Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 07:39 Heil bei Recht auf Homeoffice kompromissbereit ++

Im Streit mit der Union um ein Recht auf Homeoffice zeigt sich Arbeitsminister Hubertus Heil kompromissbereit. "Wir können uns jetzt zusammensetzen und einen vernünftigen Rechtsrahmen entwickeln", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es habe ihn gefreut, dass die CDU neue gesetzliche Regelungen nicht mehr ablehne. Es gehe jetzt nicht nur darum, den Arbeitnehmern eine Möglichkeit für mobiles Arbeiten zu schaffen. Es gehe auch darum, Lücken im Versicherungsschutz zu schließen oder die Frage der Arbeitszeiten im Homeoffice zu regeln. "Ich würde das gerne in dieser Wahlperiode noch hinkriegen", sagte Heil. Der Bundesarbeitsminister setzt sich für einen Rechtsanspruch auf mindestens 24 Tage Homeoffice im Jahr für Angestellte ein. Dagegen rührte sich aber Widerstand beim Koalitionspartner CDU/CSU, ebenso aus der Wirtschaft.

+++ 07:09 Elbphilharmonie-Intendant befürwortet Lockdown +++
Der Intendant der Hamburger Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, hat Verständnis für den Teil-Lockdown und den damit einhergehenden weitgehenden Stillstand des kulturellen Lebens geäußert. "Es ist zwar schade um die vielen schönen Konzerte im November, aber ich halte die Entscheidung prinzipiell für den richtigen Weg, um die Pandemie in den Griff zu bekommen", sagte Christoph Lieben-Seutter der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben seines Hauses fallen in den vier Wochen vom 2. November an 146 Veranstaltungen in der Elbphilharmonie und in der Laeiszhalle aus, "viele davon waren ausverkauft". Die Besucher würden direkt kontaktiert und das Geld für ihre Tickets unbürokratisch erstattet bekommen.

+++ 06:22 RKI meldet mehr als 18.000 Neuinfektionen +++
Das Coronavirus breitet sich in Deutschland in Rekordtempo aus. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen erstmals mehr als 18.681 nachgewiesene Neuinfektionen an einem Tag. Am Donnerstag waren es noch 16.774. Seit Ausbruch der Seuche wurden laut RKI insgesamt 499.694 Infektionen registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 77 auf insgesamt 10.349. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ 05:32 Hotelpreise sinken während Corona-Krise weltweit deutlich +++
Die Übernachtungspreise in Hotels und Ferienhäusern sind während der Corona-Pandemie weltweit deutlich eingebrochen. Die Kosten für eine Übernachtung sanken im internationalen Durchschnitt um 17 Prozent. Dies hat eine Untersuchung der Hotelpreise an 75 Reisezielen des Reiseveranstalters Dertour ergeben, die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorliegt. Spitzenreiter der Verlierer ist Amsterdam mit einem Hotelpreisrückgang von rund 51 Prozent. In Deutschland gingen die Unterkunftspreise im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 9 Prozent zurück. Am stärksten sackten bundesweit die Preise in München mit fast 29 Prozent in den Keller. Auf Mallorca reduzierten sich die Zimmerkosten im Schnitt um 17,7 Prozent.

+++ 05:08 WHO warnt vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockwdowns +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor negativen Nebeneffekten landesweiter Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zwar könnten strikte Beschränkungen dabei helfen, Ansteckungsketten zu unterbrechen und zur Erholung des Gesundheitswesens beitragen, erklärt der Europa-Direktor der Organisation, Hans Kluge. Allerdings habe dies seinen Preis: So sei bei strikten Lockdown-Maßnahmen mit einem Anstieg bei psychischen Erkrankungen und häuslicher Gewalt zu rechnen. Kluge verweist auch auf den wirtschaftlichen Schaden durch strenge Einschränkungen. "Angesichts dieser Realitäten betrachten wir nationale Lockdowns als das Mittel der letzten Wahl, weil sie die nach wie vor bestehende Möglichkeit umgehen, jeden an grundlegenden und effektiven Maßnahmen zu beteiligen."

+++ 04:44 Krankenhausgesellschaft pocht auf Wiedereinführung der
Freihaltepauschale +++
Angesichts der stark steigenden Zahl von Corona-Patienten fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Wiedereinführung der sogenannten Freihaltepauschale für Klinikbetten. Die Krankenhäuser hätten im Frühjahr bewiesen, wie schnell sie Kapazitäten frei bekommen könnten, sagt ihr Präsident Gerald Gaß der "Rheinischen Post". Zudem habe man heute mehr technische Kapazitäten aufgebaut, als man sie im März hatte. Freihaltequoten seien in dieser Situation sinnvoll und müssten mit entsprechenden finanziellen Sicherheiten für die Krankenhäuser flankiert werden. "Die Wiedereinführung der Freihaltepauschale ist zwingend, damit die Krankenhäuser in finanzieller Hinsicht den Rücken frei haben", so Gaß. "Wir wollen anders als im Frühjahr keinen flächendeckenden und unkoordinierten Lockdown in den Kliniken." Dies würde gestuft und vor Ort besser abgestimmt erfolgen. Hier arbeiteten die Krankenhäuser in den Regionen in gut funktionierenden Netzwerken zusammen.

+++ 04:27 Negativrekord: Mehr als 91.000 neue Corona-Fälle in den USA +++
Die USA haben am Donnerstag so viele neue Corona-Infektionen registriert wie noch nie. Es seien mehr als 91.000 Fälle hinzugekommen. Der bisherige Tagesrekord wurde am 23. Oktober mit 84.169 Fällen gemeldet. Weltweit hält Indien mit 97.894 Infektionen den Höchstwert für registrierte Neuinfektionen an einem einzelnen Tag.

Neben den Neuinfektionen nehmen auch die Todesfälle und Krankenhausaufenthalte zu. Zum dritten Mal im Oktober starben binnen 24 Stunden mehr als 1000 Menschen mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA auf 229.000.

+++ 03:51 Verdi- fordert 150-Euro-Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger im November +++
Verdi-Chef Frank Werneke fordert einen Bonus für Hartz-IV-Bezieher für die Zeit des bestehenden Teil-Lockdowns in Deutschland. Da die Bereitstellung von Lebensmitteln durch die Tafeln derzeit nicht funktioniere, kämen viele Bezieher von Grundsicherung nicht über die Runden, sagt Werneke der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb solle es einen Zuschlag von 150 Euro auf die Regelsätze zumindest für den Monat November geben. Werneke schließt sich damit entsprechenden Forderungen von Wohlfahrtsverbänden an. Ab kommenden Montag greifen umfangreiche Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland.

+++ 03:18 Ökonomen warnen: Lockdown-Nothilfe reichen nicht aus +++
Führende Ökonomen halten die staatliche November-Nothilfe für Gastronomen und andere vom geplanten Teil-Lockdown betroffene Branchen längerfristig für nicht ausreichend. "Die Erstattung des Umsatzausfalls ist sicher zielführend", sagt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". "Ob allerdings 75 Prozent ausreichen, dürfte fraglich sein, je länger der Lockdown dauert." Die Gewinnmargen in konsumnahen Branchen seien schließlich gering. "Insofern kann es trotz der Hilfen zu einem massiven Unternehmenssterben kommen", so der IW-Direktor. Zudem hätten Einzelhändler keine Aussicht auf Hilfe, obwohl auch ihre Geschäfte leiden würden, wenn in Innenstädten Cafés und Restaurants schließen müssten.

+++ 02:42 Bolsonaro bezeichnet neue Lockdowns als "verrückt" +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hält den erneuten Lockdown einiger Länder im Kampf gegen die Corona-Pandemie für übertrieben. Dies sei "verrückt", sagt Bolsonaro angesichts der Bemühungen in vielen westlichen Ländern, die zweite Corona-Welle abzumildern. In Frankreich etwa gelten ab diesem Freitag neue Beschränkungen. "Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause", appellierte Präsident Emanuel Macron an seine Landsleute.

+++ 02:09 China meldet weniger Corona-Neuinfektionen +++
China meldet weniger Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 25 gesunken, nachdem es zuvor noch 47 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien mit einer Ausnahme aus Übersee importiert worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.940. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4634.

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+++ 01:37 Apple schließt fast alle Geschäfte in Frankreich +++
Der iPhone-Hersteller Apple schließt wegen der Pandemie vorübergehend die meisten seiner Läden in Frankreich. 17 von 20 Geschäften sollen ab Freitag geschlossen bleiben, steht auf der Homepage des US-Konzerns. Die 15 Apple-Stores in Deutschland sollen demnach geöffnet bleiben. Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Reaktion zu erreichen. In Frankreich beginnt an diesem Freitag ein einmonatiger Lockdown, in Deutschland folgt ein teilweiser Lockdown ab Montag.

+++ 01:03 Zahl der Toten in Frankreich steigt auf mehr als 36.000 +++
In Frankreich erhöht sich die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben auf mehr als 36.000. 250 weitere Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen der Viruserkrankung Covid-19 gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Corona-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steigt den Angaben zufolge auf 3147 - ein Plus von 395 im Vergleich zum Vortag. Insgesamt werden derzeit mehr als 21.600 mit dem Coronavirus Infizierte in französischen Krankenhäusern behandelt.

+++ 00:22 Brasilien meldet insgesamt fast 159.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 26.106 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf fast 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 513 auf 159.969 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:32 Biontech-Chef erwartet in Kürze erste Daten aus Impfstudie +++
Biontech-Chef Ugur Sahin erwartet in Kürze erste Daten aus der entscheidenden Wirksamkeitsstudie des Unternehmens mit seinem potenziellen Corona-Impfstoff. "Wir werden sicherlich in zwei Wochen schlauer sein", sagt Sahin dem VRM-Medienhaus. Er rechne mit ersten Daten Ende Oktober, Anfang November. "Es wird nicht mehr lange dauern." Dann werde sich zeigen, ob der Impfstoff in der Lage sei zu schützen. "Wir sind optimistisch." Mitte November könnten bei positiven Daten Unterlagen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA für eine Notfallgenehmigung eingereicht werden.

+++ 22:57 Amazon verdreifacht Gewinn +++
Der Trend zum Einkauf im Internet verhilft dem weltgrößten Online-Händler Amazon in der Corona-Krise weiter zu glänzenden Geschäften. Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 96,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilt. Der Gewinn verdreifachte sich auf 6,3 Milliarden Dollar. Auch das lukrative Cloud-Geschäft mit IT-Services und Speicherplatz im Internet florierte weiter, Amazons Flaggschiff AWS erhöhte die Erlöse hier um 29 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen klar, dennoch reagierte die Aktie nachbörslich zunächst verhalten. Der Kurs ist seit Jahresbeginn allerdings auch schon um mehr als 70 Prozent gestiegen.

+++ 22:22 Merkel mahnt offene Grenzen in Europa an +++
Bei einer Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs beschwört Kanzlerin Merkel die anderen Mitgliedsländer, trotz steigender Infektionszahlen die Grenzen geöffnet zu halten. Dies sei für Deutschland "als Land in der Mitte Europas" wichtig, erklärte ihr Sprecher Seibert. Es müsse "einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf" geben und die EU koordiniert die Pandemie bekämpfen. Österreichs Kanzler Kurz schloss sich Merkel in dieser Forderung an.

+++ 22:09 Rio lässt Straßenkarneval ausfallen +++
Rio de Janeiro sagt den weltberühmten Straßenkarneval im Februar ab. Dies berichtete das Nachrichtenportal "G1". Demnach hätten Vertreter von Karnevalsgruppen, die städtische Tourismusagentur Riotur und Spezialisten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit die Absage nach einer Online-Besprechung festgelegt. Dem Bericht zufolge waren sich alle Teilnehmer einig, dass eine Veranstaltung von der Größe des Straßenkarnevals von Rio in der Corona-Pandemie weder sinnvoll noch sicher ist. Ende September hatte Rio bereits die Umzüge im Sambodrom verschoben. Sie sollten im Februar stattfinden.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, jpe/bad/dpa/rts/AFP