobile Acrylglastrennwände im Plenarsaal und zwei Ausschusssälen zu installieren, damit die Hygiene und das Abstandsgebot gewährleistet bleiben.

+++ 04:01 Rekordzahl von fast 5000 Corona-Neuinfektionen in Chile +++
In Chile nimmt die Ausbreitung des Coronavirus stark zu. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem südamerikanischen Land 4895 neue Infektionsfälle verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Das ist die bisher höchste Zahl von Neuinfektionen im Land. Zudem werden 43 weitere Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Infektionsfälle in Chile steigt auf 73.997, die Zahl der Todesopfer auf 761.

+++ 03:39 Mexiko meldet 2485 Neuinfektionen +++
Mexiko meldet 2485 Neuinfektionen und 239 weitere Todesfälle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhöht sich damit die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle auf 71.105, die Zahl der an den Folgen der Lungenerkrankung verstorbenen Menschen steigt auf 7633. Eine am Montag veröffentlichte Analyse unabhängiger Forscher zeigt im Vergleich zum Vorjahr neben den offiziell bestätigten Coronavirus-Todesfällen einen Anstieg der Todesrate in Mexikos Hauptstadt. Gemäß der Studie könnte die festgestellte Übersterblichkeit in Höhe von 8072 Verstorbenen auf unentdeckte Coronavirus-Tode hinweisen. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor eingeräumt, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer höher liege, aber aufgrund einer niedrigen Testrate schwer abzuschätzen sei.

+++ 02:59 Rheinland-Pfalz öffnet Freibäder und Kinos ab Mittwoch +++
Freibäder, Kinos und Fitnessstudios dürfen in Rheinland-Pfalz von diesem Mittwoch (27. Mai) an wieder öffnen. Auch Theater, Konzerthallen, Opernhäuser, Kleinkunstbühnen und Tanzschulen können dann wieder Besucher empfangen, wie die Staatskanzlei mit Blick auf die sinkende Zahl neuer Corona-Fälle mitteilt. Ebenso möglich sind von Mittwoch an Hallensport, Floh- und Sondermärkte im Freien sowie Zirkusvorstellungen. Auch Spielhallen und Spielbanken dürfen dann wieder ihre Türen öffnen.

+++ 02:22 USA: Reisebeschränkungen für Brasilien vorverlegt +++
Die US-Regierung legt den Beginn der Einreisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger aus Brasilien auf einen früheren Termin. Die Regelung trete nun ab dem 26. Mai 23.59 Uhr amerikanische Ostküstenzeit in Kraft und nicht erst ab dem 28. Mai, teilt das Weiße Haus mit. Brasilien zählt nach den USA weltweit die meisten Coronavirus-Fälle.

+++ 01:25 Brasilien: erstmals mehr Todesfälle binnen 24 Stunden als USA +++
Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums erstmalig binnen 24 Stunden mehr Covid-19-Todesfälle als die USA. An den Folgen der Lungenkrankheit sind in Brasilien am Montag 807 Menschen gestorben, in den Vereinigten Staaten 620. Das lateinamerikanische Land verzeichnet nach offiziellen Angaben mit 374.898 Fällen weltweit den zweitgrößten Ausbruch des neuartigen Coronavirus, hinter den USA mit 1,637 Millionen Erkrankten. Die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA liegt gemäß einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bei 97.971, im Vergleich zu Brasilien mit 23.473.

+++ 00:44 Ex-NBA-Star Ewing aus Krankenhaus entlassen +++
Der am Coronavirus erkrankte frühere NBA-Star Patrick Ewing befindet sich auf dem Weg der Besserung. Wie sein Sohn Patrick Ewing junior bestätigt, hat der ehemalige Basketball-Profi der New York Knicks das Krankenhaus verlassen und erholt sich zu Hause weiter von seiner Erkrankung. "Ich danke allen Ärzten und Klinikmitarbeitern, die sich um meinen Vater gekümmert haben. Ebenso danke ich allen, die an ihn gedacht und für ihn gebetet haben", so Ewing junior: "Ich hoffe, jeder passt in dieser Zeit weiter auf sich und seine Lieben auf." Patrick Ewing ist 57 Jahre alt.

+++ 00:05 Luxemburg: Restaurants dürfen ab Mittwoch öffnen +++
In Luxemburg werden ab Mittwoch die Coronavirus-Beschränkungen weiter gelockert. Cafés und Restaurants dürften dann auf ihren Terrassen wieder Gäste empfangen, sagt Regierungschef Xavier Bettel. Dabei dürfen maximal vier Gäste an einem Tisch sitzen. Ab Freitag können Cafés und Restaurants dann auch wieder Gäste im Inneren bewirten. Dabei müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen eingehalten werden. Spätestens um Mitternacht müssen die Lokale zudem schließen.

+++ 23:19 Sicherheitsbedenken: WHO setzt klinische Hydroxychloroquin-Tests aus +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt klinische Tests des Malariamittels Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19 wegen Sicherheitsbedenken aus. Die Tests in mehreren Ländern seien "vorübergehend" eingestellt worden, während die Sicherheit des Medikaments überprüft werde, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Entscheidung sei nach der Veröffentlichung einer Studie gefallen, wonach eine Behandlung mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöht. Die WHO warnt zudem vor einer erneuten Steigerung der Corona-Infektionszahlen und rief zu "höchster Alarmbereitschaft" auf.

+++ 22:33 Belgische Eisenbahn will Mitarbeiter mit Kameras kontrollieren +++
Die belgische Eisenbahn will mit intelligenten Kameras sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter Schutzmasken tragen und die Abstandsregeln beachten. Ab kommender Woche sollen die Kameras an fünf Orten in den Bürogebäuden des Infrastrukturbetreibers Infrabel getestet werden, wo Techniker normalerweise wie etwa in der Cafeteria zusammenkommen. Rücken sich die Mitarbeiter zu nahe oder tragen sie keine Maske, erklingt ein Warnton. Eine mit künstlicher Intelligenz ausgerüstete Software soll die Bilder der Kameras auswerten.

+++ 21:58 Regierung in London lockert Corona-Maßnahmen +++
In England dürfen zahlreiche Geschäfte im Juni wieder öffnen. Das kündigte Premierminister Boris Johnson in London an. So dürfen dann unter anderem Bekleidungsgeschäfte, Möbelläden, Fachgeschäfte für Elektronik oder Bücher, Auktionshäuser und Schneidereien ihre Dienste anbieten. Bereits vom 1. Juni an können Märkte im Freien wieder ihre Waren verkaufen. Johnson hatte am 23. März alle Läden, die nicht wie Supermärkte und Pharmazien der Grundversorgung dienen, zur Pandemie-Eindämmung schließen lassen. Die Landesteile Schottland, Wales und Nordirland gehen im Kampf gegen das Coronavirus ihren eigenen Weg.

 

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP