Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:06 Vier bayerische Regionen in Top 10 der deutschen Hotspots +++

Der bayerische Landkreis Traunstein ist die Region mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach beträgt das Fallaufkommen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in Traunstein 218,0. Auch die Stadt Bremerhaven weist eine Inzidenz über 200 auf: 214,9. Von den zehn Regionen mit dem höchsten Fallaufkommen liegen vier in Bayern. Neben Traunstein sind das der Landkreis Berchtesgadener Land (Inzidenz: 198,4), der Landkreis Rosenheim (180,0) und die Stadt Rosenheim (162,0).

+++ 07:41 Mehr Freiheiten dank 3G-Regel in Schleswig-Holstein +++
In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens kehrt für Geimpfte, Genesene und Getestete in Schleswig-Holstein wieder ein Stück Normalität ein. Überall dort, wo die sogenannte 3G-Regelung in Innenbereichen gilt, sind heute bisherige Vorschriften weggefallen. Dazu zählen die Maskenpflicht und auch Kapazitätsbeschränkungen für Veranstaltungen drinnen. Hintergrund ist der Paradigmenwechsel, den die Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP in der vergangenen Woche mit der neuen Corona-Verordnung beschlossen hat. Die Jamaika-Koalition begründete dies mit der seit Wochen relativ konstanten Inzidenz und einer geringen Hospitalisierungsrate. Die Maskenpflicht gilt nur noch beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr oder im Einzelhandel. Kino- oder Konzertsäle können bei Einhaltung der 3G-Regel wieder voll ausgelastet werden. Bei Sportveranstaltungen gibt es keine Zuschauer-Obergrenzen mehr. Auch in Diskotheken darf wieder ohne Maske getanzt werden. Wer nicht vollständig geimpft ist, braucht aber ein höchstens sechs Stunden altes Testergebnis.

+++ 07:16 Hessens Impfzentren schließen nach Millionen von verspritzten Dosen +++
Nach rund 4,6 Millionen Impfungen in neun Monaten schließen die hessischen Impfzentren Ende September. Wie das hessische Innenministerium mitteilt, betrifft das fast alle der 28 Impfzentren. Impfungen würden dann überwiegend von mobilen Impfteams und niedergelassen Ärztinnen und Ärzten übernommen. In Frankfurt werde das Impfzentrum jedoch in kleinerer Form erhalten bleiben, sagt der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. An anderen Standorten wie Gießen, Fulda und Darmstadt hingegen werden die Einrichtungen schließen und die Gemeinden künftig insbesondere auf mobile Impfteams setzen, wie Anfragen bei den Städten ergaben.

+++ 06:49 Kinder impfen als Schutz vor Long Covid? Forscher bemängeln Datenlage +++
Die Problematik von Long Covid bei Kindern und Jugendlichen lässt sich anhand der aktuellen Studienlage kaum beurteilen. Das schreiben australische Forscher in einem Übersichtsartikel in "The Pediatric Infectious Disease Journal". Die Frage nach Long Covid - als dem Anhalten von Corona-Symptomen über viele Wochen - ist brisant, weil das Syndrom ein Argument für Kinder-Impfungen sein könnte, sollte es weit verbreitet sein. "Das geringe Risiko der akuten Erkrankung bedeutet, dass einer der Hauptvorteile einer Impfung von Kindern darin liegen könnte, sie vor Long Covid zu schützen", sagt Nigel Curtis von der Universität Melbourne, einer der Autoren des Übersichtsartikels. Er und sein Team fassten vierzehn Einzelstudien zu Long Covid zusammen, die rund 19.426 Kinder einbezogen. Demnach scheinen Kinder zwar an Long Covid zu erkranken - aber weniger lange und ausgeprägt als Erwachsene. "In der Debatte über die Vorteile einer Impfung müssen wir das Risiko für Long Covid in dieser Altersgruppe kennen", so Curtis. Die aktuellen Studien reichten dafür aber noch nicht aus.

+++ 06:25 Spahn rechnet Anfang 2022 mit Impfstoff für unter Zwölfjährige +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Impfstoff für die Jüngsten. "Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen." Der Minister weist zugleich darauf hin, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die STIKO könne dann noch einmal Zeit vergehen. "Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen", so Spahn. Biontech zum Beispiel hatte vor wenigen Tagen angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen. Studienergebnisse liegen demnach bereits vor und müssen nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden.

+++ 05:53 RKI: 3736 Neuinfektionen, Inzidenz steigt leicht +++
Das Robert-Koch-Institut meldet 3736 neue Positiv-Tests. Das sind 1775 weniger als am Montag vor einer Woche, als 5511 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 71,0 von 70,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 13 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.971. Insgesamt fielen in Deutschland bislang fast 4,14 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:11 Hamburger Gesundheitsbehörde ruft Vereine zu Impfaktionen auf +++
Die Hamburger Gesundheitsbehörde ruft Organisationen und Vereine zu Impfaktionen auf. Senatorin Melanie Leonhard appelliert an die Bürger: "Wenn Sie beispielsweise in einem Verein engagiert sind, können Sie eine eigene Impfaktion organisieren, um bisher nicht Geimpfte zu erreichen." Wer vor Ort gut vernetzt sei und sich zutraue, bisher ungeimpfte Personen zu erreichen, könne eine lokale Aktion in Zusammenarbeit mit einem niedergelassenen Arzt veranstalten. Sollte das nicht möglich seien, könne auch ein mobiles Impfteam der Stadt Hamburg in Anspruch genommen werden. Vereine mit geeigneten Räumlichkeiten können sich unter corona@soziales.hamburg.de per Mail an die Behörde wenden.

+++ 02:50 Fury in the Slaughterhouse treten auf - Corona-Spürhunde im Einsatz +++
Corona-Spürhunde sollen Konzerte sicherer machen: Beim bundesweit ersten Praxiseinsatz der Tiere hat die Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover gespielt. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln. Ziel des Forschungsprojekts "Back to Culture" von Tierärztlicher Hochschule Hannover, Hannover Concerts und ProEvent Hannover sei es, herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option bei Großveranstaltungen sei, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. "Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt", betont der CDU-Politiker.

+++ 01:02 Baerbock fordert Ausweitung niedrigschwelliger Impfangebote +++
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, auf eine Ausweitung niedrigschwelliger Impfangebote. Diese sollten länger als eine Woche verfügbar sein, etwa in Supermärkten oder Sporteinrichtungen, sagt Baerbock im dritten sogenannten TV-Triell der Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen mit Blick auf die zu Ende gegangene Impfaktionswoche. Der Schlagabtausch wurde dieses Mal von den Sendern Prosieben, Sat.1 und Kabeleins ausgestrahlt. Der Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, sagt, er sei überrascht gewesen, wie viele Menschen sich im Rahmen der Impfaktionswoche "plötzlich" impfen ließen. "Es gibt noch viele, die wollen, wenn man sie erreicht. Und das muss die Kraftanstrengung sein."

+++ 23:41 Watzke: Gut gefüllte Fußballstadien "verantwortbares Risiko" +++
Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke macht sich erneut für die Zulassung größerer Zuschauermengen in den Fußballstadien stark. "Wenn die überwiegende Mehrheit der Zuschauer geimpft und die Kinder getestet sind, halte ich Fußballspiele vor gut gefüllten Häusern für ein verantwortbares Risiko, zumal wir extrem hohen Aufwand betreiben, um maximal sichere Veranstaltungen durchzuführen", sagt der BVB-Chef der "Welt am Sonntag". Er habe "sehr viel Zuversicht", dass bald wieder deutlich mehr Fans in die Arenen dürfen.

+++ 22:25 Kanzlerkandidaten werben für Corona-Impfung - Scholz: Ungeimpfte gehen großes Risiko ein +++
Zum Ende des bundesweiten Aktionswoche zur Corona-Impfung appellieren die Kanzlerkandidaten von Union und SPD, Armin Laschet und Olaf Scholz, und auch Grünen-Bewerberin Annalena Baerbock noch einmal an ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. "Unser Rat: Lasst Euch impfen", sagt Scholz im TV-Triell der Sender Prosieben, Sat.1 und Kabel 1. Ungeimpfte Erwachsene gingen ein großes Risiko ein. Es würden fast ausschließlich Ungimpfte sein, die in Krankenhäuser kämen oder sogar um ihr Leben ringen müssten, so Scholz. Auch Unions-Kanzlerkandidat Laschet wirbt dafür, "parteiübergreifend" für Impfungen zu werben. Eine Impfpflicht halte er aber für falsch.

+++ 21:30 Berlins Regierender Bürgermeister erwartet Durchsetzung der 2G-Regel Ende Oktober +++
Der scheidende Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller erwartet für den Herbst Verschärfungen in der Coronapolitik. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" sagt Müller, er glaube, dass Getestete dann immer seltener mit Geimpften und Genesenen gleichgestellt würden. "Ich glaube, das wird Ende Oktober eine Rolle spielen, schon durch viel privates Engagement, dass es immer mehr in die Richtung geht", so Müller, der als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz die Coronapolitik an vorderster Stelle mit aushandelt. Er begründete dies mit dem ausreichenden Impfangebot für alle in Frage kommende Bevölkerungsgruppen. "Jeder konnte es in Anspruch nehmen. Auch die Jüngeren konnten es in Anspruch nehmen. Und tatsächlich wird dann 2G immer mehr umgesetzt."

+++ 20:50 2020 erstmals mehr Sterbefälle als Geburten im US-Bundesstaat Alabama +++
Zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaates Alabama gab es im Jahr 2020 mehr Todesfälle als Geburten. Das berichtet die "New York Times". "Unser Staat ist im Jahr 2020 buchstäblich geschrumpft", sagte Dr. Scott Harris, der Gesundheitsbeauftragte des Bundesstaates Alabama. Im vergangenen Jahr gab es im US-Bundesstaat insgesamt 64.714 Todesfälle im Vergleich zu 57.641 Geburten, so Harris nach Angaben der Zeitung. Eine solche Lücke sei noch nie aufgezeichnet worden, nicht einmal während des Ersten und Zweiten Weltkriegs und der Grippepandemie von 1918. Wenn man bis zu den frühesten verfügbaren Aufzeichnungen aus dem Jahr 1900 zurückgeht, "hatten wir noch nie eine Zeit, in der die Sterbefälle die Geburten überstiegen", sagte er.

+++ 20:15 Zahl der durchschnittlich pro Tag gemeldeten Neuinfektionen wieder unter 9000 +++
Die Zahl der durchschnittlich pro Tag gemeldeten Neuinfektionen sinkt wieder unter die 9000er-Schwelle. Der Wert beträgt heute 8955. Zuletzt wurde sie am 28. August überschritten, als der Durchschnitt bei 9081 Neuinfektionen lag. Der Tiefpunkt in diesem Jahr wurde am 2. Juli erreicht, als die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen bei 578 lag.

+++ 19:45 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6111 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.143.283 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6111 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 37 auf 92.955. Als aktuell infiziert gelten rund 167.560 Personen. Der Wochenvergleich wird allerdings dadurch verzerrt, dass die sächsischen Landesbehörden heute keine aktuellen Fallzahlen gemeldet haben.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1539 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 828 davon werden beatmet. Rund 4338 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, fzö/mau/dpa/AFP/rts

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