Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 07:17 Lockdown in Neuseeland endet erst bei 90 Prozent Impfquote +++

Die neuseeländische Staatschefin, Jacinda Ardern, will die strengen Lockdownmaßnahmen erst dann beenden, wenn das Land das gesetzte Impfziel von 90 Prozent erreicht hat. Wie sie auf einer Pressekonferenz erklärt, wird Neuseeland erst dann beispielsweise große Veranstaltungen für Geimpfte wieder zulassen können. "Vollständig Geimpfte werden in der Lage sein, sich wieder mit Familie und Freunden zu treffen, in Bars und Restaurants zu gehen und mit größerer Sicherheit und Zuversicht die Dinge zu tun, die sie lieben", so Ardern. Rund 68 Prozent der Menschen sind bisher vollständig geimpft, 86 Prozent haben mindestens eine Dosis erhalten.

+++ 06:59 Hamburg weitet 2G-Modell auf Friseure und Einzelhandel aus +++
Der Hamburger Senat will heute eine neue Corona-Eindämmungsverordnung veröffentlichen. Sie sieht unter anderem eine Ausweitung des sogenannten 2G-Optionsmodells auf den Handel und körpernahe Dienstleistungen vor, wie im Anschluss an die letzte Senatssitzung mitgeteilt wird. Einzelhändler und beispielsweise Friseure könne sich damit entscheiden, nach 2G nur noch Geimpfte und Genesene zu bedienen - dann entfallen Masken- und Abstandspflicht. Ausgenommen vom Optionsmodell werden Angebote des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien oder Apotheken. Dort sollen auch Ungeimpfte weiter einkaufen können. Die neue Verordnung wird am Samstag in Kraft treten und soll für vier Wochen gelten.

+++ 06:35 Schlagerstar Tony Marshall erholt sich von Covid-Erkrankung +++
Schlagersänger und Entertainer Tony Marshall erholt sich im Krankenhaus von einer Covid-Erkrankung. Er befinde sich auf dem Weg der Besserung und nicht in Intensivbehandlung, bestätigt seine Familie. Auch seine Frau Gabriele sei krank gewesen. Während Tony Marshall wegen einer Vorerkrankung aber noch stationär begleitet werde, habe die 83-Jährige die Erkrankung mit mildem Verlauf in häuslicher Pflege auskuriert und sei genesen. Die drei erwachsenen Kinder des Paares sind "dankbar, dass es diesen Impfschutz gibt, und überzeugt, dass die Infektion ohne Impfung einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können".

+++ 06:18 Wegen Pandemie: Sorge um australische Bienen +++
Australische Bienenzüchter fürchten angesichts der Corona-Pandemie um die Zukunft ihrer Tiere. Auf dem Kontinent gibt es noch keine Varroamilben, die ganze Bienenvölker vernichten können. Folglich haben diese keine Resistenz gegen den Schädling entwickelt. Eine gewisse Abwehr besitzen aber einige europäische Bienenvölker - sie weisen ein sogenanntes VSH-Merkmal ("Varroa Sensitive Hygiene") auf. Um den Genpool der eigenen Bienenvölker zu stärken, importiert Australien Bienenköniginnen aus Europa. Jedoch sorgt die Corona-Pandemie auch für ein Problem: Verzögerungen bei der Post. "Sie kommen tot an, sie kommen gestresst an oder sie kommen einfach gar nicht an", zitiert der australische Sender ABC zuletzt den Präsidenten des australischen Verbands der Bienenköniginnenzüchter, Richard Sims. Eine Sendung mit 250 Königinnen sei sieben Tage verschollen gewesen, fast alle seien gestorben.

+++ 05:52 Ökonom: Impfstofffreigabe ist erste Aufgabe der neue Bundesregierung +++
Der Ökonom Joseph Stiglitz appelliert an die künftige Bundesregierung, sich als erstes für die Freigabe der Corona-Impfstoffpatente einzusetzen. Dies sei im Kampf gegen die Pandemie dringend nötig, um ärmeren Ländern Zugang zu Vakzinen zu verschaffen. "Leben zu retten, ist wichtiger als der Profit der Pharma-Industrie", sagt Stiglitz der "Süddeutschen Zeitung". Monopolartige Strukturen in der Pharmabranche verhinderten bisher, dass allen Ländern ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe. Stiglitz macht ein Missmanagement im Kampf gegen die Pandemie aus: "Wir haben nicht alles getan, was wir hätten tun können." Reiche Länder sieht Stiglitz aus humanitären Gründen in der Pflicht, ärmeren Ländern zu helfen.

+++ 05:07 RKI meldet 19.572 Neuinfektionen, Inzidenz macht großen Satz nach oben +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.572 Neuinfektionen gemeldet, 8054 Fälle mehr als am vergangenen Freitag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 95,1 von 85,6 am Vortag. 116 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:06 Bayerns Gesundheitsminister warnt vor Auslaufen der epidemischen Lage +++
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert die Verlängerung der epidemischen Lage durch den Bundestag. Sonst "könnte das Infektionsschutzgesetz nicht mehr ohne weiteres angewendet werden", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Testnachweis- und Maskenpflicht hätten dann keine ausdrückliche Rechtsgrundlage mehr. "Das müssen wir unbedingt vermeiden - denn mit Blick auf möglicherweise steigende Infektionszahlen im Winter werden wir weiter Schutzmaßnahmen brauchen."

+++ 03:18 Zu wenig Pflegekräfte: Über 4000 Intensivbetten weniger als zu Jahresbeginn +++
Intensivmediziner schlagen Alarm, weil mangels Pflegepersonals viele Intensivbetten nicht mehr betrieben werden könnten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) teilt mit, es sei in der kommenden Zeit "mit einer spürbaren Einschränkung in der Versorgung der Bevölkerung zu rechnen". Derzeit seien 22.207 Intensivbetten als betreibbar gemeldet, zu Jahresbeginn seien es 26.475 gewesen. Die vergangenen Monate hätten zu einer Verschlechterung der Stimmung und zu weiteren Kündigungen von Stammpflegekräften geführt, so die Divi.

+++ 02:05 Grundschulverband für Fortführung der Tests an Schulen +++
Der Grundschulverband befürwortet angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen Schutzmaßnahmen auch in den kommenden Wochen. "Die Testung von Kindern und Schulpersonal muss bis auf Weiteres fortgeführt werden", sagte der Verbandsvorsitzende Edgar Bohn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sei zwar aus pädagogischer Sicht sinnvoll an den Grundschulen, aber in der aktuellen Situation "nur dann vertretbar, wenn dies mit flankierenden Maßnahmen abgesichert wird". Bohn fordert insbesondere den Einsatz von Raumluftanlagen.

+++ 00:43 Estland setzt voll auf 2G-Regel +++
Angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen verschärft Estland die Gangart gegenüber Ungeimpften. Ab dem 25. Oktober gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Gastronomische Betriebe, Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten sind dann nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich. Zugleich wird die Maskenpflicht verstärkt: Einzelhändler und Dienstleister müssen sicherstellen, dass ihre Geschäftsräume nur noch mit Schutzmaske betreten werden. Das Bedecken von Mund und Nase mit einem Schal oder einem Tuch sei dabei nicht mehr zulässig. In dem Baltenstaat mit 1,2 Millionen Einwohnern sind gut 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

+++ 23:22 WHO nimmt Prüfung von Sputnik-Impfstoff wieder auf +++
Die Weltgesundheitsorganisation nimmt die Prüfung des russischen Sputnik-Corona-Impfstoffs für eine mögliche Notfallzulassung wieder auf. Zuvor war sie unterbrochen worden, weil die Antragsteller die WHO-Regeln und Verfahren noch nicht explizit anerkannt hatten. Die ausstehende Unterschrift sei allerdings am Mittwochabend eingetroffen, heißt es. In den kommenden Wochen dürfen Inspektionen in den Herstellerfabriken aufgenommen werden, um den Zulassungsprozess abzuschließen.

+++ 22:30 EU-Staaten wollen Impfskeptiker überzeugen +++
Im Kampf gegen die Pandemie wollen die EU-Länder das Impftempo beschleunigen und Skeptiker von einer Immunisierung überzeugen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten am Abend bei ihrem Gipfel in Brüssel laut EU-Diplomaten die "Anstrengungen gegen Impfskepsis zu erhöhen" und "gegen Desinformation vorzugehen, vor allem in den sozialen Medien". Die Impfquoten gehen in der EU weiter stark auseinander. Nach Angaben des das Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind etwa in Bulgarien bisher nur rund 24 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft, während es im EU-Schnitt rund 75 Prozent sind.

+++ 22:17 Großbritannien meldet erstmals seit Juli mehr als 50.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien hat erstmals seit Juli wieder die Schwelle von 50.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 52.009 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden mit. Forderungen nach einer Wiedereinführung der im Juli aufgehobenen Schutzmaßnahmen wies die Regierung zurück. "Wir halten uns an unseren Plan", sagte Premierminister Boris Johnson. "Die Infektionszahlen sind hoch, aber wir bewegen uns im Rahmen der Vorhersagen". Gesundheitsminister Sajid Javid hatte zuvor betont, dass die Regierung die Entwicklung genau beobachtet. "Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte er. Es gebe derzeit aber keinen Anlass, "Plan B" zu aktivieren und wieder Corona-Beschränkungen einzuführen.

+++ 21:49 In vier Bundesländern steigt Inzidenz steil nach oben +++
Bayern, Berlin, Hamburg und Sachsen verzeichnen gleich einen zweistelligen Anstieg bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Berlin hat sogar die 100er-Schwelle überschritten. Damit liegen die Hauptstadt, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen über diesen Wert, wobei sich Thüringen bereits der 200er-Marke annähert. Nur Bremen und das Saarland verzeichnen sinkende Inzidenzen.

+++ 21:17 Bundesländer melden 17.663 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.426.032 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.663 neue Fälle hinzu. Das sind 5498 Fälle mehr bzw. 45,2 Prozent mehr als am vergangenen Donnerstag. In der Vorwoche wurden 12.165 Neuinfektionen gemeldet. Es ist der zweite Tag in Folge mit mehr als 17.000 neu gemeldeten Fällen. Zuletzt hatte es vergleichbar hohe Tageszuwächse Anfang Mai gegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 83 auf 94.896. Auch hier gibt es einen Anstieg. Am Donnerstag der Vorwoche wurden 73 Todesfälle registriert. Als aktuell infiziert gelten rund 150.009 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,16 angegeben (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1541 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 846 davon werden beatmet. Rund 3407 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ino/dpa/AFP/rts

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