Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 06:51 China meldet sieben Neuinfektionen +++

In China bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen neuesten Angaben zufolge weiter auf niedrigem Niveau. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet binnen 24 Stunden sieben neue Coronavirus-Fälle, nachdem es tags zuvor acht gegeben hatte. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.572 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesopfer verharrt seit mehreren Wochen auf dem Stand von 4634.

*Datenschutz

+++ 05:40 EU-Schnellwarnsystem springt auf falsche Corona-Wundermittel an +++
Die EU registriert während der Corona-Krise eine Reihe von Warnmeldungen aus den Mitgliedstaaten wegen gefährlicher oder fehlerhafter Schutzausrüstung. Bis zum 1. Juli habe es 63 Warnungen zu Gesichtsmasken und drei zu Schutzanzügen gegeben, teilt die Behörde mit. In dem EU-System seien drei Meldungen zu Handdesinfektionsmitteln und weitere drei zu UV-Lampen eingegangen, die als "Sterilisatoren" zur Vernichtung des Virus verkauft wurden. Mit der Corona-Krise sei "eine große Zahl von Produkten" in Europa angeboten worden, die teils als "Wundermittel" zum Schutz vor einer Infektion angepriesen worden seien, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders. Die EU-Kommission habe daraufhin Kontakt zu Internet-Händlern aufgenommen, um die Produkte schnell aus dem Verkauf zu nehmen. Zudem habe Brüssel Produktionsländer wie China kontaktiert, um die örtlichen Behörden zum Einschreiten zu bringen. Das EU-Schnellwarnsystem gibt es seit 2003.

*Datenschutz

+++ 05:15 Lauterbach warnt vor Fußballspielen mit Publikum +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt angesichts der Corona-Pandemie davor, Fußball-Spiele vor Publikum wieder zu erlauben, wie es jetzt in Sachsen erwogen wird. "Fußball-Bundesliga-Spiele mit Zuschauern halte ich für nicht verantwortbar", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Auch andere Großveranstaltungen ohne Grenze nach oben sind durch Hygienekonzepte nicht wirklich sicher zu machen. Denn die Kontaktverfolgung wird bei diesen Menschenmengen natürlich nicht gelingen." Lauterbach weiter: "Es wird einfach auf Risiko gespielt in der Hoffnung, es werde noch gut gehen.“ Solche Maßnahmen könnten „die perfekte Vorbereitung einer zweiten Welle im Herbst sein"

+++ 04:55 Hans mahnt: Zweite Corona-Welle unbedingt verhindern +++
Saar-Ministerpräsident Tobias Hans appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger und zu besonderer Umsicht im Sommerurlaub wegen der Corona-Krise aufgerufen. "Ganz wichtig ist, dass vor allem Eltern mit Schulkindern nicht in Risikogebiete fahren und direkt danach die Kinder in die Schule schicken", sagt Hans der Deutschen Presse-Agentur. "Das kann natürlich nicht gehen. Hier muss man schon darauf Wert legen, dass Quarantäneregeln eingehalten werden können." Er appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, bei der Wahl ihres Urlaubsziels zu berücksichtigen, wie das Infektionsgeschehen im jeweiligen Urlaubsland sei, so Hans. Da dieses innerhalb der Europäischen Union im Moment gut im Griff sei, biete es sich an, Urlaubsziele etwa in den Nachbarländern Deutschlands zu wählen. "Allein schon, weil man eben im Notfall von dort auch wieder schneller zurückkommen kann."

+++ 04:27 Spanien pumpt eine Milliarde in die Eisenbahn +++
Spanien verstärkt seine Hilfen für die Wirtschaft. Die Regierung werde 1,8 Milliarden Euro für Transportunternehmen bereitstellen, kündigt Transportminister Jose Luis Abalos an. Allein die staatseigene Eisenbahn Renfe soll eine Milliarde Euro erhalten. Auch für Hausbesitzer und Mieter sind Unterstützungsmaßnahmen geplant. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez werde mit Kanzlerin Angela Merkel vor dem EU-Gipfel in der zweiten Juli-Hälfte die geplanten EU-Hilfen zur Überwindung der Corona-Krise erörtern, kündigte eine Regierungssprecherin in Madrid an.

+++ 03:53 Italien stoppt alle Flüge aus Bangladesch +++
Italien setzt alle Flüge aus Bangladesch aus, nachdem mehrere Passagiere eines Fluges aus der Hauptstadt Dhaka positiv auf das Coronavirus getestet worden sein sollen. Das Verbot solle zunächst für eine Woche gelten, sagt Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Maschine mit 225 Fluggästen war demnach am Montag in Rom gelandet. Alle aus Dhaka Eingereisten müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Diese Regel gilt in Italien für alle, die von außerhalb des Schengraums einreisen. Nach Angaben des Gesundheitskommissars für Latium, die Region um Rom, sind bislang 21 der 225 Passagiere positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden. Es lägen aber noch nicht alle Ergebnisse vor, sagt Alessio D'Amato. Die Region Latium meldete am Montag 19 Neuinfektionen, darunter 12 unter in Rom lebenden Bangladeschern. Italien wurde von der Pandemie besonders hart getroffen und zählt rund 35 000 Todesfälle. Der leichte Anstieg der Neuinfektionen in zahlreichen Regionen bereitet entsprechend dem ganzen Land Sorgen. Zuletzt zählten die Behörden landesweit 208 neue Fälle in 24 Stunden.

+++ 03:26 Neuansteckungen in Frankreich sinken wieder +++
In Frankreich geht die Zahl der festgestellten Neuinfektionen zurück. Sie beträgt nach Angaben der Gesundheitsbehörden 475 und liegt damit deutlich unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 573. Im Juni allerdings war der Schnitt mit 435 niedriger. Ferner melden die Behörden 13 neue Todesfälle. Die Gesamtzahl steigt damit auf 29.933.

*Datenschutz

+++ 02:59 Chile meldet mehr als 300.000 Corona-Fälle +++
In Chile steigt die Zahl der Corona-Infektionen über die Schwelle von 300.000. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 2400 Neuinfektionen registriert worden, teilen die Behörden mit. Das Gesundheitsministerium sieht das Land in der Pandemie-Bekämpfung dennoch auf einem guten Weg - und will die landesweiten Corona-Einschränkungen weiter lockern. Die Zahl der Todesfälle habe sich um 50 auf mehr als 6400 erhöht, erklärt Gesundheitsminister Enrique Paris.

+++ 02:31 Corona-Proteste in Belgrad: Polizei setzt Tränengas ein +++
Vor dem Parlamentsgebäude in Belgrad protestieren Tausende Menschen gegen neue Beschränkungen in der Corona-Pandemie. In der Nacht kam es dabei zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei, wie örtliche Medien berichten. Die Bereitschaftspolizei setzte demnach Tränengas gegen die Demonstranten ein, nachdem eine größere Gruppe versucht hatte, das Parlamentsgebäude zu stürmen.

+++ 02:02 Trump drängt auf Schulöffnung nach den Sommerferien +++
Trotz weiter steigender Corona-Fallzahlen will US-Präsident Donald Trump Druck auf die US-Bundesstaaten ausüben, die Schulen nach den Sommerferien wieder zu öffnen. "Wir wollen, dass unsere Schulen im Herbst geöffnet sind", sagt Trump bei einem Runden Tisch zu dem Thema im Weißen Haus. Das sei sehr wichtig für das Land und das Wohlbefinden von Schülern und deren Eltern. "Wir werden Druck auf die Gouverneure und alle anderen ausüben, die Schulen zu öffnen."

+++ 01:44 Brasilien verzeichnet über 1200 weitere Todesfälle +++
Brasilien bestätigt nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den letzten 24 Stunden 45.305 neue Coronavirus-Fälle und 1254 weitere Todesfälle. Das lateinamerikanische Land verzeichnet offiziellen Daten zufolge bislang insgesamt 1.668.589 Infektionen und 66.741 Todesopfer, die auf das Virus zurückzuführen sind.

+++ 01:11 Ab September höhere Maskenproduktion in Deutschland +++
Ab September sollen Produktionsstätten in Deutschland einem Medienbericht zufolge in der Lage sein, binnen eines Jahres zusätzlich 2,5 Milliarden Masken zu produzieren. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium. Bis Ende Juni 2021 sollten die Unternehmen hierzulande dann bis zu sieben Milliarden Masken jährlich in zertifizierter Qualität zusätzlich herstellen können. Dazu zählen FFP2, FFP3 und medizinische Gesichtsmasken. Das Wirtschaftsministerium investiert 60 Millionen Euro an Fördermitteln, damit die Firmen ihre Produktion entsprechend umstellen. Gefördert werden zudem Anlagen, die das sogenannte Filtervlies für die Masken produzieren, durch das Viren abgehalten werden.

+++ 00:44 USA: Corona-Fälle übersteigen Drei-Millionen-Marke +++
Die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in den USA durchbricht nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters die Drei-Millionen-Marke. In den ersten sieben Julitagen haben 18 US-Bundesstaaten einen Rekordanstieg bei neuen Covid-19-Fällen gemeldet, wie aus einer Reuters-Zählung hervorgeht. Allein in Texas hat sich die Zahl der stationären Patienten innerhalb von nur zwei Wochen mehr als verdoppelt. Der demokratische Bürgermeister von Austin warnte am Wochenende, dass die Krankenhäuser seiner Stadt in zwei Wochen ihre Kapazität erreichen und in 10 Tagen keine freien Betten auf der Intensivstation (ICU) mehr zur Verfügung stünden. In Arizona sind etwa 90 Prozent der Intensivbetten voll. Die Vereinigten Staaten haben weltweit die höchste bekannte Anzahl von Covid-19 Fällen und Todesfällen.

+++ 00:21 Katalonien will strenge Maskenpflicht auch im Freien einführen +++
Die spanische Region Katalonien will nach einer Zunahme der Corona-Infektionen eine Maskenpflicht auch im Freien einführen, die praktisch überall und unter allen Umständen gelten soll. Die genaue Ausgestaltung der Anordnung solle der regionale Zivilschutz am heutigen Mittwoch beschließen, teilt die katalanische Regierungssprecherin Meritxell Budó mit. "Die Idee ist aber, dass die Pflicht immer und überall gelten soll, unabhängig vom Abstand zwischen den Menschen", so Budó. Nach dem derzeit landesweit geltenden Dekret der "neuen Normalität" der Madrider Zentralregierung gilt eine Maskenpflicht in ganz Spanien im Freien nur dann, wenn ein Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.

+++ 23:51 Fed besorgt über Corona-Entwicklung +++
Der Anstieg der Corona-Infektionen in den USA bereitet auch der Notenbank Federal Reserve (Fed) zunehmend Sorgen. Die Firmeninhaber würden wieder nervös, sagt der Präsident der Fed von Atlanta, Raphael Bostic. Er spricht von ernsthaften Befürchtungen, dass die Krise länger dauern könnte als erwartet. Die nächsten drei bis Wochen könnten darüber entscheiden, wie schnell sich die Wirtschaft erholen werde, ergänzt Bostic. Ähnliche Bedenken äußert seine Kollegin Mary Daly, die die Fed von San Francisco leitet.

+++ 22:59 USA nähern sich der Marke von drei Millionen Infektionen +++
In den USA steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 46.329 auf 2.932.596. Wie die Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) mitteilen, gibt es 322 weitere Todesfälle. Deren Zahl wächst damit auf 130.133. Derweil pocht US-Präsident Donald Trump auf eine Wiedereröffnung der Schulen im Herbst. Er widerspricht damit örtlichen Verantwortlichen im ganzen Land, die angesichts steigender Infektionszahlen die Wiederaufnahme des Unterrichts verschieben wollen. Zuletzt hatten sich zunehmend jüngere Menschen mit dem Virus angesteckt.

+++ 22:36 Alle großen US-Airlines sind auf Staatshilfen angewiesen +++
Alle großen US-Fluggesellschaften wollen wegen der Corona-Krise staatliche Kredithilfen in Anspruch nehmen. United Airlines, Delta Air Lines und Southwest Airlines gaben entsprechende Absichtserklärungen gegenüber der Regierung ab, teilte das US-Finanzministerium mit. American Airlines hatte vergangene Woche bereits ein Darlehen aus dem Cares-Programm zur staatlichen Unterstützung der Wirtschaft während der Pandemie vereinbart. Insgesamt greifen damit inzwischen zehn amerikanische Fluggesellschaften auf die Hilfe zu. Die jüngsten Reisebeschränkungen innerhalb der USA könnten der Erholung des Flugverkehrs einen Rückschlag versetzen.

+++ 22:05 Fleischindustrie in den USA verzeichnet 17.000 Infizierte +++
Auch in den USA rückt die Fleischindustrie in der Coronakrise in den Fokus. Ein Bericht der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) zeigt, dass im April und Mai mehr als 17.000 Infektionen in fleischverarbeitenden Betrieben festgestellt wurden sowie fast 100 Todesfälle. In Deutschland hat der Virusausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück zu einer hitzigen Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Branche geführt.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP