Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:04 Neuseeland feiert wichtigen Corona-Meilenstein +++

In Neuseeland ist die Übertragung des Coronavirus in der Bevölkerung seit hundert Tagen gestoppt. Obwohl seitdem keine Neuansteckungen mehr verzeichnet wurden, warnen die Gesundheitsbehörden vor Nachlässigkeit. Derzeit gibt es nach offiziellen Angaben noch 23 aktive Infektionsfälle im Land. Die Infizierten steckten sich aber nicht in Neuseeland an, sondern wurden bei der Einreise positiv getestet und in Quarantäne-Einrichtungen untergebracht. "Hundert Tage ohne Übertragung ist ein wichtiger Meilenstein, aber wir alle wissen, dass wir uns keine Nachlässigkeit erlauben dürfen ", sagt der oberste Gesundheitsbeamte Ashley Bloomfield. Neuseeland hatte die Ausbreitung des Coronavirus mit rigorosen Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht. Mitte März wurde eine strikte Ausgangssperre verhängt und die Grenzen des Landes geschlossen.

+++ 06:40 Tui ist zufrieden mit dem Neustart +++
Der Neustart in der Corona-Krise ist aus Sicht des Reisekonzerns Tui gelungen. "Vor zwei Monaten sind wir pünktlich zur Öffnung der Grenzen mit einem neuen Sommerflugplan an den Start gerollt", sagt Tuifly-Geschäftsführer Oliver Lackmann. Seit dem 15. Juni habe die Ferienfluggesellschaft insgesamt rund 250.000 Gäste an Bord begrüßt. Im Juli waren nach seinen Angaben bis zu 21 Maschinen des Typs Boeing 737 im Einsatz. Ziel sei es, in den kommenden Monaten mehr als die Hälfte der ursprünglich geplanten Kapazitäten wieder anbieten zu können. Eines der Top-Reiseziele im Streckennetz ist auch in diesem Sommer Mallorca mit mehr als 50.000 Passagieren. Kreta landete mit etwa 41.000 Gästen auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich Fuerteventura, Kos und Rhodos.

+++ 05:29 Maskenlieferanten verklagen Bundesregierung +++
Auf die Bundesregierung rollt angeblich eine Klagewelle zu, weil Zahlungen für den Kauf von Schutzmasken noch ausstehen. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten Klagen eingereicht, berichtete die "Welt am Sonntag". Insgesamt forderten die betroffenen Unternehmen laut Schätzungen mehrerer Kanzleien ausstehende Zahlungen von etwa 400 Millionen Euro ein. Das Gesundheitsministerium erklärte, ihm seien bislang nur 21 Klagen bekannt, dabei gehe um Forderungen in Höhe von 59 Millionen Euro. Qualitätsmängel und falsch gestellte Rechnungen seien der Grund für die "Verzögerungen beim Zahlungsziel".

+++ 04:39 Ärzteverband sieht Bundesliga mit Zuschauern kritisch +++
Der Ärzteverband Marburger Bund hat Bedenken gegen eine Teilzulassung von Zuschauern bei Spielen der Fußball-Bundesliga auch mit Corona-Schutzauflagen. "Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Fußballfans mit zwei Metern Abstand ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln", sagte die Vorsitzende Susanne Johna. Das sei einfach nicht sehr realistisch. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte mehrheitlich - aber nicht einstimmig - ein Konzept für den Fall einer Fan-Rückkehr beschlossen. Dazu gehören ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis 31. Oktober. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßte die Pläne, pocht aber auf passgenaue Lösungen für jedes Stadion.

+++ 03:20 Mexikos Präsident sieht Trendwende am Arbeitsmarkt +++
Auch Mexiko ist von der Pandemie schwer getroffen, in den vergangenen 24 Stunden stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen in dem Land um 6495 auf jetzt 475.902 Fälle. 52.006 Menschen sind mit Covid-19 gestorben. Während sich das Virus weiter verbreitet, scheint am Arbeitsmarkt langsam eine Trendwende in Sicht. "Wir verlieren keine Jobs mehr", sagte Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador in einem YouTube-Video. Im August seien bereits 15.000 neue Stellen geschaffen worden. Von März bis Juli wurden allerdings wegen der Corona-Krise 1,1 Mio. Jobs gestrichen.

+++ 01:58 DGB ruft nach Verlängerung der Kurzarbeitsregelung +++
Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, das Kurzarbeitergeld in der Coronavirus-Krise deutlich zu verlängern. "Wenn wir Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt verhindern wollen, müssen wir die aktuelle Regelung bis zum März 2022 aufrechterhalten und das Kurzarbeitergeld weiter aufstocken", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Bild am Sonntag". Jeder Kurzarbeiter sei "ein Arbeitsloser weniger". Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer ist dem Blatt zufolge nicht abgeneigt: "Kurzarbeit hält die Belegschaften für den Aufschwung zusammen, also sollte sie zielgerichtet da verlängert werden, wo es dann hilft."

+++ 01:05 Altmaier hält Trend für alarmierend +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält die jüngsten Neuinfektionszahlen von mehr als 1000 pro Tag in Deutschland für alarmierend. "Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge." Nötig sei eine medizinische Einordnung, was bislang falsch gelaufen sei und geändert werden müsse.

+++ 00:49 Brasilien verzeichnet nun mehr als 100.000 Tote +++
In Brasilien wurde am Samstag die Schwelle von 100.000 Corona-Todesfällen überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in den vergangenen 24 Stunden 905 weitere Menschen nach einer Infektion mit Sars-Cov-2 gestorben. Insgesamt wurden 100.477 Tote mit Covid-19 registriert. Zuletzt wurden fast 50.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Experten gehen davon aus, dass die Zahlen tatsächlich viel höher liegen, da in Brasilien relativ wenig getestet wird.

+++ 23:52 Über fünf Millionen gemeldete Infektionen in den USA +++
In den USA haben sich nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rechnerisch kommt damit auf 66 Einwohner eine gemeldete Infektion. Die Zahl der Toten mit Covid-19 liegt bei mehr als 160.000. Das entspricht etwa einem Viertel der weltweiten Gesamtsumme.

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+++ 22:48 Wieder über 1000 Neuinfektionen in Deutschland: R-Wert steigt auf 1,32 +++
Am dritten Tag in Folge liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter laut Robert Koch-Institut (RKI) 1122 neue Fälle gemeldet. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt bei 1,32.

Seit Beginn der Pandemie haben sich mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Sie war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder.

+++ 21:58 Kuba verhängt neuen Lockdown in Havanna +++
Die kubanische Führung hat angesichts steigender Fallzahlen einen neuen Lockdown über Havanna verhängt. Gaststätten, Bars und Schwimmbäder werden wieder geschlossen, der öffentliche Nahverkehr ausgesetzt und Strände gesperrt. "Wir sind Zeugen eines neuen epidemiologischen Ausbruchs, der unsere gesamte Bevölkerung bedroht", sagt Gesundheitsminister Jose Angel Portal.

+++ 21:24 Zahl irischer Neuinfektionen verdreifacht sich +++
Irland meldet 174 bekannte Neuinfektionen nach einem Durchschnittswert von 58 neuen Fällen pro Tag in der vergangenen Woche und 32 zusätzliche Erkrankungen in der Woche davor.

+++ 20:21 Bericht: Trump plant Finanzhilfen per Erlass +++
Nach dem Stillstand bei den Verhandlungen zwischen dem Präsidialamt und den Demokraten im Kongress will US-Präsident Donald Trump weitere Corona-Hilfen per Erlass durchsetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Präsidialamt. Trump sollte im Laufe des Abends eine Pressekonferenz abhalten. Auch am Freitag war kein Durchbruch bei den Verhandlungen erzielt worden. Zuletzt klaffte zwischen den Vorstellungen des Präsidialamts und der Demokraten eine Lücke von zwei Billionen Dollar. Unklar ist aber noch, ob Trumps Verfügungsmacht ausreicht, um ein Hilfspaket per Erlass umsetzen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/AFP