Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:25 Viele Schulen unzureichend auf Corona vorbereitet +++

Der Bundeselternrat sieht viele Schulen in Deutschland nicht ausreichend auf ein neues Schuljahr unter fortgesetzten Corona-Pandemiebedingungen aufgestellt. Es gebe zwischen Schulen, Kommunen, Städten und Landkreisen aber große Unterschiede, sagt Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats. Manche Schulen seien sehr gut ausgestattet, bei anderen blieben nur die Hygieneregeln, Desinfektionen und Mund-Nasen-Schutz. Gerade an Lüftungsanlagen fehle es. Weber fordert Lernstandserhebungen zum Schuljahresbeginn, um so zu sehen, wo die Schülerinnen und Schüler nach dem vielen Unterrichtausfall stehen. Und es brauche Konzepte, wie Rückstände aufgeholt werden. Die Elternvertreterin mahnt zudem eine Überarbeitung von Bildungsplänen unter Mitwirkung der Eltern an.

+++ 06:04 EU stockt Impfstoffreserven weiter auf +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut gerüstet für mögliche dritte Impfungen. "Wir haben bei Biontech 1,8 Milliarden Dosen bis zum Jahr 2023 bestellt", sagt von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virusvarianten."

+++ 05:31 Von der Leyen: Zu wenig Daten für Sputnik-Zulassung +++
Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das werfe Fragen auf. Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und Slowakei auch ohne Zulassung der EMA.

+++ 04:52 RKI meldet 3571 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 3571 Neuinfektionen gemeldet, das sind 803 mehr als am letzten Mittwoch. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern 17,9 auf 18,5 gestiegen. Durch das Virus gestorben sind 25 Menschen. Die Zahl der Toten liegt in Deutschland nun bei offiziell 91.704.

+++ 04:02 Schottland hebt Großteil der Maßnahmen am Montag auf +++
Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können. Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben. Allerdings geht man in Schottland trotzdem nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht.

+++ 03:48 Lindner warnt vor Druck auf Eltern +++
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warnt in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern. "Entscheiden müssen das die Familien selber", sagte Lindner dem "Südkurier". Er halte ein "niedrigschwelliges, schnell zu erreichendes Impfangebot für Kinder und Jugendliche" für richtig, "es muss sich aber um ein Angebot handeln". Es dürfe keinen sozialen Druck zur Impfung geben. Eine Impfpflicht für Erwachsene lehnte Lindner ab, "weil sie der Selbstbestimmung widerspricht". Für Geimpfte und Genesene dürfe es keinerlei Freiheitseinschränkungen mehr geben. Auch Ungeimpfte müssten aber die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

+++ 03:16 Wenig Verstöße gegen Einreise-Testpflicht +++
Obwohl die neue Testpflicht kurzfristig eingeführt wurde, halten sich die meisten Reisenden daran. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam zieht eine erste positive Zwischenbilanz. Lediglich in 616 Fällen habe die Bundespolizei die Gesundheitsbehörden der Länder über fehlende oder fehlerhafte Nachweise informieren müssen. Bei insgesamt 155.000 kontrollierten Einreisenden entspricht das einem Anteil von 0,4 Prozent. Seit Sonntag gelten neue Regeln, die am Freitagnachmittag von der Bundesregierung offiziell bekanntgegeben worden waren. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass sie entweder negativ auf das Coronavirus getestet, gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind.

+++ 02:32 Patientenschützer fordern Impfangebote für Altenpflegekräfte +++
Patientenschützer fordern, bei den ab September geplanten Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen die mit einzubeziehen. "Wenn Pflegeheimbewohner und Hochbetagte optimal geschützt werden sollen, dann müssen ab September auch alle 1,3 Millionen Altenpflegekräfte endlich ein gezieltes Impfangebot bekommen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der "Rheinischen Post". "Direkt in den Diensträumen wäre die Chance groß, dort auch die letzten Skeptiker zu überzeugen", sagte Brysch. "Keine Extra-Bratwurst und keine Kino-Freikarte wird die noch zögernden Altenpflegekräfte zu einer Impfung bewegen. Nur das niederschwellige, leicht erreichbare Impfangebot wird zum Erfolg führen", betonte Brysch.

+++ 01:46 Bangladesch startet Massenimpfung +++
Bangladesch will binnen einer Woche mindestens zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Wie der Minister A.K.M Mozammel Haque bekanntgab, sollen die Impfungen ab Samstag in 14.000 Impfzentren im ganzen Land erfolgen. Alte Menschen, Arbeiter und Ladenbesitzer sollen demnach bevorzugt geimpft werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verfügt das Land über ausreichend Impfstoff, um zwölf Millionen Menschen zu impfen. Die Impfdosen hat die Regierung in Dhaka demnach aus China und den USA über die internationale Covax-Initiative erhalten.

+++ 01:08 Biden: "Virus verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter Ungeimpften" +++
US-Präsident Joe Biden fordert alle Amerikaner erneut mit Nachdruck auf, sich rasch impfen zu lassen. Es gebe immer noch rund 90 Millionen Menschen, die impfberechtigt seien, aber noch keine einzige Spritze bekommen hätten. Das Coronavirus verbreite sich in den "wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften", sagte Biden im Weißen Haus. In den Bundesstaaten mit geringerer Impfquote sei die Rate der Infektionen "zehn bis zwanzig Mal so hoch" wie in den Staaten mit der höchsten Impfquote.

+++ 00:13 Iran verzeichnet Höchstwert an Neuinfektionen +++
Im Iran ist eine Rekordzahl von mehr als 39.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden in den vergangenen 24 Stunden 39.019 Menschen positiv getestet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 378 weitere Menschen seien an Covid-19 gestorben. Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 91.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

+++ 23:34 Israel verschärft Corona-Beschränkungen +++
Mit neuen Beschränkungen will Israel die steigenden Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als hundert Teilnehmern gilt ab Sonntag wieder Maskenpflicht. In Innenräumen muss auch beim Zusammentreffen von weniger als hundert Menschen jeder Teilnehmer mit dem "grünen Pass" eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen. Außerdem müssen sich israelische Einreisende aus den meisten Ländern der Welt wieder in Quarantäne begeben. Für deutsche und andere ausländische Touristen gilt unterdessen weiterhin ein Einreiseverbot nach Israel.

+++ 22:47 EU-Kommission startet mit Hilfsfonds-Auszahlungen +++
Die Europäische Kommission hat erste Gelder aus dem EU-Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ausgezahlt. Belgien, Luxemburg und Portugal erhielten als erste Mitgliedstaaten eine Vorfinanzierung. Die drei Länder bekommen einen Betrag von 13 Prozent der ihnen jeweils zugesprochenen Gesamtsumme im Rahmen des Corona-Hilfsfonds. Nach Angaben der Kommission gingen 770 Millionen Euro an Belgien, 12,1 Millionen Euro an Luxemburg und 2,2 Milliarden Euro an Portugal. Die Reihenfolge der Auszahlungen an die Mitgliedstaaten hänge von der Geschwindigkeit ab, mit der die jeweiligen Regierungen ihre Vereinbarungen umsetzen könnten, hieß es.

+++ 22:00 Rasanter Anstieg der Fallzahlen in MV +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern sprunghaft angestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, wurden 80 neue Fälle registriert. Am Montag waren es noch 8, am Dienstag vergangener Woche 40 Neuinfektionen gewesen. Dementsprechend stieg landesweit die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen um 2,2 am Montag auf nunmehr 10,6. Mit den Landkreisen Nordwestmecklenburg (21,6), Ludwigslust-Parchim (15,6) und Vorpommern-Greifswald (11,9) sind nun drei Kreise ebenso wie die Stadt Schwerin (11,5) in den gelben Bereich mit einer Inzidenz von höher als 10 gerutscht. Experten erklärten den Anstieg mit Reiserückkehrern. Vermehrte Einweisungen in Intensivstationen gebe es nicht.

+++ 21:30 In zehn Bundesländern steigt die Inzidenz +++
Die höchste Sieben-Tage Inzidenz unter allen 16 Bundesländern weist Hamburg mit 35,8 auf. Unverändert kommen derzeit sechs Länder über dem Wert von 20 neuen Fällen im Wochenschnitt: Das sind neben Hamburg noch Berlin (27,6), Bremen (25,1), Nordrhein-Westfalen (25,4), das Saarland (22,5) und Schleswig-Holstein (27,5). Zehn Länder melden steigende Inzidenzen, in fünf Ländern sinken die Werte, in Niedersachen bleiben die Zahlen unverändert.

+++ 21:01 Aktuelle Datenlage: 2336 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.775.020 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2336 neue Fälle hinzu. Das sind 421 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche (+ 22,0 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 24 auf 91.683. Am vergangenen Dienstag waren es 38 neu gemeldete Todesfälle gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 26.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,00 angegeben (Vortag: 1,06). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 377 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 194 davon werden beatmet. 4535 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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