Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 07:13 Intensivmediziner begrüßen geplante Lockdown-Verlängerung +++

Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit", erklärt der Aachener Medizinprofessor. "Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation."

+++ 06:56 Haseloff wirbt für russischen Impfstoff in Deutschland +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V, um den Impfstoffmangel in Deutschland zu beheben. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen", sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff. Er selbst sei schon als Kind mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden, während im Westen noch kein Impfstoff zur Verfügung stand. Er würde sich daher jederzeit mit Sputnik V impfen lassen. Auch eine Impfpflicht schließe er nicht grundsätzlich aus. Es könnte "ein Thema für den Ethikrat sein", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen. "Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt."

+++ 06:41 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf knapp 64 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken, bleibt jedoch deutlich über der 60er-Schwelle. Laut aktuellem RKI-Datenstand nahm sie am Dienstag von 65,4 auf 63,9 ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ 06:28 "Katastrophale Bildungskrise": 168 Millionen Kinder können nicht zur Schule +++
Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer "katastrophalen Bildungskrise" wegen des weltweiten Lockdowns. Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:12 WHO meldet Covid-Anstieg nach wochenlangem Rückgang +++
In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. Demnach wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die UN-Behörde in Genf gemeldet. Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Varianten zu tun haben, schreibt die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit. Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent). Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet.

+++ 05:32 RKI meldet 9019 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9019 Neuinfektionen und 418 Todesfälle binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 64,0 von 65,4. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 70.881 Personen starben dem RKI zufolge bislang in Verbindung mit dem Virus. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:11 Karliczek: Schulen noch weit von normalem Betrieb entfernt +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen zu einzelnen Lockerungen der Corona-Maßnahmen fordert Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eine Priorisierung der Schulen. Weitere Möglichkeiten zur Lockerung für Schulen müssten "bei der gegenwärtigen Diskussion mit an erster Stelle stehen", sagt Karliczek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine Erweiterung des Präsenz-Unterrichts sei nur möglich, wenn Lockerungen in anderen Bereichen "mit Umsicht und Vorsicht" vorgenommen würden. "Die Schulen sind derzeit noch weit von einem normalen Betrieb entfernt. Dies darf nicht vergessen werden", sagt Karliczek.

+++ 04:08 Paul-Ehrlich-Institut verteidigt Astrazeneca-Vakzin +++
Der zugelassene Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung oder mildert bei einer Erkrankung die Symptome", sagt der Chef der Paul-Ehrlich Instituts, Klaus Cichutek, der "Rheinischen Post". Er sei besorgt, dass Menschen ihre Impftermine wegen Vorbehalten nicht wahrnehmen. Bislang seien keine auffälligen Nebenwirkungen festzustellen. "Die Fälle von Krankmeldungen durch grippeähnliche Symptome bei Pflege- und Krankenhauspersonal stellen kein Risikosignal dar. Sie entsprechen den Impfreaktionen, was nach den klinischen Prüfungen zu erwarten war." In allen berichteten Fällen seien die Symptome nach zwei bis maximal drei Tagen abgeklungen. Die Reaktion zeige, dass das Immunsystem arbeite.

+++ 03:36 Biden: Vorgezogene Impfungen für Lehrer +++
US Präsident Joe Biden will Lehrer schneller durchimpfen. Die US-Bundesstaaten sollen die Impfungen für Lehrer priorisieren, um sicherzustellen, dass Kinder schnell und sicher in die Schule zurückkehren können, sagt Biden in einer TV-Übertragung aus dem Weißen Haus. Jeder Pädagoge soll bis Ende März mindestens eine Impfung erhalten.

+++ 02:16 Ärztepräsident warnt vor falscher Sicherheit bei Selbsttests +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnt davor, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten. "Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen", sagt der Präsident der Bundesärztekammer. Auch bei einem negativen Testergebnis müssten Abstand, Maskenschutz und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei einem positiven Befund müsse schnellstmöglich eine Kontrolluntersuchung mittels PCR-Test veranlasst und strikte Quarantäne eingehalten werden. Für die von geschultem Personal vorgenommenen Schnelltests fordert Reinhardt ein unbürokratisches Meldeverfahren. Eine zentrale Erfassung von Ergebnissen liefere Erkenntnisse über das tatsächliche Infektionsgeschehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:56 Orban verteidigt Alleingang Ungarns +++
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban rechtfertigt den Alleingang seines Landes innerhalb der EU mit russischem und chinesischem Impfstoff mit dem Versagen der EU-Kommission. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagt Orban: "Die EU hatte und hat ihre Chance, die Europäer schnell und effektiv mit Impfstoff zu versorgen und ihre Bürger zu schützen. Diese Chance hat sie nicht wahrgenommen. Deshalb muss ich gemäß unserer Verfassung zum Schutz meiner Bürger verantwortlich handeln." Ungarn unterstütze die Europäische Kommission weiterhin. "Aber wir erkennen auch: USA, Großbritannien, Israel, auch Serbien sind uns EU-Mitgliedern weit voraus. Deshalb suche ich für mein Land Impfstoff dort, wo er verfügbar ist, auch in China oder Russland, solange unsere Behörden die Wirkstoffe geprüft und freigegeben haben." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:32 Riad macht Impfung zur Bedingung für Hadsch +++
Zwei Millionen Menschen nehmen normalerweise an der Hadsch teil, der muslimischen Pilgerfahrt. Das ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Saudi-Arabien stellt nun eine konkrete Bedingung für die diesjährige Teilnahme auf: eine Corona-Impfung. Die Zeitung "Okaz" zitiert eine entsprechende vom Gesundheitsminister unterzeichnete Erklärung. Im vergangenen Jahr begrenzte das Königreich die Zahl der Teilnehmer wegen der Pandemie auf etwa 1000.

+++ 22:24 51 Regionen liegen unter Inzidenz von 35 +++
Kurz vor dem Bund-Länder-Gipfel liegen laut Länderangaben 51 Regionen in Deutschland unter der Zielmarke von 35 Neuinfektionen aus den zurückliegenden sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. 98 weitere Regionen bewegen sich mit ihrer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 50.

+++ 21:58 Deutlich mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf 2.454.612. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kommen 5581 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 422 auf 70.677. Als aktuell infiziert gelten rund 119.672 Personen.

Der aktuelle Tageszuwachs an Infektionen liegt deutlich über dem Niveau von Dienstag vergangener Woche. Am 23. Februar hatten die Landesbehörden in der Summe 4873 neue Fälle gemeldet. Vor zwei Wochen waren es 4994 Fälle.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 1,01).

+++ 21:17 Italien verlängert Maßnahmen bis nach Ostern +++
Die italienische Regierung verlängert zentrale Corona-Beschränkungen bis nach Ostern, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mitteilt. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb ein entsprechendes Dekret. Damit bleibt es in der ersten großen Reisezeit zu Ostern - mit Ausnahmen - verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Da die Ausbreitung der britischen Variante die jüngere Generation stark betreffe, habe Rom die Verschärfungen für Schulen beschlossen - in Hochrisiko-Gebieten müssen diese schließen. Laut Speranza ist die Mutation mit deutlich mehr als 50 Prozent der Fälle vorherrschend. Die Behörden melden derweil etwa 17.600 neue Infektionen binnen 24 Stunden - die Infektionskurve zeigt nach oben.

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Quelle: ntv.de, jpe/chf/rts/dpa/AFP