Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:08 Erstmals seit Wochen mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Israel +++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Israel erstmals seit mehr als vier Wochen wieder die Marke von 1000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1069 neue Fälle registriert. Mehr Neuinfektionen an einem Tag waren zuletzt am 21. Oktober mit 1172 vermeldet worden. Die Zahl der in dem Mittelmeerland gemachten Tests war mit knapp 60.000 allerdings sehr hoch, die Quote der positiven Tests lag mit 1,8 Prozent weiter auf dem Niveau der vorherigen Tage. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie im Frühjahr vergleichsweise milde, auch wegen strikter Maßnahmen der Regierung. Nach umstrittenen Lockerungen nahmen die Zahlen im Sommer jedoch massiv zu. Die Regierung verhängte Mitte September einen zweiten landesweiten Lockdown. Ab Mitte Oktober begann die Regierung damit, schrittweise Lockerungen umzusetzen.

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+++ 07:40 Klingbeil kritisiert mangelnde Digitalisierung an Schulen +++
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die mangelnde Ausstattung der Schulen mit moderner Technik kritisiert. "Da ist vieles verschlafen worden in den letzten Jahren", sagte der SPD-Politiker in der ARD. In der Corona-Krise sei nun zu sehen, dass die Digitalisierung hätte schneller vorangetrieben werden müssen. Daher sei es mit dem Wechselunterricht schwierig.

+++ 07:01 RKI meldet 22.268 Neuinfektionen und 389 weitere Tote +++
In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 22.268 auf insgesamt 983.588, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Binnen 24 Stunden sind 389 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt demnach auf 15.160. Das sogenannte Sieben-Tage-R liegt laut RKI-Lagebericht bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken.

+++ 06:32 Lehrerverband gehen Corona-Beschlüsse nicht weit genug +++
Der Chef des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern als nicht weitgehend genug kritisiert und eine strengere Maskenpflicht gefordert. Grundsätzlich sei es begrüßenswert, "dass wenigstens ein Mindestkonsens bei einer Verschärfung von Hygieneschutzmaßnahmen" erzielt worden sei, sagte Meidinger der "Rheinischen Post". Allerdings hätte der Verband die Maskenpflicht im Klassenzimmer schon ab der 5. Klasse und bei hohen Inzidenzen auch für Grundschüler befürwortet, sagte Meidinger. "Auch dass man jetzt in Hotspotgebieten ab der 8. Klasse Wechselunterricht organisieren kann und damit die Abstandsregel wieder einführen kann, begrüßen wir." Problematisch sei aber, dass die Umsetzung nur eine Kann-Regelung sei und der Inzidenzwert von 200 um das Vierfache über der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts liege.

+++ 05:59 Lauterbach hält Corona-Lockerungen an Weihnachten und Silvester für "riskant" +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Zweifel an der Wirksamkeit der beschlossenen Corona-Maßnahmen geäußert. "Dass wir die Beschränkungen für Weihnachten und Silvester wieder etwas lockern, ist tatsächlich riskant", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei nicht auszuschließen, dass Weihnachten und Silvester zu einem "Kickstarter für die Pandemie" würden. Alles hänge davon ab, wie vernünftig sich die Bevölkerung verhalte. Lauterbach räumte ein, dass schärfere Regeln für die Feiertage möglicherweise von der Bevölkerung nicht akzeptiert würden. Der Widerstand gegen die Einschränkungen werde täglich größer, sagte er. Sollte es in den kommenden Wochen aber keine deutliche Absenkung des Infektionsgeschehens geben, "müssen wir darüber diskutieren, ob tatsächlich für die gesamte Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr die Lockerungen gelten können".

+++ 05:02 Patientenschützer enttäuscht über Pläne für Risikogruppen +++
Patientenschützer sind unzufrieden mit der Einigung von Bund und Ländern, für jeden Pflegebedürftigen bis zu 30 Schnelltests im Monat zur Verfügung zu stellen. Pflegebedürftige, Klinikpatienten, Angehörige und Personal würden weiterhin nicht mit täglichen Schnelltests zusätzlich geschützt, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch: "Mit 30 Schnelltest pro Monat kann es nicht gelingen, das Virus dort zu stoppen, wo es am härtesten zuschlägt." In Pflegeheimen sind bisher bis zu 20 Tests pro Monat und Bewohner möglich. Einrichtungen müssen dazu Test-Konzepte erstellen. Ungeklärt sei auch, wie Schnelltests Schutzbedürftige und Helfer unverzüglich erreichen sollen. Angehörige, Dienste und Einrichtungen könnten die Mammutaufgabe personell und finanziell nicht aus eigener Kraft stemmen - zumal drei Millionen Pflegebedürftige daheim lebten.

+++ 04:17 Sudans früherer Premier stirbt an Covid-19 +++
Der ehemalige sudanesische Premierminister Sadek el Mahdi ist drei Wochen nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gaben die Familie und die Partei des Verstorbenen bekannt. Der 84-jährige Mahdi war Sudans letzter demokratisch gewählter Premierminister und wurde 1989 durch einen Militärputsch gestürzt.

+++ 03:33 Städtetagspräsident: "Hätten uns längerfristige Klarheit gewünscht" +++
Bei den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern vermisst Städtetagspräsident Burkhard Jung die Planbarkeit: "Wir hätten uns in den Städten Klarheit für einen etwas längeren Zeitraum gewünscht", sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Menschen bräuchten eine Perspektive. Es schmerze, dass der Teil-Lockdown fortgesetzt werden müsse, sagte der SPD-Politiker, die Corona-Lage lasse aber "derzeit nichts anderes zu". Er hoffe, "dass nach Beginn der Impfungen erste bundesweite Lockerungen möglich werden, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt".

+++ 02:51 Südkorea meldet meiste Neuinfektionen seit März +++
Die zweite Welle schwappt nach Südkorea: Die Gesundheitsbehörden melden mit 583 bestätigten Fällen den höchsten Stand binnen 24 Stunden seit März. Seit dieser Woche gelten daher in der Hauptstadt Seoul und den umliegenden Regionen strengere Abstandsregeln.

+++ 02:01 Mediziner besorgt wegen Weihnachts-Lockerungen +++
Der Intensivmediziner Uwe Janssens hat sich besorgt über die Lockerung der Kontaktbeschränkungen geäußert, auf die sich Bund und Länder für Weihnachten verständigt haben. "Bei allem Verständnis für Weihnachten und Familienfeiern müssen wir leider befürchten, dass in der Folge der partiellen Aufhebung der Einschränkungen um Weihnachten im Januar die Infektionszahlen wieder ansteigen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch Frank Ulrich Montgomery, der Präsident des Weltärztebundes, hält die Ausnahme für Weihnachten für problematisch. Aus medizinisch-epidemiologischer Sicht müsse man die Einschränkungen eigentlich aufrechterhalten, sagte er dem RND. "Aber wir müssen natürlich auch die sozialen Folgen der Einschränkungen sehen. Deshalb werden wir ein leichtes Ansteigen der Zahlen danach in Kauf nehmen müssen. Es geht nicht anders", räumte Montgomery ein.

+++ 01:43 Altmaier will nächstes Jahr mehr verkaufsoffene Sonntage +++
Angesichts der angespannten Lage bei vielen Einzelhändlern verlangt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels in Deutschland mehr verkaufsoffene Sonntage 2021. "Ich würde mir wünschen, dass das, was an Umsatzausfällen in diesem Jahr angefallen ist, über weitere verkaufsoffene Sonntage im nächsten Jahr wieder reingeholt werden kann", sagt Altmaier der "Bild-Zeitung". Er habe an alle Landesregierungen und Kommunen die Bitte gerichtet, mit den Öffnungszeiten möglichst großzügig und flexibel umzugehen. "Die Überbrückungshilfe III kommt und gibt Sicherheit für Unternehmen und Beschäftige auch im kommenden Jahr. Von Januar bis Ende 2021 gibt es weitere verbesserte Betriebskostenzuschüsse."

+++ 00:53 Spanien erwägt Begrenzung von Weihnachtsfeiern auf sechs Personen +++
Während Deutschland die Kontaktbeschränkungen über Weihnachten lockert und Treffen mit bis zu zehn Personen erlaubt, ist in Spanien ist eine Begrenzung auf sechs Personen im Gespräch. Diese Zahl nennt Ministerpräsident Pedro Sanchez. Er verweist auf einen Vorschlag von Gesundheitsexperten und Wissenschaftlern, der nun von der Regierung diskutiert werde. Die endgültigen Details der Beschränkungen sollen nun mit den regionalen Behörden besprochen werden.

+++ 23:58 Menschen in Hildburghausen demonstrieren gegen Ausgangsbeschränkungen +++
Im Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen in Thüringen haben rund 400 Menschen gegen die neuen Infektionsschutzregeln in dem Kreis protestiert. Sie versammelten sich auf dem Marktplatz von Hildburghausen und zogen durch die Innenstadt. Viele hätten ihre Kinder mitgebracht, berichtet der MDR. In Sprechchören hätten die Menschen "Friede, Freiheit, keine Diktatur" skandiert. Auf Plakaten stand unter anderem "Hände weg von unseren Kindern". Gegen 20:30 Uhr beendeten die Demonstranten den nicht angemeldeten Protest. Der Kreis Hildburghausen hat derzeit bundesweit das größte Infektionsgeschehen mit über 530 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Mittwoch waren 735 Menschen aktuell poistiv getestet. Seit Mittwoch gilt in dem Kreis ein regionaler Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen sowie geschlossenen Schulen und Kindergärten.

+++ 23:29 Woidke erwartet Corona-Einschränkungen auch im neuen Jahr +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke erwartet auch im neuen Jahr weiterhin Corona-Einschränkungen. "Das Ausmaß ist natürlich abhängig von der Infektionsentwicklung", erklärte Woidke nach den über siebenstündigen Verhandlungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er hoffe sehr, dass Lockerungen möglich würden. Derzeit Zeit sei daran aber nicht zu denken. "Im Gegenteil: Wir müssen die Kontakte noch weiter herunterfahren", erklärte Woidke.

+++ 22:45 Müller warnt vor Überforderung der Krankenhäuser +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller warnt vor einer Überforderung der Krankenhäuser. Allein in Berlin sei mittlerweile ein Viertel der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, sagte er. Nahezu jeder davon werde beatmet. Müller appellierte an die Bevölkerung, alle unnötigen Kontakte zu reduzieren.

+++ 22:15 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 344 Todesfälle und fast 20.000 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf insgesamt 973.321 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 19.543 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 344 auf 14.985. Als aktuell infiziert gelten rund 304.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,76 angegeben (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 76 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,90). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3781 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2214 davon werden beatmet. Rund 5775 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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+++ 21:53 Private Treffen werden auf fünf Personen begrenzt +++
Kanzlerin Merkel hat angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen eine weitere "Kraftanstrengung" gefordert. Sie sagte, zwar sei der exponentielle Anstieg der Neuinfektionen gebrochen. Dies habe viele Todesfälle und eine Überlastung des Gesundheitssystems erspart. Dies sei aber nur ein Teilerfolg. Viele Pflegekräfte kämen schon jetzt an ihre Grenzen. Die November-Maßnahmen sollen deshalb verlängert und teilweise verschärft werden - erstmal bis zum 20. Dezember. Bund und Länder seien sich aber einig, dass die derzeitigen Beschränkungen "nach menschlichem Ermessen bis Anfang Januar gelten müssen", sagte Merkel. Es sei denn, die 7-Tage-Inzidenz sinke unter den Wert von 50. Hier einige der Entscheidungen im Überblick:

  • Die Kontaktbeschränkungen vor Weihnachten werden verschärft: Ab dem 1. Dezember werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung.
  • Zwischen dem 23. Dezember und Neujahr sind hingegen Treffen von bis zu zehn Personen erlaubt – Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.
  • Arbeitgeber werden gebeten, alle Möglichkeiten für Homeoffice zu nutzen oder zwischen den Feiertagen Betriebsferien zu machen.
  • Die Gastronomie bleibt weiterhin geschlossen - nur Lieferdienste und Außer-Haus-Verkauf bleiben erlaubt.
  • Die Maskenpflicht gilt künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen vor Geschäften.
  • Zu Corona-Hotspots: Bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sollen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.
  • Es wird empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen werden Feuerwerke verboten - wo genau, das bestimmen die örtlich zuständigen Behörden.

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Quelle: ntv.de, hny/ino/dpa/rts/AFP