Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 07:25 Städtetag warnt vor "Flickenteppich" bei Corona-Bekämpfung +++

Städtetagspräsident Burkhard Jung hat vor einem "Flickenteppich" bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewarnt. "Es muss weiter einen bundeseinheitlichen Rahmen im Kampf gegen Corona geben. Die Länder müssen über den Winter Regeln wie 3G oder sogar 2G und das Tragen von Masken in Innenräumen weiter vorgeben können", sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite muss entweder beibehalten werden, oder es muss eine Übergangsfrist geben." Der SPD-Politiker Jung sagte, der Bund sei gut beraten, einem entsprechenden Votum der Ministerpräsidentenkonferenz zu folgen. "Auf den letzten Kilometern der Pandemie können wir keinen Flickenteppich gebrauchen."

+++ 07:03 Betriebsärtzeverband: 1,5 Millionen Impfungen vermutlich nicht gemeldet +++
Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte schätzt, dass rund 1,5 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland vorerst nicht gemeldet wurden. Die meisten Impfungen seien über das kassenärztliche System eingegangen - wie viele tatsächlich nicht gemeldet wurden, sei aber unklar, sagt Verbandsvizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Sie erwarte klärende Gespräche mit dem Robert-Koch-Institut.

+++ 06:44 Klingbeil mahnt wegen steigender Corona-Zahlen zur Vorsicht +++
Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, ruft angesichts drastisch steigender Infektionszahlen zur Vorsicht auf. "Wir haben uns sehr vernünftig und solidarisch durch diese Krise bewegt. Das sollte auch auf den letzten Metern so bleiben", sagte er der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. "Wir alle wollen, dass die Pandemie bald vorbei ist und wir zu dem Alten zurückkehren - zumindest in den meisten Bereichen." Klingbeil appelliert daran, dass die Weichenstellungen in der Corona-Pandemie mit möglichst großer Mehrheit im Bundestag beschlossen werden muss.

+++ 06:35 Kassenärzte-Chef unterstützt Forderung nach Beendigung der epidemischen Lage +++
Kassenärzte-Chef Andreas Gassen unterstützt die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach einem baldigen Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Spahns Vorstoß sei "letztlich folgerichtig", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Rheinischen Post". "Das bedeutet auch nicht das sofortige Ende aller Maßnahmen", fügte Gassen hinzu. "Wir werden aber erleben, dass es regional unterschiedliche Herangehensweisen geben wird, die natürlich auch von regionalen Faktoren wie Impfquote, Infektionszahlen, Altersverteilung und Krankenhausbelegungen abhängig sind." Ab einem bestimmten Punkt und mit ausreichender Vorlaufzeit sei es dann möglich, dazu überzugehen, "die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände der Bürger zu legen", sagte Gassen.

+++ 06:22 Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown +++
Bei einer weiteren dramatischen Verschärfung der Corona-Situation droht ungeschützten Menschen in Österreich ein Lockdown. Dieser Schritt komme bei einer besonders starken Auslastung der Intensivbetten, wie Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Krisensitzung mit den Ministerpräsidenten erklärte. "Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern", so der Regierungschef. Wer weder geimpft noch genesen sei, müsse sich bei der letzten Stufe des neuen Stufenplans auf massive Ausgangsbeschränkungen einstellen, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Dann sei gegebenenfalls das Verlassen der Wohnung nur noch aus triftigen Gründen möglich. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine starke Signalwirkung dieser Pläne. Noch ist die Lage auf den Intensivstationen Österreichs trotz des jüngsten deutlichen Anstiegs bei der Zahl der Neuinfektionen weitgehend stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 230. In Deutschland beträgt sie aktuell 100.

+++ 05:56 Inzidenz springt erstmals wieder auf 100 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt erstmals seit Monaten wieder im dreistelligen Bereich. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, stieg der Wert auf 100,0. Binnen eines Tages wurden demnach 15.145 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 86 Fälle auf 95.077. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt laut RKI bei 4.452.425, die Zahl der Genesenen bei rund 4.200.000.

Der Inzidenzwert steigt seit anderthalb Wochen kontinuierlich an. Alleine von Dienstag bis Freitag erhöhte er sich von 75,1 auf 95,1. Die Schwelle von 100 hatte die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt im Mai überschritten.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 22:30 Biontech-Gründer mit "Spanischem Nobelpreis" geehrt +++
Ugur Sahin und Özlem Türeci, Gründer von Biontech, sind mit dem Prinzessin-von-Asturien-Preis geehrt worden. Das deutsch-türkische Forscherehepaar teilte sich die als "spanische Nobelpreise" bekannte Auszeichnung in der Sparte Forschung und Technik mit fünf weiteren Entwicklern von Corona-Impfstoffen. Die international renommierten Preise werden jedes Jahr in acht Kategorien von König Felipe VI. sowie der spanischen Thronfolgerin Leonor im nordspanischen Oviedo vergeben und sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Forscher der Covid-Impfstoffe waren jedoch die "Stars des Abends", denen für die Rettung von Millionen Menschenleben ein minutenlanger Applaus gespendet wurde.

+++ 22:10 Kroatien und Bulgarien neue Hochrisikogebiete +++
Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben die EU-Staaten Kroatien und Bulgarien neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft. Gleiches gilt für Kamerun, Singapur und die Republik Kongo, wie das RKI nun mitteilte. Dagegen wurden Honduras, der Irak, Kenia und das Kosovo von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. Die neuen Einstufungen werden Sonntagfrüh wirksam. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene können die Quarantäne aber abwenden, wenn sie bereits vor ihrer Einreise einen Genesenen- oder Impfnachweis an die deutschen Behörden übermitteln. Bei nachträglicher Einreichung eines Genesenen- oder Impfnachweises oder eines Negativtests kann die Quarantäne verkürzt werden.

+++ 21:46 Inzidenz steigt in Thüringen, Sachsen und Bayern besonders stark +++
In Thüringen, Sachsen und Bayern ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders in die Höhe geschnellt. Die Zuwächse sind dort im zweistelligen Bereich. Thüringen ist nur noch knapp unter der 200er-Schwelle. Nur ein Bundesland meldet eine sinkende Inzidenz, und zwar Bremen.

+++ 21:00 Bundesländer melden 17.015 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.443.047 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 17.015 neue Fälle hinzu. Das sind 5346 bzw. 45,8 Prozent mehr als am vergangenen Freitag. Damals waren 11.669 Neuinfektionen registriert worden. Es ist der dritte Tag in Folge mit einem Tageszuwachs über 17.000 Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 112 auf 95.008. Am vergangenen Freitag waren insgesamt 80 Todesfälle gemeldet worden. Ein dreistelliger Tageszuwachs bei den Todesfällen war zuletzt Ende September verzeichnet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 157.915 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,28 angegeben (Vortag: 1,16). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1541 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 861 davon werden beatmet. Rund 3358 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ysc/dpa/AFP/rts

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