Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:38 Über 6600 Corona-Verstöße in Hessen +++

Die Polizei hat bislang rund 6650 Verstöße gegen die Corona-Regeln in Hessen registriert. Den größten Teil mit etwa 6100 Fällen machten dabei Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen aus, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilt. Die Ordnungshüter seien bei ihren Kontrollen zudem gegen Bürger vorgegangen, die der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nicht nachkamen, wenn das Einhalten von Hygienevorschriften missachtet wurde sowie bei Verstößen gegen angeordnete Schließungen. Mittlerweile sei die Zahl der Ordnungswidrigkeiten gegen die Corona-Beschränkungen in Hessen auch wegen der Lockerungen der Abstandsregeln aber stark rückläufig.

+++ 05:44 Zeit zum Entrümpeln: Elektroschrott-Aufkommen steigt +++
Seit Ende des Corona-Lockdowns ist in Deutschland deutlich mehr Elektroschrott entsorgt worden als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. "Die weitgehende Reduzierung des Lebens auf das häusliche Umfeld scheint insgesamt zu verstärkten "Aufräumaktionen" geführt zu haben", sagte Bernhard Jehle vom Bundesverband für Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse). Verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 sei die entsorgte Menge an alten Elektrogeräten um 20 bis 30 Prozent angewachsen.

+++ 04:53 WHO überarbeitet Corona-Chronologie +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Darstellung des Ablaufs der Corona-Pandemie überarbeitet. Laut der neuen Fassung hat sie nicht von den chinesischen Behörden, sondern von ihrem eigenen Büro in der Volksrepublik erstmals von der neuartigen Infektion erfahren. Das WHO-Büro in China habe am 31. Dezember die Information weitergeleitet, dass es laut der Website der Gesundheitskommission von Wuhan dort eine "virale Lungenentzündung" gebe. Die WHO hatte eine erste Fassung der Chronologie am 9. April veröffentlicht und damit auch auf Kritik geantwortet, sie habe zu spät auf die Corona-Infektionen reagiert.

+++ 03:55 China will Schlachten auf Märkten verbieten +++
China will den Verkauf von lebendem Geflügel und das Schlachten der Tiere auf Märkten als Konsequenz aus der Corona-Pandemie schrittweise verbieten. Das kündigte die Behörde für Marktregulierung an. Nach einem neuen Corona-Ausbruch Mitte Juni in Peking, der auf den riesigen Xinfadi-Markt zurückgeführt wurde, kontrollieren die chinesischen Behörden derzeit verstärkt die Märkte im Land. Auch als ursprünglicher Ausgangspunkt der Corona-Pandemie wird ein chinesischer Markt vermutet.

+++ 03:11 USA verzeichnen neuen Ansteckungsrekord +++
In den USA hat die Zahl der täglichen Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 57.683 neue Corona-Infektionen registriert (Hinweis zur Grafik: ntv.de bezieht sich seit Beginn der Pandemie auf den Datenstand der "New York Times"). Schon in den vorherigen Tagen waren in den Vereinigten Staaten immer neue Höchststände der täglichen Neuinfektionen gemeldet worden, das Virus breitet sich derzeit insbesondere im Süden und Westen des Landes aus.

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+++ 02:29 Israelischer Rüstungskonzern schmiedet arabische Kooperationen +++
Obwohl Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate offiziell keine diplomatischen Beziehungen führen, kooperieren mehrere Firmen aus den Ländern jetzt im Kampf gegen das Corona-Virus. "Dies ist eine historische Zusammenarbeit, die aus einer globalen Krise heraus geboren ist", sagt Ariel Karo vom israelischen Rüstungs- und Technologiekonzern Rafael. Das in Abu Dhabi beheimatete Technologie-Unternehmen Group 42 (G42) unterzeichnete nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zwei Absichtserklärungen mit den israelischen Rüstungskonzernen Rafael und Israel Aerospace Industries (IAI). Die Firmen wollten demnach in der Forschung zusammenarbeiten.

+++ 01:37 Über 42.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
In Brasilien haben sich mehr als 1,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Binnen 24 Stunden habe es 42.223 neue Fälle und 1290 weitere Tote gegeben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl der Infektionen wächst somit auf 1,539 Millionen. Brasilien bleibt das weltweit am zweitstärksten betroffene Land nach den USA. Inzwischen gibt es 63.174 Tote.

+++ 01:08 Baseball-Liga hat 38 Corona-Fälle +++
In der amerikanischen Baseball-Liga MLB sind vor der Wiederaufnahme des Trainings 31 Spieler und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. 19 der 30 Clubs hätten Corona-Fälle, teilten die MLB und die Spielergewerkschaft mit. Im Rahmen der Untersuchungen seien 3185 Proben entnommen und getestet worden. Das Training war Mitte März unterbrochen worden, zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Saisonauftakt. Die neue Saison soll nun am 23. und 24. Juli starten - erstmals ohne Zuschauer und mit einem verkürzten Spielplan.

+++ 00:18 Belgrad reagiert auf beschleunigte Ansteckungsrate +++
Nach einem starken Anstieg der Infektionszahlen hat die serbische Regierung für die Hauptstadt Belgrad Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt. So gilt nunmehr Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Ämtern. Zuwiderhandelnde können mit Geldstrafen bis 5000 Dinar, umgerechnet 42 Euro, belegt werden. Gaststätten, Cafés und Clubs müssen spätestens um 23 Uhr schließen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur mehr noch mit bis zu 100 Teilnehmern, im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt. Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten. Serbien hatte am Vortag Höchstwerte bei den Neuansteckungen verzeichnet.

+++ 23:33 Soldaten-Gelöbnis wird drastisch verkleinert +++
Das für den 20. Juli vorgesehene öffentliche Gelöbnis von Bundeswehr-Soldaten im Berliner Bendler Block muss wegen der Corona-Krise erheblich eingeschränkt werden. Bei der Zeremonie dürfen nur etwas mehr als ein Dutzend Soldatinnen und Soldaten verschiedener Teilstreitkräfte antreten und dort ihren Diensteid ablegen, berichtet der "Spiegel". Im letzten Jahr wurden dort 400 Soldaten vereidigt. Die verkleinerte Gelöbnis-Feier soll live im Fernsehen übertragen werden.

+++ 22:54 Straßenkrawalle gegen Ausgangssperre in Chile +++
In Chiles Hauptstadt Santiago haben Menschen an verschiedenen Orten gegen die seit Wochen andauernde Ausgangssperre protestiert. In der Nacht errichteten sie Barrikaden und steckten einen Bus in Brand, berichtete der Radiosender Cooperativa. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein und feuerte Tränengas in die Menge. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Der Großraum Santiago steht seit Wochen unter Quarantäne, viele Menschen können deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen. Immer wieder gehen vor allem Bewohner ärmerer Viertel wegen der schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Lage in der Corona-Krise auf die Straße. Zuletzt wurde die Ausgangssperre noch einmal verlängert. In den betroffenen Gebieten lebt mehr als die Hälfte aller Chilenen. Bislang haben sich in Chile 284.541 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit liegt Chile nach Brasilien und Peru an dritter Stelle in Südamerika. 5920 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Viele Krankenhäuser haben ihre Belastungsgrenze bereits erreicht.

+++ 22:15 Hannover verlegt Schützenfest ins Internet +++
Das weltgrößte Schützenfest in Hannover ist wegen der Corona-Pandemie zu großen Teilen ins Internet verlegt worden. Interessierte konnten den Fassbier-Anstich am Abend online verfolgen. Nur wenige Gäste waren am Neuen Rathaus tatsächlich vor Ort. Auch der Schützenausmarsch findet nur im Netz statt. Alle Fans des Volksfestes sind dazu aufgerufen, ein Video zu drehen und darin von links nach rechts durchs Bild zu laufen. Dieses soll auf Instagram gepostet und mit @schuetzenfest_hannover verlinkt werden, hieß es. Auf diese Weise könne jeder beim virtuellen Schützenausmarsch an diesem Sonntag dabei sein. Das Schützenfest zieht jährlich Hunderttausende Besucher an. "Ich bin heute glücklich und traurig zugleich", sagte Hannovers Schützenpräsident Paul-Eric Stolle. "Es tut uns allen weh, dass das Schützenfest 2020 ausfallen musste. Aber ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr nicht komplett auf das Schützenfest-Gefühl verzichten müssen."

+++ 21:45 Brasilien mit neuen Ansteckungsrekorden +++
Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat mit mehr als 48.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen der höchsten Tageswerte registriert. Damit haben sich fast 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, teilte das Gesundheitsministerium in Brasília mit. 1252 Tote wurden zwischen Mittwochabend und Donnerstagabend erfasst, 61.884 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind.

+++ 21:15 Schlachthöfe in Rheinland-Pfalz sind coronafrei +++
Die noch andauernden Reihentests in Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in Rheinland-Pfalz haben bislang keinen einzigen Corona-Befund ergeben. Alle der 1759 Proben seien negativ, teilte das Gesundheitsministerium mit. Getestet wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zwei großen und zwei kleineren Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben in den Landkreisen Alzey-Worms, Bernkastel-Wittlich, Kaiserslautern sowie in der Stadt Speyer. In der kommenden Woche folgen noch Tests in zwei weiteren Betrieben.

+++ 20:45 Neue Höchststände: Japan ermahnt Party-Gänger +++
In Japan wächst die Angst vor einer neuen Infektionswelle. Das Land hat mit 209 Fällen den höchsten Tagesanstieg an Corona-Neuinfektionen seit zwei Monaten erlebt, meldeten die Behörden. Darunter fallen auch 124 Fälle allein in Tokio, ebenfalls der höchste Anstieg an Neuinfektionen binnen 24 Stunden für die Hauptstadt seit Anfang Mai. Tokio müsse sich auf eine mögliche zweite Corona-Welle einstellen, sagte Gouverneurin Yuriko Koike. Sie appellierte an die Menschen, das Nachtleben zu meiden. Die 20- bis 30-Jährigen machten etwa 70 Prozent bei den Neuinfektionen aus, sagte sie. Der Aufwärtstrend kommt zwei Tage vor der Gouverneurswahl in Tokio, bei der die amtierende Gouverneurin eine Wiederwahl anstrebt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gab es in Japan nach offiziellen Angaben bisher nahezu 20.000 bestätigte Infektionsfälle, rund 990 Menschen starben.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP