Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 07:23 Erstmals mehr als 100 Neuinfektionen am Tag in Neuseeland +++

Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland verzeichnet am heutigen Donnerstag erstmals seit Beginn der Pandemie eine dreistellige Zahl an Neuinfektionen. Die Behörden melden 102 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, wie Vize-Ministerpräsident Grant Robertson vor Journalisten bestätigt. Der alte "Rekord" vom Dienstag lag bei 94 Fällen. "Das Auf und Ab der Zahlen kann wie eine emotionale Achterbahnfahrt sein", sagt Robertson. Der Schlüssel dazu, sich selbst und andere zu schützen, sei eine Corona-Impfung.

+++ 06:54 Befürchtete Klagewelle gegen Corona-Maßnahmen in Brandenburg bleibt aus +++
An Brandenburgs Gerichten ist es bislang nicht zu einer Klagewelle aufgrund von Maßnahmen während der Corona-Pandemie gekommen. Sowohl an den Verwaltungs-, Arbeits- und Landgerichten als auch beim Verfassungsgericht bleiben die Zahlen der Verfahren mit Corona-Bezug auf niedrigem Niveau, wie eine Umfrage der dpa ergibt. Rund 40 Verfahren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg derzeit anhängig. Im vergangenen Jahr seien 123 Verfahren 2020 eingegangen - die Corona-Themen machten damit einen Anteil von rund 20 Prozent aus. Die aktuellen Zahlen sind "weiter auf gleichbleibend hohem Niveau", so eine Sprecherin.

+++ 06:38 Frankreich verlängert Einsatz umstrittenen Gesundheitspasses +++
Die französische Abgeordnetenversammlung stimmt für eine Verlängerung des Einsatzes des Gesundheitspasses zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Abgeordneten in Paris verabschiedeten den entsprechenden Gesetzesvorschlag der Regierung in der Nacht zum heutigen Donnerstag mit einer knappen Mehrheit von 135 zu 125 Stimmen. Demnach soll der umstrittene Pflichtnachweis noch bis Juli 2022 eingesetzt werden können. In Frankreich muss der Gesundheitspass für viele Veranstaltungen und an vielen öffentlichen Orten vorgelegt werden. Er weist eine vollständige Corona-Impfung, eine Genesung von Covid-19 oder einen negativen Corona-Test nach.

+++ 06:17 Nach 262 Tagen - Längster Lockdown der Welt endet +++
Im australischen Bundesstaat Victoria endet in der Nacht zum Freitag nach 262 Tagen der bisher längste Lockdown der Welt. Die Lockerungen sollen eintreten, weil mittlerweile 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Einwohner dürfen nun wieder zehn Gäste in ihren Häusern empfangen - während des Lockdowns war kein einziger Besucher gestattet. Draußen können sich Gruppen von bis zu 15 Menschen versammeln. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben. Restaurants, Geschäfte und Friseure dürfen unter strikten Regeln wieder öffnen. Auch Schüler sollen teilweise in die Klassenzimmer zurückkehren.

+++ 05:58 Nach Ende kostenloser Tests: Kein "Impf-Sprung" in NRW +++
Der große Corona-Impfeffekt direkt nach dem Auslaufen der kostenfreien Bürgertests bleibt offenbar aus. In NRW verzeichnet das Landesgesundheitsministerium nach Informationen der "Rheinischen Post" am 11. Oktober zwar eine Verdopplung gegenüber dem Montag der Vorwoche auf 14.485 Erstimpfungen. Allerdings nahm die Impfbereitschaft im Laufe der Woche wieder ab. Am Ende blieb in der ersten Woche nach dem Start der Bezahl-Tests die durchschnittliche, tägliche Impfbereitschaft bei 10.637 - ein geringes Plus von gut zwei Prozent gegenüber der Vorwoche. Ein Grund könnte sein, dass der Effekt schon im Sommer stattgefunden hat, als erstmals das Vorhaben der Bundesregierung öffentlich gemacht wurde. Im Zeitraum von 9. bis zum 29. August hatten sich am Tag durchschnittlich zwischen 30.000 und 50.000 Menschen ihre erste Dosis verabreichen lassen.

+++ 05:08 RKI meldet 16.077 Neuinfektionen, Inzidenz bei 85,6 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.077 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 3695 Fälle mehr als am vergangenen Dienstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 85,6 von 80,4 am Vortag. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 67,0. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 67 weitere Menschen gestorben.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:16 Südafrika startet mit Kinderimpfungen ab 12 Jahren +++
Südafrika hat als erstes afrikanisches Land südlich der Sahara begonnen, Kinder im Alter ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Man wolle bis Januar 2022 mindestens 3,25 Millionen Mädchen und Jungen impfen, die Hälfte aller Kinder in der Altersgruppe, teilte das Gesundheitsministerium mit. Minderjährige erhalten in Südafrika zunächst nur eine Dosis des Präparats von Pfizer. Bislang sind rund 11 Millionen der knapp 60 Millionen Südafrikaner vollständig geimpft worden. Südafrika ist mit knapp drei Millionen gemeldeten Infektionen das von der Corona-Pandemie am schwersten betroffene Land des Kontinents. Insgesamt wurden in Afrika nach Angaben der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC gut 8,4 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 216.000 tödlich waren.

+++ 03:40 Baerbock fordert mehr Einbeziehung des Parlaments bei Pandemie-Maßnahmen +++
Grünen-Chefin Annalena Baerbock fordert eine stärkere Beteiligung des Parlaments an der Pandemie-Bekämpfung. "Über weitere Vereinbarungen sollte nicht in nächtlichen Runden gesprochen werden. Das muss eine gemeinsame Aufgabe des Parlamentes sein, gerade wenn es um die Frage der epidemischen Lage von nationalem Ausmaß geht", sagte sie der Funke-Mediengruppe. Nötig sei eine "rechtssichere Regelung, die die Bürgerrechte wahrt und die der neuen Situation durch eine zeitlich klar befristete Übergangsregelung Rechnung trägt", so Baerbock weiter. Eine allgemeine Impfpflicht halte sie für nicht notwendig.

+++ 02:47 Griechischer Krisenstab: Impfungen haben 8400 Covid-Tode verhindert +++
In einem eindringlichen Appell ruft der Chef des griechischen Corona-Krisenstabs ungeimpfte Menschen dazu auf, sich für das Vakzin zu entscheiden. Dank der Impfungen habe es in Griechenland bis zum 11. Oktober statistisch gesehen 8400 weniger Todesfälle durch Covid gegeben, zudem seien die Intensivstationen um 5660 schwere Krankheitsverläufe entlastet worden, sagte Sotiris Tsiodras im griechischen Staatsfernsehen. Die Gefahr, an den Folgen von Covid zu sterben, habe sich durch die Impfung um 91 Prozent verringert - die Impfung sei sicher und hochwirksam, versicherte der Mediziner. In Griechenland war die Impfkampagne in den vergangenen Monaten stark ins Stocken gekommen. Derzeit sind gut 6,5 Millionen der rund 11 Millionen Einwohner vollständig geimpft, mithin weniger als 60 Prozent. Die Impfungen stagnieren trotz staatlicher Maßnahmen wie einer Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssektor und umfassender Lockerungen für Geimpfte im Freizeitbereich.

+++ 02:01 Wegen neuer Variante: Israel erwägt Änderung der Einreisebestimmungen +++
Nach dem Auftreten einer neuen Unterart der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus in Israel ist Ministerpräsident Naftali Bennett zu einer Dringlichkeitssitzung mit Gesundheitspolitikern zusammengekommen. Jetzt werden unter anderem Änderungen bei den Einreisebestimmungen erwogen. Das israelische Gesundheitsministerium hatte zuvor den Nachweis einer Infektion mit AY 4.2 gemeldet. "Die Variante AY 4.2, die in einer Reihe von Ländern in Europa entdeckt wurde, wurde in Israel identifiziert", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Bei dem Infizierten handelte es sich demnach um einen elfjährigen Jungen, der aus Europa eingereist war. Die Unterart AY 4.2 wurde bereits mehrfach in Großbritannien nachgewiesen.

+++ 01:14 FDA gibt grünes Licht für Booster mit Moderna und J&J +++
Die US-Arzneimittelbehörde FDA macht den Weg für Auffrischungsimpfungen mit den Impfstoffen von Moderna und Johnson & Johnson (J&J) frei. "Die Verfügbarkeit dieser zugelassenen Booster ist wichtig für einen kontinuierlichen Schutz gegen Covid-19", sagt FDA-Kommissarin Janet Woodcock. Als Auffrischungsimpfung könne auch eine andere als das ursprüngliche Vakzin gewählt werden. Die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC wird am Donnerstag eine Empfehlung darüber abgeben, welche Personengruppen die Moderna- und J&J-Booster erhalten sollen.

+++ 00:11 Tschechien kündigt strengeren Kurs an +++
Wegen der sich verschärfenden Corona-Situation in Tschechien kündigt die Regierung neue Maßnahmen an. Ab dem 1. November müssen Restaurants, Clubs und Diskotheken die Impfbescheinigungen, Corona-Tests oder Nachweise über eine Genesung ihrer Gäste von Covid-19 überprüfen. Ab kommender Woche muss in Innenräumen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - auch am Arbeitsplatz. Die Regierung wird außerdem Corona-Tests ab November nur noch kostenpflichtig anbieten und deren Gültigkeitsdauer verkürzen. Sie hofft, damit der ins Stocken geratenen Impfkampagne wieder Auftrieb zu geben. Allein am Dienstag waren 3246 Corona-Infektionen gemeldet worden, mehr als doppelt so viele wie am gleichen Tag der Vorwoche.

+++ 23:15 WHO: Jeder Dritte in Europa ist geimpft +++
In der Region Europa sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO rund eine Milliarde Corona-Impfungen verabreicht worden. Laut WHO ist damit rund ein Drittel der Region geimpft. Dennoch müsse zur Eindämmung der Pandemie die Impfbereitschaft gesteigert und regionale Unterschiede überwunden werden. Eine flächendeckende Impfquote von 70 Prozent sei weiterhin das Ziel, um die Krise einzudämmen. Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, darunter neben der EU zum Beispiel auch die Türkei sowie Russland und die Ukraine.

+++ 22:24 US-Polizisten werfen Mann aus U-Bahnstation, der sie auf fehlende Masken anspricht +++
US-Polizisten in New York haben offenbar einen Mann, der sie auf ihre fehlenden Masken angesprochen haben soll, aus einer U-Bahnstation geworfen. Der 27-Jährige habe die beiden Beamten vor einer Station in Manhattan nach ihrer fehlenden Mund-Nase-Bedeckung gefragt, berichtet die "New York Times". Ein Video zeigt, wie der Mann von einem Beamten herausgetragen wurde. "Sie stören", rief er dem 27-Jährigen dabei zu. Es gilt in Zügen und Stationen eine Maskenpflicht in New York. Gegenüber der "New York Times" sagte der Mann: "Der männliche Beamte hat sich ein wenig dumm gestellt und sowas gesagt, wie: 'Ich kann Sie durch Ihre Maske nicht verstehen.'" New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio betonte, ihm habe nicht gefallen, was er dort in dem Video gesehen habe. Das örtliche Polizeirevier teilte mit, es werde die Aufnahmen intern prüfen.

+++ 21:55 Zahlen steigen rasant: Lettland geht erneut in den Lockdown +++
Lettland zieht die Notbremse - und geht erneut in den Lockdown: Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen fährt die Regierung in Riga das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land für vier Wochen stark zurück. Das Kabinett verhängte umfassende Beschränkungen und ein nächtliche Ausgangssperre zum 15. November. Damit sollen die Infektionsketten unterbrochen und die "furchtbare Überlastung" des Gesundheitswesens reduziert werden, sagte Ministerpräsident Krisjanis Karins. Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, dürfen von 21. Oktober nur Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben. Auch Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben zu, gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga wurden in den letzten 14 Tagen 1400,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert - ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Nur etwas mehr als die Hälfte der Erwachsenen ist vollständig geimpft.

+++ 21:29 Nur im Saarland sinkt die Inzidenz +++
Der deutliche Tageszuwachs bei den täglichen Neuinfektionen schlägt sich auch in den Sieben-Tage-Inzidenzwerten der Bundesländer nieder. In 15 der 16 Länder ist der Wert gestiegen. 4 liegen über einem Wert von 100 (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen). Mit Berlin (95,7) steht ein fünftes Bundesland kurz davor, die 100er Marke zu überschreiten. Mit Schleswig-Holstein liegt nur ein Land unter der alten 50er Obergrenze aus dem Mai 2020. Nur im Saarland ist die Inzidenz gesunken.

+++ 21:06 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 17.933 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.408.369 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.933 neue Fälle hinzu. Damit ziehen die deutschen Fallzahlen im Wochenvergleich weiter an: Der aktuelle Tageszuwachs bei den gemeldeten Ansteckungsfällen liegt 57 Prozent über dem Niveau von Mittwoch vergangener Woche. Das ist der höchste Tageszuwachs seit dem 6. Mai 2021. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 79 auf 94.813. Als aktuell infiziert gelten rund 141.267 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 1,0). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1482 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 816 davon werden beatmet. Rund 3585 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.


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Quelle: ino/dpa/AFP/rts

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