Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:18 Uniklinik-Direktor lehnt Idee kostenpflichtiger Coronatests ab +++

Der Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums hält nichts von dem Vorschlag, dass Ungeimpfte ab Herbst Corona-Tests selbst zahlen sollen. "Tests kostenpflichtig zu machen, führt zum Gegenteil dessen, was wir wünschen", sagte Professor Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikum Frankfurt, der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen seien die Infektionszahlen in der Regel sehr hoch. Müssten diese Menschen für Tests zahlen, würden in Summe weniger durchgeführt. Covid-19 zu bekämpfen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, sagte Graf, der auch Leiter des Planstabs stationäre Versorgung beim hessischen Gesundheitsministerium ist. Daher sollte auch die Gesellschaft als Ganzes für die Kosten aufkommen.

+++ 05:47 Veranstaltungsbranche fordert Impfpflicht für Besucher und Beschäftigte +++
Großveranstaltungen nur noch für Geimpfte und Genesene - das ist laut Verband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft der einzige Weg zurück in die wirtschaftliche Normalität. "Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gibt es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen hat, nur diesen Weg", sagt Jens Michow, geschäftsführender Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV). Auch das Personal und die Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein. Die Alternative - Veranstaltungen weiterhin nur mit Abstandsgeboten, Maskenpflicht und begrenzter Besucherzahl - ist laut Michow wirtschaftlich nicht durchführbar.

+++ 05:11 Sieben weitere Fälle bei den Olympischen Spielen +++
Bei den Olympischen Spielen in Tokio sind zwei weitere Athletinnen oder Athleten positiv getestet worden. Insgesamt seien sieben weitere Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele festgestellt wurden, teilten die Organisatoren mit. Die Zahl der positiven Tests rund um die Spiele seit Beginn der Erfassung am 1. Juli stieg damit auf 155. Die Namen der betroffenen Athletinnen und Athleten, die beide im olympischen Dorf wohnen, ließen die Veranstalter wie gewohnt offen. Einer von ihnen ist ein niederländischer Tennisspieler. Gestern hatte der Tennis-Weltverband mitgeteilt, dass Doppelspieler Jean-Julien Rojer aus den Niederlanden nach einem positiven Test in Quarantäne sei und nicht mehr am olympischen Tennis-Turnier teilnehmen dürfe.

+++ 04:23 RKI meldet 1545 Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 14,5 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1545 neue Positiv-Tests. Das sind 362 mehr als am Dienstag vor einer Woche, als 1183 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 14,5 von 14,3 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 38 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.565. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,75 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv- Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:51 Laumann erwartet Corona-Impfung von Pflege- und Lehrpersonal +++
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erwartet von bestimmten Berufsgruppen, dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er habe sich mehrfach gegen eine Impfpflicht ausgesprochen, sagte Laumann der "Rheinischen Post": "Ich möchte aber klarstellen, dass für mich die Impfung zur Ethik bestimmter Berufe, etwa dem pflegenden oder dem lehrenden Beruf, dazugehört", betonte der CDU-Politiker. Es sollte selbstverständlich sein, dass jemand, der zum Beispiel andere Menschen pflege, alles dafür tue, seine Patienten vor der Ansteckung mit Covid zu schützen.

+++ 03:12 Justizministerin Lambrecht: Gastronomen können nur für Geimpfte öffnen +++
Angesichts des schleppenden Impftempos verweist Bundesjustizministerin Christine Lambrecht auf die Möglichkeit, Restaurants nur für Geimpfte zu öffnen. "Die Vertragsfreiheit ermöglicht privaten Anbietern wie Gastronomen eine weitgehend freie Gestaltung ihrer Angebote", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer seinen Gästen einen besonderen Schutz anbieten wolle, könne deshalb auch Angebote machen, die sich nur an Geimpfte richten. Eine Impfpflicht schließt Lambrecht weiter aus. Jedoch solle die Allgemeinheit "nicht mehr auf Dauer für Testkosten aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnehmen."

+++ 02:37 Schwesig fordert Corona-Ampel wegen steigender Infektionszahlen +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig von der SPD mahnt zeitnahe Beratungen von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Pandemie an und fordert einen Strategiewechsel. "Wir sollten die nächste Konferenz der Regierungschefs der Länder mit der Kanzlerin vorziehen. Die Corona-Zahlen steigen weiter. Wir müssen jetzt gemeinsame Entscheidungen treffen, wenn wir uns gut auf den Herbst vorbereiten wollen", sagt Schwesig der Zeitung "Rheinische Post". Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer von der SPD sei sie der Auffassung, "dass wir einen neuen Corona-Warnwert brauchen, der neben der Inzidenz auch die Auslastung der Krankenhäuser und den Impffortschritt berücksichtigt". Mecklenburg-Vorpommern habe eine solche Corona-Ampel bereits eingeführt.

+++ 02:21 Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen +++
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. "Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler", sagte er der "Rheinischen Post". Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten. Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. "Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden", sagte Lauterbach.

+++ 01:48 Spahn will Testpflicht im Reiseverkehr ausweiten +++
Die Bundesregierung bereitet einem Medienbericht zufolge eine erhebliche Verschärfung der Corona-Reiseauflagen vor. Das Gesundheitsministerium will "eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise", berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bisher müssen Flugpassagiere und Einreisende aus Hochrisikogebieten einen negativen Test vorlegen - es sei denn, sie sind vollständig geimpft oder genesen. Künftig will Minister Jens Spahn von der CDU einen Test offenbar unabhängig davon verlangen, aus welchen Gebieten und mit welchen Verkehrsmitteln die Reisenden nach Deutschland kommen, heißt es in dem Bericht.

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+++ 01:10 Mediziner erwarten in vierter Welle weniger Intensiv-Patienten +++
Mediziner rechnen bei einer vierten Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase. "Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle. Aber es ist noch nicht vorbei", sagt Stefan Kluge, Vorstandsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Redaktionsnetzwerk (RND). Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr, weshalb auch nicht alle Regeln - wie etwa das Maskentragen in Supermärkten - aufgehoben werden sollten.

+++ 23:46 Neuinfektionen in der Türkei auf höchstem Stand seit Anfang Mai +++
In der Türkei ist die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen auf mehr als 16.000 Fälle angestiegen - das ist der höchste Stand seit Anfang Mai. Zudem starben im gleichen Zeitraum 63 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das Land mit rund 84 Millionen Einwohnern hatte Anfang Juli alle wegen der Pandemie erlassenen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech ein. Etwa 47 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Rund 28 Prozent sind vollständig geimpft.

+++ 22:25 Zahl der Corona-Toten in Indonesien liegt bei knapp 1500 pro Tag +++
Indonesiens tägliche Infektionszahlen gehen weiter zurück - die Zahl der täglichen Todesfälle bleibt aber hoch. Sie liege nahe einem Allzeithoch von mehr als 1500, teilt das indonesische Gesundheitsministerium mit. Das südostasiatische Land registrierte in den letzten 24 Stunden 28.228 Fälle, was die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen nach Angaben des Ministeriums auf fast 3,2 Millionen erhöht. Weitere 1.487 Todesfälle über Nacht ließen die Zahl der virusbedingten Todesopfer auf 84.766 steigen. Die Zahl der täglich Genesenen erreichte einen Rekord von 40.374. Das viertbevölkerungsreichste Land der Erde gilt derzeit als globaler Pandemie-Hotspot. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante.

+++ 21:50 RKI registriert immer mehr infizierte Reiserückkehrer +++
Nach wie vor haben laut Robert-Koch-Institut die meisten Ansteckungen in Deutschland ihren Ursprung im Inland. Allerdings spielen bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens zunehmend auch Reiserückkehrer eine relevante Rolle. Laut dem aktuellen wöchentlichen Lagebericht des RKI nahm die Zahl der aus dem Ausland importierten Infektionen in den Wochen vom 21. Juni bis zum 18. Juli deutlich zu. "Im Zeitraum MW 25-28/2021 wurde bei 2.402 Personen (bei ca. 10 Prozent aller übermittelten Fälle) eine wahrscheinliche Exposition im Ausland gemeldet. Dies zeigt eine zunehmende Rolle reiseassoziierter Fälle am derzeitigen Infektionsgeschehen", heißt es. Insgesamt seien in diesem Zeitraum 23.649 Fälle übermittelt worden. Nach Deutschland folgt unter den mutmaßlichen Herkunftsländern der Neuinfektionen laut RKI Spanien mit 821 Fällen. Dahinter liegen Russland (171 Fälle), die Niederlande (124 Fälle) und die Türkei (122 Fälle).

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+++ 21:03 In drei Landkreisen liegt Inzidenz über 50 +++
Drei Landkreise weisen eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 auf: Solingen, Lüneburg, Berchtesgadener Land. Weitere sieben Kreise haben die 35 überschritten.

+++ 20:30 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 918 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.757.448 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 918 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 11 auf 91.527. Am vergangenen Montag wurden 785 Neuinfektionen und 14 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 20.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,10 angegeben (Vortag: 1,22). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 369 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 194 davon werden beatmet.

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Quelle: ntv.de, hny/dpa/AFP/rts

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