Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:46 RKI meldet 7595 Neuinfektionen +++

Im Lauf des Dienstags sind den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (Datenstand: 21. Oktober, 0 Uhr) 7595 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 380.762. Weitere 39 Menschen sind laut den RKI-Angaben unter Berufung auf die Landesgesundheitsämter binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Damit klettert die Zahl der Todesfälle auf 9875. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei etwa 302.100.

+++ 06:31 Infektionsangst: Uruguays Ex-Präsident gibt Senatssitz auf +++
Aus Furcht vor einer Infektion mit dem Coronavirus gibt Uruguays populärer Ex-Präsident José Mujica seinen Sitz im Senat auf. "Ich gehe, weil die Pandemie mich rauswirft", sagt der 85-Jährige in seiner Abschiedsrede. "Senator zu sein bedeutet, mit den Menschen zu sprechen und überall hinzugehen. Ich bin doppelt gefährdet: wegen meines Alters und wegen meiner chronischen Immunerkrankung." Mit Mujica zog sich auch der frühere Präsident Julio María Sanguinetti aus dem Senat zurück. Mujica ist ein Idol der lateinamerikanischen Linken. In seiner Amtszeit galt er als ärmster Präsident der Welt.

+++ 06:11 Esken: Maßnahmen nötigenfalls in Parlamenten überarbeiten +++
SPD-Chefin Saskia Esken betont die Bedeutung der Parlamentsbeteiligung an den Corona-Maßnahmen. Sie sagt zugleich aber auch: "Für die Corona-Krise gibt es kein Drehbuch, wie Olaf Scholz einmal gesagt hat. Deshalb müssen Politik und Verwaltung unter Umständen schnell auf Entwicklungen reagieren können, ohne dabei die Geeignetheit und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen aus dem Auge zu verlieren." Viele der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung griffen jedoch tief in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger ein, erläutert Esken. "Ich finde es deshalb wichtig, dass wir ihre Legitimität in den Parlamenten immer wieder debattieren und nötigenfalls überarbeiten, um die Akzeptanz und Gerichtsfestigkeit der Pandemiebekämpfung zu stärken. Wenn es darum geht, die zweite Infektionswelle bewältigen und mit Zuversicht auf die Adventszeit blicken zu können, dann braucht es genau diese Akzeptanz und die Einhaltung der Maßnahmen."

+++ 05:47 Kassenärzte kritisieren "Angsterzeugung" +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kritisiert den Ton im Zusammenhang mit der Verschärfung von Corona-Maßnahmen. "Wir glauben, dass etwas mehr Ruhe und Sachlichkeit und etwas weniger Bedrohlichkeit vielleicht helfen könnten, die nächsten eineinhalb Jahre auch noch zu überstehen", sagt der stellvertretende KBV-Vorsitzende und Allgemeinmediziner Stephan Hofmeister. Drohungen und Angsterzeugung seien immer ein schlechter Ratgeber und nicht nachhaltig.

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+++ 05:22 Fluggesellschaft Cathay Pacific streicht 8500 Stellen +++
Mit drastischen Einschnitten reagiert die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific auf die Folgen der Krise. Das Unternehmen kündigt die Streichung von 8500 Stellen an - das entspricht rund einem Viertel der Gesamtbelegschaft. 5900 Jobs sollen demnach direkt wegfallen, 2600 derzeit offene Stellen werden nicht nachbesetzt. Die zum Konzern gehörende Regionalfluggesellschaft Cathay Dragon muss als Teil der Maßnahmen komplett den Betrieb einstellen. Eigentlich ist Hongkong eines der geschäftigsten Drehkreuze für Langstreckenflüge weltweit. Die Pandemie hat jedoch dazu geführt, dass das tägliche Passagieraufkommen von Cathay Pacific um 99 Prozent gesunken ist. Der Großteil der Flugzeuge muss als Reaktion auf Grenzschließungen und Quarantäneregeln am Boden bleiben.

+++ 04:59 Amazon verlängert Home-Office-Option +++
US-Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon, deren Arbeit von zu Hause aus erledigt werden kann, dürfen bis Ende Juni 2021 im Home-Office bleiben. Die Verlängerung sei eine Richtlinie für alle Länder, in denen Amazon tätig sei, sagt eine Unternehmenssprecherin. Zuvor war das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bis Januar möglich.

+++ 04:26 Lombardei verhängt nächtliche Ausgangssperre +++
Die norditalienische Region Lombardei verhängt wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Donnerstag müssen die Menschen von 23 Uhr bis 5 Uhr zu Hause bleiben, wie die Behörden mitteilten. Ausnahmen sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich. Die Maßnahme soll bis zum 13. November dauern. Auch in der süditalienischen Region Kampanien soll ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

+++ 03:53 Spahn nennt strikte Ausgangsbeschränkungen in Berchtesgaden "genau richtig" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt die rigorosen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land begrüßt. Für die dortigen Einwohner bringe der neue Corona-Lockdown "zwar harte zwei, drei Wochen", sagte Spahn im ZDF. Doch helfe die Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus "auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen". Dies sei besser als mit innerdeutschen Reisebeschränkungen zu reagieren. Er finde das Vorgehen der bayerischen Landesregierung "genau richtig".

+++ 03:22 Städtetag kritisiert Förderkonzept zur Belüftung an Schulen +++
Schulen profitieren nach Meinung des Städtetags in Nordrhein-Westfalen kaum von der Förderung des Bundes für Belüftungsanlagen. Das berichtet die "Rheinische Zeitung" unter Berufung auf den Hauptgeschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy. "Viele Schulgebäude haben gar keine Anlage, über die sich Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftqualität beeinflussen lassen und die sich mit zusätzlichen Filtern weiter verbessern ließe", sagt Dedy dem Bericht zufolge. Die Anschaffung mobiler Lüftungsanlagen werde aber nicht gefördert, fügt er hinzu. Deshalb sei die Förderrichtlinie höchstens für einige öffentliche Gebäude, nicht jedoch für Schulgebäude relevant.

+++ 02:34 Lauterbach und Bouffier rechnen mit lokalen Shutdowns +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier rechnen in der näheren Zukunft mit weiteren regionalen Beschränkungen wie in Berchtesgaden. "Dinge wie in Berchtesgaden werden wir jetzt häufiger sehen", sagt Lauterbach den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wir können nur reagieren durch lokale Shutdowns, insofern sind die auch angemessen." Bouffier spricht sich daher gegen die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aus, mehr Zuständigkeiten bei der Pandemiebekämpfung von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern. "Gerade die föderale Struktur der Bundesrepublik macht es möglich, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen und so deren Wirksamkeit zu erhöhen", sagt Bouffier der Zeitungsgruppe in einem separaten Interview.

+++ 01:52 Insgesamt fast 155.000 Tote in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.227 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 661 auf 154.837 zu. Brasilien weist in der Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 01:10 Erste Corona-Anleihe der EU stößt auf große Nachfrage +++
Die erste Kreditaufnahme der Europäischen Union zur Bewältigung der Corona-Krise ist nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg auf enorme Nachfrage gestoßen. Während eines Verkaufs zweier Anleihen im Gesamtwert von 17 Milliarden Euro seien insgesamt Gebote über 233 Milliarden Euro eingegangen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Nachfrage war damit fast 14-mal so hoch wie das Emissionsvolumen, was ein außergewöhnlich hoher Wert ist. Mit dem Geld soll das sogenannte SURE-Programm der EU-Kommission finanziert werden. Es ist Teil des Corona-Aufbaupakets und soll vor allem der Finanzierung von Kurzarbeit in den Mitgliedstaaten dienen.

+++ 00:46 First Lady sagt Wahlkampfauftritt an Trumps Seite wegen Husten ab +++
First Lady Melania Trump sagt den ersten Wahlkampfauftritt an der Seite von US-Präsident Donald Trump seit fast zwei Monaten ab. Melania Trump leide unter einem "anhaltenden Husten" und werde aus Vorsicht nicht reisen, teilt ihre Sprecherin Stephanie Grisham mit. Ihr gehe es nach ihrer Genesung von Covid-19 aber jeden Tag besser. Melania Trump sollte ihren Ehemann zu dessen Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend (Ortszeit) in Erie im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania begleiten.

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+++ 00:34 Fed-Vertreter: Zweite Welle belastet Wirtschaft nicht so sehr +++
Die US-Wirtschaft wird nach Einschätzung eines Vertreters der Notenbank Federal Reserve weniger durch eine zweite Infektionswelle belastet als zunächst angenommen. "Es sieht so aus, als würden wir uns da durchkämpfen, egal wie schrecklich die Konsequenzen für Haushalte und Familien im ganzen Land auch sind", sagt der Chef des Fed-Ablegers in Chicago, Charles Evans.

+++ 00:07 Bulgariens Präsident muss in Selbstisolation +++
Der bulgarische Präsident Rumen Radew muss sich nach Einschätzung des heimischen Gesundheitsministeriums in Selbstisolation begeben. Radew sei in Kontakt mit einem Militärvertreter gekommen, der später positiv auf Corona getestet worden sei, erklärt Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Radew habe heute nach einer abgebrochenen Reise nach Estland zwar ein negatives Testergebnis vorgelegt, es müsse aber noch ein zweiter Test abgewartet werden. Der Termin eines zweiten Tests sowie die voraussichtliche Dauer einer möglichen Quarantäne bleiben zunächst unklar. Der Präsident selbst betont, er habe sich immer strikt an Regeln zum Gesundheitsschutz gehalten, sei bei bester Gesundheit und symptomfrei.

+++ 23:31 Virologin Ciesek: Zwei Faktoren entscheiden, wie wir durch den Winter kommen +++
Wie gut Deutschland durch den Winter kommt, hängt nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor allem von zwei Faktoren ab: "Das eine ist der öffentliche Gesundheitsdienst - wie klappt die Nachverfolgung", sagt sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update": "Wenn die Gesundheitsämter das nicht mehr schaffen, dann führt das zu diesem berühmten Kipppunkt und die Dynamik der Verbreitung würde sich schlagartig ändern können." Der andere wichtige Baustein sei die Kontaktbeschränkung - also das Verhalten jedes Einzelnen. "Wir machen es dem Gesundheitsamt viel schwerer, wenn wir viele Kontaktpersonen haben." Wichtig findet es Ciesek auch, beim Testen nicht nachzulassen. "Wenn Sie nur noch die Symptomatischen testen, würde das schneller voranschreiten. Das halte ich für keine gute Idee."

+++ 22:56 Übersterblichkeit: Rund 300.000 mehr Tote in den USA als gewöhnlich +++
Während der Pandemie sind in den USA knapp 300.000 mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, teilen die US-Seuchenbehörden CDC mit. Etwa zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle zwischen dem 26. Januar und dem 3. Oktober seien wahrscheinlich auf das Coronavirus zurückzuführen. Die sogenannte Übersterblichkeit ist Epidemiologen zufolge die beste Möglichkeit, die tatsächliche Zahl der Toten bei einem Krankheitsausbruch zu ermitteln. Laut den CDC sind übermäßig viele Menschen mit hispanischen und afroamerikanischen Wurzeln an dem Virus gestorben. Auch in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen sei die Zahl der Todesfälle höher gewesen als in der Vergangenheit.

+++ 22:28 Intensivmediziner: Kein Engpass bei Betten, aber beim Personal +++
Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertritt Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Aktuell würden sechs Prozent der "Testpositiven" stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge.

Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit "noch relativ moderat". Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet. "Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren", sagt Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. "Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem." Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen "und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein".

Ausführliche Informationen zur Corona-Datenlage können Sie hier nachlesen.

+++ 22:06 Wieder mehr als 20.000 neue Fälle in Frankreich +++
Frankreich registriert wieder deutlich mehr Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium beziffert die bestätigten Ansteckungen der vergangenen 24 Stunden mit 20.468, nachdem es am Montag noch 13.243 waren. Allerdings sind die Zahlen am Montag tendenziell niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird. Die Gesamtzahl der Fälle erreichte mit den Zahlen vom Dienstag 930.745. Wenn der gegenwärtige Trend anhält, könnte die Marke von einer Million noch vor dem Wochenende überschritten werden. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 262 auf 33.885.

+++ 21:32 Zwei Bundesländer erreichen Höchstwerte +++
Gleich zwei Bundesländer verzeichnen Höchstwerte an Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Berlin meldet 822 neue Fälle, Mecklenburg-Vorpommern 72 - so viel wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Ebenfalls zwei Bundesländer übermittelten vierstellige Zahlen: In Bayern kamen 1166 und in Nordrhein-Westfalen 2151 Neuinfektionen hinzu.

+++ 21:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7570 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 376.488 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 7570 neue Fälle hinzu. Bei den Zahlen vom Dienstag fließen Nachmeldungen einiger Bundesländer vom Wochenende mit ein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 56 auf 9856. Als aktuell infiziert gelten rund 70.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,25 angegeben (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte rund 125 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,23 (Vortag: 1,25). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 879 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 411 davon werden beatmet. Rund 8870 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/rts/AFP